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Einleitung:
Ein neues First Person
Fantasy Adventure kommt nun über Schanz Interactive auf den deutschen Markt.
Es handelt sich dabei um das Spiel "Das Mysterium von Zelenhgorm".
Hergestellt wurde das Adventure von der schwedischen Entwicklungsfirma
Moloto, die noch einiges mit dieser Story vor haben. Insgesamt sollen rund 3
Teile erscheinen die dann eine komplette Geschichte über Zelenhgorm
erzählen. In der ersten Episode warten gleich drei CD´s auf Euch. Die
Installation selber ist dabei recht einfach gehalten und stellt keine
größeren Probleme da.
Zum Spiel:
Zelenhgorm ist ein fiktiver Kontinent auf einem fernen Planet. Zu Beginn des
Spiels lernt der Spieler erst einmal das Deyrec Volk kennen. Sie glauben das
ihr Dorf Senava der Mittelpunkt der Welt darstellt. Sie leben in einer
mittelalterlichen Umgebung was sich auch in ihrer Aufmachung und Lebensart
zeigt. Eines Tages wird ihr friedliches Leben gestört, denn ihr Leuchtturm
hat zu leuchten begonnen und ein riesiges Schiff ist gestrandet. Es liegt
direkt vor Arrikk Vaheirrs Haus was zum Problem wird. Das abergläubische
Volk denkt nun das dieses Ereignis Unheil bedeutet. Laut der alten Sagen
stellt der Leuchtturm den Kontakt zu den Wassergöttern her, die das Volk
beim erleuchten vor Unheil warnt. Das Unheil in diesem Fall soll das
gestrandete Schiff sein, das vor Arrikk´s Haus liegt. Arrikk steht nun im
Verdacht, dass er dieses Unheil herbeigerufen hat. Außerdem misstrauen sie
ihm, weil er ein Linkshänder ist. Linkshänder sind nicht sehr angesehen und
zu früheren Zeiten hat man diese Personen sogar ertränkt, weil man ihnen
Zauberkräfte nachsagt. Heute wo das Volk zivilisierter ist wird so etwas
natürlich nicht mehr gemacht aber das Misstrauen bleibt bestehen. Wie nicht
anders zu erwarten ist Arrikk unsere Spielfigur. Er ist ein junger Erfinder,
der merkwürdige Maschinen in seinem Garten hat. Seine Eltern sind schon tot
und so wurde er von seiner Großmutter aufgezogen. Sie ist auch mit die
einzige die Arrikk unterstützt.
Die Story in dem Spiel wird mit englischer Sprache und deutschen Untertitel
erzählt. Bevor das eigentliche Spiel beginnt wird ein Intro gezeigt, das den
Spieler in das Geschehen einführen soll. Eine Stimme erzählt Arrikk im
Schlaf das es kein Traum sei und das er erwachen soll um seiner Bestimmung
zu folgen. Er soll den Weg des Wassers folgen und die Ältesten aufwecken.
Nun erwacht der Held aus seinem Traum und findet sich in seinem Haus wieder.
Vor seinem Fenster befindet sich ein riesiges Schiff, das er schon im Traum
gesehen hat - es ist hier gestrandet. Mit der Maus steuert nun der Spieler
den Blickwinkel von Arrikk. In der Mitte des Bildschirmes befindet sich ein
Cursor der immer aufleuchtet, wenn etwas interessantes zu sehen oder eine
Aktion möglich ist. Bewegen können wir uns in alle Richtungen (also 360
Grad) und nach oben und unten. So werden dann auch die Richtungen angegeben
die wir einschlagen können. Mit einem Klick auf die Maus bewegen wir uns ein
Bild weiter wo dann Gegenstände, neue Wege und Personen auf uns warten.
In den einzelnen Bildern findet der Spieler auch Items die er in sein
Inventar legen kann. Zu passenden Momenten können diese dann wieder
verwendet werden. Ins Inventar kommt man sehr schnell und alle Objekte
können hier noch einmal näher angesehen werden. Die Objekte dürfen
vergrößert und ins eigentliche Spiel übernommen werden um sie dann
anzuwenden. Solange das Objekt noch unsichtbar ist wird es nicht verwendet.
Ist es dann an einem bestimmten Punkt sichtbar darf der Spieler das Objekt
anwenden. Das bedeutet natürlich auch das die Gegenstände oft ausprobiert
werden müssen - was aber in diesem Genre nichts neues ist. Ebenfalls möglich
ist das kombinieren von Objekten, was dann im Inventar geschieht. In dem
Spiel müssen dann auch noch verschiedene Rätsel gelöst werden die mal
einfach und mal sehr anspruchsvoll sind. Daneben läuft der Spieler durch die
unterschiedlichen Bilder, sucht die Gegenstände ab und spricht mit den
Leuten die u.a. Aufgaben für uns haben. So werdet Ihr durch das Spiel
getrieben um das Geheimnis zu lüften.
Das Spiel wird mit einer Full Motion Video Grafik präsentiert, wo echte
Schauspieler in gerenderten Hintergründen agieren. Alle Kulissen, Werkzeuge
usw. wurden ebenfalls so in das Spiel eingebaut. Dadurch mussten die
Entwickler einen Kompromiss zwischen guter Bildqualität und guter
Kompression finden um das Spiel reibungslos darzustellen. Nicht immer ist
dieses gelungen. Das wird auch deutlich, wenn wir die einzelnen Bilder
wechseln. Hier wirkt die Kamerafahrt sehr stockend. Solange die Figuren noch
nicht angesprochen sind sehen sie auch ein wenig deplaziert aus. Erst wenn
sie ein Gespräch anfangen wirken sie optisch ansprechender. Über die
Gespräche wird die eigentliche Story erzählt. Weiterhin erfährt man so auch
die nächsten Aufgaben die anstehen.
Viele unterschiedliche Personen schmücken die Spielewelt, so dass Ihr Euch
nie einsam fühlt. Zum Teil sind sie aber nicht wirklich in das
Spielgeschehen eingebunden, sondern dienen als reine Komparsen. Zwar sind
die darstellerischen Fähigkeiten vieler Schauspieler nicht gerade Oscarreif
aber ein paar gute Darsteller wird man trotzdem in dem Spiel finden. Positiv
fällt auch auf das die Personen - die nicht direkt ins Geschehen eingreifen
- trotzdem auf Arrikk reagieren, wenn er an ihnen vorbei läuft. Selber sehen
wir Arrikk nur in einzelnen Filmsequenzen z.B. wenn er mal schlafen geht
oder irgendwo entlang läuft. Das Spiel ist so gestaltet worden das der
Spieler auch Fehler begehen kann. Dieses geschieht in den Gesprächen, wo
verschiedene Antworten zur Auswahl stehen. Wenn flache oder unpassende
Antworten gegeben werden findet sich der Spieler schnell bei den Wachen
wieder die ihn einsperren. Ist man zu oft verhaftet worden besteht sogar die
Möglichkeit das Arrikk exekutiert wird. An einigen Stellen kann es dann auch
noch zum Kampf kommen. Genauso nichtlinear zeigt sich das ganze Spiel. Ihr
habt eigentlich selber in der Hand wie Ihr das Abenteuer bestreiten wollt.
So dauert das Spiel auch unterschiedlich lange. Je nach Vorgehensweise wird
ein Spieler das Ende nach ca. 10 bis 15 Stunden sehen.
Technik:
Optisch wird das Spiel in einem sehr eigenen Stil präsentiert. Da ein
Mittelmaß aus Filmqualität und Kompression gefunden werden musste ist die
Bildqualität nicht immer optimal. Das zeigt sich auch bei der Kamerafahrt,
die sehr ruckelig ist und den Figuren die nicht immer optimal in die Kulisse
eingebunden wurden. Trotzdem ist das Spiel optisch recht ansprechend und
dank der vielen Filmsequenzen nimmt man technische Schwächen gerne in kauf.
Gut gelungen ist das interagieren der Schauspieler in dem Spiel. Man merkt
eigentlich immer, dass sie auf den Helden reagieren und das hängt nicht nur
davon ab, ob sie direkt mit ihm zu tun haben. Auch Nebendarsteller blicken
uns plötzlich an, lächeln oder wenden sich mit schrecken ab. Die Steuerung
ist sehr einfach gehalten und in wenigen Minuten hat der Spieler alle
Aktionen raus die er benötigt. Ebenso einfach ist das Inventar aufgebaut, wo
Ihr nur durch die Masse an Objekten den Überblick ein wenig verlieren könnt.
Der Sound ist angemessen, auch wenn man manchmal ein wenig mehr Geräusche
hören möchte. Gerade wenn die Spielfigur geht wären ein paar Laufgeräusche
nicht schlecht gewesen. Ab und zu gibt es dann auch mal eine
Musikuntermalung. Positiv fällt aber auf, dass Ihr immer Gespräche im
Hintergrund hören könnt, wenn Personen in der Nähe sind. Auf eine
angemessene Stimmung wurde also geachtet. Leider wurde das Spiel nicht
synchronisiert und so darf man nur englischen Dialogen lauschen. Zumindest
wurde ein deutscher Untertitel spendiert was ein wenig entschädigt.
Fazit:
Das Spiel kann eigentlich nicht als einziges Spiel gewertet werden da es
erst komplett beendet ist, wenn alle drei Episoden erschienen sind. Aktuell
ist nur der erste Teil erhältlich. Da die anderen Teile erst viel später
erscheinen wird man lange warten müssen bis man das endgültige Ende sieht.
Man darf den Entwicklern Mut zusprechen, das sie ein so ganz anderes Spiel
auf den Markt bringen. Mit der FMV-Technik kamen sie recht gut zurecht, auch
wenn nicht alles Perfekt ist. Gerade bei der Kompression wurde oft so stark
zugeschlagen das die Qualität stark leidet. Zumindest zeigen sie das so ein
Spiel mehr bieten kann. Hier wurde ein gewisses Maß an Interaktivität
eingebaut was sehr erfrischend ist. Schön wäre es auch gewesen wenn man sich
nicht Schrittweise durch die Spielewelt bewegen würde - aber das haben
solche Spiele halt an sich. Ansonsten ist das Spiel recht unterhaltsam, da
eine spannende Geschichte erzählt wird. Rund 140 unterschiedliche
Schauspieler sorgen dafür. Allerdings ist die Leistung der Darsteller nicht
immer Oscarreif. Ausnahmen findet Ihr aber auch hier, denn einige Charaktere
sind wirklich gut dargestellt - was auch daran lieg das ein paar gute
Schauspieler verpflichtet wurden. Zur Abwechslung dürfen dann auch noch ein
paar nette Rätsel gelöst werden die das Spielgeschehen ebenfalls auflockern.
Ein wenig negativ fällt noch auf, dass Ihr ständig die CD´s wechseln müsst.
Eine Komplettinstallation würde sich hier anbieten. Wir können festhalten
das "Das Mysterium von Zelenhgorm" nicht ein Meilenstein in der
Spielegeschichte ist. Trotzdem ist es recht unterhaltsam und wenn man das
Schauspielvermögen mancher Akteure sieht ist das Spiel auch sehr lustig. Das
Preisleistungsvermögen stimmt insgesamt dann auch bei diesem Titel. Wer also
interaktive Filme mit leichten Macken mag kann mit "Das Mysterium von
Zelenhgorm" viel Freude haben.
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