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Einleitung:
Ohne Zweifel gehört die
Unreal-Reihe mit zu den beliebtesten Spielserien überhaupt. Mehr als sieben
Millionen verkaufte Einheiten sprechen für sich. Mit Unreal Tournament 3,
dem neuesten Teil der Reihe, setzen Midway und Epic Games die Serie nun
fort. Das Spiel wird allerdings nicht nur für den heimischen Computer
erscheinen. Diesmal soll es auch Ableger für die Next-Gen-Konsolen
Playstation 3 und Xbox 360 geben. Diese folgen allerdings erst nächstes
Jahr. Wir konnten uns jetzt schon einmal die fertige PC-Version ausgiebig
ansehen. Ob Unreal Tournament 3 die hohen Erwartungen erfüllen kann und ob
Genrefans sofort Ihr Sparschwein schlachten sollten, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Bevor wir unsere Waffen durchladen, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, muss ein Profil
erstellt werden. Im Anschluss erblicken wir das Hauptmenü mit den Punkten
"Kampagne", "Sofortige Action", "Multiplayer", "Gemeinschaft" und
"Einstellungen". Unter zu letzt genannten Punkt dürft Ihr die
spielrelevanten Optionen für Video, Audio, Steuerung, Waffen usw. anpassen.
Der Punkt Gemeinschaft ist dann der Community-Bereich. Mithilfe dieser
Option könnt Ihr aktuelle UT 3-Neuigkeiten anzeigen lassen, Eure
Freundesliste verwalten, Nachrichten abrufen und die Bestenliste, sowie
aufgezeichnete Demos Euch ansehen. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten.
Neben dem heiß erwarteten Mehrspielermodus, gibt es diesmal auch einen
ausgiebigen Einzelspielerbereich. Wer die schnelle Action sucht und sich
sofort in ein Gefecht mit computergesteuerten Gegnern stürzen möchte, sollte
in den Bereich "Sofortige Action" wechseln. Hier warten Spielarten wie Deathmatch, Team-Deathmatch, Capture the Flag, Fahrzeug-Capture the Flag,
Duell und Warfare auf Euch. Nachdem wir alles mögliche eingestellt und eine Map ausgesucht haben, kann die Schlacht gegen die Bots beginnen. Viel
interessanter ist natürlich die Kampagne. Diese darf man wahlweise alleine
oder über das Internet bzw. lokal vernetzter Rechner mit anderen Gamern
spielen. Nachdem wir dann einen von vier Schwierigkeitsgraden bestimmt
haben, kann das Abenteuer endlich beginnen. Das ganze wird passend durch
einen netten Film inkl. deutscher Sprachausgabe eingeleitet. Es wird die
Geschichte eines Söldnerteams erzählt. Sie wollen sich an denen rächen, die
ihre Heimatkolonie zerstört haben. Erwartet jetzt nicht zu viel, denn die
Story bzw. die eingespielten Filme sind nur Mittel zum Zweck. Eigentlich
verbirgt sich hinter der Kampagne nichts anderes, wie die normalen
Spielkarten mit computergesteuerten Mitspielern. Nach den bekannten Regeln
wie Capture the Flag sollt Ihr nun gegen die CPU-Gegner vorgehen. Das
interessanteste ist hierbei natürlich, dass wir wunderbar für den
Mehrspielermodus üben können. Außerdem wird es uns erlaubt, auch mit
Freunden gemeinsam die gestellten Aufgaben zu lösen. Da die
computergesteuerten Bots recht intelligent agieren, macht das sogar eine
ganze Zeit lang Spaß. Das Herzstück von Unreal Tournament 3 ist natürlich
der Online-Mehrspielermodus. Fans der Reihe werden sich hier sofort wohl
fühlen, denn Epic Studios setzt auf bekannte Actionkost. Anstatt viele
Neuerungen einzubauen, haben sie altbewährtes ausgebaut und verbessert.
Spielarten wie Deathmatch, Team-Deathmatch oder Capture the Flag warten nur
darauf, von Euch gemeistert zu werden. Auf die einzelnen Modis gehen wir
jetzt nicht näher ein, denn diese sollte eigentlich jeder kennen.
Neu hinzugekommen ist allerdings der Fahrzeug-Capture the Flag-Modus. Dieser
läuft wie ein normales CTF-Spiel ab, nur das in den Maps unterschiedliche
Fahrzeuge vorhanden sind. Der Spieler der die Flagge erobert hat, darf kein
Fahrzeug benutzen - außer einem Hoverboard - und so ist es noch schwieriger
in seine Basis zu kommen. Man muss also mit anderen Spielern
zusammenarbeiten, die einen dann mit einem Fahrzeug ins Hauptquartier
bringen. Sehr interessant ist auch der Spielmodus Warfare. Hier soll man die
Energie des eigenen Energiekerns über die zu erobernden Knotenpunkte zum
Ziel bringen. Schaffen wir dieses, so wird der gegnerische Energiekern
angreifbar und dementsprechend können wir unser Ziel endlich zerstören. Neu
ist jetzt die Energiekugel, die jedes Team einmal besitzt. Diese kann man
herumtragen und so Knotenpunkte in die eigene Teamfarbe einfärben. Kommen
wir nun zu den fahrbaren Untersätzen. Davon gibt es zwei Gruppen: Die
menschlichen und die außerirdischen Fahrzeuge. Fahrzeuge sind natürlich
relativ, denn teilweise sind es auch Fluggeräte. Bei der Vielfalt schöpft
der Hersteller aus den Vollen. Neben dem soliden Hoverboard gibt es den
Translocator, der Axon-Cicada, den Panzer Goliath, Hellbender, Laviathan,
Manta, Paladin, Raptor, Scorpion und das Artilleriegerät SPMA. Die
Außerirdischen haben dagegen den Necris Darkwalker, Fury, Nemesis,
Nightshade, Scavenger und die Viper. Jedes Fahrzeug hat andere Eigenschaften
und dementsprechende Vor- aber auch Nachteile. Das gleiche gilt für die
Waffen. Auch hier werden wir diverse Tötungswerkzeuge vorfinden. Vom Hanner
über Enforcer, Bio Rifle, Shock Rifle, Link Gun, Stinger Minigun, Flak
Cannon, Rocket Launcher bis hin zur Sniper Rifle, dem
Anti-Fahrzeug-Raketenwerfer Longbow und Redeener reicht das Waffenarsenal.
Jede dieser Waffen hat die bekannten Primär- und Sekundärfunktionen. Die
Mordwerkzeuge und deren Funktionen dürften UT-Veteranen ausgiebig kennen.
Auf einer Map finden wir nicht nur neue Waffen, sondern auch viele andere
nützliche Objekte. Da wäre zum einen die jeweils passende Munition für die
Schießprügel. Hinzu kommen Rüstungen wie Weste, Helm oder Beinschutz.
Außerdem sollte man auch immer ein Auge auf Items wie Gesundheitspacks oder
Objekte wie Berserker, Schadenverstärker, Unsichtbarkeit, Unverwundbarkeit,
Sprungstiefel, Schildgürtel, EMP, Hohlladung, Schildgenerator,
Spinnenminenfallen oder Staufeld werfen. Mit diesen kann man komplett anders
in einem Level vorgehen. Viele taktische Varianten sind also wie immer möglich.
Habt Ihr von den vorgefertigten Sachen die Nase voll, so solltet Ihr auch
mal den Editor betrachten. Mit diesem darf man Charaktere, Waffen,
Fahrzeuge, aufnehmbare Gegenstände, komplette Verwandlungs-Mods,
benutzerdefinierte Gegenstände - einfach alles - im Spiel erstellen. Ihr
seht schon, dass eigentlich alles vorhanden ist, was UT-Fans sich wünschen.
Technik:
Unreal Tournament 3 hat neben einen ordentlichen spielerischen Umfang auch
eine vorbildliche technische Seite. Da wäre zum einen die Grafik. Die Maps
zeigen viele Details und tolle Licht- bzw. Schattenspiele. Hinzu kommen ein
ordentliches Waffendesign, gut modellierte Fahrzeuge und viele imposante
Effekte. Auch die Spielfiguren wurden zeitgemäß modelliert und animiert.
Etwas dröge sehen eigentlich nur manche Wasserflächen aus. Die neueste
Version der Unreal-Engine kann also voll überzeugen. Um allerdings alles
auszukosten, solltet Ihr einen leistungsstarken Rechner inkl. einer fetten
Grafikkarte besitzen. Allerdings kann man das Spiel auch mit einem moderaten PC
sehr gut spielen. Ähnlich gut ist der Sound. Stimmungsvolle Musikstücke im
Menü erfreuen unser Ohr genauso, wie mächtige Waffeneffekte und diverse Ingamegeräusche. Hinzu kommen ordentliche deutsche Sprecher, die
immer wieder nette Sprüche ablassen. Mit der Steuerung kommt man sofort
klar. Diese orientiert sich am Genrestandard und so wird jeder, der schon
einmal so ein Spiel gespielt hat, direkt in das Spielgeschehen einsteigen
können. Alle Aktionen lassen sich dann noch sicher ausführen. Sprünge
klappen genauso gut, wie das Laufen oder Schießen. Spielt Ihr gegen
CPU-Gegner, so dürft Ihr Euch auch auf eine ansprechende KI freuen. Die
computergesteuerten Figuren agieren - selbst auf einfachster
Schwierigkeitsstufe - sehr intelligent. Spannende Übungsmatches sind also
vorprogrammiert. Wirklich gut haben uns auch die Maps gefallen. Sie sind
sehr abwechslungsreich und mit vielen Treppen, Rampen, Fahrstühlen, Emporen
und Ebenen ausgestattet. Es macht wirklich Spaß auf diesen Karten zu
spielen, denn sie lassen genügend Freiraum für taktische Manöver. Fasst man
nun alles zusammen, so kann die technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Unreal Tournament 3 erfindet das Genre natürlich nicht neu. Vielmehr setzt
der Hersteller auf bekannte Kost. Das ist allerdings nicht schlimm, denn
vieles wurde verbessert und erweitert. Hinzu kommen eine zeitgemäße Grafik
und eine wuchtige Soundkulisse, wodurch ein imposantes Ambiente entsteht.
Wirklich genial sind vor allem die herrlich variantenreichen Maps, die zu
spannenden Mehrspielerduellen einladen. Der aufkommende Suchtfaktor kann
einen wirklich lange am Bildschirm binden. Vor allem weil die Waffen,
Objekte und Fahrzeuge viele spielerische Möglichkeiten offen lassen. Das
Game macht selbst im Einzelspielermodus viel Spaß, obwohl dort ebenfalls
nur bekanntes angeboten wird. Allerdings agieren die CPU-Gegner sehr
geschickt und so entstehen auch dort spannende Kämpfe. Der ganz große
Spaßfaktor kommt allerdings im Mehrspielerbereich auf. Onlinespieler werden
hier voll auf ihre Kosten kommen. Viele unterschiedliche und vor allem
spannende Spielmodis warten genauso auf Euch, wie gut ausbalancierte Maps.
Seid ihr erst einmal in den Multiplayerbereich eingestiegen, so werden
Wochen vergehen, bevor Ihr das Tageslicht wieder seht. Wer also ansatzweise
actionreiche Multiplayer-Egoshooterspiele mag, der muss bei dem neusten
Midwayspiel einfach zuschlagen. Epic Games hat fast alles richtig gemacht
und so ist das Spiel für Neueinsteiger genauso ein Pflichtkauf, wie für
altgediente UT-Veteranen. Einzig beim Singleplayerbereich solltet Ihr Eure
Erwartungen nicht allzu hoch schrauben. Der Bereich ist zwar gut, kann aber
bei weitem nicht mit dem Mehrspielerbereich mithalten.
Features:
- Sensationelle Spezialeffekte und Animationen.
- 18 abgedrehte und grafisch überragend dargestellte Fahrzeuge.
- Zahlreiche und abwechslungsreiche Spielmodi.
- Ein Unreal Engine 3 Toolkit für endlose Tüftlermöglichkeiten.
- Erstmals eine Unreal Tournament Einzelspielerkampagne
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