Auf dem PC ist die
TrackMania-Reihe schon seit Jahren eine feste Große. Die Rennspielserie
konnte fast mit jedem Spiel überzeugen. Nach einer langen Wartezeit dürfen
sich nun auch Nintendo DS-Besitzer freuen, denn Koch Media bringt die erste
Handheldumsetzung auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das
Spiel TrackMania DS. Wir konnten die fertige NDS-Version jetzt ausführlich
testen. Ob sich eine Anschaffung für Rennspielfans lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
TrackMania DS ist eine Mischung aus Rennspiel und Streckenbaukasten, in der
wir die verrücktesten Strecken bauen und fahren können. Das alles geschieht
in den drei Umgebungen Stadion, Wüste und Rallye. Jede dieser Umgebungen
verfügt über eine eigene Fahrzeugklasse und erfordert einen entsprechenden
Fahrstil. Bevor wir nun auf die Details eingehen, wollen wir erst einmal
ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet und ein Profil angelegt
wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Editor,
Mehrspieler, Shop, Profil und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt dürft
Ihr alle spielrelevanten Einstellungen wie Sprache, Steuerung, Anzeige oder
Sound anpassen. Wer gerne sein Profil wechseln möchte, kann das unter
gleichnamigen Punkt machen. Außerdem darf man hier seinen Namen bearbeiten,
seine Fahrzeuge ansehen oder die Statistik betrachten. Neue Strecken, Blöcke
und Skins kauft man dann im Shop. Dazu benötigt man allerdings Coppers. Das
ist die Währung im Spiel. Sein Konto füllt man im Einzelspieler- und Mehrspielermodus
auf. Wer gerne gegen einen
Freund ein Rennen wagen möchte, der darf das im Mehrspielermodus machen.
Hier kann man Duelle austragen oder eigene Strecken zwischen Nintendo
DS-Systemen tauschen. Insgesamt werden vier Spielmodis unterstützt.
Wahlweise darf man die Rennen im Hotseat, Multi-Karten-Spiel oder
Einzelkarten-Spiel austragen. Selbstverständlich werden die Rennen komplett
nach den Vorstellungen der Spieler generiert. Die freie Wahl der
Zeiteinstellung darf von Euch genauso bestimmt werden, wie die Umgebungsart,
Zeitlimit, Spielmodus, Challenge-Reihenfolge oder der Schwierigkeitsgrad.
Bevor Ihr allerdings hier Euer Können unter Beweis stellt, sollte jeder im
Vorfeld den Einzelspielerbereich spielen. Schließlich muss man für spannende
Duelle die Steuerung und das Gameplay beherrschen. Nachdem wir in den
Solobereich gekommen sind, erscheint ein weiteres Menü. Im
Einzelspielerbereich geht es darum, in einer Reihe von abgestuften
Rennveranstaltungen Medaillen und Coppers zu gewinnen. Diese Veranstaltungen
sind unterteil in fünf Spielmodi - Rennen, Plattform, Puzzle, schnelles
Rennen und eigenes Rennen. Das Ziel im Modus Rennen ist simpel, denn Ihr
sollt hier so schnell wie möglich fahren und alle Checkpoint durchqueren.
Rennen-Challenges wiederum sind unterteilt in fünf Schwierigkeitsgrade
(Training, Leicht, Mittel, Schwer und Extrem). Zu Beginn steht nur die Stufe
Training zur Verfügung, allerdings könnt Ihr die weiteren Stufen freispielen,
wenn Ihr Medaillen gewinnt.
Im Plattformmodus geht es ebenfalls darum, vom Start bis zur Ziellinie zu
fahren und dabei alle notwenigen Checkpoints zu passieren. Darüber hinaus
gibt es jedoch das zusätzliche Ziel, so wenige Versuche wie möglich zu
benutzen. Plattformstrecken sind komplizierter und erfordern deutlich mehr
Geschicklichkeit als eine gewöhnliche Rennstrecke. Puzzle Challenges sind
ebenfalls ganz nett. Diese bestehen aus zwei Teilen. Zuerst muss der Spieler
mit dem Editor eine Strecke vervollständigen. Anschließend wechselt man in
den Rennmodus und das Rennen kann beginnen. Wer dagegen direkt in ein Rennen
starten möchte, der kann das unter schnelles Rennen machen. Daneben gibt uns
noch das eigene Rennen die Möglichkeit, auf einer beliebigen selbst
erstellten Strecke zu fahren. Egal welche Spielart Ihr nun ausgewählt habt,
irgendwann sitzen wir endlich hinter dem Steuer eines Vehikels. Dabei werden
wir immer wieder andere Autos erblicken, die sich notgedrungen alle ein
wenig anders fahren lassen. Von schnellen und flinken Flitzer bis hin zu
sehr trägen Vehikeln ist alles vorhanden und so müssen wir uns in den Rennen
immer wieder umstellen. Die Steuerung ist sehr einfach. Mit dem A-Knopf
beschleunigt Ihr Euer Fahrzeug. Mit B wird gebremst und mit der X-Taste
werden wir zurück auf die Strecke gesetzt.
Daneben kann man sich noch mit der Y-Taste direkt zum Start zurück setzten
lassen oder mit der Select-Taste die Kameraperspektiven ändern. Gesteuert
wird dann mit dem Steuerkreuz. So fahren wir nun ein Rennen nach dem
anderen. Diese zeichnen sich serientypisch durch ein abgefahrenes
Streckenprofil aus. Rampen und Schrägen sind genauso vorhanden, wie
gefährliche Steilkurven. Das bringt uns auch schon zum Editor, einem
wesentlichen Bestandteil des Spiels. Hier dürft Ihr dann in einer 3D-Ansicht
auf dem Touchscreen Eure eigenen Challenges in den Umgebungen Stadion, Wüste
und Rallye erstellen. Da hier sehr viel angeboten wird, können sich
baufreudige Spieler so richtig auslassen. Gerade wenn man dieses Feature
ausgiebig nutzt, gibt es unendlich viele Möglichkeiten um neuen
Herausforderungen entgegenzutreten.
Technik:
Die Grafik haut einen leider nicht vom Hocker. Bei den Strecken wird leider
nur das notwenigste gezeigt. Abseits der Piste werden außerdem kaum Details
eingeblendet und selbst auf der Strecke wird man eigentlich nur von dem
irren Streckenverlauf angesprochen. Ändert man die Perspektive, so wird
alles noch matschiger. Zumindest gönnt man uns viele unterschiedliche Autos.
Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben einer etwas
eintönigen Musik, werden wir nur vereinzelten Ingamegeräuschen wie Wind
lauschen. Etwas besser fällt der Sound der Motoren aus. Hier erklingen hin
und wieder fette Motoren. Die Steuerung ist grundsätzlich sehr einfach. Das
liegt allerdings nur daran, dass wir kaum etwas machen können. In einem
Rennen soll der Spieler einzig lenken, Gas geben und bremsen. Die Fahrzeuge
verhalten sich außerdem recht schwammig, was das Gameplay ein wenig
herunterzieht. Allerdings ist das unterschiedliche Fahrverhalten auch ein Teil
des Spiels und so muss man damit wohl oder übel leben. Der
Schwierigkeitsgrad ist eigentlich recht fair. Da wir gegen unterschiedliche
starke Gegner fahren, kann man sich im Vorfeld schon aussuchen, wie stark
man seinen Kontrahenten macht. Fahr Ihr im Bronzebereich, so sind die Wagen
recht langsam. Bei der Goldmedaille muss man sich schon mehr anstrengen um
als erstes durchs Ziel zu kommen. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es
doch ein paar negative Punkte die das Gameplay stören.
Fazit:
TrackMania DS ist eigentlich ein nettes Rennspiel, was über Wochen am
Nintendo DS-Handheld binden kann. Das liegt vor allem am allgemeinen
Gameplay. Es macht schon Spaß die knackigen aber auch kurzen Strecken zu
meistern und immer wieder Bestzeiten aufzustellen. Auch das Feature mit dem
Editor kann überzeugen, denn durch die unzähligen Designelemente
hat man unendlich viele Möglichkeiten bzw. Strecken. Langzeitspielspaß pur.
Vor allem, wenn Freunde ebenfalls das Spiel besitzen, kommt der ganz große
Spielspaß auf. Jetzt kann man nicht nur Strecken tauschen, sondern auch noch
spannende Challenges austragen. Wer also gerne kurze Rennen mag und sich
lange mit Editoren beschäftigen kann, der wird viel Zeit mit dem Spiel
verbringen können. Eure Erwartungen sollten allerdings nicht zu hoch sein.
Features:
- Unglaublicher 3D-Streckeneditor mit mehr als 150 einzigartigen Blöcken
- 3 Einzelspielermodi: Rennen, Plattform & Puzzle
- 3 Hauptumgebungen: Wüste, Rallye & Stadion
- Mehrspielermodus gegen bis zu 4 Freunde