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Einleitung:
Jeder Möchtegerntrucker
kann jetzt auf dem heimischen PC mit LKW´s Geld verdienen. Atari bringt mit Truck Tycoon eine nette
Speditionssimulation auf den deutschen Markt, in der man eine eigene
Spedition gründen und betreiben soll. Wir konnten uns die fertige PC-Version
genauer ansehen. Ob sich das Wirtschaftssimulationsspiel für angehende
Fracht- und Logistik-Unternehmer lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Managementspiel Truck Tycoon übernimmt der Spieler den Chefposten
eines aufstrebenden Gütertransportunternehmens. Zwischen den Jahren 1950 und
2020 muss man seine Firma ausbauen und sich heftigem Wettbewerb stellen.
Bevor wir allerdings die Unternehmensgeschicke leiten, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint
ein einführendes Intro. Dieses stimmt uns auf das Spiel passend ein. Nachdem
Ihr dann ein Profil erstellt habt, gelangt Ihr in das Hauptmenü mit den
Menüpunkten "Neues Spiel", "Optionen", "Ruhmeshalle" und "Profil ändern". Wie
gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen
vornehmen. Wer sein Profil ändern möchte, darf dieses unter gleichnamigen
Punkt machen. Die Ergebnistabelle kann man außerdem unter Ruhmeshalle in
aller Ruhe betrachten. Um das Spiel zu starten, aktivieren wir den Punkt
"Neues Spiel". Nun folgt ein weiteres Menü. Dieses wird grundlegend in
Szenarios und Kampagne unterschieden. Wer ein freies Spiel unter
unterschiedlichen Bedingungen spielen möchte, wählt den Modus Szenario.
Etwas interessanter ist die Kampagne, die mit einem Tutorial beginnt. Hier
werden uns in kleinen Schritten das Spiel und die Steuerung gut beigebracht.
Nachdem der Spieler ein individuelles Logo und einen Schwierigkeitsgrad
ausgewählt hat, kann das Spiel endlich beginnen. Wir müssen uns in der
Simulation natürlich um alles kümmern. So benötigt man eine Werkstatt, die
direkt erworben wird. Da wir ein Fuhrunternehmen leiten, braucht man auch
Fahrzeuge - die man im Fahrzeugmarkt erhält. Jeder dieser Trucks hat andere
Eigenschaften wie Höchstgeschwindigkeit, Ladekapazität, technischer Zustand
oder Ladeflächenart. Hierdurch wird die Effektivität maßgeblich beeinflusst.
Später darf man auch Spezialfahrzeuge, Reparaturfahrzeuge und einen
Abschleppwagen erwerben. Jetzt braucht der Spieler einen Fahrer, der seinen
Wagen auf der Karte bewegt. Über das Arbeitsamt wird dieser für ein
bestimmtes Fahrzeug ausgesucht. Endlich ist unser LKW bereit Geld zu
verdienen. Damit wir immer die richtige Wahl treffen, wird jeder Bereich
durch diverse Statistiken und Erklärungsfenster passend beschrieben
und so kann der Akteur jede Situation gut einschätzen.
Um mit den LWK´s Geld zu verdienen, müssen dann noch lukrative Verträge an
Land gezogen werden. Dabei ist es uns freigestellt welchen Auftrag wir
annehmen. Nachdem wir einen Vertrag aus der Liste auf einen LKW gezogen
haben, beginnt der Lastwagen damit diesen abzuarbeiten. Während unser Fahrer
unterwegs ist, ist es höchste Zeit, das Management unserer neuen Firma in
die Hand zu nehmen. Im Bürofenster kann man unter dem Personalordner einen
Manager einstellen. Dabei müssen wir auf Details wie das Gehalt achten.
Schließlich sollte unsere Bilanz stimmen und daher können wir nicht jeden
Schnösel einstellen. Das war selbstverständlich noch nicht alles. Techniker
werden ebenfalls benötigt, die unser kostbaren Fahrzeuge warten und
reparieren. Das ist häufig notwenig, denn die Trucks können durch
unerfahrene Fahrer oder schlechte Straßen kaputt gehen. Nachdem der
Spieler den ersten Kreislauf geschlossen hat, stehen weitere Aufgaben an.
Mit dem verdienten Geld sollen diverse Investitionen getätigt werden. Wohin
unser Geld fließt, bleibt natürlich uns überlassen. Sollen wir einen weiteren
Manager einstellen, einen neuen Truck kaufen, um weitere Verträge zu
erhalten oder einen weiteren Techniker engagieren, damit die Reparaturzeiten
sich verkürzen? Ihr könnt das Geld aber auch in Grundstücke und weitere
Büroausrüstungen stecken. Grundlegend gibt es übrigens zwei Grundbesitze.
Alles beginnt mit einer Werkstatt, die später auch erweitert werden kann.
Dadurch darf man dann beispielsweise das Reparaturteam vergrößern oder die
Effektivität der Reparaturen verbessern. Es macht auch Sinn mehrere
Werkstätten zu kaufen, die dann - strategisch klug auf der Karte platziert
- unseren Fuhrpark betreuen. Daneben gibt es noch unser Büro, das das
Aushängeschild der Firma ist. Wir beginnen mit einem kleinen Büro, das
ebenfalls vergrößert werden muss. Damit wir immer den Überblick behalten
werden nützliche Statistiken angeboten. Diese Hilfsmittel dienen dazu,
unsere Entwicklung sowie die der Konkurrenz zu beobachten. So erweitern wir
ständig unseren Fuhrpark, stellen fähige Leute ein, nehmen Aufträge an und
sorgen dafür, dass unser Unternehmer die Erfolgsleiter hinaufsteigt.
Technik:
Mit der Grafik kann man gut leben. Wirklich bombastisch ist diese zwar nicht
aber dennoch wird alles ansprechend dargestellt. Die Karten zeigen neben
vielen Gebäuden auch Straßen, auf der sich diverse Fahrzeuge tummeln. Hinzu
kommen Flüsse, Brücken und eine kleine Vegetation. Innenansichten von
Häusern gibt es dann genauso, wie viele gut gestaltete und übersichtliche
Menüs. Leider bewegt sich - bis auf die Fahrzeuge - nur wenig in dem Spiel
und daher wirkt alles ein wenig leblos. Nett ist auch noch, dass wir
unterschiedlichen Landschaften und Jahreszeiten erblicken. Der Sound bewegt
sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben kleineren Ingamegeräuschen werden wir
auch einer stimmungsvollen Musik lauschen, die selbst nach Stunden nicht
nervt. Auf eine Sprachausgabe hat der Hersteller allerdings verzichtet. Die Steuerung
ist sehr einfach. Grundsätzlich machen wir alles mit der
Maus. Über die Menüs und diversen Schaltflächen kann man alles einstellen und
so kommt man schnell mit dem Spiel klar. Das kommt auch dadurch zustande,
dass ein einführendes Tutorial die komplette Steuerung bis ins kleinste
Detail erklärt. Die Ansicht ist ebenfalls
in Ordnung. Da man die Kamera frei drehen und zoomen darf, ist jeder selber
für einen optimalen Blickwinkel zuständig. Der Schwierigkeitsgrad ist dann
noch einstellbar und so dürfte jeder eine passende Herausforderung finden.
Fasst man alles zusammen, so kann die solide aber auch etwas unspektakuläre
Technik voll überzeugen.
Fazit:
Truck Tycoon ist eine nette Speditionssimulation, die einen für ein paar
Stunden gut am Bildschirm binden kann. Das liegt vor allem an den vielen
unterschiedlichen Aufträgen und der einfachen Bedienung. Etwas Schade ist
allerdings, dass wir mit der Zeit immer wieder das gleiche machen. Hat man
ein paar Missionen gespielt, stellt man schnell fest, dass sich alles
wiederholt. Nett wäre auch eine bessere Technik gewesen. Eine lebendigere
Spielwelt hätte dem Game genauso gut getan, wie deutsche Synchronsprecher.
Da beides nicht vorhanden ist, wirkt alles ein wenig öde. Auch wenn nicht
alles Perfekt ist, bietet das Spiel dennoch genügend Möglichkeiten, sich dort
auszuleben. Wer also schon immer einmal ein Speditionsunternehmen leiten
wollen, darf dieses nun endlich machen. Sind Eure Erwartungen nicht zu hoch,
so dürft Ihr ruhig zu diesem Spiel greifen. Vor allem Genreneulinge können
durch den einfachen Einstieg schnelle Erfolge einfahren. Erfahrene
Wirtschaftssimulationsspieler werden dagegen kaum gefordert.
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