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Warhammer 40.000: Squad Command - Review (NDS)

Wertung:
78 %

Einleitung:  

Das Warhammer-Universum existiert schon seit gut 20 Jahren. Mittlerweile sind diverse Spiele erschienen und eine riesige Fangemeinde hat sich gebildet. Zum ersten Mal kann man nun auch ein Game in Nintendos kleinen Handheld einlegen. Es handelt sich dabei um das NDS-Spiel Warhammer 40.000: Squad Command. Dieses wurde von Games Workshop entwickelt und kommt über THQ auf den deutschen Markt. Wir konnten uns die fertige Version jetzt ausgiebig ansehen. In unserem Review erfahrt Ihr, ob sich eine Anschaffung für Möchtegernstrategen lohnt.

 

Zum Spiel:

Das Spiel Warhammer 40.000: Squad Command ist ein action-geladenes rundenbasiertes Strategiespiel, bei dem ein Trupp aus 6 Einheiten auf dem Schlachtfeld befehligt werden muss. Jede Einheit unserer Truppe besitzt eine begrenzte Anzahl Aktionspunkte (AP) und Trefferpunkte (TP). Die TP legen fest, wie stark unsere Einheiten sind. Erreicht die Anzahl TP einer Einheit den Wert null, so stirbt diese. Die AP werden immer dann benutzt, wenn der Spieler eine Einheit auf dem Schlachtfeld bewegt oder eine Ihrer Waffen abfeuert. Eine sorgsame Verwaltung der AP und der Waffen, die wir unseren Truppen zuweisen, ist der Schlüssel zu einem Sieg in dem Spiel. Bevor wir allerdings in die erste Schlacht ziehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Einstellungen und Hilfe. Unter zu letzt genannten Punkt kann man sich eine Reihe von hilfreichen Spieltipps ansehen. Wie üblich dürft Ihr dann noch unter Einstellungen die spielrelevanten Optionen anpassen. Außerdem darf man hier das Tutorial im Spiel aktivieren bzw. deaktivieren. Die meisten werden sich am Anfang in den Einzelspielerbereich stürzen. Dieser erzählt dabei eine authentische Geschichte aus dem Warhammer-Universum. Der Spieler kommandiert die Elite-Space-Marines aus dem Orden der Ultramarines und versucht den Einfluss der rücksichtslosen und dämonischen Kräfte der Chaos Space Marines zurückzuschlagen! Die Story wird übrigens in insgesamt 15 Missionen erzählt, die durch nette Zwischensequenzen miteinander verbunden sind. Zu Beginn jeder Einzelspielermission gibt es eine Missionsbesprechung mit Zielen und Gründen für das Scheitern der Mission. Meistens verliert man ein Spiel, wenn alle Mitglieder unserer Truppe getötet werden. Die Ziele können dabei recht unterschiedlich sein, denn mal sollen wir alle Gegner besiegen und dann eine schwer bewachte feindliche Stellung erreichen. Nach der Besprechung hat der Akteur die Möglichkeit, die Bewaffnung seiner Truppe festzulegen. Im Ausrüstungsbildschirm bestimmt man, wie viel Munition jedes Mitglied für seine Sekundärwaffe zur Verfügung steht, und ob es überhaupt eine Sekundärwaffe gibt. Man muss hierbei immer bedenken, dass sich alles auf unsere Aktionspunkte auswirkt. Je mehr wir mitnehmen, desto weniger können wir später machen. Damit wir über die Mitglieder unserer Truppe Bescheid wissen, gönnt man uns außerdem eine Profilseite. Im Anschluss starten wir mit unseren Jungs in eine Mission.

Wir übernehmen nun das Kommando über die sechs Mann starke Truppe. Jeder hat eine Standardwaffe mit unterschiedlicher Munition. Somit hat jeder andere Vor- aber auch Nachteile. Unsere Bewegungen sind nun rundenbasiert, daher muss der Spieler darauf achten, dass jede Figur eine gute Position am Ende des Zuges erreicht. Es ist nicht verkehrt, wenn wir eine Deckung vor uns haben oder durch andere Mitglieder abgesichert sind. Dabei darf man die Soldaten einzeln aber auch als Gruppe bewegen. Bei jeder Aktion - wie Bewegung oder Waffe ziehen und feuern - wird nun unsere AP-Leiste reduziert. Hinzu kommt, dass man für die Genauigkeit der Schüsse weitere Punkte einsetzen kann. Bei den Bewegungen wird dann noch eine Anzeige eingeblendet, wie weit eine Einheit ziehen darf. Ihr seht sofort anhand einer farbigen Linie, wann unser Aktionsradius zu Ende ist. Man sollte außerdem etwas AP am Ende einer Runde übrig lassen um die Feuerbereitschaft zu aktivieren. Hierdurch kann eine Einheit auf Gegner schießen, die sich durch unser Sichtfeld bewegen. Neben dem normalen Schlachtfeld gibt es noch eine taktische Karte. Diese befindet sich auf dem oberen Bildschirm. Hier erkennen wir sehr schnell, wo sich unsere Truppenmitglieder und die feindlichen Streitkräfte befinden. Allerdings erkennen wir nur Feinde in unserem direkten Sichtfeld. Der Rest liegt verdeckt im Kriegsnebel. So gehen wir nun taktisch klug gegen unsere Widersacher vor, nutzen die Objekte auf dem Schlachtfeld zu unseren Gunsten und erfüllen die Missionsziele. Im Anschluss rüsten wir unsere Truppe neu aus und starten in das nächste Level. Wer lieber gegen menschliche Spieler antreten möchte, sollte in den Mehrspielerbereich gehen. Hier bietet man uns drei Mehrspielermodi an. Zum einen könnt Ihr ein Spiel über Nintendo Wi-Fi-Connection spielen. Hinzu kommen Multi-Karten-Spiele und DS-Download-Spiele. Die Siegbedingungen sind in allen Modis gleich: z.B. alle feindlichen Einheiten besiegen oder alle Hauptquartiere erobern. Dazu stehen neun Mehrspielerkarten zur Auswahl, um kooperativ oder gegeneinander zu spielen.

 

Technik:

Die Grafik hat gute aber auch schlechte Seiten. Da wären zum einen die Schlachtfelder. Die Landschaften wirken leider sehr eintönig. Alles wirkt viel zu trist und oft bekommen wir ähnliche Umgebungen zu sehen. Hinzu kommen matschige Texturen und ein farbloses Leveldesigns. Allerdings hat uns gut gefallen, dass man die Umgebung komplett zerstören darf. Es sieht schon cool aus, wenn eine Wand zusammenbricht und alles in Rauch aufgeht. Kleinere Effekte sind natürlich auch vorhanden. Diese beziehen sich allerdings hauptsächlich auf unseren Waffeneinsatz. Andere ansprechenden Animationen hat man nicht eingebaut. Die Figuren wurden außerdem zeitgemäß modelliert. Es sieht ansprechend aus, wenn sie sich über das Schlachtfeld bewegen. Der Sound kann leider nicht überzeugen. Im Kampf werden wir nur vereinzelte Geräusche wie Waffensound oder Explosionen hören. Was anderes wird so gut wie nie eingespielt. Hinzu kommt das Gestöhne der Soldaten. Diese klingen kaum authentisch und so hört man ihnen nicht gerne zu. Das war es dann auch schon. So etwas wie eine stimmungsvolle Musik, sucht man in der Schlacht vergebens. Die Steuerung ist dagegen gut gelungen. Mit den Aktionsknöpfen können wir leicht unsere Körperhaltungen ändern, Waffen wechseln oder zwischen den Truppenmitgliedern hin und her schalten. Auch das Agieren mit dem Touchpen klappt auf Anhieb. Die Übersicht auf dem Schlachtfeld ist leider ein wenig mager, da man die Kamera kaum beeinflussen darf. Zum Glück gönnt man uns eine nette Karte, die über die nähere Umgebung Auskunft gibt. Dank des zweiten Bildschirms kann man zu jeder Zeit alles überblicken und so taktisch kluge Manöver ausführen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu verachten. Der Computer macht uns - mit ganz unterschiedlichen Taktiken - oftmals das Leben schwer. Erst mit ein wenig Übung wird man gegen ihn bestehen können. Allerdings wird man dadurch auch ordentlich gefordert und so machen die Schlachten gegen den CPU-Gegner viel Spaß. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite grundlegend zufrieden sein.

 

Fazit:

Warhammer 40.000: Squad Command ist leider nicht der erhoffte Überhammer. Da wäre zum einen die geringe Spieltiefe. Andere Spiele haben schon gezeigt, dass es auch anders geht. Viel zu wenig spielerische Möglichkeiten und Rassen gönnt man uns und so werden Genrekenner schnell gelangweilt das Schlachtfeld verlassen. Allerdings ist das Spiel dafür sehr einsteigerfreundlich, da man die Regeln und das Spielprinzip schnell begreift. Wer nicht so viel Übung mit solchen rundenbasierten Strategiespielen hat, wird schnell in das Game einsteigen können. Das grundsätzliche Gameplay ist außerdem so, wie man es von anderen Spielen kennt. Wir müssen gut taktieren um die Möglichkeiten unserer Truppe voll auszuschöpfen. Dabei sollte man alles ordentlich aufklären und immer in Deckung gehen, damit man nicht in einen Hinterhalt gerät. Nett ist auch, dass wir die Umgebung mit in unsere Handlungen einbeziehen dürfen. Hierdurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Das Spiel selber ist leider schon nach gut 10 bis 12 Stunden durchgespielt. Das ist eigentlich zu wenig für ein Vollpreisspiel. Allerdings ist der Widerspielwert relativ hoch, da durch die zerstörbare Umgebung immer neue Situationen entstehen. Hierdurch läuft jede Schlacht komplett anders ab. Wer also auf Nintendos Handheld schon immer einmal in das Warhammer-Universum eintauchen wollte, der hat jetzt die Gelegenheit dazu. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann das Spiel einen für ein paar Stunden gut am Bildschirm binden. Spaß hat uns Warhammer 40.000: Squad Command auf jedenfall gemacht und daher können wir das neuste THQ-Spiel auch zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Fesselnder Einzelspielermodus mit insgesamt 15 Missionen!
- 9 unterschiedliche Mehrspielerkarten für lokal und weltweit ausgetragene Spiele mit kleinen, mittleren und großen Kartenversionen - passend für Spiele mit 2 bis 8 Mitspielern!
- Komplett zerstörbare 3D-Schlachtfelder, sodass der Spielverlauf immer neue Herausforderungen bietet!
- Wählen Sie zwischen zwei Orden der Space Marines oder zwei Armeen der Chaos Space Marines, um in Mehrspieler-Matches, Gefechten zwischen Imperium vs. Imperium, Chaos vs. Chaos oder Imperium vs. Mächte des Chaos zu kämpfen!
- Mehr als 20 Waffensysteme für den Fern- und Nahkampf, die direkt aus dem Warhammer 40,000-Universum entnommen wurden. Einschließlich Bolter, Plasmawerfer, Kettenschwert und Energiefaust!
- Die zwei Bildschirme des DS zeigen parallel die 3D-Version des Schlachtfelds und die 2D-Ansicht der taktischen Übersichtskarte!

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Warhammer 40.000: Squad Command (NDS)

 
 Warhammer 40000 - Squad Command
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 70 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 78 %  
Multiplayer: 76 %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  78 %  



 

 

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