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Einleitung:
Fans der X-Men-Reihe warten
schon sehnsüchtig auf den Kinofilm X-Men: Der letzte Widerstand. Natürlich
kommt auch zeitgleich ein passendes Spiel auf den deutschen Markt. Es
handelt sich dabei um das Activision-Spiel X-Men: The official Game. Wieder
einmal schlüpft der Spieler in die Haut diverser Marvel-Superhelden. Wie
gewohnt wird das Spiel für alle aktuellen Videospielsysteme erscheinen. Wir
konnten uns jetzt die fertige Xbox 360-Version ansehen. Ob sich das
Actionspiel für X-Men Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie üblich kommt so ein Spiel nicht ohne eine anständige Story aus. X-Men:
The Offical Game ist zwischen dem zweiten X-Men Film und dem aktuellen
Kinofilm X-Men: Der letzte Widerstand angesiedelt. Die Geschichte setzt
direkt am Ende des zweiten Teils an und spinnt die Geschehnisse nach den
Ereignissen am Alkali Lake weiter. Jean Grey opferte ihr Leben, damit die
X-Men entkommen und Charles Xaviers Traum vom friedlichen Zusammenleben von
Menschen und Mutanten weiter bestehen kann. Jetzt müssen die X-Men zum
Alkalisee zurückkehren, um die fehlenden Cerebro-Komponenten zurückzuholen.
Doch was sie dort vorfinden, erschüttert sie bis aufs Mark. Geister der
Vergangenheit sind dort äußerst lebendig und am Alkalisee läuft alles fast
wie bisher. Die X-Men werden schon bald feststellen müssen, dass die
Einrichtung an sich nicht das Einzige ist, was anscheinend von den Toten
erweckt wurde. Die Fronten für die X-Men, die Bruderschaft und die gesamte
Menschheit werden formiert. Bevor wir in das Spielgeschehen einsteigen,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet
und ein Spielerprofil angelegt wurde, erscheint das Hauptmenü. Hier finden
wir die Menüpunkte "New Game", "Select Mission", "Options" und "Cerebro
Files". Wie Ihr evtl. bemerkt habt, sind die Menüpunkte in englischer
Sprache. Das ist allerdings nicht das einzige, was nicht übersetzt wurde.
Das komplette Spiel inkl. Sprachausgabe und Texte sind in Englisch und so
werden wohl nur die Spieler problemlos spielen können, die der Sprache
mächtig sind. Alle anderen dürfen sich zumindest auf ein deutsches Handbuch
stürzen. Allerdings hilft die Anleitung nur wenig, wenn man der Story folgen
will. Kommen wir wieder zurück zu den Menüpunkten. Unter New Game kann der
Spieler ein neues Spiel starten oder unter Select Mission einen
gespeicherten Spielstand fortsetzen bzw. eine zuvor gespielte Mission
wiederholen. Unter Optionen darf man außerdem die obligatorischen
Spieleinstellungen wie Sound- oder Grafikeinstellungen vornehmen. Als
letztes wäre da noch der Bereich Cerebro Files. Hier findet der Spieler alle
freigeschalteten Features. Das eigentliche Spiel läuft grundlegend immer
gleich ab. Am Anfang sehen wir den Missionsauswahlbildschirm. Hier kann man
entweder eine zuvor gespielte oder eine neue Mission auswählen. Die
einzelnen Aufträge sind jeweils für bestimmte Superhelden gedacht und so
weiß der Spieler schon im Vorfeld, mit welcher Figur er gleich spielt.
Außerdem dürfen wir vor einer Mission noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen.
Gleich drei stehen zur Auswahl und so wird jeder Spieler eine passende
Herausforderung finden.
Wir schlüpfen nun in die Rolle einer der drei Superhelden: Wolverine,
Nightcrawler oder Iceman. Selbstverständlich haben alle drei Spielfiguren
spezielle Fähigkeiten. Wolverine kann z.B. springen oder schnelle und
schwere Angriffe ausführen. Außerdem verfügt er über die Fähigkeit Wut, was
gar nicht gut für seine Gegner ist. Nightcrawler springt und schlägt
ebenfalls. Allerdings sind seine Attacken nicht ganz so wirkungsvoll. Dafür
hat er diverse Moves mit den Beinen drauf. Hinzu kommt die
Teleportier-Fähigkeit. Hierdurch kann er sich schnell durch den Raum bewegen
und hohe bzw. weit entfernte Orte erreichen. Außerdem hat er die Gabe sich
an Gegner heran zu beamen. Von hinten gestartete Attacken bringen Angreifer
schnell zu Boden. Beide Superhelden können sich natürlich auch heilen und
durch Blocken Angriffe abwehren. Der dritte Held ist Iceman. Seine
Fähigkeiten sind ganz andere. Er surft auf Eisbahnen durch die Luft und fegt
seine Gegner mit Eisstrahlen und Hagelstürmen vom Himmel. Angriffe wehrt er
mit einem Frostschild ab und dank eines Boost kann er die Luft förmlich
durchschneiden. Die Helden haben daneben auch noch spezielle Kombos, wodurch
sie wirkungsvolle Angriffe starten können. Damit wir die Orientierung nicht
verlieren, hat uns der Hersteller eine kleine Karte gegönnt. Hier drauf
sehen wir wichtige Missionsziele und unsere Gegner. Je nach Fähigkeit
unseres Superhelden versuchen wir nun die gestellten Aufgaben zu lösen.
Dabei wurde auf Abwechslung geachtet, denn der Spieler muss ständig andere
Missionsziele absolvieren. Neben den Gegnern und diversen Aufgaben kann der
Spieler auch versteckte Objekte finden. Diese bringen uns am Levelende eine
höhere Bewertung ein. Haben wir einen Auftrag erledigt, gelangen wir in
einen weiteren Bildschirm. Je nach Schwierigkeitsgrad, in dem wir die
einzelnen Missionen gespielt haben, erhalten wir am Ende unterschiedlich
viele Mutationsgene. Im Bildschirm Mutant Evolution kann der Spieler diese
nun verteilen und so die Fähigkeiten seiner Spielfiguren verbessern. Das
ganze wird dann noch durch eingespielte Erzählsequenzen zusammengehalten.
Über Bilder mit englischen Synchronsprechern wird die Story gut
vorangetrieben. So kämpfen wir uns nun mit unseren drei Superhelden durch
die 28 Missionen.
Technik:
Bei der Grafik hätte man ein wenig mehr erwartet. Wirklich ansprechend sehen
zumindest die drei Helden aus, die gut animiert und modelliert wurden.
Außerdem ähneln sie ihren Originalen und so ist der Wiedererkennungswert
sehr hoch. Selbst bei der Darstellung der Gegner kann man nicht meckern.
Diese bewegen sich ebenfalls geschmeidig durch die Levels. Etwas magerer
sehen dagegen die Levels aus. Viel zu oft agieren wir in recht kargen
Umgebungen wie z.B. Bunkern. Zumindest werden wir einige Effekte zu sehen
bekommen, die ein wenig entschädigen. Der Sound ist grundlegend in Ordnung.
Viele Ingamegeräusche sind genauso vorhanden, wie eine passende Musik.
Leider wurde das Spiel nicht lokalisiert und so werden wir nur englische
Sprecher zu hören bekommen. Diese klingen allerdings erstklassig, denn es
wurden Synchronsprecher wie Patrick Stewart und Ian McKellen verpflichtet.
Der Hersteller hat uns leider keine deutschen Untertitel gegönnt und so
werden vor allem jüngere Spieler, die der englischen Sprache nicht so
mächtig sind, in die Röhre schauen. Mit der Lenkung wird man eigentlich
schnell klar kommen. Diese ist zwar bei allen Figuren etwas unterschiedlich,
aber dank weniger Funktionen und einfacher Handhabung hat man die Steuerung
nach wenigen Minuten erlernt. Recht hilfreich ist auch der Anfangsbereich,
der uns alle Steuerungs-möglichkeiten erklärt. Etwas problematischer ist die
Kamera. Da wir diese eigentlich immer selber nachregeln müssen, liegt es
allein in unserer Hand, wie gut oder schlecht wir etwas erkennen. Wird es
dann mal hektisch, so werden gerade Anfänger schnell überfordert, denn neben
der Kamera sollen wir uns auch noch um unsere Gegner kümmern, uns heilen und
unsere Spielfigur bewegen. Der Schwierigkeitsgrad ist ganz angenehm.
Anfänger aber auch Genrekenner werden immer eine passende Herausforderung
finden. Allerdings erwartet jetzt keine gute KI. Die Gegner verhalten sich
gewohnt unintelligent und so überraschen sie uns eigentlich nie mit
unerwarteten Aktionen.
Fazit:
X-Men: The official Game ist ein grundsolides Actionspiel. Zum einen macht
es Spaß mit den drei unterschiedlichen Superhelden zu spielen. Da jede Figur
spezielle Fähigkeiten besitzt und die Levels darauf zugeschnitten wurden, ist
das Gameplay recht abwechslungsreich. Das lenkt auch gut von den sehr
linearen Levels ab. So etwas wie eine frei begehbare Welt gibt es leider
nicht. Hätten wir mehr Freiraum, so würde das agieren mit den Helden
natürlich noch mehr Spaß machen. Darauf hat der Hersteller genauso
verzichtet, wie auf eine deutsche Lokalisierung. Wer der englischen Sprache
nicht mächtig ist, wird einige Probleme mit der Story bekommen. Diese wird
übrigens etwas unspektakulär erzählt. Anstatt pompöse Intros werden nur
starre Bilder eingeblendet. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Das
gleiche gilt für die Levels, die viel zu spartanisch aussehen. Ganz nett ist
allerdings, dass der Einstieg sehr leicht gemacht wurde. Da am Anfang alles
ausführlich erklärt wird, kann jeder direkt in das Spiel einsteigen. Schade
ist dann noch, dass die gesamte Spielzeit etwas kurz ausfällt. Nach ein paar
Stunden habt Ihr alle Missionen durchgespielt und da kein Mehrspielerbereich
vorhanden ist, kann man die Levels nur noch nach unentdeckten Extras absuchen. Da das Spiel doch einige
Kritikpunkte aufweist, kann es leider nicht mit anderen Genregrößen
mithalten. Technisch aber auch spielerisch hätte man einiges besser machen
können und so werden wohl nur X-Men-Fans von dem Spiel angesprochen. Mögt
Ihr also die Marvel-Superhelden und etwas unspektakuläre Actionspiele, so
könnt Ihr X-Men: The official Game ohne Bedenken kaufen. Erwartet aber nicht
zu viel von dem Spiel.
Features:
- 3 spielbare Charaktere aus dem X-Men Universum (Wolverine, Iceman,
Nightcrawler)
- Story erzählt die Ereignisse zwischen beiden Kinofilmen und bietet eine
ideale Ergänzung bzgl. Backgroundinfos
- Synchronsprecher wie u.a. Patrick Stewart und Ian McKellen unterstreichen
den offiziellen Charakter des Spiels zum Film
- Exklusive spielbare Charaktere
- Mutant Evolution System dient der Verbesserung der Superhelden-Fähigkeiten
- Speziell für das Spiel designte Spieleumgebungen
- Genre-Mix aus Nahkampf, Action-Adventure-Elementen, Stealth und "Countdown"-
Missionen
- 28 Gesamtmissionen zzgl. weiterer Bonus-Missionen
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