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Einleitung:
Tycoon-Spiele gibt es mittlerweile wie
Sand am Meer und fast jeden Monat erscheinen neue Spiele für diesen
Bereich. Kein Wunder, denn die Tycoon-Fangemeinde ist riesig. Dabei
wurde schon fast jedes Thema in diesen Spielen verarbeitet. Jetzt
versucht Atari mit dem Spiel Tycoon City: New York frischen Wind in
das Genre zu bringen. Dieses Wirtschaftssimulationsspiel dreht sich
ausschließlich um die Weltstadt New York. Endlich können wir nicht
nur eine Stadt errichten, sondern auch Wirtschaftsmogul werden. Wir
konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Nachdem wir das Spiel gestartet haben, gelangen wir erst einmal in
das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel",
"Spiel laden" und "Optionen". Wie gewohnt können wir unter Optionen
alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Spiel laden
einen vorhandenen Spielstand aktivieren. Am Anfang bleibt uns
natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten.
Nachdem der Spieler auf den entsprechenden Menüpunkt geklickt hat,
soll er erst einmal ein Profil anlegen. Dazu geben wir unseren Namen
ein und suchen uns ein Foto aus. Natürlich dürfen wir auch selbst
erstellte Bilder verwenden und so unser wirkliches Portrait in das
Spiel mit einbinden. Anschließend können wir aus den Spielarten "New
York bauen" und "Sandkasten" eine Spielart aussuchen. New York bauen
ist der eigentliche Kampagnenmodus von Tycoon City. Im
Sandkastenmodus dagegen haben wir alle Freiheiten. Wir können ein
ganz neues New York nach unseren eigenen Vorstellungen und ganz ohne
Verpflichtungen erschaffen. Außerdem ist in diesem Modus Manhattan
vollständig freigeschaltet und der Spieler kann rund um die
berühmten Wahrzeichen seine Gebäude errichten. Selbstverständlich
dürfen wir auch die Anfangsparameter wie Bargeld, Gegner und deren
Baurate beeinflussen. Am Anfang sollte allerdings jeder Spieler erst
einmal den Kampagnenmodus angehen. Da noch nicht alles
freigeschaltet ist, kann man hier die Gebäude und die vielen Menüs
in aller Ruhe kennen lernen. Hinzu kommt ein Tutorial, das
uns das Spiel und die Steuerung in kleinen Schritten erklärt. In dem
Spiel fängt der Spieler natürlich erst einmal ganz klein an. Mit
einfachen Geschäften versuchen wir ansprechende Profite zu
erwirtschaften und mit Wohngebäuden locken wir viele Menschen in unsere
Viertel. Die virtuellen Figuren bringen auch Mieteinnahmen ein, wenn
wir unsere Wohnflächen vermieten können. Ob Leute in unsere Wohnungen
ziehen, hängt natürlich auch davon ab, ob sie sich in unserer Gegend
wohl fühlen und ob die Häuser das bieten, was sich die Mieter
wünschen. Schließlich haben die Bewohner Bedürfnisse und diese
sollen wir befriedigen. Stimmt die Mischung aus Wohnraum und
Wirtschaftsbereich, so fühlen sich die Menschen schnell in unserem
Viertel wohl und demzufolge klingelt bei uns auch die Kasse. Mit
der Zeit werden immer mehr Gebäudearten frei geschaltet und so
wachsen auch unsere Möglichkeiten - um noch mehr Geld zu verdienen.
Dabei müssen wir auf viele Details achten, denn billige Mietshäuser
sollten nicht neben Luxusapartments stehen.
Das gleiche gilt für die Geschäfte. Schließlich macht sich ein
Feinkostladen nicht sonderlich gut neben einer Burgerbude. Hinzu
kommt das die Klientel stimmt muss. Studenten fordern Internetcafes
und Kopiershops, während gutbetuchte eher auf luxuriöse Restaurants
und Kulturangebote stehen. Es bleibt natürlich nicht nur beim Bau
eines Geschäftes. Der Spieler darf noch viel mehr beeinflussen, denn
er soll nicht nur Anzeigetafeln an Gebäude anbringen, sondern auch
nette Sitzgruppen oder Pflanzen im Eingangsbereich platzieren. Jetzt
braucht Ihr Euch aber keine Sorgen zu machen, dass Ihr zu viele
Einstellungen vornehmen müsst. So etwas wie Preisgestaltung oder
Wareneinkauf braucht Ihr nicht zu organisieren. Einzig die Gebäude
erbauen und deren Attraktivität steigern liegt in unserer Hand.
Selbstverständlich sind wir nicht die einzigen Unternehmer in der
Stadt. Die Konkurrenz schläft nicht und so sollten wir immer deren
Aktivitäten beobachten. Baut z.B. der Computer ein Restaurant, so
sollte der Spieler nicht nachziehen und dort ebenfalls eins
errichten. Sind mehrere vorhanden nehmen sie sich automatisch die
Kunden weg und der Profit sinkt. Daher sollten wir einen Ort suchen,
wo wir ungestört ein Geschäft errichten können. Mit der Zeit dürfen
wir uns auch um die ganz besonderen Bauwerke - wie die Freiheitsstatue
oder das Empire State Building - kümmern, die eine Wohngegend noch
attraktiver machen. Allerdings wird uns nicht gestattet Verkehrswege
wie Straßen oder U-Bahnen zu planen. Diese sind leider schon
vorhanden. So bauen wir nun ein Gebäude nach dem anderen, erforschen
die Meinungen der Leute, erfüllen deren Wünsche und verdienen
Unsummen an Geld. Die verdiente Knete stecken wir natürlich wieder
in unsere Stadt. Schließlich sollen wir in der Kampagne Aufgaben
lösen. Wenn diese auftauchen muss der Spieler innerhalb eines
Zeitlimits Bedingungen - wie z.B. einen Straßenzug für eine Parade
vorbereiten - erfüllen. Bei dem Spiel läuft alles recht stressfrei
ab, denn wir werden uns nicht wirklich in ein kompliziertes
Mikromanagement einarbeiten müssen. Auch die Zeitvorgaben sind so
groß gesteckt, dass man alle Aufgaben bewältigen kann. Wie bei
solchen Spielen üblich, dürfen wir auf einen großen Statistikbereich
zurückgreifen, der alles haarklein auseinander nimmt. Allerdings
werden wir nicht durch die Informationen erschlagen und selbst
Fehler verzeiht uns das Spiel. Allerdings sollten wir nie unsere
Finanzen aus dem Auge verlieren, denn nur wenn unser Konto gefüllt
ist, können wir neu investieren und unsere Bürger glücklich machen.
Technik:
Die Grafik kann voll überzeugen. Das fängt bei den Gebäuden an, die
unzählige Details aufweisen. Hinzu kommen viele Objekte in unseren
Vierteln und gut modellierte und animierte Figuren. Natürlich fehlt
eine stadttypische Vegetation genauso wenig, wie Zebrastreifen oder
Bürgersteige. Außerdem wirkt die Stadt sehr lebendig. Das kommt zum
einen durch die vielen Menschen zustande, die überall herumlaufen.
Zum anderen liegt es aber auch an vorhandenen Autos, die ebenfalls
die Straßen unsicher machen. Daneben werden wir noch
unterschiedliche Tageszeiten und nette Wassereffekte zu sehen
bekommen. Insgesamt wird so ein sehr nettes Stadtleben simuliert. Der
Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen hören wir
alle stadttypischen Töne, wie Motorgeräusche oder Hupen. Hinzu kommen
viele Naturgeräusche, wie das Rauschen des Windes. Das war aber noch
nicht alles. Sobald wir Personen anklicken, werden diese Sätze von
sich geben - die von guten deutschen Synchronsprechern gesprochen
werden. Daneben hören wir auch noch Stimmen von vorübergehenden
Passanten. Außerdem nimmt die Lautstärke eines Geräusches zu, wenn
wir uns der Quelle nähern. Hierdurch wirkt alles sehr realistisch. Das bringt uns
nun zur Kamera. Diese können wir komplett kontrollieren. Eine
fantastische Zoomfunktion ist genauso vorhanden, wie totale
Bewegungsfreiheit. Hierdurch haben wir alles im Blick. Einzig, wenn
wir uns durch Häuserschluchten bewegen, gibt es ab und zu mal ein
paar kleinere Probleme. Die Steuerung ist ebenfalls erstklassig. Da
wir alles mit der Maus steuern können, ist die Bedienung sehr
einfach. Außerdem werden wir es mit gut sortieren und
übersichtlichen Menüs zu tun bekommen, die fast selbsterklärend
sind. Dank eines guten Tutorials wird man außerdem gut in das Spiel
eingeführt und so kann der Spielspaß sehr schnell beginnen. Fasst
man alles zusammen so kann die technische Seite voll überzeugen.
Fazit:
Tycoon City: New York ist ein tolles Wirtschaftssimulationsspiel.
Vor allem spricht das Spiel Genreneulinge an. Selten wird man unter
Druck gesetzt und so kann man in aller Ruhe seine Ziele verfolgen.
Hinzu kommt eine einfache Bedienbarkeit. Selbsterklärende Menüs sind
genauso vorhanden, wie übersichtliche Statistiken. Selbst das
agieren mit der Maus fällt einem nicht schwer. Die technische Seite
ist ebenfalls sehr vorbildlich, denn selten hat man eine so schöne
Grafik bei einem Tycoon-Spiel gesehen. Toll sind auch die vielen
Möglichkeiten im Spiel. Bis man alles gebaut und erweitert hat, wird
eine Ewigkeit vergehen. Allerdings werden wahre Tycoonfetischisten
etwas enttäuscht sein, da das Mikromanagement relativ klein
ausgefallen ist. Wir finden dieses aber sehr angenehm, da Anfänger
aber auch Genrekenner sich lange mit dem Spiel beschäftigen können.
Uns hat das Spiel sehr gut gefallen und somit können wir Tycoon
City: New York jedem ans Herz legen. Wer schon immer einmal eine
Stadt aufbauen wollte hat jetzt die Gelegenheit dazu. Sucht Ihr also
aktuell ein neues Wirtschaftssimulationsspiel, so kommt Ihr kaum an
Ataris neustem Tycoon-Spiel vorbei.
Features:
- Aufbauend: Platzieren Sie Gebäude, wo immer Sie wollen -
Erschaffen Ihr eigenes New York!
- Göttlich: Errichten Sie die Freiheitsstatue, das Empire State
Building und weitere Wahrzeichen von Big Apple!
- Vielseitig: Wählen Sie aus über 50 Geschäftszweigen Ihre
Favoriten-Laufbahn und starten Sie eine Bilderbuch-Karriere!
- Aufsteigend: Nutzen Sie hunderte von Möglichkeiten, um Ihren
Geschäftszweig gewinnbringend auszubauen!
- Lebendig: Die Stadt pulsiert an jeder Straßenecke und jede Aktion
beeinflusst das Leben "Ihrer" New Yorker - schließlich besitzt jeder
Einwohner seinen eigenen Charakter!
- Auf gute Nachbarschaft: Kultivieren Sie auch die umliegenden
Gebiete - jedes mit seinem individuellen und authentisch-kulturellen
Touch.
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