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Einleitung:
Spieler die nicht nur die
Playstation 2 besitzen, haben evtl. schon mal was von dem Rennspiel World
Racing 2 gehört. Dieses Spiel kam vor gut einem halben Jahr auf der Xbox und
dem PC raus. Jetzt hat es das Atari-Spiel auch auf Sony´s Konsole geschafft.
Bei dem Spiel handelt es sich um eine Rennspiel-Simulation. Es ist der
offizielle Nachfolger des erfolgreichen World Racing - Mercedes Benz.
Entwickelt wurde das Game übrigens von Synetic. Wir konnten das Rennspiel
jetzt ausgiebig testen. Ob die Umsetzung auf die PS2 gelungen ist und ob
sich ein Kauf lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Nachdem wir das Spiel gestartet haben, erblicken wir - nach einem kleinen
Intro - das Hauptmenü. Hier findet der Spieler die Menüpunkte "Profil
laden", "Neues Profil" und "Demo Rennen". Wer schnell mal ein Rennen fahren
möchte, kann dieses unter Demo Rennen sofort machen. Hier bestreiten wir mit
einem Golf V R32 ein Ausscheidungsrennen, wo jede Runde ein Fahrzeug aus dem
Rennen genommen wird. Lange kann man sich natürlich in diesem Bereich nicht
aufhalten. Dieser Modus dient einzig dazu, schnell ein Rennen zu fahren.
Wollt Ihr lieber direkt in das eigentliche Spiel einsteigen, so ladet ein
bestehendes Profil oder falls keines vorhanden ist, erstellt ein neues unter
gleichnamigen Menüpunkt. Nachdem wir nun unseren Namen eingegeben und einen
Fahrer ausgesucht haben, erscheint ein weiteres Menü. Hier erblicken wir die
Menüpunkte Karriere, Freie Fahrt, Statistik, Optionen und Profile. Wie
gewohnt kann der Spieler unter Optionen alle spielrelevante Einstellungen
vornehmen und unter Profile zwischen seinen bestehenden Spielerprofilen
wechseln. Alle Erfolge im Spiel darf man dann noch unter Statistik
betrachten. Wer mit seinen Lieblingsautos einfach nur so herumfahren möchte,
kann dieses im "Freie Fahrt-Modus" machen. Hier kann man neben diversen
Einzelrennen auch ohne lästige Vorgaben die 6 großen Szenarien erkunden und
die Autos an ihre Leistungsgrenze bringen. Damit wir uns wirklich frei
austoben können, benötigen wir allerdings Speedbucks. Diese verdient der
Spieler während seiner Karriere. Je besser unsere Rennergebnisse sind, umso
mehr Speedbucks erhalten wir. Mit diesen könnt Ihr dann neue Autos, coole
Vinyls und Design-Felgen kaufen oder ein wenig die Fahrzeuge tunen. Wie gut
die jeweilige Bewertung ausfällt, hängt nicht nur von der erreichten
Platzierung ab. Der Spieler erhält auch Bewertungspunkte für rasante Drifts,
gewagte Überholmanöver und für unfallfreies Fahren. Wir müssen also nicht
jedes Rennen als Erster abschließen - auch wenn das unserer Karriere nicht
schadet. Allerdings kann der Spieler auch manchmal Fortschritte in der
Wertung machen, wenn er ein fehlerfreies oder besonders spektakuläres Rennen
fährt.
So kommen wir nun zur wichtigsten Spielart - dem Karrieremodus. Nachdem wir
den passenden Menüpunkt aktiviert haben, erblicken wir drei weitere
Menüpunkte: "Eignungstest", "Lizenzprüfung" und "Karriere starten". Der
Eignungstest und die Lizenzprüfung sind für Anfänger gedacht, die sich erst
einmal mit dem Spiel und mit den Möglichkeiten von World Racing 2 vertraut
machen möchten. Nachdem wir nun endlich die eigentliche Karriere gestartet
haben, muss der Spieler viele unterschiedliche Aufgaben erledigen. Diese
werden erst dann frei, wenn wir zur Verfügung stehende Rennen erfolgreich
absolvieren. Die Rennen werden wir zum Teil mit vorgegebenen Wagen
bestreiten müssen. Hin und wieder kommt es aber auch vor, dass der Spieler
aus einer Reihe an Fahrzeugen ein Modell aussuchen darf. Wir werden übrigens
in dem Spiel gut 90 lizenzierte Autos von 17 Herstellern auf gut 160
Rennstrecken fahren können. Diese bestehen übrigens aus normalen
Rennstrecken, Stadtkursen und Offroadpisten. Dabei werden wir die ganze Welt
kennen lernen, denn der Hockenheim Ring in Deutschland ist genauso in dem
Spiel vorhanden wie fiktive Strecken in Ägypten, Italien und Hawaii. Die
Strecken bestehen - wie schon beim Vorgänger - aus frei befahrbaren
Landschaften. Bei den Rennen reicht es nicht aus, als erstes durch das Ziel
zu fahren. Oftmals fahren wir alleine gegen eine ablaufende Uhr oder müssen
das Rennen mit wenig Schaden überstehen. Fahren dann CPU-Fahrer mit,
bekommen wir ein großes Problem, denn diese verhalten sich äußerst
aggressiv. Das schlimme an der Sache ist aber, dass wir oftmals mit
Punktabzug bestraft werden, wenn diese uns anfahren. Außerdem scheint es so,
als wenn die gegnerischen Fahrzeuge bessere Motoren besitzen. Sie
beschleunigen viel schneller als wir und so sind sie kaum einzuholen. Hinzu
kommt, dass die Pisten alles vom Spieler abverlangen. Das liegt vor allem
daran, dass die Strecken recht anspruchsvoll sind. Nicht immer fahrt Ihr auf
breiten, mehrspurigen Straßen. Schnell muss auch mal von Tempo 200
abgebremst werden, weil die Strecke urplötzlich durch ein enges Aquädukt
führt. Anfänger brauchen jetzt keine Angst zu haben. Richtungspfeile zeigen
farbig an, ob die aktuelle Geschwindigkeit für eine Kurve in Ordnung ist. So stürzen
wir uns nun mit vielen unterschiedlichen Autos in diverse Rennen und
versuchen die gestellten Aufgaben zu lösen.
Technik:
Die Grafik ist leider nicht sonderlich gut ausgefallen. Eine geringe
Sichtweite ist genauso vorhanden, wie viele Pop Ups und niedrig aufgelöste
Texturen. Bei den Landschaften werden wir wenigstens viele unterschiedliche
Umgebungen zu sehen bekommen. Viele Details am Streckenrand sind dann auch
noch vorhanden. Allerdings merkt man stark, das World Racing 2 die
technischen Möglichkeiten der Playstation 2 nicht ausschöpft. Bei den
Fahrzeugen wird es nicht besser. Vor allem entgegenkommende Wagen sehen
nicht gerade toll aus. Unsere Autos haben zwar ein paar Glanzeffekte aber
ansonsten können auch diese nicht wirklich überzeugen. Hinzu kommen viele
Ungereimtheiten. Geparkte Autos z.B. scheinen kaum Gewicht zu haben, denn
sie gleiten sofort zur Seite, wenn wir diese berühren. Zumindest hat der
Hersteller an ein Schadensmodell bei unseren Fahrzeugen gedacht. Dieses
zeigt aber nicht alle entstandenen Schäden oder Lackkratzer an. Außerdem
wurde dieses bei den CPU-Fahrzeugen vergessen. Bauen wir einen schweren
Unfall, so fahren nur wir mit einer leicht wackligen Stoßstange weiter. Die
anderen Wagen sehen genauso aus, wie vor dem Crash. Da dann noch viele
Grafikfehler vorhanden sind, kann man mit der Optik kaum zufrieden sein. Das
war aber noch nicht alles. Die Kollisionsabfrage ist auch nicht realistisch
und so bleibt man oftmals an Objekten hängen, die man gar nicht gesehen hat.
Die Fahrphysik ist ein wenig besser ausgefallen. Die vielen
unterschiedlichen Autos fahren sich alle ein wenig anders und selbst wilde
Fahrmanöver, mit ausgiebigen Drifts, gehen leicht von der Hand. Mit dem
Sound kann man eigentlich ganz gut leben. Neben einer passenden Musik werden
wir auch viele gute Motorgeräusche zu hören bekommen. Allerdings schleicht
sich oftmals ein Wagen ein, der viel zu künstlich klingt. Mit der Kamera kann
man voll zufrieden sein. Unterschiedliche Ansichten sorgen für eine gute
Sicht. Die Steuerung ist recht einfach ausgefallen. Die Fahrzeuge lassen
sich direkt lenken und das Pad ist nicht mit Funktionen überladen. Einzig
bei der Menüsteuerung kommt die Frage auf, warum man eine Verzögerung
eingebaut hat. Klickt man hier auf einen Punkt, so aktiviert sich dieser
erst nach gut einer Sekunde. Fasst man nun alles zusammen, so kann das Spiel
technisch
nicht wirklich überzeugen.
Fazit:
Das Spiel hätte ein wirklich gutes Rennspiel werden können. Viele
unterschiedliche Fahrzeuge und Strecken sorgen für langen Spielspaß. Auch
die riesigen Spielmodis bzw. die abwechslungsreichen Aufgaben motivieren
einen immer wieder weiter zu spielen. Man kann sich wirklich lange mit dem
abwechslungsreichen Karrieremodus beschäftigen. Leider ist die technische
Seite katastrophal. Vor allen die Grafik mit den Fehlern, Pop Ups, dürftigen
Texturen und den mittelmäßig aussehen Fahrzeugen hemmt das Spielvergnügen.
Hinzu kommt ein hoher Schwierigkeitsgrad und unfaire CPU-Fahrer. Es ist
wirklich unverständlich, warum wir bestraft werden, wenn diese uns rammen.
Trotz diverser Kritikpunkte ist nicht alles schlecht. Grundlegend macht das
Spiel sogar richtig Spaß - auch wenn so einiges nervt. Wenn der Hersteller
gerade bei der Technik mehr gemacht hätte, könnte man das Spiel ohne Zweifel
zu den Topgames zählen. So reicht es leider nur für einen Platz im breiten
Mittelfeld aus. Da das Gameplay grundlegend gleich geblieben ist, können
Fans des ersten Teils gerne zu World Racing 2 greifen. Wenn man nicht allzu
hohe Erwartungen in das Spiel steckt, wird man einen Kauf nicht bereuen.
Features:
- Bleifuß: Verschiedene Spielmodi wie Arcade, Simulation, Mission Mode,
Training und Mehrspielerrennen sorgen für Vollgas-Stimmung!
- Weltweit: Es erwarten Sie 160 Rennstrecken, die auch Off-Road befahren
werden können.
- Gewaltig: Mehr als 90 verschiedene Fahrzeuge von 17 Herstellern lassen
keine Wünsche offen!
- Achtung: Neuartiger Seiten- und Gegenverkehr kann ihrem Sieg schnell einen
Strich durch die Rechnung machen!
- Nach Wunsch: Ausgefeiltes Tuning ist ebenso möglich wie das individuelle
Einstellen von Farben, Reifen, Body Vinyl etc.
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