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Einleitung:
Wrestlingfans können sich
freuen denn über THQ kommt ein neues Wrestlingspiel mit dem Titel WWE Raw 2
auf den Markt, das an Erfolge des Vorgängerspiels anknüpfen will. Der erste
Teil erschien vor gut einem Jahr in Deutschland und es war nicht das
erfolgloseste Wrestlingspiel was man auf einer Konsole gesehen hat. Mit dem
zweiten Teil soll nun ein neuer Versuch gestartet werden um die große
Konkurrenz in den Schatten zu stellen. Ob WWE Raw 2 das schafft erfahrt Ihr
in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor nun ein Match beginnt haben wir einige Auswahlmöglichkeiten. Zum einen
kann man eigentlich alles einstellen was später zu sehen ist. Das fängt bei
den Kampfregeln an bis hin zur Ringrichterwahl. Daneben erwartet den Spieler
eine Reihe von Spielmodis die eigentlich alles bieten was man aus diesem
Sport kennt. Wer es ganz eilig hat wird sich wohl zu dem Punkt Quick Start
begeben, wo man direkt mit der Action beginnen kann. Etwas anspruchsvoller
sind die anderen Modis wie z.B. der Exhibition-Modus. Neben der
Spieleranzahl kann man aus verschiedenen Spielarten auswählen wie
Leiter-Match, Tisch-Match, TLC, Battle Royal, Käfig-Match oder Hell in a
Cell. Nun nur noch die Kämpfer aussuchen und der Spaß darf losgehen. Noch
üppiger ist der Saison-Modus gestaltet. Hier wird eine Karriere
nachgespielt. Dabei darf man einen Superstar spielen oder einen selbst
erstellten Charakter. King of the Ring dagegen ist mehr rundenbasiert
aufgebaut. Es ist eine Art Turnier, indem die besten Superstars
gegeneinander antreten.
Ein erweitertes Turnier darf man in dem Modus Tournament angehen. Das
Turnier wird hier vom Spieler selber erstellt und so kann es ganz nach
bedarf angepasst werden. Als letztes wäre nun nur noch der Modus Royal
Rumble zu nennen. Dieser ist wohl der chaotischste von allen Spielarten. Es
gewinnt derjenige Wrestler, der als letztes im Ring bleibt. Dabei können bis
zu 64 Kämpfer antreten, wobei maximal vier im Ring agieren. Ein Ringer
scheidet aus, wenn er gepinnt wird oder wenn er über die Seite den Ring
verlässt. Scheidet einer aus kommt sofort der nächste. Neben den über 45
vorhandenen Superstars kann man auch eigene Kämpfer erstellen. Dabei ist
fast alles einstellbar. Von den Körpereigenschaften bis hin zu den Haaren
darf alles so gewählt werden das es ein einzigartiger Fighter wird. Aber
auch der Einmarsch soll entworfen werden, was von den Lichtern bis hin zur
Einmarschmusik geschieht. Rundum ist eigentlich alles vorhanden was man von
so einem Spiel erwartet. So kann der Spieler nun aus vielen verschiedenen
Spielarten seinen Favoriten aussuchen. In einem Match angekommen geht es
genremäßig zu. Der Gegner muss so lange bearbeitet werden bis er gepinnt
werden kann. Außerhalb des Rings finden wir diverse Gegenstände die wir
einsetzen können.
Zur Technik:
Optisch zeigt das Spiel was in der Xbox steckt. Tolle Lichteffekte, klasse
Animationen und detailreiche Texturen lassen die Augen der Spieler schnell
glänzen. Aber auch bei der Präsentation wird gezeigt, das dieses Spiel kaum
unterschiede zum Originalgeschehen aufweist. Lange Einläufe - wie Sportfans
es aus dem Fernsehen kennen - wird man bei WWE Raw 2 sehen und bewundern
können. Genauso gut ist die Menüführung gelungen. Schnell kommt jeder mit
dem Menü zurecht, so dass zielsicher ein passendes Spiel gestartet werden
kann. Daneben gibt es auch viele Extras zu sehen wie Movies von den
bekannten Stars. Wer lieber einen neuen Kämpfer erstellen will kann das in
dem verbesserten Creat-A-Player-Modus machen, der alles bietet was man sich
nur vorstellen kann.
Neben den guten Aspekten in dem Spiel gibt es aber auch negatives zu
berichten. So ist das Kampfsystem fast eins zu eins vom ersten Teil
übernommen worden. Da diese recht träge und umständlich ist bleibt die Frage
offen, warum man sich hier nicht mehr bemüht hat. Noch schlimmer ist die KI
der Gegner. Es reicht oft schon aus einfach um einen Gegner herum zu laufen
bis dieser einen Schlag ausführt. Anschließend hat man genügend Zeit um eine
eigene Aktion auszuführen. So kann man schnell alle Gegner besiegen. Bei
Teammatches sieht es nicht anders aus, nur das da der eigene Partner
ausflippt und uns bei Aktionen behindert. Das gipfelt sogar darin, das wir
beim pinnen eines Gegners vom eigenen Teamkämpfer angegangen werden.
Außerdem fragt man sich, warum unser Mitstreiter in einem Teammatch kaum
wechselt, so das man minutenlang am Seil steht ohne eingreifen zu können.
Noch schlimmer ist es im Käfigmatch, wo der Gegner einfach zuschaut wie wir
locker den Käfig zum Sieg erklimmen. Wer nun denkt, dass man das Spiel
schwieriger gestalten könnte, indem man den Schwierigkeitsgrad erhöht sieht
sich getäuscht, denn eine Erhöhung bedeutet nicht das sich das Verhalten der
CPU gesteuerten Gegner ändert. Einzig die Schwierigkeit zum pinnen wird
erschwert und so muss man einen Gegner unzähliger mal pinnen um zu gewinnen
- obwohl man den Kampf genauso dominiert wie bei der leichten
Schwierigkeitsstufe.
Ein wenig besser ist der Sound gelungen der das Kampfgeschehen und die
Stimmung in der Halle recht gut wieder gibt. Aber auch dieser ist nicht
perfekt denn der Hallensprecher wurde viel zu leise in das Spiel eingebaut,
so dass man ihn kaum versteht. Die Steuerung ist sehr direkt, auch wenn sich
die Figuren sehr schwer durch den Ring lenken lassen. Oftmals springt der
eigenen Charakter neben den Gegner, obwohl wir zu ihm hingelenkt haben.
Außerhalb des Rings wird es nochmals schwerer seinen Kämpfer zu steuern.
Trotzdem kann der Spieler alle Aktionen fast immer sicher ausführen.
Zumindest werden die Schläge und Combos sicher getätigt, so dass man sich
wenigstens daran erfreuen kann. Da sich die Spiele mit dem Computer kaum
lohnen kann man sich vor allem an dem Mehrspieler-Matches erfreuen. Mit
Freunden zusammen macht das Spiel um einiges mehr Spaß - was nicht nur daran
liegt das sich ein Gegner besser verhält. Wie in diesem Genre üblich lassen
sich menschliche Fighter nicht so leicht ausrechnen und echte Matches
entstehen.
Fazit:
Das Spiel WWE Raw 2 zeigt gute aber auch schlechte Seiten. Optisch zeigt
sich das Spiel in einer zeitgemäßen Optik was sich auch bei der Präsentation
vorsetzt. Nette Einläufe kündigen ein Match wunderbar an, so dass man hoch
motiviert in ein Spiel starten kann. Ebenso überzeugt die hohe Anzahl an
Kämpfer und Matcharten - was langen Spielspaß verspricht. Wem die bekannten
Fighter nicht ausreichen darf zusätzlich neue Kämpfer erstellen und so kann
sich jeder Wrestlingfan stundenlang auslassen. Im Mehrspielermodus macht das
Spiel dann wirklich Spaß, was vor allem daran liegt das sich die KI nicht
störend auf die Matches auswirkt. Diese ist wirklich frustrierend denn die
Gegner verhalten sich im Einzelspieler-Modus katastrophal, so dass kaum
spannende Kämpfe stattfinden. Selbst eine Steigerung des
Schwierigkeitsgrades kann da keine Abhilfe leisten. Rundum kann man sagen
das WWE Raw 2 ein Spiel für mehrere Spieler ist. Spielt man es alleine wird
schnell die Lust vergehen, was eigentlich bei dem Umfang des Spiels schade
ist. Wrestlingfanatiker wird das wohl kaum stören, wenn sie ihre geliebten
Stars sehen aber alle anderen werden wohl alleine kaum glücklich mit dem
Spiel werden. Ist ein Freund zur stelle, der mit einem zusammen spielt,
sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Dann kommt neben der tollen
Optik auch ein gutes Gameplay zustande was lange anhält. Vor allem macht es
dann auch Spaß die vielen Spielarten durchzuspielen die langen Spielspaß
garantieren. So können wir das Spiel vor allem denjenigen empfehlen die
gerne mit Freunden spielen.
Features:
- mehr als 60 Superstars im Roster, z. B. Goldberg, Kurt Angle, Brock Lesnar,
Stone Cold Steve Austin und The Undertaker
- zahlreiche Spieltypen: Triple Threat, Fatal 4 Way, Battle Royal, King of
the Ring
- komplett neuer 4-Spieler-Season-Modus, in dem 4 Spieler um den
Meisterschaftsgürtel kämpfen können
- überarbeitete Steuerung
- endlich eigene Musikstücke rippen und ins Spiel integrieren
- verbesserter Create-A-Superstar-Modus
- erstmalig Backstage-Fights in verschiedenen Umgebungen
- TV-mäßige Präsentation in maßstabsgetreuen Arenen mit dynamischen
Lichteffekten und Zuschauern in feinstem 3D
- viele verschiedene Spielmodi, inkl. Triple Threat, Fatal 4 Way, Battle
Royal, Hell in a Cell, King of the Ring sowie Tables, Ladders und Chairs
- 8 neue, vollständig modellierte Arenen und zahlreiche neue
Backstage-Bereiche
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