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Einleitung:
Tierliebhaber können sich in Wildlife
Park 2 wieder einmal ausgiebig um einen Zoo kümmern. Das Deep
Silver-Spiel wurde übrigens Mitte 2003 zum ersten Mal auf den PC
gebracht. Anschließend folgte das Add-On Wildlife Park: Wild
Creatures. Jetzt kommt endlich der heiß erwartete Nachfolger auf den deutschen Markt. Wir
konnten das Spiel ausgiebig testen. Ob sich Wildlife Park 2
nicht nur für angehende Zoodirektoren lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Die diversen Tiere stehen natürlich im Mittelpunkt dieses Aufbau- bzw.
Wirtschaftssimulationsspiels. Allerdings wollen wir uns jetzt nicht direkt
auf den Zoo und die darin befindlichen Bewohner stürzen. Lieber fangen wir
ganz von vorne an. Nachdem das Spiel
gestartet wurde, erblickt der Spieler erst einmal das Hauptmenü. Hier finden
wir die Menüpunkte "Weiterspielen", "Spiel laden", "Missionen", "Freies
Spiel" und "Einstellungen". Wie gewohnt kann man unter Einstellungen alle
spielrelevanten Optionen wie Grafik, Sound oder Bedienoberflächen verändern
und unter Spiel laden einen bestehenden Spielstand aktivieren. Außerdem darf
der Spieler unter dem Menüpunkt "Weiterspielen" in ein zuvor beendetes Spiel
wieder einsteigen. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielmodis. Zum einen
wäre da die Spielart Missionen. Am Anfang sehen wir erst einmal eine Liste
mit zahlreichen Einzelabenteuern. Einige Einführungsmissionen zeigen dem
Spieler die ersten Schritte, um ein erfolgreicher Zoodirektor zu werden.
Später warten sogar Forschungsaufgaben auf uns, wenn es gilt, ausgestorbene
Tierarten wieder zum Leben zu erwecken. Zu Beginn sind allerdings nur die
ersten vier Einführungsmissionen freigeschaltet. Sobald wir eine Mission
erfolgreich beendet haben, werden die nächsten Missionen verfügbar. Daneben
gibt es noch die Spielart "Freies Spiel". In diesem Bereich haben wir die
Möglichkeit, vorgefertigte, klimatisch und landschaftlich unterschiedliche
Umgebungen rund um den Globus auszusuchen. In diesen können wir unseren
Wildpark nach eigenen Vorstellungen und ohne Zielvorgaben errichten. Auf den
Karten sind natürlich sämtliche Bauoptionen freigeschaltet und alle
Tierarten stehen zur Verfügung. Ebenso kann der Spieler bestimmen, mit wie
viel Startkapital er ein Spiel beginnen möchte. Egal welche Spielart wir nun
ausgewählt haben, irgendwann beginnt das eigentliche Spiel. Natürlich muss
sich der Akteur nicht um alles kümmern. Angestellte sorgen sich liebevoll um
die Tiere. Sie füllen z.B. die Futterstellen automatisch auf. Werden unsere
Tiere mal Krank, so wird auch gleich ein Arzt gerufen. Das Personal wurde
übrigens in sieben Berufe aufgeteilt und so kann fast jede Aufgabe von ihnen
übernommen werden. Allerdings muss auch der Spieler so einiges machen. Vor
allem die Bedürfnisse der Tiere sollen befriedigt werden. Daneben müssen wir
uns auch um das Wohlergehen der Besucher kümmern. Jede virtuelle Figur die
etwas benötigt, wird durch ein kleines Symbol kenntlich gemacht und so sieht
der Spieler schnell, wo er noch Hand anlegen muss.
Neben den Zufriedenheitssymbolen kann man noch mehr sehen. Klickt der
Spieler z.B. auf ein Tier, so werden weitere Details über deren Bedürfnisse
angezeigt. Anhand der Reihenfolge erkennen wir schnell, welches Problem als
erstes gelöst werden soll. Hat ein Tier z.B. Hunger, so muss der Akteur
schnell Futter besorgen. Außerdem will unser Schützling auch mal spielen und
so schaffen wir gleichzeitig ein paar Spielgeräte an. Damit es nicht zu
langweilig für die Tiere wird, kann man auch noch Trainingsgeräte
spendieren. Sind die Grundbedürfnisse gestillt, geht es gleich mit den
nächsten Wünschen weiter. Ein weicherer Boden wäre genauso wünschenswert,
wie eine Partnerin und so verschaffen wir den Tieren schnell ein Luxusleben.
Das wäre natürlich alles kein Problem, wenn nur ein Tier aufschreien würde.
Allerdings läuft das bei Wildlife Park 2 ein wenig anders ab. Nicht selten
sind gleich ein paar Dutzend Tiere oder Besucher unzufrieden und so kommt
der Spieler schnell ins Schwitzen. Ihr müsst selbstverständlich noch mehr
machen. Gehege sollen angelegt oder vergrößert und der Park immer weiter
aufgebaut werden. Das klappt natürlich nicht ohne die passenden Geldmittel.
Haben wir genügend Geld auf unserem Konto, so kann man noch viel mehr
machen. Da wäre z.B. die Geländebearbeitung. Je nach Wunsch kann man das
Terrain verändern und so die Grundlage für einen schönen Park schaffen.
Pflanzen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie sind nicht nur eine
wichtige Parkverschönerung, sondern sie dienen auch hervorragend als
Futterquelle. Die Tiere selber kann der Spieler, bei vorhandenem Kleingeld,
ebenfalls käuflich erwerben. Da besondere Tiere die Attraktivität unseres Parks
verbessern, sollte jeder auf eine gute Mischung und viel Abwechslung achten.
Dabei müssen wir vieles berücksichtigen, denn die Lebensumstände sollten für
jede Tierart angemessen sein. Zum Glück darf man neben Unterkünfte auch
Temperaturregulierungen anschaffen und so kann der Spieler Wüstentiere
genauso halten, wie Tiere die arktische Temperaturen lieben. Außerdem soll
der Spieler mit Hilfe von Forschungsgebäuden ausgestorbene Urtiere züchten.
Attraktionen auf die nicht nur wir scharf sind. Schließlich werden durch
besondere Sehenswürdigkeiten zahlende Besucher angelockt. Neben den
Landtieren gibt es auch noch Lebewesen, die das Wasser bevorzugen. Auch für
diese Gattung kann man einiges anschaffen und so entsteht schnell ein
abwechslungsreicher Park. Die Besucher wollen selbstverständlich ebenfalls
umsorgt werden. Bauen wir z.B. Imbissbuden, Getränkeautomaten, Teleskope,
Aussichtstürme, Toiletten, Geldautomaten und Souvenirstände bleiben sie
gerne in unserem Park. Stimmt dann noch die Sauberkeit, so wird man kaum Klagen von ihnen
hören. So kümmern wir uns nun um unsere Gäste, den Zoo und natürlich um
unsere diversen Tiere. Finden wir mal etwas Ruhe, kann man sich auch noch
wunderbar mit Tierbeobachtungen die Zeit vertreiben.
Technik:
Die Grafik ist ganz ordentlich. Nett anzusehende 3D-Tiere bewegen sich in
vielseitig gestaltbaren Umgebungen. Dabei muss man vor allem die virtuellen
Lebewesen hervorheben. Diese wurden nett animiert und modelliert und so
sehen sie ihren Originalen sehr ähnlich. Nett kommt dann noch die Vegetation
rüber. Pflanzen wie Bäume oder Sträucher passen optisch gut zum Park und so
entstehen schnell tolle Gehege. Zufrieden kann man auch mit den
diversen Gebäuden und Einrichtungen sein. Dank vieler Details sehen diese
sehr unterschiedlich aus. Da stört es kaum noch, das ein paar Clipping-Fehler zu sehen sind oder das ein paar unschöne Kollisionsabfragen
das ansonsten gute Gesamtbild schmälern. Hinzu kommen dann noch
unterschiedliche Wetterbedingungen, die genauso gut rüberkommen wie die
Wassereffekte. Der Sound ist ebenfalls ganz in Ordnung. Neben einer netten
Musik werden wir auch ein paar Ingamegeräusche zu hören bekommen. Hier hätte
allerdings ein wenig mehr Abwechslung nicht geschadet. Ebenso bei der Vielfalt
kann man nicht klagen. Das Spiel spendiert uns neben 20 Missionen auch 50
verschiedene Tier- und 30 Pflanzenarten. Hinzu kommen mehr als 100
Tierhäuser, Besuchereinrichtungen, Personalgebäude, dekorative Parkelemente
und Gehegeausstattungsobjekte. Hiermit lässt sich schon ein wirklich netter
Zoo gestalten. Mit der Steuerung wird ebenfalls jeder sehr schnell zurecht
kommen. Die Menüs wurden ordentlich und übersichtlich aufgebaut und so kommt
man mit diesen genauso gut klar, wie mit der frei einstellbaren Kamera. Nett
ist auch, dass wir direkt mit den Tieren interagieren können. Es macht schon
Spaß diese zu streicheln oder durch ihr Gehege zu scheuchen. Ansprechend ist
ebenfalls ihr Verhalten. Jedes Tier hat ein eigenes Sozialleben und selbst
das Thema Sex wurde nicht fallen gelassen. Geburten sind genauso vorhanden,
wie eine realistische Alterung. Mit dem Schwierigkeitsgrad kann man nur
bedingt leben. Vor allem in den Missionen ist dieser ein wenig zu hoch
ausgefallen. Anfänger werden oftmals Probleme bekommen und so sind kleinere
Frustmomente vorprogrammiert. Fasst man alles zusammen, so kann man
grundsätzlich mit der technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
Wildlife Park 2 ist eigentlich ein gutes Aufbausimulationsspiel. Vor allem
die Vielfalt bei den Tieren und Pflanzen kann überzeugen. Nett ist auch,
dass die Tiere ein Eigenleben haben. Allerdings zeigt die KI der Besucher und
Tiere
hin und wieder kleinere Aussetzer. Das ist allerdings nicht ganz so schlimm,
denn wir werden durch viele nette Features großzügig entschädigt. Toll ist
z.B. die Steuerung. Dank selbsterklärenden Menüs und einfacher Lenkung wird
jeder sehr schnell mit dem Spiel klar kommen. Ihr könnt also direkt in das
Spielgeschehen einsteigen. Ein wenig lästig ist allerdings die Tatsache,
dass viel zu viele virtuelle Figuren etwas von uns wollen. Fast jeder will
etwas haben und so kann das Spiel schnell stressig werden. Hinzu kommt ein
etwas hoher Schwierigkeitsgrad. Vor allem Anfänger werden oftmals
überfordert. Genrekenner werden dagegen voll auf ihre Kosten kommen. Hin und wieder gibt es auch mal Momente, wo
man sich entspannt den Tieren zuwenden kann. Vor allem im Freien Spiel darf
man wunderbar deren Verhalten beobachten. Wer also schon immer einmal einen
Zoo aufbauen wollte, sollte schnell zum nächsten Händler eilen. Im Großen
und Ganzen hat uns das Spiel gut gefallen und so können wir Wildlife Park 2
auch zum Kauf empfehlen.
Features:
- Zoo-, Tier- und Pflanzensimulation in Real Time 3D
- 20 Missionen rund um den Globus
- 50 verschiedene Tierarten, 30 Pflanzenarten
- Mehr als 100 Tierhäuser, Besuchereinrichtungen, Personalgebäude,
dekorative Parkelemente und Gehegeausstattungsobjekte
- Direkte Interaktion mit Tieren, z.B. Streicheln, Füttern, Scheuchen etc.
- Realistisches Tierverhalten mit individuellem Sozial- und Sexualleben,
Geburten und Alterung, Aggression und Trainierbarkeit
- Rückzüchtung von exotischen und ausgestorbenen Tier- und Pflanzenarten
über spezielle Forschungslabors
- Aufwändige Wassersimulation mit Unterwasserwelt, Wasserfällen usw.
- Brückensysteme, Unterwassertunnel und Jeeps für wahre Safariabenteuer
- Besucher-Modus für eigenen Parkrundgang bzw. -rundfahrt
- Fotoalbum zur Organisation selbst erstellter Parkfotos
- Enzyklopädie mit vielen nützlichen Informationen zu den Tier- und
Pflanzenarten
- Werbe- und Marketingmaßnahmen zum Anlocken neuer Besucher
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