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UFO: Aftershock - Review (PC)

Wertung:
85 %

Einleitung:

Endlich ist es soweit, der Nachfolger von UFO: Aftermath landet in Deutschland. Es handelt sich dabei um das Morphicon-Spiel UFO: Aftershock. Mit neuen taktischen, diplomatischen und schlagkräftigen Handlungsmöglichkeiten soll das Spiel die Erfolgsstory des bekannten Vorgängers weiter schreiben. Entwickelt wurde das Spiel übrigens wieder von Altar Interactive. Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob das Spiel was für angehende Alienjäger ist, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

UFO: Aftershock ist eine Kombination aus einem taktischen Spiel mit kleinen Truppen und einem globalen Strategiespiel. Natürlich ist auch diesmal eine Story vorhanden. Wir schreiben das Jahr 2054. Fünfzig Jahre nach der Apokalypse. Die letzten Vertreter des Menschengeschlechts haben sich auf eine Raumstation im Orbit geflüchtet. Dort, auf ihrer künstlichen Insel namens Laputa, klammern sie sich an ihre vage Existenz. Dann bricht eine verzweifelte Revolte gegen die selbst ernannten Machthaber los, die auch noch diese Zuflucht bedroht. Eine Gruppe Überlebende rettet sich abermals in letzter Minute. Nun muss sich dieser Haufen der ungeheuren Aufgabe stellen, die Erde von den Fesseln zu erlösen, die ihr auferlegt wurden. Das ganze wird natürlich passen durch einen Film eingeleitet. Am Anfang sollte jeder erst einmal das Tutorial durchspielen. Dazu können wir nur dringend raten, denn das Spiel hat es in sich. Sind wir damit fertig, kann das eigentliche Spiel endlich beginnen. Die Aufgabe des Spielers bei UFA: Aftershock besteht darin, die Bedrohung der Erde durch die Aliens zu bannen, indem er die Außerirdischen identifiziert, findet und zur Strecke bringt. So soll der blaue Planet die Chance bekommen, sich wieder zu erholen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss der Spieler verschiedene Bevölkerungsgruppen auf der Erde zunächst vereinen und zu treuen Mitstreitern des Bündnisses machen, das sich Konföderation der Erde nennt. Um neue Territorien dazu zu gewinnen, müssen wir taktische Missionen durchführen. Das sind Kampfeinsätze mit kleinen Truppen an strategischen Punkten. Die Erfolgschancen steigen dabei, wenn unsere Teams über gut ausgebildete Soldaten verfügen. Technisch hochwertiges Equipment sollte natürlich auch vorhanden sein. Dieses Equipment wird in Anlagen auf unserem eigenen Territorium hergestellt, aber erst, wenn wir in den Labors Entwürfe dafür gemacht haben. Dafür brauchen wir natürlich Rohstoffe, um die Anlagen (Fabriken, Labors, u.a.) zu bauen, und wir müssen Forschung betreiben um überhaupt etwas fertigen zu können. Die Ressourcen sammelt der Spieler in den Territorien der Konföderation, und so schließt sich der Kreis: je mehr Gebiete wir unser eigen nennen, desto besser ist es um unsere technologischen Fortschritte bestellt, und desto größer werden unsere Chancen, noch mehr Flächen dazu zu gewinnen.

Am Anfang des Spiels ist noch fast das gesamte Gebiet unerforscht. Der Spieler hat weder Informationen über die Provinzen, noch über die Länder. Wenn wir die Anfangsmission gewonnen haben, bekommen wir unsere erste Basis und die ersten beiden Provinzen. Es gibt zwei verschiedene Kategorien von Provinzen: Hauptstädte- und Ressourcen-Provinzen. In den Hauptstadt-Provinzen kann der Spieler Basen errichten. Die Ressourcen-Provinzen versorgen uns dagegen mit den Rohstoffen, die wir für Forschung und Herstellung benötigen. Von der bekannten Weltkugel starten wir nun in die einzelnen Einsätze. Außerdem können wir von hier aus auf die verschiedenen Gebiete zugreifen, uns ausrüsten, in den Forschungsbereich gehen, die Basen managen oder uns um die Produktion kümmern. Informative Hilfetexte begleiten uns dabei und so wird man recht gut in das Spiel eingeführt. Neben den Gebieten haben wir auch noch ein riesiges Raumschiff, welches zum einen an jedem Punkt auf der Erde fliegen kann und zum anderen unsere Soldaten beherbergt. Am Anfang des Spiels bekommen wir gleich den ersten Kontakt zu Verbündeten, die um Hilfe bitten. Als Gegenleistung bieten sie uns eine Basis auf ihrem Gebiet an. Ein Wort noch kurz zu den Bevölkerungsgruppen. Es gibt in dem Spiel drei humanoide Bevölkerungen - Altmenschen, Cyborgs und Psionierinnen. Diese haben jeweils eigene Provinzen. Daneben gibt es auch noch neutrale Gebiete die von Mutanten und Monstern bevölkert werden. Kommen wir nun wieder zurück zu dem Hilferuf. Auf der Weltkarte wird nun eine Mission angezeigt. Wenn wir diese anklicken fliegt unser Raumschiff dort hin und der Auftrag kann beginnen. Allerdings starten wir nicht sofort in den Kampf. Vorher müssen wir noch unsere Truppe bestimmen und diese mit Waffen ausrüsten. Über eine 3D-Karte kann sich der Spieler nun einen Überblick über das Kampfgebiet verschaffen. Ein Landepunkt bestimmt dann von wo wir die Mission starten.

Gespielt wird in Echtzeit und mit dem Simultane Action System. Allerdings kann man die Zeit beeinflussen. So dürfen wir das Spiel z.B. schneller laufen lassen, um zügiger voran zu kommen. Verlangsamen können wir das Spiel natürlich auch. Ebenso ein kompletter Stillstand ist möglich. Wir müssen nun mit unseren Spielfiguren diverse Aktionen ausführen. Unsere Kämpfer können laufen, schleichen, kriechen, sich ducken, hinlegen und so weiter. Außerdem dürfen wir bestimmen, wie sie feuern sollen. Einzelschüsse sind genauso möglich wie Salven. Das nachladen sollten wir auch nie vergessen. Außerdem gibt es noch viele andere Aktionsmöglichkeiten. Das Spiel bietet dann noch verschiedene Sichtmodis an, wodurch wir die Feinde aufspüren können. Haben wir einen entdeckt, schauen wir uns den Gesellen erst einmal in Ruhe an. Über eine Anzeige erkennen wir schnell, wie hoch die Trefferwahrscheinlichkeit - in Prozent für jeden unserer Soldaten - ist. Stehen die Chancen nicht schlecht, feuern wir. Sitzt der Schuss nicht, so müssen wir uns den Feinden weiter nähern. Dabei agieren diese recht intelligent. Nicht selten kommt es vor, dass sie vor uns weglaufen. Also nichts wie hinterher. Allerdings kann es auch mal vorkommen, dass wir so in einen Hinterhalt geraten. Wie wir das schon aus den anderen Teilen kennen, dürfen wir auf die Waffen und Ausrüstungen zurückgreifen, die wir aktuell mit uns herumtragen. Je mehr wir erforschen, desto bessere Waffen bekommen wir und später können wir sogar auf extreme Tötungswerkzeuge zurückgreifen. Unsere Soldaten haben dann noch unterschiedliche Fähigkeiten. Gleich 14 verschiedene sind vorhanden und jede von ihnen beeinflusst den Soldaten im Kampfeinsatz. Diese können wir selbstverständlich bearbeiten. Außerdem gibt es noch Erfahrungspunkte. Je erfahrener ein Soldat ist, desto effektiver kann er gegen Feinde vorgehen. Passt daher gut auf Eure Schützlinge auf.

Die Missionen wurden sehr vielfältig gestaltet. Mal müssen wir Gebiete von Aliens säubern und ein anderes Mal Personen retten, Gegner gefangen nehmen oder Verbündete eskortieren. Hinzu kommt, dass wir feindliche Basen erobern sollen. Ein genauso wichtiger Bereich wie die Missionen ist ohne Zweifel das Basenmanagment. Nur wenn wir hier ordentliche Arbeit leisten werden wir gegen die fiesen Feinde bestehen können. In einer Basis müssen wir nun Fabriken, Labore, Weiterbildungseinrichtungen oder Verteidigungsanlagen errichten. Am Anfang stehen nur ein paar Gebäudearten zur Auswahl. Später kommen durch Weiterentwicklungen weitere hinzu. Bei unseren Missionen erbeutete Leichen und Objekte sollen wir in unseren Einrichtungen untersuchen bzw. erforschen. Sind wir hinter die außerirdische Technologie gekommen, können wir diese nachbauen. Wie oben schon beschrieben benötigen wir für unsere Aktivitäten unterschiedliche Ressourcen. Diese werden unterschieden in Low-Tech, High-Tech und Alien-Rohstoffe. Ganz interessant ist auch das neue Feature Diplomatie. In dem Spiel treffen wir auf unterschiedliche Fraktionen, die uns kämpferisch unterstützen oder dringend benötigte Ressourcen geben. Allerdings sollte der Spieler mit der angeforderten Hilfe vorsichtig umgehen, denn bitten wir zu oft um Hilfe, können wir uns auch unbeliebt machen. Daneben gibt es noch das Ansehen bei den Verbündeten. Dieses kann man steigern, indem man Rohstoffe abgibt oder den Verbündeten beim Kampf gegen Aliens hilft. Dazu müssen wir taktische Missionen bestreiten. Schaffen wir diese, erhalten wir nicht nur höheres Ansehen, sondern auch das umkämpfte Gebiet. So bauen, forschen und entwickelt wir immer weiter und kämpfen in zahllosen Missionen gegen die fiesen Eindringlinge. Glaubt aber nicht, dass Ihr schon alle Gegnerarten kennt. Im späteren Spiel kommen weitere wie die Kultisten und Starghosts hinzu. Das ganze wird dann noch durch eine packende Story zusammengehalten.

 

Technik:

Die Grafik ist ganz anständig. In den Missionen bekommen wir gut modellierte Gebäude, Bäume und diverse andere Objekte zu sehen. Hinzu kommen anständige Texturen und viele Details. Nett sind auch die Spezialansichten, wodurch wir schnell unsere Gegner finden. Auch mit den Figuren kann man leben. Sie bewegen sich recht leichtfüßig durch die Levels. Hinzu kommen nette Effekte wie Explosionen, Feuer usw. die genauso gut rüber kommen wie die diverse Licht- und Schatteneffekte oder die unterschiedlichen Waffen. Nett ist auch das die Umgebung teilweise zerstörbar ist. Hierdurch macht es viel Spaß in den unterschiedlichen Levels zu kämpfen. Allerdings hat man auch schon opulentere Grafiken bei aktuellen Spielen gesehen. Trotzdem lässt sich das Spiel mit der Optik ordentlich spielen. Die Menüs und Karten sind auch annehmbar. Hier wird man sich schnell zurecht finden. Schade ist nur, dass man auf der 3D-Karte (Mission) kaum was erkennt. Hier hätte der Hersteller ruhig mehr machen können. Die Kamera hat dann auch alles im Blick. Dank einer guten Zoomfunktion entgeht uns kein Detail. Der Sound klingt ebenfalls ganz ordentlich. Neben einer netten Musik und guten deutschen Synchronsprechern werden auch passende Ingamegeräusche rechtzeitig eingespielt. Allerdings hätten diese ein wenig Abwechslungsreicher sein können. Viel zu oft hören wir die gleichen Töne. Die Steuerung ist relativ einfach ausgefallen. Dank einer guten Einleitung ist diese schnell erlernt. Über die KI der Gegner kann man dann auch nicht meckern. Sie verhalten sich recht intelligent. Teilweise laufen sie auch mal weg oder locken uns in einen Hinterhalt. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch ausgefallen. Gerade Anfänger könnten hier Probleme bekommen. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik durchaus zufrieden sein.

 

Fazit:

Uns hat das Spiel sofort angesprochen. Allerdings muss man dazu sagen, dass wir große Fans der Serie sind. UFO: Aftershock bietet sehr viel Abwechslung und so kann man sich Stunden mit dem Spiel beschäftigen. Anfänger könnten allerdings von der Vielfalt ein wenig erschlagen werden. Da aber eine gute Einführung vorhanden ist, wird man nicht mit den vielen Features alleine gelassen. Genreneulinge sollten sich dann noch auf einen ordentlichen Schwierigkeitsgrad einstellen. Die Missionen haben es echt in sich und wer dann noch beim Basismanagement versagt, wird schnell ernste Probleme bekommen. Wer also die Vorgängerspiele mochte, darf ohne große Überlegungen zu diesem Spiel greifen. Es sind zwar kleinere Macken vorhanden aber über diese kann man - dank einem guten und vor allem interessanten Gameplay - großzügig hinwegsehen. Das Spiel glänzt vor allem durch das ausgereifte Spielsystem und die Komplexität und so ist es ein Muss für jeden UFO-Fan.

 

Features:

- Verbindung aus globalem Strategiespiel und überschaubaren taktischen Spielzügen
- Eigenes Ressourcen- und Stützpunkt-Management
- Verbessertes SAS und Role Play-System in den taktischen Missionen
- Kampfszenarien in großen, auch im Inneren bespielbaren realistischen Gebäudekomplexen
- Neue Waffen und Technologien für Forschung und Entwicklung
- Völlig neues trainings- und Erfahrungssystem
- Neue, Furcht erregende Feinde, aber auch starke, treue Freunde
- Eigener Diplomatie-Modus
- Neue, packende und umfangreiche Story
- Interaktive, zerstörbare Umgebung

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

UFO: Aftershock (PC)

 
 UFO: Aftershock

EUR 34,99
Bei Amazon bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 88 %  
Gesamtwertung:  85 %  

Systemanforderung:

Minimum
- 1 GHz CPU
- Nvidia 5700 or ATI Radeon 9500 video card
- 512 MB RAM
- 4 GB Festplattenspeicher
- DVD ROM drive
- Mouse
- Windows 2000/XP with DirectX 9

Recommended
- 2 GHz CPU
- Nvidia 6600 nebo ATI Radeon 9800 video card
- 768 MB RAM
- 4 GB Festplattenspeicher
- DVD ROM drive
- Mouse
- Windows 2000/XP with DirectX 9

 


 

 

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