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Einleitung:
Fans von rasanten Shootern können
sich freuen, denn Lighthouse Interactive und dtp entertainment
bringen das futuristische Actionspiel WarPath auf den deutschen
Markt. Noch erfreulicher ist der Anschaffungspreis. Das
Egoshooterspiel kostet gerade einmal 19,99 Euro. Wir konnten uns die
fertige PC-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob nicht nur der Preis
überzeugen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Damit wir nicht ganz grundlos in den Kampf ziehen, gönnt man uns eine kleine
Rahmenhandlung. Im Mittelpunkt steht das Kaladi-System. Ein wunderschöner
Planet, mit vielen Rohstoffen. Ein wahres Juwel in einem Ozean lebloser
Sterne. Das Haus von Kovos, eine Gesellschaft aus den Nachfahren eines edlen
Kriegergeschlechts, schützt und bewahrt diese Welt seit Jahrhunderten als
heiligen Ort, an dem schon zahllose Generationen Absolution vor den Augen
ihrer Götter gesucht haben. Die Ohm, unbarmherzige biomechanische Kreaturen,
streben danach, mithilfe der Reichtümer des Planeten ihre Existenz zu
verlängern, die einem bloßen Halbleben gleicht. Die Koalition der Menschen
ist eine vergleichsweise junge Rasse, die sich, ohne es zu wissen, auf einem
Planeten niedergelassen hat, der schon bald zum Kriegsschauplatz werden
wird. Drei Rassen: die Kovos, die Ohm und die Menschen-Koalition. Drei
unterschiedliche Ideale: Glaube, Leben, ein Neubeginn. Allesamt Dinge, für
die sich ein Kampf lohnt. Die Beweggründe mögen verschieden sein, doch eine
Sache ist gewiss … ein Konflikt ist unvermeidbar. Bevor wir uns für eine
Seite entscheiden und in die Schlacht ziehen, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde,
erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Profil
und Einstellungen. Unter zu letzt genannten Punkt darf man die
spielrelevanten Optionen einstellen und unter Profil ein gleichnamiges
erstellen bzw. bearbeiten. Bevor der Spieler sich in den Mehrspielermodus
stürzt, sollte er erst einmal den Einzelspielerbereich durchspielen. Hier
kann man sich in aller Ruhe mit der Steuerung und dem Spielprinzip vertraut
machen. Damit jeder eine passende Herausforderung findet, gönnt man uns vier
unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Das Ziel der Einzelspieler-Kampagen
ist es, die beiden feindlichen Lager vollständig zu eliminieren. Welche
Nation wir spielen ist uns übrigens frei gestellt. Um zu gewinnen müssen wir
alle feindlichen Zonen erobern und halten. Jede Gruppierung besitzt zu
Beginn fünf Konfliktzonen, die Ihr Heimatterritorium repräsentieren. Die
einzelnen Lager greifen abwechselnd an. Wenn ein Angriff erfolgt ist,
kämpfen die beiden gegnerischen Gruppierungen miteinander - um die
betreffende Zone.
Zu Beginn jedes Kampfes werden den beteiligten Gruppen C.A.M.s zugewiesen.
Damit kann man dann die Stärke sowie die Funktionen von Waffen steigern. Für
jede Zone gibt es übrigens einen anderen Spieltyp: "Deathmatch", "Team-Deathmatch",
"Die Flagge erobern" und "Frontangriff". Nachdem wir unsere Waffen gewählt
haben, kann der Kampf endlich beginnen. Wir agieren nun in begrenzten
Arealen, die diverse Räume, Rampen, Fahrstühle und Ebenen aufweisen. Das
gesamte Gameplay erinnert übrigens stark an Spiele wie Unreal Tournament.
Neben unserer ausgesuchten Waffe und einem Zielkreuz erblickten wir nun den
obligatorischen Gesundheitsbalken. Hinzu kommen rote Markierungen am
Bildschirmrand, die anzeigen aus welcher Richtung uns Schaden zugeführt
wird. Das war natürlich noch nicht alles. Eine Munitionsanzeige gibt es
genauso, wie eine Reservemunitionsanzeige, Panzerungsanzeige, Timer,
Clan-Symbol und einen Kill- bzw. Rang-Zähler. Gespielt wird wie nicht anders
zu erwarten aus der Egoperspektive. Mit unseren Knarren ballern wir nun auf
ankommende Feinde. Waffen gibt es übrigens viele. Von der Vibro Klinge über
Violator bis hin zu Vanguard ist alles vorhanden. Welche Waffe wir nutzen
können, hängt auch von der ausgewählten Nation ab. Jede Rasse hat
spezielle Waffen, die dann auch noch aufgebaut werden dürfen. Nützliche
Items um Munition aufzufüllen oder Schutzschilder findet der Spieler
ebenfalls in den Levels. Einmal aufgenommen erscheinen sie nach wenigen
Sekunden wieder und so stehen sie oftmals im Mittelpunkt der
Auseinandersetzungen. Drei Landfahrzeuge gönnt man uns dann auch noch. Jede
verfügt über andere Eigenschaften und Waffen und so sollte man sie
strategisch gut gegen seine Gegner einsetzen. Haben wir dann genug vom
Einzelspielermodus, können wir auch ausgiebige Mehrspielerduelle über LAN
oder das Internet bestreiten. Hier warten dann fünfundzwanzig Mehrspielermaps auf uns. Bei den vier Spieltypen, die wir schon aus dem
Singleplayerbereich kennen, treten wir nun gegen bis zu 16 menschliche
Spieler an. Das macht natürlich am meisten Spaß, denn endlich können wir
gegen intelligent handelnde Feinde kämpfen.
Technik:
Das Spiel nutzt eine modifizierte Unreal-Engine. Diese ist ganz nett, kann
aber nicht mit aktuellen Topgames mithalten. Wir agieren in diversen In- und
Outdoorleveln die nur wenige Details aufweisen. Nett sind zumindest die
Licht- und Schatteneffekte. Hinzu kommen die Waffen, die beim abfeuern zum
Teil heftige Explosionen verursachen. Ganz ansprechend ist auch die
Levelarchitektur. Viele Ebenen und verwinkelte Ecken laden zu taktisch
spannenden Gefechten ein. Eine kleine Physik-Engine ist dann auch noch
vorhanden. Etwas magerer sehen allerdings die gegnerischen Figuren aus. Sie
wurden nur mäßig modelliert und irgendwie sehen sie alle gleich aus.
Außerdem agieren sie recht steif durch die Arenen. Auf einem etwas besseren
Niveau bewegt sich der Sound. Neben einer passenden Musik werden wir diverse
Ingamegeräusche und Waffen zu hören bekommen. Auf eine Sprachausgabe hat der
Hersteller allerdings verzichtet. Mit der Steuerung kommt man sofort klar.
Diese orientiert sich am Genre und so wird jeder, der schon einmal ein
Egoshooterspiel gespielt hat, direkt in das Spiel einsteigen können. Einzig
bei den etwas schwammigen Fahrzeugen bekommt man kleinere Probleme.
Enttäuscht hat uns mal wieder die KI der computergesteuerten Gegner. Sie
verhalten sich nur selten intelligent. Vor allem da unsere eigenen Jungs
oftmals Mist bauen, ist es nicht gerade einfach gegen die CPU-Figuren zu
bestehen. Wer solche Egoshooter kennt, wird allerdings den
Einzelspielerbereich schnell links liegen lassen. Viel mehr Spaß macht
natürlich der Mehrspielermodus. Hier kann man sich dann viele spannende Gefechte
mit anderen menschlichen Widersachern liefern.
Fazit:
WarPath ist ein nettes Egoshooterspiel, das allerdings das Genre nicht
revolutioniert. Dafür wird einfach zu viel bekannte Kost angeboten. Vor
allem der Einzelspielerbereich ist - durch die schwache KI und dürftige
Story - nicht gerade motivierend. Diesen Bereich sollte man nur zum Training
nutzen. Mehr Fun kommt dann im Mehrspielerbereich auf. Dank upgradefähigen
Waffen, netten Kampfarenen und bekannten Spielarten kann man sich hier recht
lange aufhalten. Auch wenn das Spiel nicht wirklich überzeugen kann, muss
man auch den Anschaffungspreis berücksichtigen. Das Spiel kostet gerade
einmal 20 Euro. Für diesen Preis kann man nicht mehr erwarten. Nimmt
man alles zusammen, so muss man mit dem Preis-Leistungsverhältnis zufrieden
sein. Wer aktuell nicht viel Geld für ein Onlineshooter ausgeben möchte,
darf bei diesem Spiel ruhig zugreifen. Erwartet Ihr nicht zu viel, so werdet
Ihr für ein paar Stunden gut unterhalten.
Features:
- Drei unterschiedliche Alien-Rassen stehen zur Auswahl, jeweils mit
komplett eigener Storyline und individuellem Aussehen.
- 4 Fahrzeuge und 8 verschiedene Waffen stehen dir in der Schlacht zur
Seite.
- Waffen können bis zu dreimal aufgerüstet und somit verbessert werden.
- 16 In- und Outdoor Level, 4 Multiplayer Modes und 25 Multiplayer Level für
Lan- oder Online- Gefechte.
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