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Einleitung:
Vor gut zwei Jahren kam der erste
Teil der Trilogie Wächter der Nacht in die deutschen Kinos. Der Film
war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten. Dieser basiert
auf der erfolgreichen russischen Buchreihe von Sergey Loukyanenko.
Jetzt folgt endlich der zweite Teil mit dem Titel Wächter des Tages.
Passend dazu bringt Atari das gleichnamige Spiel auf den deutschen
Markt. Es handelt sich dabei um ein taktisches Rollenspiel. Wir
konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine
Anschaffung für alle Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Spiel Wächter des Tages kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Seit
Urzeiten leben unter den Menschen die Anderen, übernatürlich begabte Männer
und Frauen, Zauberer, Vampire und Gestaltenwandler. Stets wählen sie
entweder die Seite des Lichts oder der Finsternis. Die Krieger des Lichts
heißen "Wächter der Nacht", die Krieger der Finsternis "Wächter des Tages".
Das Licht regelt in der Nacht die Aktivitäten des Bösen, denn jede dunkle
Tat, die ein Anderer ausführt, wird protokolliert und mit einer Tat der
hellen Seite aufgewogen und umgekehrt. Am Tag wachen die Krieger der
Finsternis über die hellen Anderen und sorgen ihrerseits für die Einhaltung
des Gleichgewichts. Dieser Kampf herrscht seit Anbeginn der Zeit und wird
erst enden, wenn die Balance zwischen Tag und Nacht nicht mehr besteht und
einer über den anderen triumphiert. Der bereits Jahrhunderte währende
Waffenstillstand, der zwischen den rivalisierenden Kräften des Lichts und
der Finsternis geschlossen wurde, steht an einem tragischen Wendepunkt. Denn
eine Prophezeiung besagt, dass ein Wesen kommen wird, das den Kampf
zugunsten einer der beiden Seiten entscheidet. Es mehren sich die Anzeichen,
dass dieser Tag kurz bevorsteht und sich das Mächtegleichgewicht zu Gunsten
der Dunklen Seite verschieben könnte. Anna, der Hauptcharakter, ist eine
Hexe aus der Dunkelheit. Sie führt ihre eigene Untersuchung durch,
ungeachtet der Inquisition und gegen den Willen der Wächterorganisation.
Bevor wir allerdings in das taktische Rollenspiel eintauchen, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet
wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten: Profil, Neues
Spiel, Spiel laden und Einstellungen. Wie gewohnt dürft Ihr unter zu letzt
genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Sound oder
Spieloptionen vornehmen. Ist ein Spielstand vorhanden, so darf man diesen
außerdem unter Spiel laden aktivieren. Spielen mehrere Leute an einem PC, so
könnt Ihr unter Profile unterschiedliche Benutzerprofile anlegen. Am Anfang bleibt
Euch natürlich nichts anderes übrig wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem
Ihr auf den gleichnamigen Menüpunkt geklickt habt, muss noch der
Schwierigkeitsgrad eingestellt werden. Zur Auswahl stehen drei Stufen:
Anfänger, Normal und Experte. Somit dürfte jeder Spieler eine angemessene
Herausforderung finden. Wenn das Spiel startet, erscheint ein etwas magerer
Film der die Handlung einleitet. Dieser besteht aus Ingamegrafik inkl.
deutscher Synchronisation Es folgt ein kleines Tutorial, wo wir das Spiel
und die Steuerung in aller Ruhe kennen lernen. Jetzt schlüpfen wir in die
Haut der schönen Anna.
Das Spiel selber wird in zwei Modi gespielt: Rundenbasiert und Echtzeit.
Der normale Modus läuft in Echtzeit ab, wenn sich unsere Charaktere nicht im
direkten Kontakt mit dem Gegner befinden. Das Spiel wechselt in diesen
Modus, wenn keine Gegner in der Spielzone und wir nur von normalen
Charakteren umgeben sind, oder bis der Gegner einen unserer Charaktere
entdeckt. In diesem Modus könnt Ihr Eure Figuren ohne besondere
Einschränkungen steuern. Zu Beginn des Spiels agieren wir mit der Heldin. Im
weiteren Verlauf stoßen neue Figuren zu unserer Gruppe hinzu. Diese werden nun im
Echtzeitmodus gemeinsam gelenkt. Die Partner folgen automatisch der Figur
die wir ausgewählt haben. Wir bewegen uns mit unserer Spielfigur in recht
begrenzten Arealen. Durch einfaches Maus klicken, an die gewünschte Stelle,
bewegt sich Anna zu unserem ausgesuchten Wegpunkt. Bei den
Erkundungstouren treffen wir häufig andere Charaktere mit denen wir reden
können. Es folgen kleine Filmeinspielungen, die die Story immer wieder
vorantreiben. Allerdings treffen wir auch feindlich gesinnte Figuren. Jetzt
wird in den oben schon erwähnten rundenbasierten Kampfmodus umgeschaltet.
Während eines Spielzugs kann jede Figur nur eine begrenzte Anzahl an
Aktionen ausführen. Bewegungen kosten genauso Aktionspunkte, wie physische
Angriffe oder magische Zaubersprüche. Hat jede unserer Figuren ihre Aktionen
ausgeführt, beendet man die Runde und die andere Seite bzw. der Rechner ist
an der Reihe. Jetzt führt er seine Attacken aus oder bewegt seine Figuren.
In einem Fight muss der Spieler nicht nur auf die aktuelle Kampfsituation
achten. Er sollte auch einen Blick auf die Gesundheit oder die magische Energie werfen. Geht eine davon zu Neige, so
müsst Ihr
unterstützend eingreifen. Ist dann eine Seite ausgeschaltet, ist der Kampf
zu Ende und wir können uns erneut in Echtzeit umsehen. Erledigte Gegner
lassen dann noch oftmals Gegenstände fallen, die wir möglichst aufsammeln
sollten. Schließlich kann man so einiges in dem Spiel gebrauchen. Wir
starten übrigens in das Spiel als blutige Anfängerin. Die Erfahrung der Heldin und
ihrer Partner wird allerdings wachsen. Durch mehr Erfahrung wird der
Magielevel der Charaktere erhöht und so verbessern sich mit der Zeit
bekannte Zaubersprüche bzw. wir erlernen neue. Daneben gibt es noch
Spezialisierungen. Hierdurch kann man andere Fähigkeiten in den diversen
Kämpfen einsetzen. Die Spezialisierungen sind dabei reichhaltig, denn von
Zauberer bzw. Hexen über Werwölfe, Gestaltenwandler bis hin zu Magiern und
Vampiren ist alles vorhanden. Somit hat jeder Charakter andere
Eigenschaften, die er in einer Auseinandersetzung taktisch Klug einsetzen
kann. Das gilt natürlich auch für unsere Gegner. Gekämpft wird allerdings
nicht nur mit den Fäusten oder Magie. Auch Waffen werden in dem Spiel
verwendet. Diese finden wir genauso im Spiel, wie viele andere Gegenstände.
An festgelegten Punkten werden dann immer wieder kleine Filme eingespielt,
die uns neue Aufgaben geben. Ist eine Mission erfüllt, so folgt gleich die
nächste Aufgabe und so wird der Spieler recht dynamisch durch das Spiel geführt. So
agieren wir nun in den unterschiedlichen Umgebungen (reale Welt und
Paralleldimension), folgen der ansprechenden Story, führen diverse Gespräche
und treffen unzählige Feinde mit denen wir taktische Kämpfe austragen.
Technik:
Die Technik ist leider kein Highlight. Da wäre zum einen die Grafik. Wir
bewegen uns in recht begrenzten Abschnitten, die nicht sonderlich gut
aussehen. Das liegt hauptsächlich an den wenigen Details und den schwachen
Texturen. Wirklich zeitgemäß ist diese Optik schon lange nicht mehr. Hinzu
kommen außerdem recht einfach modellierte und animierte Figuren. Selbst bei
den Filmen werden wir keine bessere Qualität erblicken. Zumindest gönnt man
uns einige Effekte und kleinere Licht- bzw. Schattenspiele. Das war es dann aber
auch schon. Etwas besser hat uns der Sound gefallen. Wirklich ansprechend
sind die deutschen Synchronstimmen. Sie machen ihre Arbeit recht gut und so
kann man den Dialogen gut folgen. Daneben werden noch diverse Ingamegeräusche passend eingespielt. Außerdem begleitet uns permanent eine
nette Musik, die allerdings mit der Zeit nervt. Ein wenig mehr Abwechslung
hätte wirklich nicht geschadet. Die Kamera ist eigentlich genretypisch. Ihr
dürft diese frei drehen und zoomen und somit ist jeder selber für einen
optimalen Blickwinkel zuständig. Auf Dauer nervt allerdings das ewige
nachjustieren, vor allem weil wir nicht alle Blickwinkel einstellen dürfen.
So etwas wie eine Egoansicht gibt es leider nicht. Die Steuerung funktioniert dagegen
erfreulich einfach. Mit der Maus könnt Ihr alle Aktionen sicher ausführen
und dank übersichtlicher Menüs wird jeder sehr schnell in das Spiel
einsteigen können. Das liegt natürlich auch am anfänglichen Tutorial, das
uns gut in das Spiel rein bringt. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es
leider bei der technischen Seite viele Punkte die stören.
Fazit:
Wächter des Tages ist wirklich kein schlechtes Spiel. Allerdings scheitert
eine höhere Wertung ganz klar an der mittelmäßigen Technik. Die Grafik ist schon lange
nicht mehr zeitgemäß und so agiert man recht unmotiviert durch die Levels.
Hinzu kommen eine eher dürftige Kamera und eine nervige Musik. Dennoch kann
das Spielprinzip überzeugen, denn das Game ist ein solides Taktik-RPG. Wir
werden recht dynamisch durch das Spiel geführt und erleben immer wieder
ansprechende Kämpfe. Dank diverser Items, Zauber und Spezialfähigkeiten kann
man jede Figur individuell einsetzen. Ganz nett ist auch die Story und dank
einer einfachen Steuerung wird jeder sofort in das Spiel einsteigen können.
Selbst Anfänger werden durch den frei einstellbaren Schwierigkeitsgrad nicht
überfordert. Wer also taktische Rollenspiele wie Jagged Alliance oder UFO
mag und mit einer eher dürftigen Optik leben kann, der darf gerne zum
nächsten Händler eilen. Allerdings ist das Spiel kein Muss für einen
Genrefan und daher können wir nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung
aussprechen.
Features:
- Der Kampf zwischen Gut und Böse - Night und Day Watch - herrscht nicht
mehr nur in Russland. Neben Moskau sind auch Paris und Washington Schauplatz
des Krieges zwischen Tag und Nacht
- In-Depth Rollenspiel-System
- Drei verschiedene Charaktere mit individuellen Fähigkeiten
- Realitätsgetreue, detaillierte und zerstörbare Umgebungen
- Entdecken Sie die dunkle Seite mit den WÄCHTERN DES TAGES
- Entfesseln Sie die unglaublichen Kräfte Ihres Charakters und fordern Sie
Vergeltung für die verlorenen Kämpfe gegen Ihre Feinde.
- Erschaffen Sie Ihren individuellen Charakter mit unterschiedlichen Outfits
und Frisuren
- Kombinieren Sie die unterschiedlichen magischen Fähigkeiten der Charaktere
- Koordinieren Sie Ihr Team und erschaffen Sie stärkere Zauber, die Sie
gegen Ihre Feinde einsetzen
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