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Einleitung:
Endlich ist es soweit, der Nachfolger
von UFO: Aftermath landet in Deutschland. Es handelt sich dabei um
das Morphicon-Spiel UFO: Aftershock. Mit neuen taktischen,
diplomatischen und schlagkräftigen Handlungsmöglichkeiten soll das
Spiel die Erfolgsstory des bekannten Vorgängers weiter schreiben.
Entwickelt wurde das Spiel übrigens wieder von Altar Interactive.
Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob das
Spiel was für angehende Alienjäger ist, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
UFO: Aftershock ist eine Kombination aus einem taktischen Spiel mit
kleinen Truppen und einem globalen Strategiespiel. Natürlich ist
auch diesmal eine Story vorhanden. Wir schreiben das Jahr 2054.
Fünfzig Jahre nach der Apokalypse. Die letzten Vertreter des
Menschengeschlechts haben sich auf eine Raumstation im Orbit
geflüchtet. Dort, auf ihrer künstlichen Insel namens Laputa,
klammern sie sich an ihre vage Existenz. Dann bricht eine
verzweifelte Revolte gegen die selbst ernannten Machthaber los, die
auch noch diese Zuflucht bedroht. Eine Gruppe Überlebende rettet
sich abermals in letzter Minute. Nun muss sich dieser Haufen der
ungeheuren Aufgabe stellen, die Erde von den Fesseln zu erlösen, die
ihr auferlegt wurden. Das ganze wird natürlich passen durch einen
Film eingeleitet. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial
durchspielen. Dazu können wir nur dringend raten, denn das Spiel hat
es in sich. Sind wir damit fertig, kann das eigentliche Spiel
endlich beginnen. Die Aufgabe des Spielers bei UFA: Aftershock
besteht darin, die Bedrohung der Erde durch die Aliens zu bannen,
indem er die Außerirdischen identifiziert, findet und zur Strecke
bringt. So soll der blaue Planet die Chance bekommen, sich wieder zu
erholen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Spieler verschiedene
Bevölkerungsgruppen auf der Erde zunächst vereinen und zu treuen
Mitstreitern des Bündnisses machen, das sich Konföderation der Erde
nennt. Um neue Territorien dazu zu gewinnen, müssen wir taktische
Missionen durchführen. Das sind Kampfeinsätze mit kleinen Truppen an
strategischen Punkten. Die Erfolgschancen steigen dabei, wenn unsere
Teams über gut ausgebildete Soldaten verfügen. Technisch
hochwertiges Equipment sollte natürlich auch vorhanden sein. Dieses
Equipment wird in Anlagen auf unserem eigenen Territorium
hergestellt, aber erst, wenn wir in den Labors Entwürfe dafür
gemacht haben. Dafür brauchen wir natürlich Rohstoffe, um die
Anlagen (Fabriken, Labors, u.a.) zu bauen, und wir müssen Forschung
betreiben um überhaupt etwas fertigen zu können. Die Ressourcen
sammelt der Spieler in den Territorien der Konföderation, und so
schließt sich der Kreis: je mehr Gebiete wir unser eigen nennen,
desto besser ist es um unsere technologischen Fortschritte bestellt,
und desto größer werden unsere Chancen, noch mehr Flächen dazu zu
gewinnen.
Am Anfang des Spiels ist noch fast das gesamte Gebiet unerforscht.
Der Spieler hat weder Informationen über die Provinzen, noch über
die Länder. Wenn wir die Anfangsmission gewonnen haben, bekommen wir
unsere erste Basis und die ersten beiden Provinzen. Es gibt zwei
verschiedene Kategorien von Provinzen: Hauptstädte- und
Ressourcen-Provinzen. In den Hauptstadt-Provinzen kann der Spieler
Basen errichten. Die Ressourcen-Provinzen versorgen uns dagegen mit
den Rohstoffen, die wir für Forschung und Herstellung benötigen. Von
der bekannten Weltkugel starten wir nun in die einzelnen Einsätze. Außerdem
können wir von hier aus auf die verschiedenen Gebiete zugreifen, uns
ausrüsten, in den Forschungsbereich gehen, die Basen managen oder
uns um die Produktion kümmern. Informative Hilfetexte begleiten uns
dabei und so wird man recht gut in das Spiel eingeführt. Neben den
Gebieten haben wir auch noch ein riesiges Raumschiff, welches zum
einen an jedem Punkt auf der Erde fliegen kann und zum anderen
unsere Soldaten beherbergt. Am Anfang des Spiels bekommen wir gleich
den ersten Kontakt zu Verbündeten, die um Hilfe bitten. Als
Gegenleistung bieten sie uns eine Basis auf ihrem Gebiet an. Ein
Wort noch kurz zu den Bevölkerungsgruppen. Es gibt in dem Spiel drei humanoide Bevölkerungen - Altmenschen, Cyborgs und Psionierinnen.
Diese haben jeweils eigene Provinzen. Daneben gibt es auch noch
neutrale Gebiete die von Mutanten und Monstern bevölkert werden.
Kommen wir nun wieder zurück zu dem Hilferuf. Auf der Weltkarte wird
nun eine Mission angezeigt. Wenn wir diese anklicken fliegt unser
Raumschiff dort hin und der Auftrag kann beginnen. Allerdings
starten wir nicht sofort in den Kampf. Vorher müssen wir noch
unsere Truppe bestimmen und diese mit Waffen ausrüsten. Über eine
3D-Karte kann sich der Spieler nun einen Überblick über das
Kampfgebiet verschaffen. Ein Landepunkt bestimmt dann von wo wir die
Mission starten.
Gespielt wird in Echtzeit und mit dem Simultane Action System.
Allerdings kann man die Zeit beeinflussen. So dürfen wir das Spiel
z.B. schneller laufen lassen, um zügiger voran zu kommen.
Verlangsamen können wir das Spiel natürlich auch. Ebenso ein
kompletter Stillstand ist möglich. Wir müssen nun mit unseren Spielfiguren diverse
Aktionen ausführen. Unsere Kämpfer können laufen, schleichen,
kriechen, sich ducken, hinlegen und so weiter. Außerdem dürfen wir
bestimmen, wie sie feuern sollen. Einzelschüsse sind genauso möglich
wie Salven. Das nachladen sollten wir auch nie vergessen. Außerdem
gibt es noch viele andere Aktionsmöglichkeiten. Das Spiel bietet
dann noch verschiedene Sichtmodis an, wodurch wir die Feinde
aufspüren können. Haben wir einen entdeckt, schauen wir uns den
Gesellen erst einmal in Ruhe an. Über eine Anzeige erkennen wir
schnell, wie hoch die Trefferwahrscheinlichkeit - in Prozent für
jeden unserer Soldaten - ist. Stehen die Chancen nicht schlecht,
feuern wir. Sitzt der Schuss nicht, so müssen wir uns den Feinden
weiter nähern. Dabei agieren diese recht intelligent. Nicht selten
kommt es vor, dass sie vor uns weglaufen. Also nichts wie hinterher.
Allerdings kann es auch mal vorkommen, dass wir so in einen
Hinterhalt geraten. Wie wir das schon aus den anderen Teilen kennen,
dürfen wir auf die Waffen und Ausrüstungen zurückgreifen, die wir
aktuell mit uns herumtragen. Je mehr wir erforschen, desto bessere
Waffen bekommen wir und später können wir sogar auf extreme
Tötungswerkzeuge zurückgreifen. Unsere Soldaten haben dann noch
unterschiedliche Fähigkeiten. Gleich 14 verschiedene sind vorhanden
und jede von ihnen beeinflusst den Soldaten im Kampfeinsatz. Diese
können wir selbstverständlich bearbeiten. Außerdem gibt es noch
Erfahrungspunkte. Je erfahrener ein
Soldat ist, desto effektiver kann er gegen Feinde vorgehen. Passt
daher gut auf Eure Schützlinge auf.
Die Missionen wurden sehr vielfältig gestaltet. Mal müssen wir
Gebiete von Aliens säubern und ein anderes Mal Personen retten,
Gegner gefangen nehmen oder Verbündete eskortieren. Hinzu kommt,
dass wir feindliche Basen erobern sollen. Ein genauso wichtiger
Bereich wie die Missionen ist ohne Zweifel das Basenmanagment. Nur
wenn wir hier ordentliche Arbeit leisten werden wir gegen die fiesen
Feinde bestehen können. In einer Basis müssen wir nun Fabriken,
Labore, Weiterbildungseinrichtungen oder Verteidigungsanlagen
errichten. Am Anfang stehen nur ein paar Gebäudearten zur Auswahl.
Später kommen durch Weiterentwicklungen weitere hinzu. Bei unseren
Missionen erbeutete Leichen und Objekte sollen wir in unseren
Einrichtungen untersuchen bzw. erforschen. Sind wir hinter die
außerirdische Technologie gekommen, können wir diese nachbauen. Wie
oben schon beschrieben benötigen wir für unsere Aktivitäten
unterschiedliche Ressourcen. Diese werden unterschieden in Low-Tech,
High-Tech und Alien-Rohstoffe. Ganz interessant ist auch das neue
Feature Diplomatie. In dem Spiel treffen wir auf unterschiedliche
Fraktionen, die uns kämpferisch unterstützen oder dringend benötigte
Ressourcen geben. Allerdings sollte der Spieler mit der
angeforderten Hilfe vorsichtig umgehen, denn bitten wir zu oft um
Hilfe, können wir uns auch unbeliebt machen. Daneben gibt es noch
das Ansehen bei den Verbündeten. Dieses kann man steigern, indem man
Rohstoffe abgibt oder den Verbündeten beim Kampf gegen Aliens hilft.
Dazu müssen wir taktische Missionen bestreiten. Schaffen wir diese,
erhalten wir nicht nur höheres Ansehen, sondern auch das umkämpfte
Gebiet. So bauen, forschen und entwickelt wir immer weiter und
kämpfen in zahllosen Missionen gegen die fiesen Eindringlinge.
Glaubt aber nicht, dass Ihr schon alle Gegnerarten kennt. Im
späteren Spiel kommen weitere wie die Kultisten und Starghosts
hinzu. Das ganze wird dann noch durch eine packende
Story zusammengehalten.
Technik:
Die Grafik ist ganz anständig. In den Missionen bekommen wir gut
modellierte Gebäude, Bäume und diverse andere Objekte zu sehen.
Hinzu kommen anständige Texturen und viele Details. Nett sind auch
die Spezialansichten, wodurch wir schnell unsere Gegner finden. Auch
mit den Figuren kann man leben. Sie bewegen sich recht leichtfüßig
durch die Levels. Hinzu kommen nette Effekte wie Explosionen, Feuer
usw. die genauso gut rüber kommen wie die diverse Licht- und
Schatteneffekte oder die unterschiedlichen Waffen. Nett ist auch das
die Umgebung teilweise zerstörbar ist. Hierdurch macht es viel Spaß
in den unterschiedlichen Levels zu kämpfen. Allerdings hat man auch
schon opulentere Grafiken bei aktuellen Spielen gesehen. Trotzdem
lässt sich das Spiel mit der Optik ordentlich spielen. Die Menüs und
Karten sind auch annehmbar. Hier wird man sich schnell zurecht
finden. Schade ist nur, dass man auf der 3D-Karte (Mission) kaum was
erkennt. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen können. Die
Kamera hat dann auch alles im Blick. Dank einer guten Zoomfunktion
entgeht uns kein Detail. Der Sound klingt ebenfalls ganz ordentlich.
Neben einer netten Musik und guten deutschen Synchronsprechern werden
auch passende Ingamegeräusche rechtzeitig eingespielt. Allerdings
hätten diese ein wenig Abwechslungsreicher sein können. Viel zu oft
hören wir die gleichen Töne. Die Steuerung ist relativ einfach
ausgefallen. Dank einer guten Einleitung ist diese schnell erlernt.
Über die KI der Gegner kann man dann auch nicht meckern. Sie
verhalten sich recht intelligent. Teilweise laufen sie auch mal weg
oder locken uns in einen Hinterhalt. Der Schwierigkeitsgrad ist
relativ hoch ausgefallen. Gerade Anfänger könnten hier Probleme
bekommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik
durchaus zufrieden sein.
Fazit:
Uns hat das Spiel sofort angesprochen. Allerdings muss man dazu
sagen, dass wir große Fans der Serie sind. UFO: Aftershock bietet
sehr viel Abwechslung und so kann man sich Stunden mit dem Spiel
beschäftigen. Anfänger könnten allerdings von der Vielfalt ein wenig
erschlagen werden. Da aber eine gute Einführung vorhanden ist, wird
man nicht mit den vielen Features alleine gelassen. Genreneulinge
sollten sich dann noch auf einen ordentlichen Schwierigkeitsgrad
einstellen. Die Missionen haben es echt in sich und wer dann noch
beim Basismanagement versagt, wird schnell ernste Probleme bekommen.
Wer also die Vorgängerspiele mochte, darf ohne große Überlegungen zu
diesem Spiel greifen. Es sind zwar kleinere Macken vorhanden aber
über diese kann man - dank einem guten und vor allem interessanten
Gameplay - großzügig hinwegsehen. Das Spiel glänzt vor allem durch
das ausgereifte Spielsystem und die Komplexität und so ist es ein
Muss für jeden UFO-Fan.
Features:
- Verbindung aus globalem Strategiespiel und überschaubaren
taktischen Spielzügen
- Eigenes Ressourcen- und Stützpunkt-Management
- Verbessertes SAS und Role Play-System in den taktischen Missionen
- Kampfszenarien in großen, auch im Inneren bespielbaren
realistischen Gebäudekomplexen
- Neue Waffen und Technologien für Forschung und Entwicklung
- Völlig neues trainings- und Erfahrungssystem
- Neue, Furcht erregende Feinde, aber auch starke, treue Freunde
- Eigener Diplomatie-Modus
- Neue, packende und umfangreiche Story
- Interaktive, zerstörbare Umgebung
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