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Einleitung:
Die "Warhammer"-Reihe
erfreut sich bei Videospielern großer Beliebtheit. Neben diversen
Strategieablegern wurde nun ein düsteres Ego-Shooter-Spiel entwickelt, das
an Erfolge der Serie anschließen soll. Da die Ego-Shooter Fangemeinde immer
weiter wächst ist es kein Wunder, das gerade dieses Genre für ein neues
Spiel ausgewählt wurde. Die Thematik passt einfach zu so einer Reihe und so
dürfen wir uns alle auf ein neues Spiel freuen. Es handelt sich hierbei um
das Spiel Warhammer 40.000 Fire Warrior, das über THQ in Deutschland auf den
Markt kommt. Wir hatten nun die Gelegenheit die Playstation 2 Version zu
testen. Ob sich das Spiel für Shooterfans lohnt und ob es gegen die
Konkurrenz bestehen kann erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Die Zivilisation der Tau basiert auf einem rigiden Kastensystem. Den
einzelnen Kasten sind jeweils Naturelemente zugeordnet: Feuer, Wasser, Luft
und Erde diktieren die Rolle eines Tau innerhalb der Gesellschaft. Sie sind
entweder Soldaten, Diplomaten, Piloten oder Arbeiter. Die Herrscher bilden
die fünfte Kaste die übersetzt die "Himmlischen" heißt. Der Frieden wird nun
durch einen gewaltigen Zwischenfall in den äußeren Kolonien bedroht. Ein
neuer Krieg zwischen Tau und der Menschheit könnte beginnen, denn der große
Anführer Ko´vash aus der Kaste der Himmlischen wurde von menschlichen
Kriegern entführt. Mit einem Pulsgewehr bewaffnet, durch eine intelligente
Rüstung geschützt und mit einem brennenden Begehren nach Gerechtigkeit nimmt
der Spieler an dieser Rettungsaktion teil, die ihn auf eine Kolonienwelt der
Menschen führt. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Tau-Kriegers Kais, der
in seiner Kaste aufsteigen möchte. Dafür muss unser Held aber einige
Abenteuer bestehen und so starten wir in unsere erste Mission.
Nachdem wir eine Trainingsmission bewältigt haben kommen wir mit der
Steuerung sehr schnell zurecht. Anschließend geht es schon in die erste
Mission. Wir erblicken das Spiel aus einer Egoperspektive. Neben dem
Fadenkreuz und der aktuell ausgewählten Waffe erblicken wir noch mehr auf
dem Bildschirm. Da wäre eine Anzeige für die Munition der aktuellen Waffe,
eine primär Waffe und sekundär Waffe Anzeige, eine Gesundheitsanzeige, die
Schildanzeige, die Anzahl der Reservemunition, usw. bis hin zur
Auftragsanzeige die angibt was wir machen müssen. Wir können in dem Spiel
nur zwei Waffen tragen die über begrenzte Munition verfügen. Im
Einsatzgebiet wird der Spieler ausreichende Waffen und Munition finden, so
dass er immer alternativen hat - falls die eigene Waffe leer geschossen ist.
Diese stammen von getöteten Gegnern oder liegen in Lagerräumen, wo wir auch
Heilpacks finden. Die Items sollte man immer in Erinnerung behalten - auch
wenn man sie aktuell nicht verwenden kann. Falls es mal eng wird lohnt es
sich immer zurück zu rennen um diese aufzusammeln. So kommt man auch fast
nie in Munitionsnot.
Das Waffenarsenal ist recht weit greifend - so gibt es Pulsgewehre genauso
wie Laserpistolen, Scharfschützengewehr und Schrotflinten. Insgesamt stehen
rund 16 verschiedene Waffen zur Auswahl die 24 verschiedene Waffenfunktionen
aufweisen. Neue Waffen kann man übrigens sehr gut von erledigten Feinden
aufsammeln. Allerdings muss man sich das aufnehmen sehr gut überlegen, da
man eine eigene Waffe im Gegenzug fallen lässt. Diese neuen Waffen werden
auch oft benötigt da neue Gegner oder Probleme auftauchen die mit den neuen
Waffen besser bewältigt werden können. Außerdem findet man in den Missionen
festinstallierte Waffenstellungen die man ebenfalls einnehmen darf. Sie
zeichnen sich vor allem durch eine große Feuerkraft aus. Feuerkraft brauchen
wir auch in Warhammer 40.000 Fire Warrior, denn die Gegneranzahl ist groß.
Zwar unterstützen uns zum Teil Leidensgenossen aber diese sterben schneller
als man sich das Wünschen kann und so sind wir am Ende immer wieder auf uns
alleine gestellt. So müssen wir nun gegen rund 22 unterschiedliche
Gegnerklassen in 17 Level kämpfen um unser Ziel zu erreichen. Am Ende der
meisten Areale wartet dann auch noch ein besonderer Gegner auf uns, den wir
mit Haftminen und Granaten erledigen.
Technik:
Technisch gesehen ist das Spiel recht ausgereift. Der Bildschirm ist sehr
übersichtlich aufgeteilt und so kann man schnell alles überblicken. Auch
grafisch bietet das Spiel so einiges. So darf sich der Spieler auf gute
Effekte wie Explosionen usw. freuen, die besser rüber kommen wie die
Umgebung. Diese wurde leider ein wenig trist dargestellt. Bessere Texturen
und ein wenig mehr Detailreichtum hätten nicht geschadet. Dafür wurden die
gegnerischen Figuren und befreundete Soldaten passabel in Szene gesetzt. Gut
animiert bewegen sie sich im Kampfgeschehen und sogar beim fallen wirken sie
recht realistisch. Wir selber bewegen uns dank einer guten Steuerung sehr
sicher durch die Missionen. Sprünge können genauso sicher ausgeführt werden
wie das normale Zielen. Zwar ist das anpeilen mit dem Pad nicht ganz einfach
aber nach einer gewissen Zeit hat man die Lenkung raus. Vor dem eigentlichen
Spiel sollte sowieso jeder den Trainingspart absolvieren. Hier kann man alle
nötigen Steuerungselemente erlernen so das der Spieler recht schnell in die
erste Mission starten kann. Ansonsten darf man den Sound noch loben erwähnen
der die Effekte gut rüber bringt. Ein wenig negativ fällt die Sprachausgabe
auf, die ein wenig zerhackt klingt. Leider wurde auch auf eine komplette
deutsche Lokalisierung verzichtet, so dass man gewisse Englischkenntnisse
mitbringen muss um dem Spielgeschehen zu folgen. Recht gut ist auch die KI
der Gegner, die nicht wahllos auf uns zustürmt, sobald sie uns entdecken.
Teilweise bleiben sie sogar verschanzt hinter diversen Objekten versteckt,
so das wir auf sie zukommen müssen.
Fazit:
Warhammer 40.000 Fire Warrior schreibt keine neue Ego-Shooter Geschichte.
Das liegt vor allem daran das nicht viel Neues geboten wird. Alles was man
in dem Spiel sieht kennt man schon aus anderen Spielen. Trotzdem kann das
Spiel überzeugen, denn es besticht durch ein gutes Ambiente - das durch die
nette Grafik und den guten Sound unterstützt wird. Schon in der ersten
Mission wird das Schlachtfeld gut rüber gebracht. Ständig schlagen
irgendwelche Granaten in unserer Umgebung ein, so dass wir nie ungestört
verweilen können. Auch die Gegner und somit der Schwierigkeitsgrad ist
angenehm. Zwar sind die Gegner nicht unbedingt einfach aber dank vieler
Items kann man sich immer wieder heilen und mit neuer Munition und Waffen
versorgen. Da auch noch genügend Vielfalt bei der Waffen und Gegner
vorhanden ist kann das Spiel insgesamt überzeugen, auch wenn der Spieler
nichts anderes macht wie Schalter drücken und Gegner auslöschen. Die
Geschichte wird übrigens in schönen Intros erzählt was ein wenig
entschädigt. Insgesamt gesehen ist das Spiel recht gut gelungen. Auch für
nicht Warhammer-Fans kann sich eine Anschaffung lohnen - wenn sie sich mit
dem Warhammer-Universums anfreunden können. Ego-Shooter-Fanatiker werden
wohl sofort zugreifen. Allen anderen kann man das Spiel empfehlen, wenn sie
nichts gegen ein sehr lineares und abwechslungsarmes Spiel haben. Da das
Spiel auch noch kompatibel zum Network Adapter ist wird auf jedenfall
ausreichend Spielspaß geboten, so dass jeder genug Spielspaß finden wird.
Eine Anschaffung lohnt sich.
Features:
- 16 einzigartige Waffen
- 24 verschiedene Waffenfunktionen
- 22 unterschiedliche Gegnerklassen
- 17 aufregende und herausfordernde Levels
- Fesselnde Story, die Sie in eine düstere und Furcht erregende
Zukunftsvision hineinzieht
- Intensive Horror-Atmosphäre
- Die Zeit kennt keine Gnade: Überleben Sie einen Tag in der Rolle von Kais
- Replay-Value durch Medaillensystem
- Freischaltbare fantastische Bonus-Modi
- 4-Spieler-Split-Screen auf einzigartigen Maps
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