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Einleitung:
Mit Warhammer 40.000: Dawn of War - Winter Assault veröffentlicht THQ die
heiß erwartete Erweiterung zum Strategie-Hit Dawn of War. Kein Wunder das so
viele auf dieses Spiel warten, schließlich war das Hauptspiel mit das beste
Echtzeitstrategiespiele im Jahr 2004. Das Add-on von Relic führt jetzt eine
weitere Streitmacht auf die Schlachtfelder des 41. Jahrtausends und erstmals
stellt sich auch die Imperiale Armee den Kräften des Chaos, den Orks und den
Eldar entgegen. Wir konnten Winter Assault ausgiebig testen. Ob die
Erweiterung des mehrfach ausgezeichneten Warhammer 40,000: Dawn of War ein
muss für jeden Echtzeit-Strategie-Fan bzw. Besitzer des Hauptspiels ist,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Nicht grundlos werdet Ihr in die neuen Schlachten geführt. Unter den zu
Staub zerfallenen Ruinen einer längst vergessenen Stadt liegt ein
Imperator-Titan! Ein Kriegsgerät von unvorstellbarer Macht, das einst in den
riesigen Schmelzöfen auf dem Mars geschmiedet wurde und von Milliarden als
Inbegriff der imperialen Vorherrschaft verehrt wird. Wer es kontrolliert,
hat die Macht eine ganze Welt zu zerstören oder zu verteidigen. Das Imperium
würde es einsetzen, um größeres Unheil abzuwenden; die Kräfte des Chaos
würden genau das Gegenteil damit machen; die Orks in ihrem Blutrausch würden
es vermutlich zerstören und die Eldar in ihrer Arroganz ignorieren. Neben
der Story bietet das Spiel aber noch weitere Neuerungen. Warhammer 40.000:
Dawn Of War - Winter Assault bringt den Spielern neben einer neuen Partei -
der Imperialen Armee - auch neue Fahrzeuge, Infanterieeinheiten und Gebäude.
Hinzu kommen 20 Mehrspielerkarten. Der Hersteller hat außerdem viel Wert auf den Einzelspieler-Modus gelegt. Wir
können nun mit allen fünf Rassen Imperiale Armee, Space Marines, Eldar, Orcs
und Chaos-Space-Marines agieren. Zur Verfügung stehen zwei Kampagnen mit je
sechs Missionen … also insgesamt 12 neue Einzelspielermissionen. Dabei sind
die Levels nicht linear aufgebaut. Mal spielen wir die eine, dann die andere
Seite. Teilweise dürfen wir sogar aussuchen welche Fraktion wir spielen
möchten. Hierdurch ergeben sich dann unterschiedliche Enden. Ihr fragt Euch
wie dieses funktioniert? In einer Kampagne gehen zwei Rassen eine Art
Bündnis ein, wodurch sie gemeinsam kämpfen. Wir als Spieler wählen jeweils
mit welcher Gruppe wir agieren. Am Ende bestimmen wir dann, welche Rasse wir in
die finale Schlacht führen.
Die Einsätze laufen dann recht actionlastig ab. Der Wirtschaftsteil - Basis
aufbauen - ist nicht sonderlich groß ausgefallen und so werden wir
hauptsächlich mit unserer Armee auf dem Schlachtfeld sein. Diese sind
gigantisch groß ausgefallen. Hunderte von Einheiten sorgen für opulente
Massenschlachten. Das bedeutet allerdings auch, dass Eurer Rechner einiges
verpacken muss. Selbst bei starken PC´s werden Spieler öfters mal Ruckler
sehen. In den Missionen müssen wir uns um relativ viele Aufgaben kümmern.
Diese haben öfters neue Ziele, sodass man nie weiß, was als nächstes auf
einen zukommt. So sollen wir mal Geleitschutz geben, ein feindliches Lager
erstürmen oder unser eigenes halten. Obwohl wir mehrere Rassen spielen,
braucht sich keiner davor zu fürchten. Alle Gruppen lassen sich ähnlich
handhaben und auch der Aufbau der Basis ist fast identisch. Ihr müsst Euch
also nicht stundenlang in die unterschiedlichen Fraktionen einarbeiten.
Grundsätzlich hat sich am Gameplay wenig geändert. Immer noch sollt Ihr
Posten einnehmen. Die daraus resultierenden Punkte werden in Updates oder
neuen Einheiten investiert. Die Story selber wird noch mit gut gemachten
Zwischensequenzen in Echtzeitgrafik erzählt. Natürlich sind auch diesmal
deutsche Synchronsprecher vorhanden. Eins noch zum Schwierigkeitsgrad.
Dieser ist noch höher wie beim Hauptspiel. Ihr solltet also Dawn of War vor
dem Add-on durchgespielt haben. Wer dann genug vom Einzelspielermodus hat,
darf sich zusätzlich in den Mehrspielermodus wagen. Hier dürfen dann auf
über 20 Karten Duelle mit bis zu 8 Spielern ausgetragen werden.
Technik:
Die Grafik hat sich eigentlich kaum geändert. Das was am schnellsten
auffällt, sind die winterlichen Landschaften. Allerdings sind diese wieder
einmal recht detailarm. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen können.
Zumindest wird man wieder einmal durch die sehr gut modellierten und
animierten Einheiten entschädigt. Tolle Effekte wie Explosionen oder Licht-
und Schatteneffekte sind ebenfalls in einer guten Qualität vorhanden. Wie
oben schon beschrieben kosten die Massenschlachten Rechnerpower, daher
solltet Ihr schon einen starken PC besitzen. Ein kleines Problem gibt es
außerdem mit der Kamera. Diese zoomt kaum weg, wodurch es manchmal etwas
unübersichtlich wird. Ansonsten kann man mit dem gezeigten sehr zufrieden
sein. Der Sound ist ebenfalls toll. Genauso wie beim Hauptspiel werdet Ihr
einen erstklassigen Sound zu hören bekommen. Neben den guten Ingame-Geräuschen können auch die deutschen Synchronsprecher und die Musik
überzeugen. Die Steuerung bereitet keine Probleme. Da man diese aber aus dem
Hauptspiel schon kennt, war auch nichts anderes zu erwarten. Kommen wir nun
zum Schwierigkeitsgrad. Diese ist mehr als ordentlich. Nur wer sich im
Hauptspiel gut auskennt wird eine Chance bei diesem Add-on haben. Das liegt
zum Teil an der guten KI des Gegners. Vor allem werdet Ihr Probleme
bekommen, wenn Ihr Euch gleichzeitig mit mehreren Fraktionen anlegt. Wundert
Euch also nicht, wenn Ihr eine Mission öfters mal durchspielt. Nur selten
schafft Ihr ein Level beim ersten Versuch. Man muss aber auch dazu sagen,
dass es nie unfair wird. Mit der richtigen Strategie werdet Ihr immer ans
Ziel kommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen
Seite mehr als zufrieden sein.
Fazit:
Das Add-on kann voll überzeugen. Die Einsätze sind packend und die
Massenschlachten genial. Hinzu kommen neue Einheiten, interessante
Fraktionswechsel und anspruchsvolle Missionen. Wer meint, dass die 12 neuen
Einzelspieler-Missionen zu wenig sind, sollte bedenken, dass jeder Auftrag
locker eine Stunde dauert. Somit werdet Ihr allein mit dem Solomodus über 12
Stunden beschäftigt sein. Hinzu kommt noch der erweiterte
Mehrspielerbereich. Hiermit könnt Ihr Euch wochenlang beschäftigen. Einzig
der Schwierigkeitsgrad ist ein wenig zu hoch ausgefallen. Hier hätte der
Hersteller ruhig etwas tiefer stapeln können. Das Spiel macht also nur dann
Sinn, wenn Ihr das Hauptspiel nicht zu schwer fandet. Wer also knackige
Echtzeit-Strategie-Spiele mag und Dawn Of War besitzt, muss die Erweiterung
einfach kaufen. Wer sich dann noch gerne in Mehrspielerduelle stürzt wird
kaum noch von dem Spiel loskommen. Selten hat dieser Bereich so viel Spaß
gemacht.
Features:
- Erste Erweiterung zu einem Echtzeit-Strategiespiel, das ein völlig neues
Volk einführt: die Imperiale Armee
- Neue Einheiten für jede bereits existierende Streitmacht
- Brandneuer Einzelspieler-Modus mit zwei Kampagnen
- Mehr Animationen und Finishing Moves
- Kämpfen Sie in eisigen Winterlandschaften und auf einzigartigen
Einzelspieler-Karten
- Weiterentwickelter Online-Modus, inklusive Beobachterfunktion,
ausgewähltem Team-Play und verbessertem Automatch
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