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Einleitung:
Auf dem PC gibt es
Rennspiele wie Sand am Meer. Immer wieder kommen neue Genrevertreter auf den
deutschen Markt. Allerdings können nur die wenigsten überzeugen. Vor allem
Motorsportfans, die Realismus fordern, schauen oftmals in die Röhre. Jetzt
kommt über Koch Media ein neues Game in den Handel, das neue Maßstäbe bei
Racing Simulationen setzen möchte. Es handelt sich dabei um das
ultrarealistische Simulationsspiel rFactor. Wir konnten uns die fertige
PC-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für alle Genrefans
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Nachdem Ihr rFactor gestartet habt, folgt ein kleines Intro. Dieses stimmt
uns auf das bevorstehende Spiel passend ein. Im Anschluss muss der Akteur
einen Rennfahrer anlegen. Dazu geben wir einen Namen ein und wählen eine
Rennserie aus. Das war noch nicht alles. Jetzt folgen die Wahl der
Mannschaft, des Fahrzeugs, Helms und die Nationalität. Optional darf man
auch ein Geburtstag und Ort eintragen. Bevor wir nun mit unserem Auto auf
Spritztour gehen, sollte man die Steuerungsoptionen einstellen. Ist das
erledigt, kann das Spiel endlich beginnen. Bei dieser
Rennsimulation wird jedes Bastlerherz schnell höher schlagen, denn rFactor bietet
sehr viele Einstellmöglichkeiten an. Das fängt schon bei dem Hauptbildschirm
an, wo wir drei Bereiche vorfinden. Unter Customize tunen wir das Spiel ganz
nach unseren Bedürfnissen. Zahlreiche Ingame Optionen und eine extrem
modfreundliche Spielarchitektur machen es möglich. Hinzu kommt die volle
Unterstützung für Add-ons aus der Community. Ihr seht schon, dass man auch
über längere Zeiträume viel Spaß mit dem Spiel haben kann. Unter Control
setzt Ihr Euch dann hinter das Steuer Eures Boliden und fahrt in diversen
Rennen gegen computergesteuerte Gegner zum Sieg. Wer lieber ein Spiel gegen
menschliche Gamer bestreiten möchte, sollte in den Bereich Connect wechseln.
Hier dürft Ihr gegen talentierte Fahrer aus aller Welt antreten. Das Spiel
bietet grundlegend über siebzig unterschiedliche Fahrzeuge, die in passenden
Klassen unterteilt werden. Von Formula One über die GT-Serie bis hin zu
gemischten Rennen ist alles vorhanden. In welcher Serie wir fahren, hängt
natürlich von unserem ausgesuchten Fahrzeug ab. Damit wir ein
Fahrzeug aufbauen können, benötigt man jede Menge Geld. Zu Beginn des Spiels
ist davon nicht viel vorhanden. Allerdings kann man in leichten
Rennen, durch gute Leistungen, schnell ein paar Taler verdienen. Die Knete
wird dann in das Fahrzeug investiert. So kaufen wir z.B. neue Tuningteile
oder stärkere Motoren.
Das Feintuning ist eines der wichtigsten Spielinhalte. Wir werden von den
diversen Menüs fast
erschlagen. Unzählige Einstellmöglichkeiten lassen
das Simulationsfanherz schnell höher schlagen. Die Reifen sollen wir genauso
aussuchen, wie die passenden Spoiler. Das geht dann so weit, dass wir selbst
die Sitzposition im Fahrzeug beeinflussen können. Wer so ein Tuningspiel
noch nie gespielt hat, wird erst einmal mit dem Kopf schütteln. Alle
anderen, die schon immer ein Auto komplett einstellen wollten, werden
dagegen vor Freude förmlich ausflippen. Die Simulation endet allerdings
nicht beim Tuning. Auch in den anschließenden Rennen wird auf Realismus
gesetzt. Die Fahrzeuge verhalten sich extrem realistisch und so ist es nicht
immer einfach unfallfrei durchzukommen. Das liegt natürlich auch daran, dass
sich alle Veränderungen am Auto direkt auf das Fahrverhalten auswirken.
Damit wir nicht sofort in Verzweiflung ausbrechen, hat uns der Hersteller
diverse Fahrhilfen gegönnt. Diese kann man zu jeder Zeit aktivieren oder
ausschalten. Somit lassen sich die komplexen Boliden auch von Anfängern gut
lenken. Außerdem dürfen wir die Rennen komplett beeinflussen und so alles
auf unser Können anpassen. Ein nettes Feature ist auch der Videoeditor.
Hiermit kann man ein erstklassiges Video von einem Rennen machen und dieses
sogar online verbreiten. Der ganz große Spielspaß kommt selbstverständlich
im Mehrspielerbereich auf. Jetzt kann man wirklich zeigen, was man aus
seinem Vehikel rausgeholt hat. Dank der diversen Tuningmaßnahmen zählt nicht
nur das fahrerische Können. Schließlich kann man mit der optimalen
Einstellung ein stärkeres Auto locker schlagen. Der Spaß ist außerdem auf
lange Zeiträume ausgelegt. Strecken und neue Fahrzeuge soll man später
problemlos runterladen können. Hierdurch entwickeln sich unendlich viele
Möglichkeiten für echte Rennspielfans. So fahren wir nun diverse Online-
oder Offlinerennen, gewinnen in den unterschiedlichen Rennserien, verdienen
uns hierdurch spielwichtige Knete, die wir dann in unser Fahrzeug stecken.
Frisch getunt und optimal eingestellt, haben gegnerische Fahrer kaum eine
Chance.
Technik:
Mit der technischen Seite von rFactor kann man mehr als zufrieden sein. Vor
allem die Grafik braucht sich nicht hinter anderen Genrevertretern zu
verstecken. Detaillierte Fahrzeuge erfreuen unser Auge, genauso wie viele
unterschiedliche Strecken. Hinzu kommen tolle Tag/Nacht-Wechsel während der
Rennen und diverse Wettereffekte. Der Sound ist nicht viel schlechter. Vor
allem die Fahrzeuge klingen erstklassig. Daneben lauschen wir auch vielen
Ingamegeräuschen, die optimal eingespielt werden. Mit der Steuerung kann man
gut leben. Die Fahrzeuge verhalten sich so, wie man es von ihnen erwartet.
Selbst Anfänger werden durch den Simulationsgrad nicht erschlagen. Das
spricht für die gute Physik im Spiel. Der Hersteller gönnt uns außerdem jede
Menge Fahrhilfen, die unterstützend eingreifen, wenn wir es wollen. Etwas
schlechter kommen die Menüs rüber. Diese sind zwar ordentlich und
übersichtlich aufgebaut, allerdings wird man durch die Fülle an
Möglichkeiten förmlich erschlagen. Es wird lange dauern bis ein Spieler wirklich
alles verstanden hat. Allerdings muss man auch erwähnen, dass es kaum
anders bei so einem Simulationsspiel geht. Später ist man dann sogar
dankbar, dass man wirklich alles selber beeinflussen darf. Die KI der
gegnerischen CPU-Fahrer ist zeitgemäß. Sie verhalten sich sehr fair und so
kommen kaum Frustmomente auf. Da der Schwierigkeitsgrad dann auch noch frei
einstellbar ist, wird kein Spieler überfordert werden. Fasst man nun alles
zusammen, so kann man bei der Technik kaum etwas aussetzen.
Fazit:
Das Spiel rFactor wird nicht jeden vom Hocker hauen. Wirklich eisenhart
Simulationsfans werden förmlich dahin schmelzen, wenn sie das Game einlegen.
Andere dagegen schalten den Rechner schnell wieder aus. Sie werden einfach
von der Vielfalt erschlagen. Das Spiel braucht eine gewisse
Einarbeitungszeit, die man notgedrungen investieren muss. Ist man dann aber
so richtig eingestiegen, kommt der ganz große Suchtfaktor auf. Es macht
tierischen Spaß, das letzte aus seinem Boliden herauszuholen. Selten konnte man
so viel bei einem Auto beeinflussen. Wirklich genial dabei ist die Tatsache,
dass sich jede Veränderung auch direkt auf das Fahrverhalten auswirkt. Wir
schrauben also nicht nur fiktiv an irgendwelchen Werten herum. Etwas schade ist allerdings, dass dieses Game keine originalen Fahrzeuge hat. Es
würde noch mehr Spaß machen, wenn man an seinem persönlichen Lieblingswagen
herumschrauben dürfte. Auch der Umfang der Vollversion ist ein wenig mager.
Bei einem Vollpreisspiel erwartet man eindeutig mehr. Allerdings muss man
auch erwähnen, dass später - durch die Community - unendlich viele Möglichkeiten
offen stehen. Entwickelt sich alles so, wie der Hersteller sich das erhofft,
wird man Monate mit dem Spiel verbringen können. Wer also aktuell eher ein
Tuning- als ein reinrassiges Rennspiel sucht, der darf bedenkenlos
zugreifen. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, konnte
das Game uns überzeugen und so können wir rFactor
zum Kauf empfehlen.
Features:
- Umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten für die Rennboliden
- Packende Rad an Rad Duelle durch umfangreichen Online Modus
- Kontinuierliche Neuerungen durch volle Unterstützung der Modding Szene
- Detaillierte Grafik aller Fahrzeuge und Cockpits
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