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Das Mysterium von Zelenhgorm - Review (PC)

Wertung:
76 %

Einleitung:

Ein neues First Person Fantasy Adventure kommt nun über Schanz Interactive auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Spiel "Das Mysterium von Zelenhgorm". Hergestellt wurde das Adventure von der schwedischen Entwicklungsfirma Moloto, die noch einiges mit dieser Story vor haben. Insgesamt sollen rund 3 Teile erscheinen die dann eine komplette Geschichte über Zelenhgorm erzählen. In der ersten Episode warten gleich drei CD´s auf Euch. Die Installation selber ist dabei recht einfach gehalten und stellt keine größeren Probleme da.

 

Zum Spiel:

Zelenhgorm ist ein fiktiver Kontinent auf einem fernen Planet. Zu Beginn des Spiels lernt der Spieler erst einmal das Deyrec Volk kennen. Sie glauben das ihr Dorf Senava der Mittelpunkt der Welt darstellt. Sie leben in einer mittelalterlichen Umgebung was sich auch in ihrer Aufmachung und Lebensart zeigt. Eines Tages wird ihr friedliches Leben gestört, denn ihr Leuchtturm hat zu leuchten begonnen und ein riesiges Schiff ist gestrandet. Es liegt direkt vor Arrikk Vaheirrs Haus was zum Problem wird. Das abergläubische Volk denkt nun das dieses Ereignis Unheil bedeutet. Laut der alten Sagen stellt der Leuchtturm den Kontakt zu den Wassergöttern her, die das Volk beim erleuchten vor Unheil warnt. Das Unheil in diesem Fall soll das gestrandete Schiff sein, das vor Arrikk´s Haus liegt. Arrikk steht nun im Verdacht, dass er dieses Unheil herbeigerufen hat. Außerdem misstrauen sie ihm, weil er ein Linkshänder ist. Linkshänder sind nicht sehr angesehen und zu früheren Zeiten hat man diese Personen sogar ertränkt, weil man ihnen Zauberkräfte nachsagt. Heute wo das Volk zivilisierter ist wird so etwas natürlich nicht mehr gemacht aber das Misstrauen bleibt bestehen. Wie nicht anders zu erwarten ist Arrikk unsere Spielfigur. Er ist ein junger Erfinder, der merkwürdige Maschinen in seinem Garten hat. Seine Eltern sind schon tot und so wurde er von seiner Großmutter aufgezogen. Sie ist auch mit die einzige die Arrikk unterstützt.

Die Story in dem Spiel wird mit englischer Sprache und deutschen Untertitel erzählt. Bevor das eigentliche Spiel beginnt wird ein Intro gezeigt, das den Spieler in das Geschehen einführen soll. Eine Stimme erzählt Arrikk im Schlaf das es kein Traum sei und das er erwachen soll um seiner Bestimmung zu folgen. Er soll den Weg des Wassers folgen und die Ältesten aufwecken. Nun erwacht der Held aus seinem Traum und findet sich in seinem Haus wieder. Vor seinem Fenster befindet sich ein riesiges Schiff, das er schon im Traum gesehen hat - es ist hier gestrandet. Mit der Maus steuert nun der Spieler den Blickwinkel von Arrikk. In der Mitte des Bildschirmes befindet sich ein Cursor der immer aufleuchtet, wenn etwas interessantes zu sehen oder eine Aktion möglich ist. Bewegen können wir uns in alle Richtungen (also 360 Grad) und nach oben und unten. So werden dann auch die Richtungen angegeben die wir einschlagen können. Mit einem Klick auf die Maus bewegen wir uns ein Bild weiter wo dann Gegenstände, neue Wege und Personen auf uns warten.

In den einzelnen Bildern findet der Spieler auch Items die er in sein Inventar legen kann. Zu passenden Momenten können diese dann wieder verwendet werden. Ins Inventar kommt man sehr schnell und alle Objekte können hier noch einmal näher angesehen werden. Die Objekte dürfen vergrößert und ins eigentliche Spiel übernommen werden um sie dann anzuwenden. Solange das Objekt noch unsichtbar ist wird es nicht verwendet. Ist es dann an einem bestimmten Punkt sichtbar darf der Spieler das Objekt anwenden. Das bedeutet natürlich auch das die Gegenstände oft ausprobiert werden müssen - was aber in diesem Genre nichts neues ist. Ebenfalls möglich ist das kombinieren von Objekten, was dann im Inventar geschieht. In dem Spiel müssen dann auch noch verschiedene Rätsel gelöst werden die mal einfach und mal sehr anspruchsvoll sind. Daneben läuft der Spieler durch die unterschiedlichen Bilder, sucht die Gegenstände ab und spricht mit den Leuten die u.a. Aufgaben für uns haben. So werdet Ihr durch das Spiel getrieben um das Geheimnis zu lüften.

Das Spiel wird mit einer Full Motion Video Grafik präsentiert, wo echte Schauspieler in gerenderten Hintergründen agieren. Alle Kulissen, Werkzeuge usw. wurden ebenfalls so in das Spiel eingebaut. Dadurch mussten die Entwickler einen Kompromiss zwischen guter Bildqualität und guter Kompression finden um das Spiel reibungslos darzustellen. Nicht immer ist dieses gelungen. Das wird auch deutlich, wenn wir die einzelnen Bilder wechseln. Hier wirkt die Kamerafahrt sehr stockend. Solange die Figuren noch nicht angesprochen sind sehen sie auch ein wenig deplaziert aus. Erst wenn sie ein Gespräch anfangen wirken sie optisch ansprechender. Über die Gespräche wird die eigentliche Story erzählt. Weiterhin erfährt man so auch die nächsten Aufgaben die anstehen.

Viele unterschiedliche Personen schmücken die Spielewelt, so dass Ihr Euch nie einsam fühlt. Zum Teil sind sie aber nicht wirklich in das Spielgeschehen eingebunden, sondern dienen als reine Komparsen. Zwar sind die darstellerischen Fähigkeiten vieler Schauspieler nicht gerade Oscarreif aber ein paar gute Darsteller wird man trotzdem in dem Spiel finden. Positiv fällt auch auf das die Personen - die nicht direkt ins Geschehen eingreifen - trotzdem auf Arrikk reagieren, wenn er an ihnen vorbei läuft. Selber sehen wir Arrikk nur in einzelnen Filmsequenzen z.B. wenn er mal schlafen geht oder irgendwo entlang läuft. Das Spiel ist so gestaltet worden das der Spieler auch Fehler begehen kann. Dieses geschieht in den Gesprächen, wo verschiedene Antworten zur Auswahl stehen. Wenn flache oder unpassende Antworten gegeben werden findet sich der Spieler schnell bei den Wachen wieder die ihn einsperren. Ist man zu oft verhaftet worden besteht sogar die Möglichkeit das Arrikk exekutiert wird. An einigen Stellen kann es dann auch noch zum Kampf kommen. Genauso nichtlinear zeigt sich das ganze Spiel. Ihr habt eigentlich selber in der Hand wie Ihr das Abenteuer bestreiten wollt. So dauert das Spiel auch unterschiedlich lange. Je nach Vorgehensweise wird ein Spieler das Ende nach ca. 10 bis 15 Stunden sehen.

 

Technik:

Optisch wird das Spiel in einem sehr eigenen Stil präsentiert. Da ein Mittelmaß aus Filmqualität und Kompression gefunden werden musste ist die Bildqualität nicht immer optimal. Das zeigt sich auch bei der Kamerafahrt, die sehr ruckelig ist und den Figuren die nicht immer optimal in die Kulisse eingebunden wurden. Trotzdem ist das Spiel optisch recht ansprechend und dank der vielen Filmsequenzen nimmt man technische Schwächen gerne in kauf. Gut gelungen ist das interagieren der Schauspieler in dem Spiel. Man merkt eigentlich immer, dass sie auf den Helden reagieren und das hängt nicht nur davon ab, ob sie direkt mit ihm zu tun haben. Auch Nebendarsteller blicken uns plötzlich an, lächeln oder wenden sich mit schrecken ab. Die Steuerung ist sehr einfach gehalten und in wenigen Minuten hat der Spieler alle Aktionen raus die er benötigt. Ebenso einfach ist das Inventar aufgebaut, wo Ihr nur durch die Masse an Objekten den Überblick ein wenig verlieren könnt. Der Sound ist angemessen, auch wenn man manchmal ein wenig mehr Geräusche hören möchte. Gerade wenn die Spielfigur geht wären ein paar Laufgeräusche nicht schlecht gewesen. Ab und zu gibt es dann auch mal eine Musikuntermalung. Positiv fällt aber auf, dass Ihr immer Gespräche im Hintergrund hören könnt, wenn Personen in der Nähe sind. Auf eine angemessene Stimmung wurde also geachtet. Leider wurde das Spiel nicht synchronisiert und so darf man nur englischen Dialogen lauschen. Zumindest wurde ein deutscher Untertitel spendiert was ein wenig entschädigt.

 

Fazit:

Das Spiel kann eigentlich nicht als einziges Spiel gewertet werden da es erst komplett beendet ist, wenn alle drei Episoden erschienen sind. Aktuell ist nur der erste Teil erhältlich. Da die anderen Teile erst viel später erscheinen wird man lange warten müssen bis man das endgültige Ende sieht. Man darf den Entwicklern Mut zusprechen, das sie ein so ganz anderes Spiel auf den Markt bringen. Mit der FMV-Technik kamen sie recht gut zurecht, auch wenn nicht alles Perfekt ist. Gerade bei der Kompression wurde oft so stark zugeschlagen das die Qualität stark leidet. Zumindest zeigen sie das so ein Spiel mehr bieten kann. Hier wurde ein gewisses Maß an Interaktivität eingebaut was sehr erfrischend ist. Schön wäre es auch gewesen wenn man sich nicht Schrittweise durch die Spielewelt bewegen würde - aber das haben solche Spiele halt an sich. Ansonsten ist das Spiel recht unterhaltsam, da eine spannende Geschichte erzählt wird. Rund 140 unterschiedliche Schauspieler sorgen dafür. Allerdings ist die Leistung der Darsteller nicht immer Oscarreif. Ausnahmen findet Ihr aber auch hier, denn einige Charaktere sind wirklich gut dargestellt - was auch daran lieg das ein paar gute Schauspieler verpflichtet wurden. Zur Abwechslung dürfen dann auch noch ein paar nette Rätsel gelöst werden die das Spielgeschehen ebenfalls auflockern. Ein wenig negativ fällt noch auf, dass Ihr ständig die CD´s wechseln müsst. Eine Komplettinstallation würde sich hier anbieten. Wir können festhalten das "Das Mysterium von Zelenhgorm" nicht ein Meilenstein in der Spielegeschichte ist. Trotzdem ist es recht unterhaltsam und wenn man das Schauspielvermögen mancher Akteure sieht ist das Spiel auch sehr lustig. Das Preisleistungsvermögen stimmt insgesamt dann auch bei diesem Titel. Wer also interaktive Filme mit leichten Macken mag kann mit "Das Mysterium von Zelenhgorm" viel Freude haben.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Das Mysterium von Zelenhgorm (PC)

 
 Mysterium von Zelenhgorm, Das
EUR 34,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 75 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 81 %  
Singleplayer: 74 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 77 %  
Gesamtwertung:  76 %  

Systemvoraussetzungen PC:

- Windows 95/98/2000/ME/XP

- PII 266 Mhz

- 64 MB RAM

- DirectX Version 7.0 kompatible 3D Grafikkarte, mind. 8 MB RAM

- DirectX Version 7.0 kompatible Soundkarte

- 16x CDROM-Laufwerk

- 650 MB auf der Festplatte

 


 

 

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