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Einleitung:
Ubi
Soft Entertainment und Atlus bringen ein neues Rollenspiel mit dem Titel
"Wizardry: Tales of the Forsaken Land" für Sony PlayStation 2 auf
dem Markt. Bei Wizardry: Tales of the Forsaken Land handelt es sich um ein
klassisches 3D-Dungeon-Rollenspiel aus der bekannten Wizardry-Reihe. Mit dem
Spiel wird zum ersten Mal ein Titel der Reihe für Sony PlayStation 2
umgesetzt, welcher mit einem komplett neuem Szenario, zeitgemäßen
3D-Grafiken, beeindruckenden Effekten und extrem detaillierten, polygonalen
Charakter-Modellen aufwarten kann. Vor allem PC Spieler werden die Reihe
kennen, die dort sehr erfolgreich gelaufen ist. Schon 1984 begann die
Wizardry Serie auf dem PC die mit sieben Nachfolgespielen bis zum Jahr 2001
Spieler erfreute. Die Reihe stellte sogar einen Standard für die klassische
PC-Rollenspiele. Nun hat die Serie endlich den Weg auf die Playstation 2
gefunden. Fans der alten Rollenspiele werden sich freuen.
Zum
Spiel:
Die
Geschichte von "Wizardry: Tales of the forsaken land" findet im Königreich
von Duhan statt. Diese war eine wunderschöne und berühmte Stadt, bis sie
eines Tages von einer Sphäre magischen, zerstörerischen Lichtes getroffen
wurde. Alles wird vernichtet und obwohl die Einwohner teilweise Einiges sehr
mühsam wiederaufbauen, herrscht immer noch Unsicherheit und Angst in den
Ruinen der einst prachtvollen Stadt: die beliebte, werte Königin ist in dem
tiefen Labyrinth unter dem Palast verschwunden und mit ihr ein sagenhafter
Schatz. Viele Abenteurer wagen das dunkle, bedrohende Labyrinth zu betreten
- aber niemand ist bisher zurückgekehrt.
Nachdem
das Spiel gestartet wurde beginnt das erstellen eines Charakters. Nachdem
der Spieler einen Namen eingegeben hat werden Rasse, Gesinnung und Klasse
der Hauptfigur bestimmt. Bei den Rassen stehen fünf zur Auswahl - Human,
Elf, Dwarf, Gnome und Hobbits. Jede dieser Rassen hat unterschiedliche
Eigenschaften die Vor- und Nachteile haben. Anschließend wird die Gesinnung
festgelegt. Dort hat man die Wahl aus den drei Möglichkeiten - Gut, Neutral
und Böse.
Gesinnung
- Gut:
Ein
guter Charakter stell das Wohl der anderen über das eigene. Wenn der
Charakter auf freundliche Figuren trifft wird er sympathisch reagieren. Wenn
man einen guten Charakter spielt aber nicht im Sinne des Guten spielt kann
sich die Gesinnung auch ändern.
Gesinnung
- Neutral:
Ein
neutraler Charakter stimmt seine Aktionen immer auf die Situation ab. Wenn
dieser auf eine freundliche Figur trifft kann er aussuchen, ob er angreifen
oder fliehen möchte. Diese Gesinnung wird sich nie ändern.
Gesinnung
- Böse:
Ein
böser Charakter wird immer nur zu seinem Vorteil handeln. Selbst wenn die
angetroffenen Figuren als freundlich eingestuft werden, wird die Figur keine
Sympathie zeigen. Auch hier wird sich die Gesinnung ändern, wenn man nicht
im Sinne des Bösen spielt.
Als
letzte Einstellung fehlt nur noch die Einteilung der Klasse. Abhängig von
der Klasse gibt es verschiedenen Wege die Gegner zu besiegen. Zur Auswahl
stehen Krieger, Dieb, Priester, Magier, Bischof, Samuraj, Ritter und Ninja.
Alle Klassen benötigen aber bestimmte Vorbedingungen die sich aus den
Einstellungen der Gesinnung ergeben. So kann man z.B. kein Dieb werden, wenn
man bei der Gesinnung Gut eingestellt hat. Aber auch andere Eigenschaften
sind wichtig. So müssen Werte wie Stärke oder Beweglichkeit mindestwerte
überschreiten damit die Figur freigeschaltet wird. Jede diese Klassen hat
auch unterschiedliche Eigenschaften die sich im Spiel bemerkbar machen. Man
sollte auf jedenfall einige Kombinationen ausprobieren, bevor man sich für
eine Figur entscheidet.
Nachdem
man seine Figur fertiggestellt hat kann das eigentliche Spiel beginnen. Das
Ganze Spielprinzip läuft nach 5 Schritten ab. Als erstes sollte man einen
Quest in der Taverne annehmen. Anschließend begibt man sich in die Gilde um
Kameraden zu rekrutieren. Im Viggers Shop können nun Waffen und Rüstungen
eingekauft werden um die anstehenden Aufgaben zu bestehen. In dem Spiel gibt
es über 100 Waffen und Gegenstände. So ausgerüstet geht es ab ins
Labyrinth, wo die Abenteuer bestreitet werden. Nachdem man eine Aufgabe im
Labyrinth gelöst hat kehrt die Gruppe zurück zur Taverne um die Belohnung
entgegen zu nehmen.
Die
meiste Zeit wird man wohl im Labyrinth verbringen. wo man angenommene Aufträge
erfüllt. Hier trifft man auf unterschiedliche Gegner die man mit seiner
Party besiegen sollte. Wenn ein Kampf beginnt wird in eine Kampfmodus
geschaltet. Die eigene Gruppe steht nun so, wie sie im Vorfeld angeordnet
wurde. Nun werden nacheinander Aktionen ausgeführt. Dabei kann der Spieler
aussuchen welcher Gegner von welcher Figur angegriffen wird. Die Figuren in
der ersten Reihe werden häufiger attackiert wie Figuren die hinten stehen.
Daher sollte man beachten das nicht gerade die schwachen Kämpfer vorne
stehen. Während des Kampfes können neben dem Schwert, physikalischen
Attacken und Zaubern auch Gruppen-Kampf-Techniken angewendet werden. Rundum
bietet das Spiel alles was sich ein Rollenspielfan wünscht.
Zur
Technik:
An
der Grafik muß man sich erst einmal gewöhnen. In der Stadt wird man nur
Hintergründe und eingeblendete statische Figuren zu sehen bekommen, die
dann mit Texten überblendet werden. Wenn man dann im Labyrinth angekommen
ist ändert sich dieses. Nun bekommt man eine Zeitgemäße Grafik geboten
die mit Effekten und guten Animationen glänzt. Gegner werden weiterhin
animiert dargestellt. Figuren die Story übermitteln kommen dagegen wieder
nur als statische Zeichnungen ins Bild. Beim laufen agiert man aus der
Ego-Perspektive heraus und bewegt sich in bestimmte Richtungen die man
vorher angibt. Man dreht sie erst nach recht um dann einen Schritt nach
vorne zu laufen. Im Kampfmodus bietet sich dann noch einmal eine andere
Sichtweise. Hier werden die Gegner optisch ordentlich und animiert
dargestellt. Effekte wird man hier am meisten sehen. Die Story selber wird
über englischen Text vermittelt der mit Hilfe von Textfenstern eingeblendet
wird. Der Sound ist angemessen und bringt bedingt Spannung rüber.
Die
Steuerung ist gewohnheitsbedürftig. Wenn man sich aber an diese Art der
Steuerung erst einmal gewöhnt hat zeigen sich ihre Vorteile. Man bewegt
sich sicher durch die Level und die Menueführung ist so einfach gestaltet
das man sich schnell zurecht findet. Leider ist das Spiel komplett in
Englisch, so das man gerade bei der storylastigen Handlung gute
Englischkenntnisse mitbringen sollte. Zu Hilfe steht aber ein deutsches
Handbuch zur Verfügung das sehr hilfreich ist.
Fazit:
Das
Spiel wird vor allem Rollenspieler der alten Machart ansprechen. Bei
Wizardry Tale of the Forsaken Land fühlt man sich in die guten alten Zeiten
zurück versetzt, obwohl die Grafik im Spiel zeitgemäß ist. Man sieht
sofort aus welcher Reihe das Spiel stammt, da man sich als alter
Wizardry-Spieler sofort zurecht findet. Neueinsteiger werden ein wenig überrascht
sein, weil gerade der Aufenthalt in der Stadt sehr eintönig animiert ist.
Es kann auf jedenfall nicht mit den bekannten Rollenspielreihen Final
Fantasy oder Breath of Fire verglichen werden, da es doch ein anders
Gameplay hat. Die stärken des Spiels liegen aber auch gerade dort, weil es
ein sehr intensives Spiel ist was einige Stunden an Spielspaß bedeutet. Das
erfüllen der Aufträge und aufbauen der Charaktere macht einfach süchtig.
Leider hat der Hersteller keine komplette deutsche Lokalisierung
vorgenommen, so das man gute Englischkenntnisse mitbringen muß um das Spiel
zu spielen. Wen das nicht abschreckt und wer auf Spiele wie die der Wizardry
Reihe steht kann einige Wochen Spielspaß bekommen.
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