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Einleitung:
Schon seid einigen Monaten
macht das Spiel XIII auf sich aufmerksam. Vor allem liegt es daran, dass das
Spiel von Ubisoft mit einer ganz eigenen Optik daher kommt. Fans des Genres
haben bis jetzt wenig Spiele gesehen in der ein Comicstil verwendet wurde.
Trotz dieser Optik soll das Spiel genug bieten um auch alteingesessenen
Genrefans anzusprechen. Wir konnten jetzt die fertige Playstation 2 Version
testen. Ob das Spiel mit seinem ganz eigenen Stil überzeugen kann erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Der Spieler wacht schwer verletzt an einem Strand an der Ostküste der USA
auf. Schnell wird klar, dass der Held sein Gedächtnis verloren hat. Es gibt
nur zwei Hinweise auf seine Identität: Eine Tätowierung mit der römischen
Zahl XIII und einen Schlüssel zu einem Schließfach bei der Nationalbank, NYC!
Auf der Suche nach unserer wahren Identität wird der Spieler in eine
Verschwörung verwickelt, bei der es um die Ermordung des amerikanischen
Präsidenten geht. Eingeleitet wird das Spiel mit einem Intro was in bester
Comic-Manier abgespielt wird. Wir beginnen in einem Strandhaus wo eine
Strandschönheit uns hingebracht hat. Schon nach wenigen Sekunden beginnt das
Chaos, denn die Hütte wird von unbekannten gestürmt. Nun müssen wir sofort
reagieren um nicht getötet zu werden. Zur Verfügung stehen uns diverse
Objekte die im Raum herumliegen. Nach den ersten Szenen bekommen wir auch
die ersten Waffen. Unser Waffenarsenal wird im weiteren Spielverlauf um
einiges erweitert werden. Dieses reicht dann von der 9mm Pistole, über ein
Schnellfeuergewehr bis hin zur Armbrust mit Zielfernrohr. Von erledigten
Gegnern sammeln wir die nötige Munition auf die wir dann für unsere Waffen
verwenden. Außerdem darf der Spieler viele Werkzeuge benutzen. Mit einem
Dietrich knacken wir Schlösser und mit einem Enterhaken überwinden wir
diverse Mauern.
Neben den genretypischen Ego-Shooter-Einlagen darf der Spieler sich auch auf
Schleicheinlagen freuen. In XIII ist man nicht nur erfolgreich wenn man wie
ein Revolverheld durch die Gegend schießt. Oft genug muss der Spieler
intelligent vorgehen um nicht die Aufmerksamkeit diverser Gegner auf sich zu
ziehen. So schleichen wir uns auch mal von hinten an einen Wachmann heran um
ihn niederzustrecken und anschließend aus dem Weg zu räumen. Machen wir das
nicht so kann eine entdeckte Leiche ebenfalls die anderen Wachen alarmieren.
Natürlich gibt es in dem Spiel genug Einlagen wo wir in bester
Egoshooter-Manier durch die Gegend ballern können. Aber nicht jeder Gegner
darf getötet werden, denn es befinden sich auch Personen in dem Spiel die
Tabu sind. So muss der Spieler vor allem FBI Agenten verschonen obwohl diese
fleißig auf uns ballern. In den einzelnen Umgebungen finden wir dann auch
diverse Gegenstände die genutzt werden können. Vor allem um feindliche
Gegner auszuschalten. Was bietet sich besser an als einen Wachmann mit einem
Stuhl niederzustrecken. Das spart Munition und andere Wachen kriegen von
unseren Aktionen nichts mit. Leider sind die Gegner nicht gerade Intelligent
da sie sich sehr vorhersehbar verhalten. Untermalt werden alle Aktionen
durch comictypische Schrifteinblendungen. Schüsse werden genauso untermalt
wie Schritte die man durch eine Tür mit Tap-Tap schon frühzeitig vernimmt.
So agieren wir nun in den gut 30 Spielabschnitten die jeweils durch ein
nettes Comic-Intro eingeleitet werden und versuchen der Verschwörung auf die
Spur zu kommen.
Technik:
Perfekt ist das Spiel technisch leider nicht. Vor allem die KI der Gegner
muss man hier erwähnen. Diese verhalten sich alles andere als Intelligent.
Entdecken sie uns, so jagen sie uns solange nach bis wir aus ihrem
Blickwinkel verschwinden. Anschließend verhalten sie sich so als wenn nichts
gewesen wäre. Auch können Leichen am Boden liegen ohne das sie wirklich
entdeckt werden. Nur wenn die Wachen sehr nah herangehen entdecken sie
diese. Das gleiche gilt bei Schusswechsel. Agiert man mit seiner Waffe so
bekommen das nur die Wachen mit die unmittelbar in der Nähe sind. Andere die
zumindest die Schüsse hören müssten machen nichts und gehen ganz ruhig
weiter. So braucht der Spieler eigentlich nur die Scharfschützen zu
fürchten, die uns sofort entdecken und unter Beschuss nehmen. Aber man muss
immer bedenken, dass es sich bei XIII um einen Ego-Shooter handelt und so
darf die fehlende Intelligenz wohl darauf geschoben werden. Ansonsten wird
das Spiel und die Story wunderbar in Szene gesetzt. Alles erglänzt in einem
netten Comicstil das nicht störend wirkt. Wunderbar wird alles dargestellt
und so ist schon blad vergessen, dass man sonst eine andere Optik zu sehen
bekommt. Hinzu kommt das alles toll durch diverse comictypische Schriftzüge
wie BAM und so weiter untermalt wird. So werden dann auch spielrelevante
Töne wie z.B. die Schritte hervorgehoben.
Gefallen kann dann auch noch die angewendete Fenstertechnik. So sehen wir
oftmals mehrere Fenster gleichzeitig die alle aktuellen Situationen einzeln
wiedergeben. Der Spieler hat so seine eigene Figur immer vor Augen und
bekommt zusätzlich mit was sonst noch geschieht. Aber auch eigene
Tötungsaktionen werden so noch einmal dramatisch von allen Seiten gezeigt.
Der hier angewendete Stil kann sofort überzeugen auch wenn der Spieler am
Anfang eine gewisse Eingewöhnungsphase benötigt. Ist diese überwunden
erkennt er das einmalige Prinzip das hier angewendet wird. Vor allem bietet
es Vorteile um die Story und die aktuellen Geschehnisse zu erklären. Hinzu
kommt dann noch das die gesamte Optik inklusive Details begeistern kann. Das
fängt bei den Umgebungen an und Endet bei den Figuren die passend im Spiel
eingebunden sind. Trotz dieses Comic-Looks ist das Spiel alles andere als
kinderfreundlich, denn XIII verwendet alle nötigen Effekte wie Blut um das
Geschehen wiederzugeben.
Zu einem guten Spiel gehört natürlich auch ein guter Sound. Auch hier kann
das Spiel mithalten. Effekte und Umweltgeräusche werden genauso gut
wiedergegeben wie die Gespräche. Auch die Präsentation stimmt bei XIII, so
dass die spannende Story wunderbar erzählt wird. Die Musik wird in dem Spiel
nur eingesetzt wenn sie die Spannung anheizen soll. So wird der Spieler hier
nicht mit stundenlangem Gedudel gequält. Die Steuerung passt sich dem hohen
Niveau ebenfalls an. Zwar gibt es viele Funktionen die sind aber alle nach
kurzer Zeit ins Blut übergegangen. Nur durch den Anfang wird der Spieler ein
paar Probleme bekommen. Hier starten wir so schnell in das Spiel, das vor
allem Anfänger Probleme bekommen können. Nach kurzer Zeit werden aber auch
diese Spieler mit der Lenkung klar kommen und alle Aktionen sicher
ausführen. Negativ fällt dann eigentlich nur noch auf das der Spieler
jederzeit speichern kann aber beim Speicherstand laden am Levelanfang
beginnt. Da manche Missionen dann noch sehr anspruchsvoll sind wird hier ein
wenig Frust aufkommen. Wer dann genug vom normalen Spiel hat darf sich auch
im Multiplayermodus per Netzwerkadapter oder über Splitscreen mit anderen
messen. Alle klassischen Mehrspielermodis wie Deathmatch, TeamDeathmatch und
Capture the Flag sind vorhanden.
Fazit:
Ubisoft hat mit XIII das wahr gemacht was sie im Vorfeld angekündigt haben.
Ein ganz eigener aber wirklich guter Egoshooter kommt auf die Spieler zu.
Vor allem können die Story und die Präsentation gefallen. Hinzu kommt die
große Abwechslung im Spiel, so dass der Spieler nicht nur mit der Knarre in
der Hand gestellte Aufgaben lösen muss. Wer aber lieber in altbekannter
Shootermanier durch die Level laufen will kann dieses auch machen. Schade
ist eigentlich nur, dass die künstliche Intelligenz der Gegner so
eingeschränkt ist. Trotzdem ist das Gameplay wirklich gelungen. Anfänger
aber auch Profis werden hier ihren Spaß bekommen. Noch nie wurde ein Shooter
so interessant präsentiert. XIII hebt sich dann noch von den anderen
Ego-Shootern ab da viele Action-Adventure Einlagen vorhanden sind die das
Spielgeschehen wunderbar auflockern. So muss der Spieler immer wieder was
anderes machen. Wer Angst wegen dem Comicstil hat kann sich beruhigen. Der
Hersteller hat es wirklich verstanden diesen gekonnt einzusetzen. Der ganz
eigene Stil passt wunderbar zum Spiel und stört überhaupt nicht. Wer also
auf der Suche nach einem interessanten und ganz eigenen Ego-Shooter Spiel
ist wird mit XIII das passende Spiel finden. XIII gehört einfach in jede
gute Spielesammlung.
Features:
- Setze jeden Gegenstand im Spiel als Waffe ein!
- Basiert auf der Unreal Engine. Diese steht für exzellente, detallierte
Grafik, riesige Umgebungen und eine sehr gute Künstliche Intelligenz!
- PC- und X-Box-Versionen sind onlinefähig!
- Multiplayer-Modus mit bis zu 4 Spielern auf PS2, GCN und X-Box, bis zu 16
Spielern auf PC!
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