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Einleitung:
Karaoko-Spiele sind nicht
gerade viele auf Nintendos Wii-Konsole erschienen. Angehende Sänger können
jetzt allerdings Ihr Sparschwein plündern, denn über Kochmedia kommt das
Spiel U-Sing auf den deutschen Markt. Das Musikspiel bietet Euch gleich
dreißig Originalsongs - 10 vor allem in Deutschland populäre sowie 20
internationale Künstler. Somit dürfte für jeden etwas dabei sein. Wir
konnten in den letzten Tagen die fertige Wii-Version ausgiebig testen. Ob
sich eine Anschaffung für zukünftige Popstars lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Test.
Zum Spiel:
Da es sich bei U-Sing um ein Karaoko-Spiel handelt, benötigt man
notgedrungen ein Mikrofon. Kauft Ihr das Spiel ohne das Mikrofon, so müsst
Ihr zumindest ein Logitech Mikrofon mit VoxLer Technologie besitzen. Dieses
wird dann ganz einfach an die Wii-Konsole angeschlossen und schon kann jeder
Gamer seine Gesangskünste unter Beweis stellen. Kommen wir nun zum Spiel.
Nachdem Ihr das Game gestartet habt, muss eine kleine Einführung durchlaufen
werden, die uns mit den Grundlagen des Karaoke bei U-Sing vertraut macht. Es
werden verschiedene Gesangsübungen durchgeführt und so bekommt man einen
schnellen Einstieg in das Spiel. Im Anschluss erblickt Ihr das Hauptmenü,
von wo aus wir die verschiedenen Spielarten für ein Spieler oder zwei
Spieler erreichen. Mit Hilfe des Modus Jukebox kann man außerdem seine
Wii-Konsole zu einer echten Jukebox verwandeln und die Musikvideos in aller
Ruhe betrachten. Daneben kann man noch unter Optionen die spielrelevanten
Einstellungen anpassen oder ein weiteres Mal mit Hilfe der Übung seine
Sangeskünste verfeinern. Auch wenn U-Sing ein Partyspiel ist, werden sich
viele zu Beginn auf den Ein-Spielermodus stürzen. Bevor es allerdings
losgeht, kann man sich in aller Ruhe einen Song aussuchen. Die Playlist
beinhaltet 30 internationale und nationale Künstler wie Culture Club ("Do
you really want to hurt me"), Boyzone ("Better"), Cassandra Steen ("Darum
leben wir", "Stadt"), Coldplay ("Viva la Vida"), DJ Ötzi ("Noch in 100.000
Jahren"), Duffy ("Mercy"), Gloria Gaynor ("I will survive"), Jackson 5
("ABC"), James Morrison ("Wonderful World"), Jan Delay ("Oh Jonny"), Keane
("Somewhere only we know"), Kool & The Gang ("Celebration"), Lady Gaga ("Eh,
eh (Nothing Else I can say"), La Roux ("Bulletproof"), Lili Allen ("22"),
Lionel Richie ("All night long"), Mando Diao ("Dance with somebody"), Mika
("Love today"), Polarkreis 18 ("Allein, allein"), Rosenstolz ("Blaue
Flecken", "Gib mir Sonne"), Sam Brown ("Stop"), Selig ("Schau schau"), Texas
("I don't want a lover"), The All American Rejects ("I wanna"), The Cure
("Boys don't cry"), The Mamas & The Papas ("California Dramin"), The
Pussycat Dolls ("When I grow up") und the Temptations ("My Girl") mit den
original Videoclips. Haben wir uns für einen Song entschieden, muss noch der
Schwierigkeitsgrad bestimmt werden. Endlich darf man das Mikrofon in die
Hand nehmen und loslegen. Übrigens kann man auch noch zwischen einer kurzen
und der langen Version des Songs wählen. Das war noch nicht alles. Der Gamer
darf zusätzlich unter Medley kurze Passagen aus 5 zufällig ausgewählten
Songs singen.
Kommen wir nun zum Gameplay. Während des Singens muss der Spieler wie ein
richtiger Karaokesänger möglichst korrekt und im richtigen Rhythmus die
Lieder nachsingen, um den Spielstand zu verbessern. Der Text wird nach und
nach auf dem Bildschirm angezeigt. Er wechselt die Farbe, wenn er gesungen
werden muss. Der nachfolgende Text wird darunter und etwas kleiner
angezeigt. Der Genauigkeitsgrad stellt die Position der Noten dar, die wir
singen. Je nachdem, wie gut unsere Leistungen sind, erscheinen auf dem
Bildschirm verschiedene Kommentare. Diese Beurteilung geht dann von
"Fürchterlich" bis "Perfekt". Auf der rechten Seite des Bildschirms wird
außerdem unser Spielstand angezeigt, der steigt, wenn wir korrekt singen.
Damit wir wissen wie lange ein Song noch dauert, gönnt uns der Hersteller
eine Countdownanzeige. Am Ende des Songs wird dann ein Spielstand ermittelt
und es wird uns je nach Leistung ein Titel zugeordnet. So singen wir nun ein
Song nach dem anderen und versuchen immer bessere Leistungen abzurufen. Wer
nicht gerne allein vor dem Bildschirm singt, der kann das auch mit einem
Mitspieler machen. Zu zweit darf man dann im Zwei-Spielermodus sein Können
unter Beweis stellen. Allerdings muss ein weiteres Mikrophon zur Verfügung
stehen, denn hier singt man zusammen. Im Singmodus angekommen wird nun der
Spielbildschirm in zwei Bereiche geteilt. Die Benutzerfläche unterteilt sich
in einen oberen und unteren Bereich. Am Ende des Songs werden die Punkte der
beiden Spieler addiert, um den gemeinsamen Spielstand sowie einen Rang zu
ermitteln. Wahlweise darf man zusätzlich auch gegeneinander singen. Im Modus
Duell treten zwei Spieler gegeneinander an. Auch hier wird gemeinsam
gesungen. Wie nicht anders zu erwarten war, gewinnt der Spieler, der am Ende
den besseren Spielstand erreicht hat. Nett ist auch noch der Kampf. Wie bei
den vorherigen Modi wird der Spielbildschirm in zwei Hälften geteilt und
jeder Spieler hat eine eigene Partitur und einen eigenen Spielstand. Die
beiden Akteure singen aber abwechselnd, wobei einer der beiden die Rolle des
Angreifers übernimmt. Sein Ziel ist es, den Auftritt des Sängers zu stören.
Dazu muss man an bestimmten Stellen des Songs die Noten halten, um so den
einen oder anderen Malus für den Gegenspieler freizugeben. Angreifer und
Sänger tauschen während des Songs regelmäßig die Rollen.
Technik:
Bei der technischen Seite dürft Ihr natürlich nicht zu viel erwarten. U-Sing
ist nun einmal ein Karaoko-Spiel und daher werden wir bis auf überschaubare
Menüs nur noch die Videoclips mit den gut platzierten Spielinfos und Texten
zu sehen bekommen. Hier gibt es aber so gut wie nichts auszusetzen. Beim
Sound kann man ebenfalls kaum meckern. Die Lieder werden in einer tollen
Qualität abgespielt und so kann man wunderbar seinen Stars nacheifern. Über
die Vielfalt darf man selbstverständlich streiten. Dreißig Songs sind zwar
eine Menge, allerdings nutzen sie sich mit der Zeit recht schnell ab.
Zumindest stimmt die Mischung aus deutschen und bekannten ausländischen
Songs und so wird eigentlich für jeden Gamer etwas dabei sein. Mit der
Steuerung kommt man ebenfalls schnell klar. Die Menüs wurden übersichtlich
angeordnet und im Spiel zählt einzig die Qualität unseres Gesangs. Der
Schwierigkeitsgrad ist leider nicht ganz ausgewogen. Gerade Anfänger werden
ein paar Probleme bekommen. Eine passende und motivierende Herausforderung
finden dagegen Genrekenner. Fasst man alles zusammen, so kann man
grundlegend mit der Technik zufrieden sein.
Fazit:
U-Sing revolutioniert natürlich nicht das Genre. Das Game ist ein solides
aber auch unspektakuläres Karaoko-Spiel das über mehrere Stunden viel Spaß
macht. Die ganz große Freude kommt erst auf, wenn man mit einem Freund
spielt. Gemeinsam kann man sich mit- oder gegeneinander zu Höchstleistungen
antreiben. Allerdings muss man die nötige Hardware - also zwei Mikrofone -
besitzen. Über die Lieder kann man wie immer streiten. Hier werden die
Meinungen auseinander gehen. Nach unserer Einschätzung hat der Hersteller
aber eine gute Mischung aus deutschen und ausländischen Liedern gefunden,
die eigentlich jeden ansprechen dürften. Wer also auf seiner Wii-Konsole
seine Gesangsfähigkeiten unter Beweis stellen will, der hat jetzt die
Gelegenheit dazu. Sind Eure Erwartungen nicht zu hoch, so werdet Ihr für ein
paar Stunden mit U-Sing gut unterhalten.
Features:
- 30 Superhits aus dem Universal-Music Portfolio - mit Originalvideos
(Cassandra Steen, Coldplay, Rosenstolz, Jackson5, Mando Diao, Jan Delay uvm.)
- Mit einem Mikro können alle Solo-Modi, mit zwei Mikrophonen können
außerdem die spannenden Multiplayer-Modi gespielt werden
- 3 Schwierigkeitsgraden (einfach, mittel, schwer)
- 7 Spielmodi
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