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Einleitung:
Machthungrige Spieler haben jetzt die
Gelegenheit, den Zweiten Weltkrieg komplett umzuschreiben. In Gary
Grigsby´s World at War übernehmt Ihr die Kontrolle einer
kriegswichtigen Nation. Mit dieser kann der Möchtegernfeldherr den
Zweiten Weltkrieg - in rundenbasierten Schlachten - nachspielen. Wir
durften das Strategiespiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich World at
War für Hobbygeneräle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
World at War ist ein rundenbasiertes Strategiespiel, indem die fünf
Streitkräfte Deutschland, Japan, Sowjetunion, Westliche Allianz und China
zur Auswahl stehen. Eine dieser Nationen dürfen wir nun durch vier
verschiedene Szenarien führen. Diese teilen sich auf in die
unterschiedlichen Startzeiten Frühling 1940, Sommer 1941, Frühjahr 1942 und
Sommer 1943. Gespielt wird jeweils bis zum Kriegsende. Bevor der Spieler in
ein Kriegsszenario startet, sollte er unbedingt das Handbuch lesen. Hier
wird das Spiel bis ins kleinste Detail beschrieben. Zu erklären gibt es
einiges, denn World at War ist ein sehr komplexes Spiel. Trotzdem kann man
das Grundprinzip verstehen, wenn man die Hilfetexte im Spiel aufmerksam
liest. Wir spielen auf einer Weltkarte, die mehr als 350 Bereiche aufweist.
Diese gehören gut 38 Ländern. Wir kommandieren nun 15 verschiedene
Kampfeinheiten zu Land, zur See und in der Luft. Hinzu kommen die
Infrastruktur der Länder und die Versorgungseinheiten. Jede Einheit besitzt
bis zu 14 Attribute. Die meisten davon können wir durch Forschung und
Entwicklung verbessern. Die Einheiten dürfen wir natürlich frei auf der
Weltkarte verschieben. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass die
Einheiten auch an das Ziel gelangen können. Liegt zum Beispiel ein Meer
zwischen zwei Ländern, so müssen wir auf dem dazwischen liegenden Wasser
eine Transporteinheit haben. Außerdem sollten wir in eroberten Ländern
Einheiten stationieren, damit keine Unruhen ausbrechen. Auf der Karte sehen
wir natürlich welche Einheiten der Feind in den benachbarten Ländern
stationiert hat. Sind wir der Meinung, dass unsere Stärke ausreicht,
marschieren wir in das Land ein. Vorher können wir den Feind ruhig mit
unseren Luftstreitkräften schwächen. Hat die feindliche Armee Flags in dem
Land, so könnte ein Luftangriff aber schnell in die Hose gehen. Verfügen wir
- in einem angrenzenden Gebiet - über Schlachtschiffe, so dürfen diese
ebenfalls in das Geschehen mit eingreifen. Anschließend rücken wir mit
Fahrzeugen und Bodeneinheiten in die Region ein. Ist ein Land erobert, so haben
wir nicht nur etwas Erde dazu bekommen. Viel wichtiger sind die
lebenswichtigen Ressourcen, die wir in einem langen Krieg dringend
benötigen. Bevor wir nun eine Runde beenden, sollte unsere
Verteidigungslinie stehen. Da unser Feind nicht tatenlos zusieht, wie wir
sein Land erobern, wird in der nächsten Runde ein Gegenangriff folgen. Neben
den Ländern der anderen Mächte, können wir auch in neutrale Gebiete
einmarschieren. Diese lassen sich direkt und ohne Gegenwehr einnehmen. Wer
keine Lust hat, die Produktion und Forschung manuell einzustellen, kann diese
Aufgabe auch vom Rechner erledigen lassen. So könnt Ihr Euch ungestört auf
das strategische Element in dem Spiel konzentrieren. Sind wir nun mit allen
Einstellungen und Zügen fertig, beenden wir unsere Runde und der Gegner ist
dran. Jetzt können wir zusehen, was er für Aktionen startet. Dabei dürfen
wir nicht nur gegen computergesteuerte Mächte spielen. Auch Schlachten gegen
menschliche Spieler sind möglich. Jede Person darf hier eine Nation
übernehmen und so sind Kriege mit bis zu fünf menschlichen Spielern möglich.
Technik:
Grafisch haut das Spiel einen natürlich nicht um. Gespielt wird auf einer
2D-Karte, die in viele kleine Bereiche aufgeteilt ist. Hinzu kommen diverse
übersichtliche Menüs. Daneben gibt es eigentlich nur noch kleine Animationen
auf der Welt-Karte und die eingespielten Schlachten. Diese bekommen wir
immer zu sehen, wenn feindliche Einheiten aufeinander treffen. Die Optik ist
zwar nicht atemberaubend, aber das kennt man ja von solchen Spielen. Diese
Art von Strategiespielen leben auch nicht von einer opulenten Grafik,
sondern von dem genialen Gameplay. Zumindest gönnt uns der Hersteller ab und
zu ein paar kleine Filme. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau.
Eine passende Musik begleitet das Geschehen und kleine Soundeinspielungen
lockern das Spiel immer wieder auf. Die Steuerung ist relativ einfach
ausgefallen. Dank übersichtlicher Menüs kommt man recht schnell mit diesen
klar. Auch das ziehen von Einheiten geht einem gut von der Hand. Kommen wir
nun zum Schwierigkeitsgrad bzw. zur KI. Diese ist relativ gut ausgefallen,
denn die Stärke des Computers passt sich dem Schwierigkeitsgrad an. In den
höheren Stufen werden selbst Genreprofis ins Schwitzen kommen. Aber auch bei
einer leichteren Einstellung wird uns der Computer oftmals mit
überraschenden Manövern schocken. Fasst man nun alles zusammen, so kann das
Spiel - trotz optischer Schwächen - technisch überzeugen.
Fazit:
World at War ist ein wirklich anspruchsvolles Strategiespiel. Allerdings
werden sich auch Genreneulinge schnell in das Spiel einarbeiten können.
Dafür müssen sie allerdings das gute Handbuch intensiv studieren. Nur so
haben sie die Chance - gegen den starken Computer - zu gewinnen. Etwas
leichter wird es, wenn Ihr gegen Freunde spielt. Hier machen die Spiele
natürlich noch mehr Spaß. Allerdings werden die Schlachten sehr lange
dauern, da jeder Spieler einzeln seine Züge macht. Nett wäre natürlich auch
gewesen, wenn die Präsentation, die Grafik und der Sound etwas besser
ausgefallen wären. Allerdings vermisst man bei solchen Spielen eine opulente
Grafik auch nicht. Schließlich steht das Gameplay im Vordergrund und bei dem
immensen Umfang des Spiels, wäre es zum Teil verwirrend gewesen, wenn wir
eine nicht so zweckmäßige Grafik bekommen hätten. Außerdem ist die Grafik
gut genug um das Spiel ordentlich zu spielen. Wer also gerne Strategiespiele
im Brettspieloutfit mag, darf sofort zu diesem Spiel greifen.
Features:
- Vier Szenarien (Frühling 1940, Sommer 1941, Frühling 1942, Sommer 1943)
dauern an bis zum Kriegsende
- Mehr als 350 Bereiche auf einer umfangreichen Weltkarte
- Fünf spielbare Streitkräfte (Deutschland, Japan, Sowjetunion,
- Westliche Allianz und China) und 38 verschiedene Länder
- Sie kommandieren 15 verschiedene Kampfeinheiten zu Land, zur See und in
der Luft, einschließlich Infrastruktur und Versorgungseinheiten
- Jede Einheit besitzt bis zu 14 Attribute; die meisten davon können durch
Forschung und Entwicklung verbessert werden
- Regelwerk umfasst strategische Züge, Forts, Kaltwetterzonen, Luftangriffe,
Einsatz von Amphibienfahrzeugen, Partisanen, Milizen und viele andere
Aspekte.
- Fog of War verbirgt feindliche Einheiten und Produktion
- PBEM-Spielbarkeit für zwei bis fünf Spieler
- Automatisierbare Produktions und/oder Forschungsfunktionen.
- Ausführliches Tutorial geht nahtlos ins eigentliche Spiel
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