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Turok Evolution (GC)

Wertung:
88 %

Einleitung:

Als letzte der Next Generation-Konsolen wird nun auch die Gamecube mit dem Egoshooter Turok: Evolution beliefert. Auf der PS2 und Xbox ist das Spiel vor ein paar Wochen schon erschienen. Nun können sich alle Fans - von Nintendo´s Würfel - auf den aktuellen Teil der Turok Serie freuen, die auf der Nintendo 64 ins Leben gerufen wurde. Über 30 Monate haben die 35 Entwickler um David Dienstbier gebraucht um das Spiel fertig zu stellen. Das Warten hat sich gelohnt denn dem Spieler erwartet eine atemberaubende Welt.

 

Zum Spiel:

Im Jahr 1886 stehen in Texas die letzten Indianer der übermächtigen amerikanischen Armee gegenüber. Die Indianer werden in die Schlacht angeführt vom Häuptling Tal´Set als plötzlich ein Dimensionsspalt erscheint. Dieser Spalt zieht nun Tal´Set hinein und bringt ihn in das verlorene Land, was weit vor unserer Zeit und jeder Zivilisation liegt. Aber Tal´Set ist nicht der einzige der in den Spalt gezogen wurde. Auch sein Widersacher Bruckner wurde in die Vergangenheit gesaugt und versucht nun die Ureinwohner zu unterwerfen. Nach dem Motto "wer nicht folgt wird getötet" agiert dieser ohne große Skrupel. Tal´Set bleibt nun nichts anderes übrig als sich Bruckner und seinen Schergen in den Weg zu stellen.

Im Intro kann man schon sehen was einen erwartet. Viele Tiere, Waffen und noch mehr Gegner werden den Spieler in den Bann ziehen. Schlägt sich der Akteur zu Beginn noch, im wahrsten Sinne des Wortes, mit einem Hackebeil und einem Bogen durchs Unterholz, so erweitert sich das Waffenarsenal schon bald um eine Pistole, einen HiTec-Bogen mit Zielfernrohr, bis hin zum futuristischen Plasmagewehr. Die Waffen selber kommen in großer Stückzahl vor und haben unterschiedliche Eigenschaften. Pfeile werden große Dinos kaum stören während dessen Raketen doch große Brandspuren hinterlassen. Die Pfeile kann man übrigens wieder einsammeln, wenn man sie im Dschungel wieder findet. Wie schon in den alten Teilen zu sehen war, ist Turok nicht darauf angelegt einfach ballernd durch die Gegend zu rennen. Die Waffen und die Munition müssen mit Bedacht eingesetzt werden. Denn trotz der vielen vorhandenen Munitions- und Medipacks, welche kreuz und quer versteckt liegen, ist Köpfchen gefragt. Der Hauptgrund dafür liegt wohl an den Schergen die Bruckner unterstehen und an den vielen Dinos die einen ebenfalls nicht wohlgesonnen sind. Die Reptilienwesen weisen eine ziemlich hohe Intelligenz auf, was sich nicht nur durch ihre Treffsicherheit zeigt. Sie verstecken sich genauso gut, wie sie auch mal eine Rückzug veranlassen um sich neu zu formieren.

Vor jedem Level werden die Ziele in Textform erklärt. So bald diese erfüllt sind muß der Spieler nur noch den Ausgangspunkt finden um das Level abzuschließen. Um geschickt vorgehen zu können sollte die Umwelt genutzt werden wie z.B. einen Gegner, per Explosionsgeschoss, einen Baum auf den Kopf fallen zu lassen, oder den Dschungel in Brand zu setzen, während man selber im Fluss vor den Flammen sicher ist. 

Turok Evolution selber bringt einen in eine wunderbar stimmungsvolle Welt, in der sich jeder Baum und Busch im Wind bewegt. Große Tiere trampeln die Planzen nieder aber auch wenn die Figur selber durch Büsche läuft schwingen diese noch sekundenlang nach. Neben den Wald und Buschgeländen kann man auch Flüsse nutzen. Dabei muß man aber aufpassen das nicht z.B. Krokodile einen angreifen, die sofort auf den Helden stürmen, sobald dieser in ihre nähe kommt. Falls man doch an die gefräßigen Tiere gerät bleibt einem oft nichts anderes übrig als das Beil zu verwenden, da Schusswaffen oft ihre Wirkung verlieren. Wer übrigens zu lange unter Wasser bleibt ertrinkt natürlich. Neben den normalen Tieren warten rund 25 wiederbelebten Dino-Arten, wie beispielsweise den Velociraptoren, Triceratops oder die Brachbiosauriern auf einen.

Die Umgebung spielt in dem Spiel eine große Rolle. So kann man kaum ein Level auf Anhieb spielen ohne die Kenntnisse zu haben, wo welche Gegner sind und welche Hinterhalte, wo lauern. Falls man dann im Spiel stirbt beginnt das Spiel am Anfang des Levels. Um die Sache aber trotz des hohen Schwierigkeitsgrades nicht zu frustrierend zu gestalten, haben die Entwickler massig Medikits und Munition versteckt, an die man nur noch herankommen muss. So bleibt das Gameplay, trotz des sehr schweren letzten Levels, immer recht fair.

Eine tolle Erneuerung sind die Flugeinlagen mit Pteranodons. Der Spieler hat hierdurch die Möglichkeit kommende Gegner aus nächster Nähe als auch aus weiter Ferne unter Beschuss zu nehmen. Jedoch bietet dieses Highlight auch grafisch eine Besonderheit. So kann man auf dem Rücken des fliegenden Dinosauriers die gesamte Umgebung abfliegen und besichtigen. Insgesamt 60 Minuten im Verlauf des Spiels kann der Besitzer irgendeiner Next-Generation-Konsole die Flugparaden miterleben.

 

Technik:

Der Sound kann mit der Klasse des Spiels mithalten. Das Spiel schafft es das richtige Dschungelfeeling rüber zu bringen. Ständig vernimmt man irgendwo Geräusche wie z.B. ein Rascheln aus dem Unterholz, das Flügelschlagen von Flugsaurier oder das Stampfen von Großdinos die gerade dabei sind ein Mittagsmahl zu sich zu nehmen. Aber auch die eigenen Geräusche kann man ständig hören. Permanent knackt das Unterholz oder die Büsche rascheln, wenn man sie mit dem Körper berührt. Das einem all dies in technisch perfektem DolbySurround präsentiert wird, akzeptiert man schon fast wie selbstverständlich, anhand des gesamt guten Eindruckes den "Turok - Evolution" hinterlässt.

Die Steuerung wurde nach altbekanntem Prinzip umgesetzt. Sie liegt in mehreren Konfigurationen vor, die frei wählbar sind. Die Schultertasten dienen u.a. dabei zum abfeuern der Primär- und Sekundärwaffen. Das einzige was eigentlich nur fehlt ist das schnelle drehen um 180 Grad was einiges einfacher gemacht hätte.

Der Multiplayermode, welcher per geteiltem Bildschirm dargestellt wird, bietet mehr Spielmodi zur Auswahl als viele andere Games dieses Genres. So sind neben den bekannten Modi a la "Deathmatch" und "Capture the Flag" noch mehrere andere vorhanden, die für viel Spaß sorgen werden.

Die Grafik ist sehr gut gelungen, auch wenn es bei den einzelnen Versionen große Unterschiede gibt. Ansonsten wurde auf viele Details geachtet. Büsche bewegen sich im Wind und auch durch das berühren werden sie in Schwingung gesetzt. Die Texturen sehen wirklich gut aus. Leider wurde bei den Wassereffekten abstriche gemacht, sodas dort nie ein wirklich realistischer Eindruck entsteht. Leider wurde das Blut bei der deutschen Version entfernt. Teilweise sehen Einschüsse bei Tieren genauso aus, als wenn man einen Stein oder Baum beschießt.

 

Unterschiede zwischen der GC, Xbox und PS2-Version:

Eigentlich gibt es nur geringe Unterschiede zwischen den Versionen. Das Spiel selber ist auf allen Konsolen gleich. Level, Story, Steuerung und Sound liegen in gleicher Qualität vor. Der einzig große Unterschied ist vor allem bei der Grafik zu sehen. Die Playstationversion sieht zwar nicht schlecht aus, kommt aber bei weitem nicht an die Xbox oder Gamecube-Version heran. Dort sind die Texturen einfach besser gelungen. Gerade bei Büschen sieht man das deutlich. Auch die Hintergründe kommen anders rüber. Während bei der Gamecube und Xbox Version flüssige Hintergründe erscheinen werden sie in der Playstation Version mehr eingeploppt. Bei der PS2 muß man sich leider auch mit deutlichen PAL-Balken zurechtfinden. Rundum sind aber alle Grafiken gut gelungen. Ein weiterer Unterschied ist im Multiplayermodus zu finden. Bei der Playstation 2 kann man mit max. 2 Personen gegeneinander antreten, während dessen man bei der Xbox und Gamecube-Version mit bis zu 4 Personen spielen kann.

 

Fazit:

Das Spiel erfüllt auch in der Gamecube-Version die Erwartungen die man in den Titel gesetzt hat. Die Grafik in Verbindung mit der interaktiven Umgebung, der Sound und das Gameplay sorgt für ein langes Spielvergnügen. Zum Glück wurde auch noch ein guter Multiplayermodus spendiert, sodas man das Spiel auch nach Beendigung noch öfters heraus kramen wird. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels ist zwar nicht als einfach zu bezeichnen aber durch viele Items wird das Leben doch um einiges einfacher gestaltet. Die meisten Levels werden wohl nicht beim ersten mal beendet werden aber da das Spiel so viel Spaß macht, wird es viele bestimmt nicht stören. Insgesamt kann man wohl sagen, das Turok Evolution nahtlos an die Klassiker der alten Versionen heran kommt, sodas wir das Spiel ohne Probleme zum Kauf empfehlen können. Besitzer mehrerer Konsolen sollten sich aber auf die Gamecube oder Xbox Version stürzen.

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Turok Evolution (GC)

 Turok Evolution dt.
EUR 64,99
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Grafik: 90 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 88 %  
Singleplayer: 89 %  
Multiplayer: 84 %  
Spielspaß: 91 %  
Gesamtwertung:  88 %  

 

 


 

 

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