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Einleitung:
Der vierte Part der
Battlecruiser-Saga kommt nun von DreamCatcher Games in den Handel.
Das Spiel vom Entwickler Derek Smart sollte eigentlich den Titel
Battlecruiser Generations erhalten. Nun kommt das Spiel aber mit dem
Namen Universal Combat auf den Markt. Es handelt sich hierbei um
eine Space-Simulation in der Sciencefiction-Fans in fernen Galaxien
aufbrechen können. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version testen.
Ob sich das Spiel für ambitionierte Weltraumsimulations-Fans lohnt
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Spiel Universal Combat kommandieren Spieler eine große
Weltraumflotte. Mit bis zu 63 anderen Leuten können so unterschiedliche
Spiele ausgetragen werden. Kampagnen- sind genauso vorhanden wie
Action-Szenarios. Über 50 verschiedene Luft- und Weltraumschiffe stehen dem
Spieler zur Verfügung. Dabei reicht die Palette von einfachen Kampfjägern
über gewaltige Transportflugzeuge bis hin zu Kreuzern. Hinzu kommen gut 22
unterschiedliche Landfahrzeuge und 10 Marineschiffe inklusive Jeeps,
Panzern, Boden-Luft-Raketen und U-Booten. Mit 28 Charakteren darf man sich
dann noch den zwanzig First-Person-Waffen zuwenden. 250 Planeten sorgen für
genügend Abwechslung. Spieler dürfen sich so in den unterschiedlichen
Karriere Spielmodis beweisen. Sobald feindliches Leben auf anderen Planeten
entdeckt wird erfolgt ein Angriff auf die gegnerische Station. So agiert der
Spieler im Weltall oder auf Planeten sowie in Land- und Wasserumgebungen.
Raumflug, planetarische Flüge, Fahrzeuge und First-Person-Action lassen
Land-, Meer-, Luft- und Weltraumgefechte zu. So darf nun der Spieler im
Single- aber auch im Multiplayer Modus agieren. Euch steht das ganze
Universum offen. Alles darf erkundet und erforscht werden und wer die
gesamte Spielumgebung sehen möchte hat mehr als genug zu tun.
Die Planeten auf die Ihr stößt können zusätzlich angeflogen werden. Vor
allem macht hier Spaß, dass der Spieler Raum- oder Bodenstationen genauso
betreten kann wie die vielen Fluggeräte oder Fahrzeuge. So agiert Ihr mal in
Raumschiffen oder Kampfflugzeugen. Aber auch Kriegsschiffe, Panzer und
Ü-Boote dürfen gelenkt werden. Wer es dann lieber zu Fuß mag darf als
Fußsoldat auf den Planeten herum laufen. Hier habt Ihr die Wahl aus der Ego
oder Third-Person Perspektive zu spielen. Je nachdem was Ihr spielt ändert
sich die Spielart. Trotz der vielen Action ist Universal Combat weiterhin
eine Simulation. Die Verwaltung wird in vielen Tabellen vorgenommen. Die
unterschiedlichen Spielarten lassen schnell auf ein interessantes Spiel
schließen. Leider verbringt der Spieler die meiste Zeit mit warten. Außerdem
müssen sehr große Distanzen überbrückt werden die einen endlich zu den
Kämpfen bringen. Diese sind dann aber auch nicht gerade spannend gestaltet
worden. Simulationsfans stürzen sich lieber auf den Handelsbereich. Aber
auch hier wird nicht so viel von Euch gefordert wie man vermuten könnte. Vor
allem ackert man Tabellen durch die wenig motivieren. Zwar wird insgesamt so
einiges in dem Spiel angeboten aber irgendwie kann kein Bereich so richtig
überzeugen. Technik:
Das wichtigste bei so einem Spiel ist aber die technische Umsetzung. Was
hilft die größte Vielfalt, wenn die Technik nicht stimmt. Schauen wir uns
das Spiel mal aus dieser Perspektive an. Schnell fällt auf das kein Tutorial
vorhanden ist. Außerdem kann man die Tastenbelegung nicht selbständig
ändern. So wird der Einstieg nicht gerade leicht gemacht. Hinzu kommt das
die Bedienung nicht gerade einfach gestaltet wurde. Anfänger werden hier
einiges an Zeit brauchen bis sie sich auskennen. Optisch wirkt Universal
Combat ein wenig öde und detailarm. Vor allem bei den Planeten und Gebäuden
wird dieses deutlich. Zwar wird der Spieler einiges zu sehen bekommen aber
nichts was ihn so richtig vom Hocker haut. Wenigstens werden die Raumschiffe
recht gut dargestellt. Auch das Weltall kann phasenweise überzeugen. Nette
Lichteffekte und Explosionen bringen dann zusätzlich Farbe ins Spiel. Leider
hält man sich sehr lange bei den Bedieneroberflächen auf und hier wirkt
alles sehr veraltet und trist. Ein wenig mehr hätte der Hersteller hier
ruhig machen können. Insgesamt gesehen ist das Spiel optisch nicht mehr
zeitgemäß. Vergleicht man es mit anderen Spielen aus dem Genre so schneidet
es eindeutig schlechter ab.
Die Kamera ist im Weltall frei einstellbar. Der Spieler hat also selber in
der Hand aus welchem Blickwinkel er das Spiel betrachten möchte. So regelt
man dann aber auch permanent die Position nach aus der man sein Raumschiff
sehen möchte. Da wir uns aber im Weltall befinden ist das die einzige
Möglichkeit um den Überblick zu behalten. Im Spiel selber gibt es dann noch
viele Sachen zu bemängeln. Hier sieht man so einige Bugs. Vor allem die
Kollisionsabfrage fällt negativ auf. Es verwundert einen schon, dass noch
nicht einmal Bäume bei Fluggeräten eine Auswirkung haben. Gleiter fliegen
einfach durch Bäume hindurch ohne Schaden zu nehmen oder abgelenkt zu
werden. Das hätte der Hersteller selber sehen müssen. Der Sound kann
wenigstens mit orchestralen Soundtracks begeistern. Effekte und die
Sprachausgabe klingen dagegen eher mittelmäßig. Leider wird so kein schönes
Ambiente erzeugt. Da auch noch eine Story fehlt wird der Spieler sich selber
dazu ermutigen müssen weiter zu spielen. Zumindest stimmt die Vielfalt, so
dass Ihr hier wenigstens ein paar Motivationsschübe erhaltet. Man will ja
schließlich wissen was es noch zu entdecken gibt … und das Weltall ist
verdammt groß. Fazit:
Das Spiel Universal Combat hat positive aber auch negative Punkte über die
man sprechen muss. Gefallen kann vor allen die riesige Spielumgebung. Diese
ist wirklich gigantisch und bevor man alles gesehen hat vergehen einige
Wochen. Auch die große Handlungsfreiheit macht Spaß. Allerdings wäre eine
gute Story auch nicht verkehrt gewesen die einen zumindest zum Teil durch
das Spiel geführt hätte. Klasse ist auch das die Planeten im Spiel
eingebunden sind. Der Sound mit den orchestralen Soundtracks kann ebenfalls
unterhalten. Allerdings trüben so manche Punkte das Gesamtbild. Die
Bedienung ist nicht einfach und durch das fehlende Tutorial wird der
Einstieg sehr schwer gemacht. Außerdem hätte die Optik etwas zeitgemäßer
sein können. Es sieht alles sehr trist und detailarm aus. Beim Gameplay muss
man sich ständig selber motivieren um weiter zu machen. Die vielen
Möglichkeiten werden bei weitem nicht ausgeschöpft und so entwickelt sich
oft ein langweiliges Gameplay. Vor allem die weiten Strecken nerven ein
wenig. Kommt es dann zur Schlacht wird der Spieler nur bedingt belohnt. Viel
zu unspektakulär laufen die Kämpfe ab. Trotz der Vielfalt und den vielen
Möglichkeiten kann Universal Combat sein großes Potenzial nicht ausschöpfen.
Nur Spieler die viel Geduld mitbringen und mit den Macken leben können
werden genügend Motivation aufbringen um lange an dem Spiel zu sitzen. Sie
werden zumindest durch die Vielfalt belohnt. Aber das kennt man ja schon von
anderen Battlecruiser-Spielen. Wer also Fan der Battlecruiser-Saga ist darf
ruhig zuschlagen. Alle anderen sollten erst einmal die Demo spielen bevor
sie einen Kauf bereuen. |