|
Einleitung:
Das Warhammer-Universum
existiert schon seit gut 20 Jahren. Mittlerweile sind diverse Spiele
erschienen und eine riesige Fangemeinde hat sich gebildet. Zum ersten Mal
kann man nun auch ein Game in Nintendos kleinen Handheld einlegen. Es handelt sich
dabei um das NDS-Spiel Warhammer 40.000: Squad Command. Dieses wurde von
Games Workshop entwickelt und kommt über THQ auf den deutschen Markt. Wir
konnten uns die fertige Version jetzt ausgiebig ansehen. In unserem Review
erfahrt Ihr, ob sich eine Anschaffung für Möchtegernstrategen lohnt.
Zum Spiel:
Das Spiel Warhammer 40.000: Squad Command ist ein action-geladenes
rundenbasiertes Strategiespiel, bei dem ein Trupp aus 6 Einheiten auf dem
Schlachtfeld befehligt werden muss. Jede Einheit unserer Truppe besitzt eine
begrenzte Anzahl Aktionspunkte (AP) und Trefferpunkte (TP). Die TP legen
fest, wie stark unsere Einheiten sind. Erreicht die Anzahl TP einer Einheit
den Wert null, so stirbt diese. Die AP werden immer dann benutzt, wenn der
Spieler eine Einheit auf dem Schlachtfeld bewegt oder eine Ihrer Waffen
abfeuert. Eine sorgsame Verwaltung der AP und der Waffen, die wir unseren
Truppen zuweisen, ist der Schlüssel zu einem Sieg in dem Spiel. Bevor wir
allerdings in die erste Schlacht ziehen, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü
mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Einstellungen und Hilfe. Unter
zu letzt genannten Punkt kann man sich eine Reihe von hilfreichen Spieltipps
ansehen. Wie üblich dürft Ihr dann noch unter Einstellungen die
spielrelevanten Optionen anpassen. Außerdem darf man hier das Tutorial im
Spiel aktivieren bzw. deaktivieren. Die meisten werden sich am Anfang in den
Einzelspielerbereich stürzen. Dieser erzählt dabei eine authentische
Geschichte aus dem Warhammer-Universum. Der Spieler kommandiert die
Elite-Space-Marines aus dem Orden der Ultramarines und versucht den Einfluss
der rücksichtslosen und dämonischen Kräfte der Chaos Space Marines
zurückzuschlagen! Die Story wird übrigens in insgesamt 15 Missionen erzählt,
die durch nette Zwischensequenzen miteinander verbunden sind. Zu Beginn
jeder Einzelspielermission gibt es eine Missionsbesprechung mit Zielen und
Gründen für das Scheitern der Mission. Meistens verliert man ein Spiel, wenn
alle Mitglieder unserer Truppe getötet werden. Die Ziele können dabei recht
unterschiedlich sein, denn mal sollen wir alle Gegner besiegen und dann eine
schwer bewachte feindliche Stellung erreichen. Nach der Besprechung hat der
Akteur die Möglichkeit, die Bewaffnung seiner Truppe festzulegen. Im
Ausrüstungsbildschirm bestimmt man, wie viel Munition jedes Mitglied für
seine Sekundärwaffe zur Verfügung steht, und ob es überhaupt eine
Sekundärwaffe gibt. Man muss hierbei immer bedenken, dass sich alles auf
unsere Aktionspunkte auswirkt. Je mehr wir mitnehmen, desto weniger können
wir später machen.
Damit wir über die Mitglieder unserer Truppe Bescheid wissen, gönnt man
uns außerdem eine Profilseite. Im Anschluss starten wir mit unseren Jungs in
eine Mission.
Wir übernehmen nun das Kommando über die sechs Mann starke
Truppe. Jeder hat eine Standardwaffe mit unterschiedlicher Munition. Somit
hat jeder andere Vor- aber auch Nachteile. Unsere Bewegungen sind nun rundenbasiert, daher muss der Spieler darauf achten, dass jede Figur eine
gute Position am Ende des Zuges erreicht. Es ist nicht verkehrt, wenn wir
eine Deckung vor uns haben oder durch andere Mitglieder abgesichert sind.
Dabei darf man die Soldaten einzeln aber auch als Gruppe bewegen. Bei jeder
Aktion - wie Bewegung oder Waffe ziehen und feuern - wird nun unsere
AP-Leiste reduziert. Hinzu kommt, dass man für die Genauigkeit der Schüsse
weitere Punkte einsetzen kann. Bei den Bewegungen wird dann noch eine
Anzeige eingeblendet, wie weit eine Einheit ziehen darf. Ihr seht sofort
anhand einer farbigen Linie, wann unser Aktionsradius zu Ende ist. Man
sollte außerdem etwas AP am Ende einer Runde übrig lassen um die
Feuerbereitschaft zu aktivieren. Hierdurch kann eine Einheit auf Gegner
schießen, die sich durch unser Sichtfeld bewegen. Neben dem normalen
Schlachtfeld gibt es noch eine taktische Karte. Diese befindet sich auf dem
oberen Bildschirm. Hier erkennen wir sehr schnell, wo sich unsere
Truppenmitglieder und die feindlichen Streitkräfte befinden. Allerdings
erkennen wir nur Feinde in unserem direkten Sichtfeld. Der Rest liegt
verdeckt im Kriegsnebel. So gehen wir nun taktisch klug gegen unsere
Widersacher vor, nutzen die Objekte auf dem Schlachtfeld zu unseren Gunsten
und erfüllen die Missionsziele. Im Anschluss rüsten wir unsere Truppe neu
aus und starten in das nächste Level. Wer lieber gegen menschliche Spieler
antreten möchte, sollte in den Mehrspielerbereich gehen. Hier bietet man uns
drei Mehrspielermodi an. Zum einen könnt Ihr ein Spiel über Nintendo
Wi-Fi-Connection spielen. Hinzu kommen Multi-Karten-Spiele und
DS-Download-Spiele. Die Siegbedingungen sind in allen Modis gleich: z.B. alle
feindlichen Einheiten besiegen oder alle Hauptquartiere erobern. Dazu stehen
neun Mehrspielerkarten zur Auswahl, um kooperativ oder gegeneinander zu
spielen.
Technik:
Die Grafik hat gute aber auch schlechte Seiten. Da wären zum einen die
Schlachtfelder. Die Landschaften wirken leider sehr eintönig. Alles wirkt
viel zu trist und oft bekommen wir ähnliche Umgebungen zu sehen. Hinzu
kommen matschige Texturen und ein farbloses Leveldesigns. Allerdings hat uns
gut gefallen, dass man die Umgebung komplett zerstören darf. Es sieht schon
cool aus, wenn eine Wand zusammenbricht und alles in Rauch aufgeht. Kleinere
Effekte sind natürlich auch vorhanden. Diese beziehen sich allerdings
hauptsächlich auf unseren Waffeneinsatz. Andere ansprechenden Animationen
hat man nicht eingebaut. Die Figuren wurden außerdem zeitgemäß modelliert.
Es sieht ansprechend aus, wenn sie sich über das Schlachtfeld bewegen. Der
Sound kann leider nicht überzeugen. Im Kampf werden wir nur vereinzelte
Geräusche wie Waffensound oder Explosionen hören. Was anderes wird so gut
wie nie eingespielt. Hinzu kommt das Gestöhne der Soldaten. Diese klingen
kaum authentisch und so hört man ihnen nicht gerne zu. Das war es dann auch
schon. So etwas wie eine stimmungsvolle Musik, sucht man in der Schlacht
vergebens. Die Steuerung ist dagegen gut gelungen. Mit den Aktionsknöpfen
können wir leicht unsere Körperhaltungen ändern, Waffen wechseln oder
zwischen den Truppenmitgliedern hin und her schalten. Auch das Agieren mit
dem Touchpen klappt auf Anhieb. Die Übersicht auf dem Schlachtfeld ist leider ein wenig
mager, da man die Kamera kaum beeinflussen darf. Zum Glück gönnt man uns
eine nette Karte, die über die nähere Umgebung Auskunft gibt. Dank des
zweiten Bildschirms kann man zu jeder Zeit alles überblicken und so taktisch
kluge Manöver ausführen. Der Schwierigkeitsgrad ist nicht zu verachten. Der
Computer macht uns - mit ganz unterschiedlichen Taktiken - oftmals das Leben
schwer. Erst mit ein wenig Übung wird man gegen ihn bestehen können. Allerdings
wird man dadurch auch ordentlich gefordert und so machen die Schlachten
gegen den CPU-Gegner viel Spaß. Fasst man nun alles zusammen, so kann man
mit der technischen Seite grundlegend zufrieden sein.
Fazit:
Warhammer 40.000: Squad Command ist leider nicht der erhoffte Überhammer. Da
wäre zum einen die geringe Spieltiefe. Andere Spiele haben schon gezeigt,
dass es auch anders geht. Viel zu wenig spielerische Möglichkeiten und
Rassen gönnt man uns und so werden Genrekenner schnell gelangweilt das
Schlachtfeld verlassen. Allerdings ist das Spiel dafür sehr
einsteigerfreundlich, da man die Regeln und das Spielprinzip schnell
begreift. Wer nicht so viel Übung mit solchen rundenbasierten
Strategiespielen hat, wird schnell in das Game einsteigen können. Das
grundsätzliche Gameplay ist außerdem so, wie man es von anderen Spielen
kennt. Wir müssen gut taktieren um die Möglichkeiten unserer Truppe voll
auszuschöpfen. Dabei sollte man alles ordentlich aufklären und immer in
Deckung gehen, damit man nicht in einen Hinterhalt gerät. Nett ist auch,
dass wir die Umgebung mit in unsere Handlungen einbeziehen dürfen. Hierdurch
ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. Das Spiel selber ist leider schon nach
gut 10 bis 12 Stunden durchgespielt. Das ist eigentlich zu wenig für ein
Vollpreisspiel. Allerdings ist der Widerspielwert relativ hoch, da durch die
zerstörbare Umgebung immer neue Situationen entstehen. Hierdurch läuft jede
Schlacht komplett anders ab. Wer also auf Nintendos Handheld schon immer
einmal in das Warhammer-Universum eintauchen wollte, der hat jetzt die
Gelegenheit dazu. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann das Spiel einen
für ein paar Stunden gut am Bildschirm binden. Spaß hat uns Warhammer
40.000: Squad Command auf jedenfall gemacht und daher können wir das neuste
THQ-Spiel auch zum Kauf empfehlen.
Features:
- Fesselnder Einzelspielermodus mit insgesamt 15 Missionen!
- 9 unterschiedliche Mehrspielerkarten für lokal und weltweit ausgetragene
Spiele mit kleinen, mittleren und großen Kartenversionen - passend für
Spiele mit 2 bis 8 Mitspielern!
- Komplett zerstörbare 3D-Schlachtfelder, sodass der Spielverlauf immer neue
Herausforderungen bietet!
- Wählen Sie zwischen zwei Orden der Space Marines oder zwei Armeen der
Chaos Space Marines, um in Mehrspieler-Matches, Gefechten zwischen Imperium
vs. Imperium, Chaos vs. Chaos oder Imperium vs. Mächte des Chaos zu kämpfen!
- Mehr als 20 Waffensysteme für den Fern- und Nahkampf, die direkt aus dem
Warhammer 40,000-Universum entnommen wurden. Einschließlich Bolter,
Plasmawerfer, Kettenschwert und Energiefaust!
- Die zwei Bildschirme des DS zeigen parallel die 3D-Version des
Schlachtfelds und die 2D-Ansicht der taktischen Übersichtskarte!
|