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Einleitung:
Gerade auf dem PC sind
Echtzeit-Strategiespiele sehr beliebt. Unzählige Vertreter des
Genres kämpfen um die Vorherrschaft und nur wenige
können wirklich überzeugen. Jetzt kommt ein weiteres Spiel auf den
deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Deep Silver-Game
Warhammer: Mark of Chaos. Dieses wird übrigens als normale
Verkaufsversion und Collectors Edition im Handel angeboten. Wir
konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das
Spiel für Strategiefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir auf das Spiel genauer eingehen, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem Warhammer: Mark of Chaos installiert und gestartet
wurde, erscheint ein erstklassiges Intro inkl. deutscher Sprachausgabe.
Dieses leitet das Spiel bombastisch ein. Im Anschluss legt der Spieler ein
Profil an. Es folgt das Hauptmenü mit den Menüpunkten "Profil ändern", "Introsequenz",
"Tutorial", "Einzelspieler", "Mehrspieler", "Armee erstellen", "Optionen"
und "Auf Update prüfen". Unter zu letzt genannten Punkt darf man nach
aktuellen Updates suchen und unter Profil ändern kann jeder ein
neues Profil erstellen bzw. ein schon angelegtes aussuchen oder bearbeiten.
Da das Intro sehr sehenswert ist, gönnt der Hersteller uns einen extra
Menüpunkt, damit wir den Film noch einmal betrachten können. Wie gewohnt
darf man außerdem unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen (Spiel,
Audio und Video) anpassen. Nett ist auch der Bereich Armee erstellen.
Mithilfe dieser Option könnt Ihr eigene Armeen zusammenstellen, sie bemalen
und editieren und mit ihnen online in den Krieg ziehen. Das bringt uns schon
zum Mehrspielermodus. Wer keine Lust auf computergesteuerte Gegner hat,
sollte in diesen Bereich wechseln. Hier dürft Ihr eine Mehrspielerpartie
spielen, entweder im lokalen Netzwerk (LAN) oder über das Internet (via
GameSpy). Unterschiedliche Karten und Spielmodis laden zu langen Abenden
ein. Bevor Ihr Euch allerdings für diesen Bereich interessiert, solltet Ihr
erst einmal in den Einzelspielermodus gehen. Schließlich besteht man nur
gegen andere Spieler, wenn man das Spiel und die Steuerung beherrscht. Für
Anfänger bietet sich daher das deutschsprachige Tutorial an. Hier wird uns
in kleinen Schritten alles über die Grundlagen, den Kampf und die Helden
beigebracht. Praktische Übungen festigen dann noch das Erlernte. Hat sich
der Spieler in diesem Bereich ein wenig aufgehalten, so darf er ohne größere
Sorgen in den Einzelspielermodus wechseln. Hier wird selbstverständlich auch
eine Story erzählt. Die Truppen des Chaos haben an Stärke gewonnen, und ein
neuer Anführer vereint sie. Das Imperium ist zwar noch dabei, sich von den
Folgen des Großen Krieges zu erholen, doch darauf nimmt der neue Konflikt
keine Rücksicht. Es wird Zeit, dass wir eine Wahl treffen - sind wir ein
Held und Verteidiger des Imperiums, oder ein Auserwählter des Chaos, der
nach Unsterblichkeit und ewiger Macht trachtet? Die Einzelspielerkampagne
bietet uns beide Seiten an, denn gleich zwei Kampagnen dürfen wir spielen.
Entweder schlägt sich der Spieler auf die Seite des Imperiums oder des
Chaos. Eine Kampagne selber ist dann jeweils in mehrere Kapitel unterteilt.
Nachdem wir einen Abschnitt beendet haben, wird der nächste automatisch
freigeschaltet. Bevor wir in das Abenteuer starten, darf man noch den
Schwierigkeitsgrad bestimmen. Gleich drei Stufen werden angeboten und so
sollte jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Es folgt eine
Einführung in die Handlung. Über Texte oder kleine Filme wird die Story
gut vermittelt und so starten wir niemals grundlos in eine Schlacht. Diese
konzentriert sich übrigens vor allem auf den Kampf. So etwas wie mühsames Aufbauen
einer Basis oder Rohstoffe sammeln gibt es hier nicht.
Bevor eine Auseinandersetzung losgeht, haben wir die Chance unsere Truppen
zu positionieren. Recht frei könnt Ihr - in einem vorgegebenen Areal - Eure
Einheiten aufstellen und ausrichten. Der Akteur agiert grundlegend mit
kleinen Armeen, die aus unterschiedlich vielen Einheiten bestehen. Diese
Gruppen darf man diverse Formationen geben, die alle ihre Vor- aber auch
Nachteile haben. So ist die Linienformation gut um schnell nach vorne zu
kommen. Kommt es zum Kampf, müssen wir schnell umstellen. Macht der Spieler
das nicht, so kämpft er mit reduzierter Angriffskraft. Daneben solltet Ihr
auch die Moral der Truppe im Auge behalten. Diese ist sehr wichtig, denn je
höher die Moral ist, desto schlagkräftiger sind unsere Männer. Sinkt die
Anzeige zu sehr ab, dann fliehen unsere Jungs. Außerdem
sollten wir immer die Umgebung betrachten. Das Gelände ist genauso
wichtig, wie Objekte, hinter denen wir uns verstecken können. Neben den
diversen Truppen, die von Nah- bis hin zu Feinkämpfern reichen, gibt es auch
noch Helden. Diese verfügen über viele ausbaubare Spezialfähigkeiten, die
grundlegend in drei Kategorien unterteilt werden. Zum einen kann man die
eigenen Angriffe verstärken, so dass gleich Massen von Gegner drauf gehen.
Hinzu kommen Fähigkeiten, die für die gesamte Truppe gut sind. Man darf
diese Schützen oder ihnen nette Bonis geben. Der dritte Bereich ist wohl der
interessanteste. Ihr dürft auch die Duellfähigkeiten des Helden verbessern.
Treffen zwei verfeindete Helden aufeinander, so können sie sich separat auf
dem Schlachtfeld duellieren. Geschützt vom restlichen Kampfgetümmel,
folgt ein fairer Fight auf Leben und Tod. Jetzt darf jeder Streiter seine
Spezialfähigkeiten auspacken und den Kontrahenten in die Knie zwingen.
Gewinnt unser Held, so steigert es enorm die Moral der restlichen Truppen.
Eine Sache die nicht zu verachten ist. Die Aufgaben in der Kampagne sind
recht breit gestreut. Von Beschützermissionen bis hin zu Eroberungsaufträgen
ist alles vorhanden. Hinzu kommen Nebenaufgaben, die wir ebenfalls erfüllen
sollten. Ist ein Level abgeschlossen, erscheint die Strategiekarte. Hier
sehen wir die einzelnen Orte bzw. Karten des Spiels. Dabei sind es nicht nur
Schlachtfelder, sondern auch neutrale Städte - in denen wir einkaufen
können. Wer das nötige Kleingeld hat, darf neue Truppen rekrutieren, den
Einheiten Upgrades verpassen oder die Helden mit besseren Waffen ausstatten.
Hinzu kommen Items, Zauber und Tränke. Das nötige Geld finden wir zum einen
auf dem Schlachtfeld. Wenn wir Glück haben, entdecken wir dort auch nützliche
Gegenstände - die wir sofort in unseren Rucksack packen. Brauchen wir die
Objekte nicht, so darf man diese gewinnbringend verkaufen. Ansonsten bekommt
man auch Geld nach erfolgreich abgeschlossenen Missionen. Das Spiel bietet
darüber hinaus noch weitere Fraktionen. Neben dem Imperium und der
Chaos-Armee werden wir auch noch auf die Hochelfen und Skaven treffen, die
ihre eigenen Stärken und Schwächen besitzen. Selbstverständlich hat auch
jede Fraktion ihre eigenen Einheiten die von menschlichen Kriegern über Orks,
Goblins, Drachen, Zwerge bis hin zu Trollen reichen. Hinzu kommen besonders
starke
Helden und Spezialfähigkeiten. Vor allem für den Mehrspielerbereich ein
interessantes Feature. So agieren wir nun auf den unterschiedlichen
Schlachtfeldern, erfüllen Aufgaben und bauen durch Erfolge unsere Truppen
bzw. Helden immer weiter auf.
Technik:
Die Grafik ist grundlegend in Ordnung. Zum einen agieren wir in
unterschiedlichen Umgebungen, die viele Details aufweisen. Von Steinen, über
diverse Gebäude bis hin zu einer üppigen Vegetation ist alles vorhanden. Die
Qualität des gezeigten, hängt natürlich von der Zoomstufe ab. Fahren wir nah
heran, so sehen wir viele Details und scharfe Texturen. Etwas weiter weg,
verschwimmen diese und das Bild wird etwas unschöner. Außerdem gönnt uns der
Hersteller viele kleine Effekte. Vor allem wenn wir Spezialfähigkeiten
auspacken, wird ein wahres Grafikfeuerwerk auf dem Bildschirm gezaubert.
Ganz nett sehen auch die Einheiten aus. Vor allem in der Nahansicht erkennt
man, dass diese gut modelliert und animiert wurden. Außerdem hat der
Hersteller darauf geachtet, dass Einheiten einer Klasse Unterschiede
aufweisen. Die Figuren sehen also nicht alle gleich aus. Hinzu kommt, dass gleich
mehrere hundert Einheiten dargestellt werden. Diese bewegen
sich sehr geschmeidig auf dem Schlachtfeld und kommt es zum Kampf, sieht man
auch unterschiedliche Bewegungsabläufe. Mit der Präsentation kann man ebenfalls
leben. Immer wieder werden Texte und Filme eingespielt, die wunderbar die
Story vorantreiben. Diese werden meistens mit professionellen deutschen
Synchronsprechern vorgetragen, die ihre Arbeit wirklich gut machen. Die
glaubwürdigen Stimmen passen zu den Charakteren und so nimmt man ihnen ihre
Persönlichkeit ab. Daneben lauschen wir auch einer stimmungsvollen und
dezenten Musik, die selbst nach langer Spielzeit nicht nervig klingt.
Zufrieden kann man auch mit den Ingamegeräuschen sein. Von
Umgebungsgeräuschen bis hin zu Kampfschreien ist alles vorhanden. Die Kamera
hat ebenfalls alles im Blick. Zu jeder Zeit können wir die Ansicht frei
drehen bzw. zoomen und so verlieren wir niemals den Überblick. Eine kleine
Karte zeigt außerdem immer die spielrelevanten Orte an und so kann man
selbst große Aktionen wunderbar planen. Mit der Steuerung wird jeder schnell
klar kommen. Zum einen liegt das am guten Tutorial. Dieses bringt uns in
kleinen Schritten alles bei. Außerdem orientiert sich die Lenkung am
Genrestandart und so werden erfahrene Spieler schnell in das Spiel
einsteigen können. Die Menüs muss man ebenfalls lobend erwähnen. Diese sind
nicht überladen oder unübersichtlich und so geht die Bedienung schnell ins
Blut über. Die KI der Gegner ist relativ bescheiden. Diese kennen eigentlich
nur ein Ziel. Werden wir gesehen, so stürmen diese direkt auf uns zu.
Gefährlich wird es also nur, wenn wir massiv in Unterzahl sind oder auf
Helden treffen. Unsere eigenen Jungs machen eigentlich immer das, was wir
ihnen sagen. Selbst mit der Wegfindung kann man grundlegend zufrieden sein.
Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich dann noch auf einem angenehmen Niveau. Da
man diesen frei einstellen kann, wird jeder eine passende Herausforderung
finden. Fasst man alles zusammen, so kann das Spiel technisch überzeugen.
Fazit:
Warhammer: Mark of Chaos ist ein wirklich stimmungsvolles und spannendes
Strategiespiel. Die Schlachten laufen vielschichtig ab und da keine
Baufunktionen vorhanden sind, kann sich der Spieler komplett auf den Kampf
konzentrieren. Das aufpäppeln und erweitern der Truppen läuft schön
entspannend zwischen
den Missionen ab. Interessant ist auch, dass wir
nicht nur mit diversen Einheiten agieren. Das Prunkstück sind eindeutig die
unterschiedlichen Helden, die sich sogar untereinander duellieren dürfen.
Sie besitzen außerdem spezielle ausbaubare Fähigkeiten. Ein nettes Feature, das eine
Schlacht komplett kippen kann. Selbst an einen kleinen Rollenspielanteil hat
man gedacht und so bleiben kaum Wünsche offen. Im Einzelspielerbereich gibt
es dann noch viele unterschiedliche Aufträge, die durch eine zeitgemäße
Präsentation zusammengehalten werden. Einzig, dass manche Filme in einer
etwas schlechten Qualität abgespielt werden, stört ein wenig. Dafür bekommen
wir aber ein erstklassiges Intro zu sehen. Wer dann vom Singleplayerbereich
die Nase voll hat, darf sich auch noch über Wochen im Mehrspielerbereich
auslassen. Viele unterschiedliche Spielarten laden zu spannenden Kriegen
ein. Wer also gerne im Warhammer-Universum wilde, schnelle und actionlastige
Schlachten austragen möchte, der darf gerne bei diesem
Echtzeit-Strategiespiel zuschlagen. Dank vieler interessanter Features, hebt
sich das Spiel von der breiten Genremasse ab. Uns hat Warhammer: Mark of
Chaos wirklich gut gefallen und daher können wir das Spiel zum Kauf
empfehlen.
Features:
- Großer Zoom ermöglicht absolute Kontrolle des Schlachtfelds. In der
Nah-Perspektive werden Top-Grafikpracht und atemberaubende Animationen
sichtbar
- 2 große Singleplayer-Kampagnen, Kooperativer Kampagnen- und viele
Mehrspielermodi bedienen Casual- als auch Hardcore-Gamer
- Einzigartiges Heldensystem überlässt dem Spieler die Wahl, mit welchen
Fähigkeiten er seine Champions und Armeen stärken möchte
- Epische Massenschlachten mit hunderten von Einheiten in High-End-Grafik
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