|
Einleitung:
Vor über einem Jahr erschien das
Actionrennspiel Trackmania in Deutschland. Schon damals konnte das Spiel mit
seinen Stuntstrecken überzeugen. Knapp zwölf Monate später kommt der
Nachfolger mit dem Titel Trackmania Sunrise auf den deutschen Markt. Wieder
werden Spieler auf höllische Strecken geschickt, wo abenteuerliche Stunts
ausgeführt werden sollen. Wir durften die fertige PC-Version jetzt testen.
Ob sich das Spiel für Fans von Rennspielen lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Trackmania Sunrise ist mehr als nur ein einfaches Rennspiel. Zusätzlich zum
reinen Fahrerlebnis und dem Spaß mit Höchstgeschwindigkeits-strecken,
verrückten Streckenblöcken und riesigen Sprungschanzen kann man hier auch
seine eigenen Rennstrecken einfach und intuitiv erstellen, in Echtzeit
testen und mit Streckenelementen ändern, um ein
spektakuläres Fahrerlebnis zu erreichen. Bevor wir mit dem eigentlichen
Spiel loslegen fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel
gestartet wurde gelangt der Spieler in das Hauptmenü. Hier erblickt er die
Menüpunkte Profile, Solo, Multiplayer und Editoren. Unter Profile könnt Ihr
ein Spielerprofil konfigurieren (Spielname, Schwierigkeitsgrad, Avatar,
Fahrzeuge und Steuerung). Spielt ihr lieber alleine so bietet sich der
Solo-Modus an. Es gibt hier vier offizielle Kampagnen. Die mehr auf
fahrerisches Können ausgelegten Challenges findet Ihr unter Rennen. Hier
fahrt Ihr gegen einen Ghost um die Bestzeit. Wer mehr auf wilde Stunts steht
sollte Plattform auswählen und die Akteure die mehr auf Streckenbau stehen
gehen am besten in den Bereich Puzzle. Hier sollt Ihr eine unvollständige
Rennstrecke vervollständigen. Es gibt zudem die Kampagne Crazy, die Euch auf
die extravagantesten Strecken führt. In diesem Modus sollt Ihr waghalsige
Sprünge ausführen und Checkpoints rechtzeitig erreichen. Jede Challenge
bietet drei Referenzzeiten, die jeweils zu einer Bronze-, Silber- und
Goldmedaille gehören. Bei öffnen einer Serie wird nur eine Challenge
angezeigt. Die anderen sind erst einmal gesperrt. Je nach Schwierigkeitsgrad
muss der Spieler nun die Bronze-, Silber- oder Goldmedaille gewinnen, um die
nächste Challenge freizuschalten. Gefahren wird in den drei Settings Island,
Coast und Bay mit jeweils 4 Tageszeiten. 3 grundverschiedene Fahrzeugtypen
und eine Designwerkstatt, in der wir individuelle Lackierungen bis ins
kleinste Detail erstellen können, stehen ebenfalls zur Verfügung. So dürfen
wir uns nun in die über 100 Levels stürzen. Das Streckendesign ist wie beim
ersten Teil sehr abwechslungsreich. Rasante Pisten mit diversen Sprung- und
Loopingeinlagen sollen bewältigt werden, genauso wie gefährliche Rampen,
Tunnel und Kurven.
Je nach Strecke wird der Akteur immer wieder andere
Fahrzeuge lenken, die sich jeweils unterschiedlich verhalten. Nicht immer
ist Vollgas geben die beste Möglichkeit um die Bestzeit einzustellen. Bei
bestimmten Vehikeln ist es ratsam vom Gas zu gehen oder sogar zu bremsen.
Ansonsten kommt man schnell von der Ideallinie oder von der Strecke ab.
Außerdem muss der Spieler auf das richtige Timing achten. Nur mit etwas
Übung schafft Ihr einen Sprung von Rampe A auf Rampe B, welche nicht immer
zu sehen ist. Je weiter Ihr kommt, desto schwieriger werden die Aufgaben. Am
Ende werden nur noch echte Rennprofis einen Streckenabschnitt bewältigen. Da
helfen auch die drei Schwierigkeitsgrade nichts. Diese sind nur für die
Medaillenvorgabe zuständig … um die nächste Strecke freizuschalten. Ein
Spieler wird also viel Training in eine Strecke investieren müssen um
erfolgreich zu sein. Wem die vorgegebenen Strecken zu schwer sind kann auch
eigene, leichtere Strecken bauen. Allerdings werden dafür Coppers benötigt,
die Ihr im Solomodus bekommt. Hat man genügend verdient, darf man aus gut 400
Elementen seine eigene Lieblingsstrecke mit Steilkurven, Sprungschanzen und
sogar Bäumen bzw. Häusern zusammenbauen. Nett ist bei dem Editor auch noch,
dass wir unsere Piste sofort ausprobieren können. Außerdem gibt es noch den Mediatracker. Mit diesem wird man zum Regisseur, der die Rennstrecken vor,
während und nach dem Rennen in Szene setzt. Man darf die Kameraführung
selber einstellen, Intros bearbeiten, Texte einfügen und Grafik- oder
Soundeffekte einbauen. Ebenso kann man gespeicherte Replays mit einem Editor
bearbeiten. Wer noch mehr basteln möchte sollte auch noch mit dem
Fahrzeugeditor experimentieren. Das Beste an der ganzen Sache ist, das man
über das Internet die selbst erstellten Strecken tauschen darf. Es wird also
lange dauern bis Langeweile aufkommt. Neben dem Einzelspielermodus verfügt
das Spiel auch noch über einen ausgiebigen Mehrspielermodus. Online oder
über LAN sollen menschliche Spieler ihr fahrerisches Können - in diversen
Spielmodis - unter Beweis stellen. Außerdem dürfen bis zu acht Spieler
hintereinander - unter Hot-Seat - ein Rennen auf demselben Computer
bestreiten.
Technik:
Die Grafik ist eigentlich recht gut gelungen. Vor allem läuft alles sehr
flüssig ab. Hinzu kommen viele Licht-, Schatten- und Spiegelungseffekte. Der
Hersteller hat sogar mit den Tageszeiten gespielt. Gleich vier
unterschiedliche lassen die Strecken immer wieder anders aussehen. Obwohl
eine große Vielfalt angeboten wird, erkennt man schnell das Baukastensystem
bei den Strecken. Viel zu oft wiederholen sich die einzelnen
Streckenabschnitte. Hinzu kommen etwas dürftig modellierte Fahrzeuge. Ein
paar Details mehr hätten hier wirklich nicht geschadet. Wirklich schlecht
sehen sie allerdings auch nicht aus und so kann man großzügig über diesen
Punkt hinwegsehen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Nette Musik wird genauso
eingespielt wie passende Motorengeräusche. Mit der Steuerung wird jeder
schnell klar kommen. Bis auf die Lenkbewegungen kann der Spieler nur Gas geben
und bremsen. Die gute Bedienung der Fahrzeuge ist allerdings abhängig von
den Fahrzeugtypen. Am Anfang lassen sich noch alle Wagen sehr gut lenken.
Später fahren wir auch Modelle die etwas träger sind. Hier muss man viel
gefühlvoller steuern als bei den Anfangswagen. Dank unterschiedlicher
Schwierigkeitsgrade wird jeder Spieler auch noch eine passende
Herausforderung finden. Anfänger werden also genauso gefordert wie
Genreprofis. Mit der Vielfalt im Spiel darf man ebenfalls zufrieden sein.
Vor allem wenn Ihr die Editoren benutzt, bietet das Spiel unendlich viele
Möglichkeiten.
Fazit:
Trackmania Sunrise ist auf jedenfall sein Geld wert. Die unterschiedlichen
Spielmodis bieten genügend Abwechslung und so sind viele Stunden
Spielspaß garantiert. Hinzu kommen die interessanten Editoren. Es wird eine
Ewigkeit dauern bis man hier alle Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Wer zu
Faul dafür ist, lädt einfach fertige Strecken aus dem Internet. Natürlich
macht das rasante Actionspiel auch im Singleplayermodus Spaß. Allerdings
wird man sich viel lieber im Mehrspielerbereich aufhalten. Hier fährt man
nicht nur gegen einen Ghost, sondern man kann seine Fähigkeiten endlich
gegen einen anderen menschlichen Fahrer messen. Interessant ist auch der
Puzzle-Modus, den man so noch nie gesehen hat. Wer den ersten Teil mochte
wird Trackmania Sunrise lieben. Einzig Fans von Rennsimulationen werden mit
dem Spiel wenig anfangen können. Man muss sich wirklich im Klaren sein, das
dieses Spiel eher ein Funracer ist. Hinzu kommt ein knackiger
Schwierigkeitsgrad. Erst mit einiger Übung werdet Ihr die harten
Herausforderungen meistern. Wer gerne anspruchsvolle und actiongeladene
Rennspiele mag, darf bei diesem Spiel zugreifen. Alle anderen sollten evtl.
erst einmal die Demo anspielen, bevor sie sich entscheiden.
Features
- Drei neue Wagen, die mehr als 500 km/h erreichen können
- Drei wunderschöne und detailreiche Landschaften
- Neue, verrückte Stunt-Blocks und neuer Spielmodus: Plattform
- Entwerfen Sie eigene Strecken, und spielen Sie diese online mit Ihren
Freunden
- Integriertes Peer-to-Peer-Netzwerk zum Austausch von selbst entworfenen
Maps
- Fahrzeuge und Spieler-Avatare können individuell gestaltet werden
- Umfangreicher Support durch eine bestehende, große Online Community
- sehr niedrige System-Voraussetzungen
- Herrliche neue Licht-Effekte: Rasen Sie in den Sonnenauf- und -untergang,
bei Tag und Nacht
|