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Einleitung:
Mit World Racing 2 kommt der
offizielle Nachfolger des erfolgreichen World Racing - Mercedes Benz
auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Atari-Spiel übrigens
von Synetic. Wer den Vorgänger kennt, wird wissen, dass es in dem
Rennspiel vor allem um den rasanten Fahrspaß geht. Viele Fahrzeuge
und Strecken warten darauf gemeistert zu werden. PC, Playstation 2
und Xbox-Besitzer haben nun die Gelegenheit dazu. Wir konnten die
fertige PC-Version jetzt testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
World Racing 2 hat natürlich mehrere Spielmodis. Der wichtigste ist der
Karrieremodus. Bevor wir in ein Auto steigen, müssen wir aber erst einmal
ein Profil anlegen. Neben einen Namen sucht der Spieler auch die passende
Spielfigur aus und erstellt sein persönliches Wunschkennzeichen. Nun dürfen
wir uns in die unterschiedlichen Rennen stürzen. Der Hersteller hat uns
nicht nur einfache Standartrennen gegönnt. Vielmehr setzt er auf Abwechslung
und so fahren wir mal gegen andere Autos, halten ein Zeitlimit ein oder
versuchen schnellste Runden zu fahren. Das war aber noch nicht alles - KO
Rennen sind genauso vorhanden, wie Rennen, wo der Spieler eine
Durchschnittsgeschwindigkeit erreichen muss. Hinzu kommt, dass wir auf unser
Auto acht geben müssen. Schäden werden genauso in die anschließende
Bewertung eingehen wie Drifts, Fahrfehler oder Überholmanöver. Bei den Autos
werden uns die Fahrzeuge immer vorgegeben. Hierdurch muss sich der Spieler
mit fast jedem Rennwagen auseinandersetzen. Da jedes Fahrzeug
unterschiedliche Eigenschaften hat, ist jedes Rennen ein wenig anders. Diese
dürfen übrigens in fünf Stufen - zwischen Arcade und Simulation - angepasst
werden. Der Hersteller hat bei World Racing 2 nicht an Autos gespart. Gleich
40 Fahrzeuge von 16 Herstellern sind vorhanden. Diesmal stehen nicht nur die
Modelle von Mercedes im Mittelpunkt. Die Palette reicht vom SLK 230 bis hin
zum popeligen Golf I. Auch Exoten wie Westfield sind vorhanden. Es wird also
für jeden etwas dabei sein. Die Rennwagen darf der Spieler in 100
vielfältigen Missionen ausgiebig an ihre Leistungsgrenzen bringen. Ihr fahrt
dabei in den realistischen 3D-Umgebungen Italien, Ägypten, Miami, Hawaii und
dem Race Center. Dabei könnten die Umgebungen nicht unterschiedlicher sein.
Mal rast Ihr in Ägypten über staubige Wüstenpisten an Pyramiden vorbei und
anschließend in Hawaii am Palmenstrand entlang.
Sicher ist bei allen Rennen nur eins: vom Spieler wird alles abverlangt. Das
liegt vor allem daran, dass die Strecken recht anspruchsvoll sind. Nicht
immer fahrt Ihr auf breiten, mehrspurigen Straßen. Schnell muss auch mal von
Tempo 200 abgebremst werden, weil die Strecke urplötzlich durch ein enges
Aquädukt führt. Anfänger brauchen jetzt keine Angst zu haben.
Richtungspfeile zeigen farbig an, ob die Geschwindigkeit für eine Kurve OK
ist. Einen Tuningbereich gibt es dann auch noch. Allerdings ist dieser nicht
sonderlich groß ausgefallen. Mehr als ein wenig an den Felgen herumspielen,
die Lackierung ändern usw. werdet Ihr nicht machen können. Ein wenig mehr
hat der Hersteller bei dem Schadensmodell gemacht. Von üblen Kratzern bis
hin zu Beulen oder abgerissenen Fahrzeugteilen ist alles vorhanden. Nur
selten wird der Spieler einen Wagen heile ans Ziel bringen. Zum einen liegt
das an den anspruchsvollen Strecken und zum anderen sorgen die mitfahrenden
Wagen dafür, dass wir in so manchen Unfall verwickelt werden. Die scheinen
es irgendwie auf uns abgesehen zu haben. Durch fahrerisches Können kann man
ihnen aber größtenteils aus dem Weg gehen. In manchen Rennen steht uns dann
noch Nitro zur Verfügung, das uns enorme Geschwindigkeiten ermöglicht.
Hierdurch holen wir entfernte Wagen schnell wieder ein oder wir besorgen uns
genug Speed, um über diverse Brücken bzw. Rampen zu springen. Diese sind in
vielen Rennen vorhanden und wer zu langsam anfährt, wird sich schnell im
Wasser wieder finden. Hat der Spieler dann im Karrieremodus genug Geld
verdient, darf er endlich Einzelrennen oder Multiplayerrennen bestreiten.
Das liegt daran, dass Ihr hier Strecken und Fahrzeuge teuer erkaufen müsst.
Somit werdet Ihr förmlich dazu gezwungen, die Karriere als erstes
durchzuspielen. Eine Tatsache die bestimmt einigen Spielern missfallen wird.
Wirklich Spaß macht dann auch noch der Mehrspielerbereich, wo bis zu sechs
Spieler im LAN oder Internet den Rennkönig ermitteln.
Technik:
Grafisch sieht das Spiel ganz gut aus. Vor allem die detaillierten Fahrzeuge
können durch gute Spiegeleffekte überzeugen. Hinzu kommen die ansprechenden
Schadensmodelle. Hier wird man alles wieder finden, was man an seinem
eigenen Auto niemals sehen möchte. Gut gelungen sind auch die Rennstrecken.
Zum einen sind sie abwechslungsreich und zum anderen wird man am
Streckenrand viele Objekte finden. Einzig bei Tieren wie den Kühen hätte
sich der Hersteller ein wenig mehr anstrengen können. Fährt man gegen diese
Hindernisse, sieht es so aus, als wenn man gegen eine Pappfigur donnert. So
steif fliegen sie dann auch durch die Gegend. Besser ist da schon das drum
herum ausgefallen. Während eines Rennens werdet Ihr Vögel genauso zu sehen
bekommen, wie Flugzeuge oder eine dichte Vegetation. Der Sound ist bei
weitem nicht so gut ausgefallen. Hier wird nur durchschnittliche Kost
angeboten. Vor allen die Motoren klingen fast alle gleich. Hinzu kommt, dass
sie ruhig fetter klingen könnten. Die Musik nervt dann ebenfalls. Schon nach
kurzer Zeit möchte man diese abstellen. Die Steuerung ist relativ gut
ausgefallen. Schnell hat man diese drauf und so steht dem Fahrspaß kaum noch
etwas im Wege. Allerdings lassen sich die Fahrzeuge recht schwerfällig
lenken, was sich negativ auf das Gameplay auswirkt. Hat man sich darauf
eingestellt, wird man mit jedem Wagen ein Rennen gewinnen können. Mit der KI
kann man bedingt leben. Die gegnerischen Fahrer haben es irgendwie auf uns
abgesehen und so werden wir fast mit jedem einen Unfall haben. Zumindest
verhalten sich entgegenkommende Wagen vernünftiger, denn sie bremsen ab oder
bleiben stehen, wenn wir gefährlich an ihnen vorbei schießen. Wirklich
davonfahren kann man den gegnerischen Fahrzeugen dann auch nicht. Egal ob
wir einen Vorsprung haben oder hinterherfahren, mit der Zeit gleicht sich
das Fahrerfeld immer wieder an. Zumindest bleiben die Rennen dadurch immer
spannend. Fasst man alles zusammen, so kann man mit der Technik - trotz
einiger Macken - zufrieden sein.
Fazit:
World Racing 2 hat gute aber auch schlechte Seiten. Wirklich gelungen ist
der umfangreiche Karrieremodus. In diesem Bereich kann man sich stundenlang
aufhalten. Das liegt vor allem an den vielen unterschiedlichen Aufgaben.
Auch die detaillierten Umgebungen und Fahrzeuge können überzeugen. Hier muss
man vor allem das Schadensmodell besonders hervorheben. Es sieht schon toll
aus, wenn wir nach einem Unfall Beulen oder Kratzer am Wagen haben. Nett ist
auch, dass wir die Fahrzeuge optisch tunen dürfen. Allerdings wäre es noch
besser gewesen, wenn der Spieler mehr in diesem Bereich machen könnte. Das
bringt uns jetzt auch zu den schlechten Seiten des Spiels. Etwas
unverständlich ist die Tatsache, dass wir erst den Karrieremodus spielen
müssen, bis anderen Bereich frei werden. Wer gerade am Anfang erst einmal
etwas herumfahren möchte, kann das gar nicht machen. Die KI der gegnerischen
Fahrer hätte dann auch noch etwas besser ausfallen können. Das stört genauso
wie der relative hohe Schwierigkeitsgrad, der mittelmäßige Sound und das
etwas träge Fahrverhalten. Trotz dieser Kritikpunkte dürft Ihr Euch auf ein
sehr abwechslungsreiches Rennspiel freuen. Uns hat das Spiel eigentlich ganz
gut gefallen und daher können wir World Racing 2 auch zum Kauf empfehlen.
Features:
- Bleifuß: Verschiedene Spielmodi wie Arcade, Simulation, Mission Mode,
Training und Mehrspielerrennen sorgen für Vollgas-Stimmung!
- Weltweit: Es erwarten Sie 160 Rennstrecken, die auch Off-Road befahren
werden können.
- Gewaltig: Mehr als 90 verschiedene Fahrzeuge von 17 Herstellern lassen
keine Wünsche offen!
- Innovativ: Das realistische Schadenmodell wartet mit Schmutz, Kratzern und
Beulen auf und beeinflusst das Fahrverhalten entsprechend!
- Poliert: Die detailverliebten Fahrzeuge sind grafisch eine Klasse für
sich!
- Schlau: Die künstliche Intelligenz der Gegner-Wagen setzt neue Maßstäbe!
- Achtung: Neuartiger Seiten- und Gegenverkehr kann ihrem Sieg schnell einen
Strich durch die Rechnung machen!
- Nach Wunsch: Ausgefeiltes Tuning ist ebenso möglich wie das individuelle
Einstellen von Farben, Reifen, Body Vinyl etc. |