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Einleitung:
Echtzeit-Kriegsstrategiespiele gibt
es auf dem PC schon einige. Jetzt kommt mit Will of Steel ein
weiterer Genrevertreter auf den deutschen Markt. Diesmal kämpfen wir
nicht im Zweiten Weltkrieg oder in einem fiktiven Szenario, sondern
im Irak und Afghanistan-Krieg. Mit modernsten Waffen geht der
Spieler gegen den Terrorismus vor. Schon beim Kauf werdet Ihr Euch
freuen können, denn das Strategiespiel kostet gerade einmal 27,90
Euro. Wir konnten Will of Steel jetzt testen. Ob sich eine
Anschaffung für Hobbygeneräle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Spielen üblich werden wir nicht grundlos in die
Schlacht geschickt. Im Mittelpunkt steht William Steel. Er ist ein
Leutnant Colonel im USMC, den die Vergangenheit verfolgt. Sein
verstorbener Vater, General Thomas Steel, erhielt im 2. Weltkrieg
zahlreiche Orden. Was auch immer Will tat, war für seinen Vater nie
gut genug, und bevor Will sich beweisen konnte, starb der alte
General. Heute kämpft das US-Militär im Krieg gegen den Terrorismus,
und William Steel soll den Feind bekämpfen. Er wird hierzu
erbitterte Kämpfe in Afghanistan und im Irak überleben müssen. Er
muss erfolgreich sein, so dass sein Vater auf ihn stolz gewesen
wäre. Bevor wir nun an den ersten Kriegsschauplatz gelangen,
erblicken wir das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte Spielen,
Profile und Optionen. Wie immer dürfen wir unter Optionen alle
spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer mag kann dann noch sein
eignes Profil im gleichnamigen Menü erstellen. Um endlich auf das
Schlachtfeld zu gelangen, muss der Spieler den Menüpunkt Spielen
aktivieren. Nun erblicken wir ein weiteres Menü. Wir haben hier die
Möglichkeit einen Einzeleinsatz oder die Kampagne zu spielen. Am
Anfang erblicken wir zwei Bereiche: Afghanistan 2001 und Irak 2003.
Jeweils 8 Einsätze warten darauf gemeistert zu werden. Haben wir uns
nun für eine Spielart entschieden, geht es weiter zum Briefing. Hier
wird uns mit deutschen Texten eine kleine Story vermittelt. Hinzu
kommen die zu lösenden Missionsziele. Im Anschluss beginnt die
Mission.
Bei dem Spiel gibt es kein Sammeln von Ressourcen oder Bauen von
Gebäuden. Wir starten immer mit einer Anfangstruppe, die aus
unterschiedlichen Einheitstypen besteht. Diverse Fahrzeuge und
Fußtruppen aus vier Waffengattungen stehen uns zur Verfügung. Wird
es mal eng, darf der Spieler Unterstützung in Form von
Satellitenaufklärung, Luftangriffe oder Artillerieunterstützung
anfordern. Unsere Soldaten gewinnen mit der Zeit an Erfahrung und so
sind sie in späteren Einsätzen noch effektiver. Allerdings müssen
sie eine Mission überleben und daher sollte der Spieler gut auf
seien Schützlinge aufpassen. Wir kämpfen in vielen unterschiedlichen
Umgebungen. Mal agieren wir mit Panzern, Fußtruppen und anderen
Einheiten im freien Gelände und in der nächsten Mission mit wenigen
Spezialeinheiten in einer Stadt. Die Figuren haben dabei viele
unterschiedliche Fähigkeiten. Sie können z.B. stehend, kniend oder
liegend schießen und verschiedene Formationen bilden. Hinzu kommen
die speziellen Eigenschaften der Einheiten wie Heilen, Reparieren,
Zeitbombe oder ferngezündete Bombe legen und so weiter. Außerdem
können wir mit unseren Fußeinheiten in Fahrzeuge steigen. Hierdurch
sind sie besser geschützt und viel beweglicher. Je nach Umgebung,
Auftragsziel und vorhandenen Einheiten muss der Spieler nun eine
Strategie entwickeln. Brechen wir z.B. in ein Lager ein, können
Pioniere erst einmal die Minen wegräumen, bevor die Panzer den Zaun
einreißen. Anstürmende Truppen erledigen dann unsere Einheiten oder
gepanzerten Fahrzeuge. Wir haben allerdings auch die Möglichkeit
direkt durchs Haupttor zu fahren. Der Widerstand ist bei dieser
Variante ein wenig höher. Ist ein Bereich gesäubert, haben wir
endlich Zeit um Verletzte zu versorgen oder Fahrzeuge zu reparieren.
So agieren wir in den unterschiedlichen Missionen und bekämpfen den
Terror.
Technik:
Die Grafik kann leider nicht mit aktuellen Genregrößen mithalten.
Dennoch ist diese ganz nett, denn der Hersteller hat viele Details
eingebaut. Die Optik verschlechtert sich allerdings, wenn wir näher
heranzoomen. Dann werden die einzelnen Figuren doch etwas pixelig.
Die Texturen hätten ebenfalls etwas schärfer sein können. Zumindest
werden wir durch eine Vielzahl von Effekten, Explosionen, Feuer usw.
entschädigt. Der Hersteller hat sogar an Wettereffekte gedacht. Nett
ist auch, dass die Umgebung zum Teil zerstörbar ist. Fahrzeuge
fahren Zäune und Mauern nieder, schupsen Bäume um oder durch
Explosionen werden Gebäude in Mitleidenschaft gezogen. Der Sound ist
ebenfalls ganz in Ordnung. Neben einer dynamischen Musik werden wir
auch ansprechende Synchronstimmen zu hören bekommen. Hin und wieder
lassen die Soldaten sogar mal witzige Sprüche ab. Selbst mit den
Ingamegeräuschen kann man gut Leben. Motoren klingen genauso passend
wie die Waffen. Schade das die Präsentation da nicht mithalten kann.
Die Missionen werden leider nur durch langweilige Briefings
eingeleitet. Nur ganz selten bekommen wir mal einen Film zu sehen.
Hierdurch ist die Story auch relativ flach. Die Steuerung ist
eigentlich recht einfach. Es gibt zwar keine Einleitung bzw.
Tutorial aber dennoch kommt man recht schnell mit der Lenkung klar.
Allerdings bedeutet das jetzt nicht, dass wir hierdurch unsere
Figuren gut lenken können. Vor allem bei mehreren Einheiten bricht
das absolute Chaos aus. Die automatische Wegfindung ist eine wahre
Katastrophe und so sind schnelle Manöver so gut wie nicht möglich.
Außerdem gibt es ein paar Ungereimtheiten. Warum kann man mehrere
Leute in ein Fahrzeug ziehen, diese aber nur einzeln über Tasten
aussteigen lassen? Es dauert eine ganze Zeit bis man damit klar
kommt. Will of Steel hat allerdings eine Besonderheit: ein Voice
Control System. Mit dem Spiel wird auch ein Headset mitgeliefert,
wodurch man seine Einheiten mittels Sprachausgabe befehligen darf.
Natürlich kann man auch weiterhin mit Tastatur und Maus steuern.
Kommen wir nun zur KI. Diese hat gute aber auch viele schlechte
Seiten. Grundsätzlich verhalten sich alle CPU-Figuren nicht gerade
menschlich. Fasst man nun alles zusammen, so kann die Technik leider
nicht überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig
mehr von einem Spiel.
Fazit:
Will of Steel hat gute aber auch schlechte Seiten. Fangen wir erst
einmal mit den guten an. Zum einen spricht uns das Szenario an. Es
macht Spaß Einsätze in Afghanistan und Irak zu meistern. Nett ist
auch das wir viele unterschiedliche Einheiten befehligen dürfen.
Hierdurch ergeben sich viele taktische Möglichkeiten. Ganz
ansprechend ist auch das Voice Control System, womit man sich
allerdings erst einmal zurecht finden muss. Das bringt uns nun zu
den schlechten Seiten des Spiels. Der schlimmste Punkt ist eindeutig
die KI. Es ist einfach unverständlich wie sich CPU-Figuren
verhalten. Das bezieht sich jetzt nicht nur auf feindliche
Einheiten. Vor allem unsere Truppen verderben dem Spieler öfters mal
den Abend. Sie schaffen es einfach nicht unsere Befehle fehlerfrei
auszuführen. Hierdurch sind schnell Aktionen nicht möglich. Nur wenn
wir jede Einheit einzeln dirigieren, werden wir unsere Strategie
ausführen können. Das Spiel hat ganz klar technische Probleme.
Selbst der gute Sound und die nette Optik heben diese nicht auf.
Will of Steel hätte auch ruhig länger ausfallen können. Nach 16
Missionen ist schon das Ende erreicht und so wird das Spiel leider
nur wenige Stunden halten. Komischerweise ist auch kein
Mehrspielerbereich vorhanden. So ein Spiel bietet sich doch förmlich
an um es im LAN oder Internet zu spielen. Zumindest ist der
Anschaffungspreis in Ordnung. Habt Ihr also aktuell nur 30 Euro im
Portemonnaie und sucht ein Echtzeit-Kriegsstrategiespiel, so könnt
Ihr bei diesem Spiel zuschlagen. Allerdings solltet Ihr mit ein paar
Macken leben können.
Features:
- Über 100 verschiedene, vom Spieler kontrollierbare
Militäreinheiten und Waffensysteme, plus 100 nicht kontrollierbare
Einheiten
- Der Kommandeur und seine Soldaten können im Spielverlauf befördert
werden und Orden erhalten
- Realistische Wetterbedingungen (Sandstürme, Nebel, Regen, Schnee,
etc.)
- Sprachsteuerung mit Unterstützung für natürliche Sprachweise
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