Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







UFO: Afterlight - Review (PC)

Wertung:
80 %

Einleitung:

Viele werden bestimmt noch die UFO-Reihe aus den 90ern kennen. Diese sehr beliebte Strategiereihe wurde gut zehn Jahre später wieder ins Leben gerufen. Mittlerweile kommt nach UFO: Aftermath und UFO: Aftershock der dritte Teil auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Morphicon-Spiel UFO: Afterlight. Entwickler Altar Games schickt uns diesmal auf einen virtuellen Trip zum Mars. Wir konnten das neuste UFO-Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob UFO: Afterlight an alte Erfolge anknüpfen kann, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie in allen UFO-Teilen werden wir auch in Afterlight nicht ohne Grund gegen fiese Aliens kämpfen. Das Spiel knüpft unmittelbar an das Geschehen vom ersten Teil UFO: Aftermath an und findet parallel zu den Geschehnissen von UFO: Afterschock statt. Mit Hilfe der Reticulaner gründeten die Menschen ihre autarke Kolonie auf dem Mars - der tägliche Überlebenskampf zermürbt. Rettung verspricht eine ominöse Ausgrabungsstätte, die Gerüchten zufolge den Beweis für eine historische, sehr weit entwickelte Alien-Zivilisation birgt. Die Ausgrabungen fördern jedoch böse Überraschungen in Form neuer Feinde zu Tage: Roboter, von Aliens allein auf das Ziel Vernichtung programmiert. Bevor wir in den virtuellen Kampf ziehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro. Dieses leitet das Spiel inkl. deutscher Sprachausgabe passend ein. Im Anschluss dürft Ihr ein bestehendes Spiel fortsetzen oder ein neues beginnen. Bevor es losgeht, muss der Spieler noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen. Gleich vier unterschiedliche Stufen werden angeboten und so dürfte für jeden eine passende Herausforderung dabei sein. Damit der Einstieg nicht zu schwer fällt, gönnt uns der Hersteller ein einführendes Tutorial. Mit Hilfe von Textfenstern wird uns das Spiel bzw. die Steuerung in kleinen Schritten erklärt. Im Anschluss kann das Spiel endlich beginnen. An dem grundlegenden Spielprinzip von UFO: Afterlight hat sich wenig geändert. Zum einen verfügen wir über eine Basis. Diesmal soll der Spieler aber nicht mehrere Stützpunkte errichten, sondern nur das Hauptquartier verbessern und erweitern. Wer jetzt glaubt, dass dadurch alles einfacher wird, der irrt sich gewaltig. Da es viele Upgrade-möglichkeiten gibt, ist dieser Bereich um einiges komplexer geworden. Es gibt zum einen viele unterschiedliche Gebäude bzw. Einrichtungen. Diese dürfen wir sogar mit eigenem Personal besetzen. Hier ist es dann z.B. möglich zu forschen. Der Technologiebaum ist gewaltig, denn es gibt eine ganze Reihe an Gegenständen die wir entwickeln oder nutzen können. Zum Glück kann man gleich mit mehreren Labors an unterschiedlichen Projekten arbeiten. So erweitern wir unsere Möglichkeiten recht schnell. Ist dann ein Objekt erforscht, darf es in der Produktion hergestellt werden. Auch hier darf man an mehreren unterschiedlichen Sachen gleichzeitig arbeiten. Das erleichtert unsere Arbeit gewaltig, denn wir brauchen nicht mehr andauern auf die Produktion zu schauen. Damit der Ausbau der Basis, die Forschung und Produktion gut funktionieren, benötigt der Spieler ausreichende Ressourcen. Davon gibt es gleich mehrere. Mit Treibstoff werden Raumschiffe betrieben. Waffen, Gebäude oder Ausrüstungsgegenstände benötigen dagegen Metall und Chemikalien. Diese findet man zu genüge auf dem Planeten. Mit Minen werden diese dann abgebaut und stehen anschließend für die Produktion zur Verfügung.

Selbstverständlich besteht unsere Aufgabe nicht nur darin, eine Basis aufzubauen. Daneben sollen wir noch diverse Missionen erfüllen. Die anstehenden Aufgaben werden auf dem Globus durch Markierungen kenntlich gemacht und so weiß der Spieler immer, welcher Einsatz gerade ansteht. Bei den Missionen gibt es viele Unterschiede. So gibt es Aufträge, die der reinen Eroberung dienen. Durch Terraingewinn erweitert der Spieler sein Territorium, was dementsprechend auch mal verteidigt werden muss. Daneben gibt es noch storyrelevante Aufträge. Diese werden passend erklärt und so sind die Ziele sofort erkennbar. Bei der Vielfalt hat sich der Hersteller angestrengt, denn immer wieder sollen andere Missionsziele gemeistert werden. Habt Ihr Euch für einen Auftrag entschieden, so kann der Kampf endlich beginnen. Jede Figur wird selbstverständlich im Vorfeld mit passenden Ausrüstungsgegenständen, Waffen und Munition ausgestattet. Dabei sollte der Spieler darauf achten, dass jede Figur nach seinen Fähigkeiten eingesetzt wird. Mit unserem Team, bestehend aus bis zu acht Leuten, kann man nun die Umgebung erkunden. Dabei sollten wir taktisch klug vorgehen. Schickt Ihr Eure Soldaten einfach nach vorne, werden sie schnell von vorhandenen Feinden erledigt. Wie bei den Vorgängerteilen müsst Ihr beim ziehen sehr behutsam vorgehen. Dank eines Planungseditors kann man gleich mehrere Aktionen im Voraus festlegen. Die Missionen selber laufen grundlegend in einem pausierbaren Echtzeit-Strategie-Modus ab. Über Button erteilt man den einzelnen Figuren Befehle wie bewegen, angreifen, Schussmodi, Körperstellung oder Objekte aufnehmen. Diese werden dann im Anschluss ausgeführt. Hinzu kommt, dass man jeden Soldaten individuell ausrüsten darf. Natürlich nur mit den Gegenständen, die aktuell getragen werden. Treffen wir auf Gegner oder andere Ereignisse, pausiert das Spiel automatisch. Wir haben dann genügend Zeit um unsere Vorgehensweise zu überdenken. Ist eine Mission erledigt, erhält man zur Belohnung neue Ausrüstungen, Waffen und Forschungsmaterial. Unsere Mitstreiter gewinnen zusätzlich an Erfahrung und so verbessern sie mit der Zeit ihre Fähigkeiten. Ihr solltet also darauf achten, das möglichst viele Figuren überleben. Schließlich zahlt sich Erfahrung mit der Zeit aus. Das gleiche gilt übrigens auch für Forscher und Techniker, denn jede Figur kann gleich zwei Berufe erlernen. Sie sind also in mehreren Bereichen einsetzbar. Das ist auch notwenig, denn in dem Spiel können gerade einmal 20 Leute in einer Basis wohnen. Dem Spieler ist es aber komplett freigestellt, in welcher Richtung er seine Leute fördert. So bilden wir in kürzester Zeit echte Spezialisten heran, die je nach ihren Fähigkeiten eingesetzt werden. In eine Mission solltet Ihr übrigens nicht nur Soldaten schicken. Techniker können z.B. defekte Sachen reparieren, was oftmals notwenig ist. Die ganzen Missionen werden dann noch durch Storyelemente zusammengehalten. Mit deutscher Sprachausgabe wird die Geschichte immer wieder gut vorangetrieben und so werden wir nicht grundlos in eine Schlacht geschickt. So erfüllen wir nun ein Missionsziel nach dem anderen, bauen unsere Station immer weiter aus, erforschen und entwickeln immer neue Gegenstände und stellen ein schlagkräftiges Team zusammen.

 

Technik:

Die technische Seite haut einen leider nicht wirklich vom Hocker. Da wäre zum einen die eher zweckmäßige Grafik. Anti-Aliasing und Bump-Mapping sind zwar vorhanden, dennoch wird ein eher karges Szenario dargestellt. Vor allen die Innenbereiche kommen nicht gut rüber. Besser haben uns schon die Oberflächenkarten gefallen. Hier bekommt man wenigstens ein paar Details wie Fahrzeuge oder ansprechend gestaltete Gebäude zu sehen. Etwas dürftig sind auch die Effekte. Wirklich zeitgemäß sind diese leider nicht. Zumindest sehen die Figuren ordentlich aus. Diese wurden nett animiert und modelliert und so agiert man recht gerne durch die Levels. Der Sound ist dagegen erstklassig. Eine stimmungsvolle Musik ist genauso vorhanden, wie anständige Soundeffekte und gute deutsche Synchronstimmen. Diese treiben die Story wunderbar voran. Die Steuerung ist dann noch schnell erlernt. Wir machen alles mit der Maus und deren Tasten. Dank übersichtlicher Menüs und Buttons kann man alle Aktionen sicher ausführen und selbst die Figuren bereiten keine Probleme. Meckern kann man außerdem noch über die Kamera. Diese darf der Spieler frei einstellen und zoomen. Allerdings macht sie sich in bestimmten Situationen einfach selbstständig, was mit der Zeit echt nervt. Genauso bescheiden ist die KI. Computergesteuerte Gegner verhalten sich nur selten intelligent. Oft versteht man nicht, warum sie sich nicht zur Wehr setzen oder warum sie direkt auf uns zu stürmen. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es doch so manche Macken. Man kann hier nur auf einen baldigen Patch hoffen.

 

Fazit:

UFO: Afterlight ist ein grundsolides Strategiespiel. Eine gute Story ist genauso vorhanden, wie ein umfangreicher Wirtschafts- bzw. Produktionsteil und abwechslungsreiche Missionen. Da wir immer wieder andere Aufgaben erledigen sollen, wird das Spiel nur selten langweilig. Gefallen können auch die vielen Waffen und Gegner. Es macht schon Spaß mit immer neu entwickelten Utensilien in den Kampf zu ziehen. Motivierend ist auch das Erfahrungssystem der Leute. Es ist uns komplett freigestellt, in welche Richtung wir unsere Figuren entwickeln. Setzen wir diese dann taktisch klug in einer Schlacht ein, werden wirklich spannende Auseinandersetzungen folgen. Allerdings scheitert dieses manchmal an der mageren KI der Gegner. Diese macht oft unsinnige Aktionen. Etwas besser hätte dann noch die Grafik sein können. Viele andere Spiele haben schon bewiesen, dass man mehr aus so einem Spiel rausholen kann. Allerdings werden wir durch ein recht ordentliches Gameplay und einem langen Spielverlauf anständig entschädigt. Wirklich schwer ist auch der Einstieg nicht. Ein gutes Tutorial und viele Einblendungen erklären die Schaltflächenfunktionen sehr gut und so kann jeder sehr schnell in das Spiel einsteigen. Wer also gerne die Vorgängerspiele gespielt hat, wird einen Kauf nicht bereuen. Einzig Neueinsteiger könnten durch so manche Macke abgeschreckt werden. Überstehen sie allerdings den Anfang, so werden auch sie von dem guten Gameplay überzeugt werden. Ist die Jagd auf Ressourcen und Technologien erst einmal gestartet, so kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Das Spiel hat ohne Zweifel ein großes Suchtpotential. UFO: Afterlight hat uns insgesamt recht gut gefallen und daher können wir eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Kombination aus Strategie- und Taktikmissionen
- Neue Strategieelemente: Rohstoff Management und die Möglichkeit zur Landschaftsgestaltung Terraforming
- Erweiterte Taktikelemente: Gebäude betreten, unterschiedliche Höhen, zerstörbares Umfeld, Thermo-Ansicht u.v.m.
- Verstärkte Rollenspiel-Elemente: Begrenzte Anzahl von Charakteren, die sich im Spiel weiterentwickeln, komplexes Trainingssystem, Spezialausrüstung u.v.m.
- Neue Story, die an den Beginn von "UFO: Aftershock" anknüpft
- Große Anzahl an neuen Technologien, Waffen und Ausrüstungen
- Komplett neue Umgebung auf unterschiedlichen Planeten
- Komplexe Diplomatieoptionen
- Alien, Dronen und Roboter können in das eigene Team aufgenommen werden
- Neue Feinde und Aliens mit unterschiedlichen Waffen und Kampftaktiken
- Viele weitere Verbesserungen zu den Vorgängern

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

UFO: Afterlight (PC)

 
 UFO - Afterlight
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 78 %  
Sound: 82 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 84 %  
Gesamtwertung:  80 %  

Systemanforderungen:

Minimum:

- 1 GHz CPU
- Nvidia 5700 oder ATI Radeon 9500 Grafikkarte
- 512MB RAM
- 5GB freier Speicherplatz
- DVD-ROM Laufwerk
- Maus
- Windows 2000/XP mit DirectX 8.1

 

Empfohlen:

- 2 GHz CPU
- Nvidia 6600 oder ATI Radeon 9800 Grafikkarte
- 1GB RAM
- MS DirectX® 9.0-kompatible Soundkarte
- 5 GB freier Speicherplatz
- DVD-ROM Laufwerk
- Maus
- Windows 2000/XP mit DirectX 9.0c

 


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt