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Einleitung:
Aus dem Haus Ascaron kommt ein neues
Piratenabenteuer auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das
Action-Adventure Tortuga Two Treasures. Dieses erscheint übrigens
exklusiv für PC in einer speziellen Jubiläumsedition. Auf der DVD befinden
sich neben dem eigentlichen Hauptspiel drei weitere Spiele. Es sind die
bekannten Titel Patrizier 2 Gold, Port Royale Gold und Piraten: Herrscher
der Karibik. Wir konnten Tortuga Two Treasures jetzt ausgiebig testen. Ob
sich das Spiel für angehende Piraten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Tortuga Two Treasures nimmt uns mit auf ein packendes Piraten-Abenteuer in
die Karibik des 18. Jahrhunderts. In über 60 Missionen durchlebt der Spieler
die spannende Geschichte des Kapitäns Thomas Hawk Blythe. Bevor wir
allerdings unseren Säbel wetzen und ein Schiff besteigen, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet
wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel
fortsetzen", "Spiel laden", "Optionen", "Online-Score" und "Autoupdate". Wie
gewohnt kann der Spieler unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen
für das Spiel, Grafik, Sound oder die Steuerung vornehmen. Hinzu kommt die
Wahl des Schwierigkeitsgrades. Hier werden gleich fünf unterschiedliche
Stufen angeboten und so dürfte für jeden eine passende Herausforderung dabei
sein. Über den Punkt Autoupdate könnt Ihr dann noch automatisch nach einem
Update suchen. Nett ist auch der Bereich Online-Score. Sobald ein Spieler
das Spiel erfolgreich abgeschlossen hat, werden seine Erfolge
zusammengefasst und angezeigt. Jetzt wird der Menüpunkt aktiv und man kann
seine Punkte in einer Ranking-Tabelle eintragen lassen. Bevor es soweit ist,
müssen wir allerdings erst einmal das Spiel spielen. Über Spiel fortsetzen
wird ein bestehendes Spiel weitergeführt und über Spiel laden darf der
Akteur einen Spielstand aktivieren. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts
anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nach dem Start beginnt das
Abenteuer sofort mit einer Mission. Ihr schlüpft dabei in die Haut des
Piraten Thomas Hawk Blythe, Kapitän der berühmten Hawkwind. Wir sollen
für unseren Boss Blackbeard einen Piraten namens Grinning George stellen. Er
hat eine Karte, die den Ort eines sagenhaften Schatzes kennzeichnet. Nun
flieht er mit seinem Schiff, der Sinister Sirene. Unsere erste Aufgabe ist
es, das Schiff kampfunfähig zu schießen und anschließend zu entern. Damit
der Einstieg recht leicht fällt, gönnt uns der Hersteller ein kleines
Tutorial, das durch passende Texte die Steuerung in kleinen Schritten
erklärt. So lernt der Akteur das Spiel und die Steuerung gut kennen. Tortuga
Two Treasures besteht hauptsächlich aus zwei spielerischen Bereichen: die
See- und die Landaufgaben. Diese werden durch eine Story inkl. kleinen Filmesequenzen
und deutscher Sprachausgabe zusammengehalten und so weiß der Spieler immer,
warum er eine Aufgabe erfüllen soll. Ist eine Mission abgeschlossen, folgt
eine kleine Statistik. Diese bewertet unsere Leistungen. Nach einer etwas
nervigen Ladezeit startet Ihr dann in den nächsten Spielabschnitt.
Kommen wir erst einmal zu den Seeschlachten. Wir steuern unser Schiff recht
frei auf dem Meer. Mit den Tasten A und D wird unser Schiff nach links und
rechts gelenkt. Geschwindigkeit nehmen wir mit der W-Taste auf und wollt Ihr
die Segel reffen, braucht Ihr nur die S-Taste betätigen. Hierdurch
wird unser Schiff nicht nur langsamer, sondern auch wendiger. Es macht also
Sinn, in einer Schlacht die Geschwindigkeit raus zu nehmen, um dafür schnelle
Manöver auszuführen. Kommen wir nah genug an ein feindliches Schiff heran,
wird eine automatische Zielerfassung aktiviert. Mit einem Klick auf die
linke Maustaste werden dann die Geschosse abgefeuert. Hierdurch nimmt das
feindliche Schiff schaden und die gegnerische Besatzung wird dezimiert.
Gefeuert wird selbstverständlich mit unterschiedlicher Munition, die jeweils
die Segel, das Schiff oder die Mannschaft schädigt. Das war natürlich
noch nicht alles. Nutzen kann man noch viele weitere Objekte. Von
Sprengfässern über diverse Reparaturkits bis hin zu Ködern - um Seemonster
anzulocken - ist alles vorhanden. Diese Gegenstände findet man übrigens auf
dem Meer oder man kann sie zwischen den Einsätzen käuflich erwerben.
Kleinere Stealthactioneinlagen fehlen dann ebenso wenig, wie die
anschließenden Enterkämpfe auf dem Schiff. Besiegen wir hier
den feindlichen Kapitän, so ist die Schlacht zu Ende und wir erhalten unsere
Belohnungen. Wer jetzt glaubt, dass man die besiegten Schiffe erhält oder sein Schiff
frei wählen kann, der irrt. Das Spiel gibt uns immer ein Schiff vor, mit dem
wir eine Mission bestreiten sollen. Neben den Seeabenteuern sollen wir auch
an Land diverse Aufgaben meistern. Wie bei den Kämpfen an Bord, steuert der
Spieler seine Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. Wir agieren nun
in sehr gradlinigen Umgebungen. Eine wirklich freie Welt gibt es leider
nicht. Auch an Land besteht unsere Hauptaufgabe darin zu Kämpfen. Das
Kampfsystem ist dabei relativ einfach. Ist unsere Spielfigur ordentlich
positioniert, kann sie mit der linken Maustaste schlagen und mit der rechten
verteidigen. Bis auf ein paar Schlagvarianten bzw. Kombos, war es das dann auch schon. Auch hier darf
der Spieler wieder unterschiedliche Objekte wie Schlafpulver oder Heiltränke
benutzen. Ist eine Aufgabe dann erfüllt, folgt ein weiterer Film. Dieser
leitet die nächste Mission passend ein.
Technik:
Insgesamt macht die Grafik einen ordentlichen Eindruck. Vor allem auf See
können die Wasser-, Licht- und Schatteneffekte überzeugen. Hinzu kommen gute
Landdarstellungen und detailreiche Schiffe. Auf diesen erblicken wir sogar
Menschen - wenn wir nah genug heranzoomen. Nett laufen auch die
Seeschlachten ab. Es sieht schon cool aus, wenn die Kanonenkugeln fliegen,
das gegnerische Schiff Feuer fängt und die Segel in fetzen herunter hängen.
Etwas dürftiger sehen die Land- und Schiffseinsätze aus. Hier hat man etwas
an der Texturqualität und den Objekten gespart. Besser hätten auch die
Animationen der Figuren aussehen können. Diese bewegen sich sehr hölzern durch
die Spielabschnitte. Zumindest wurden sie ordentlich modelliert. Daneben
erblicken wir immer wieder gut gemachte Zwischensequenzen. Diese treiben die
Story ansprechend voran. Der Sound ist grundlegend in Ordnung. Neben einer
stimmungsvollen Musik werden wir auch viele Ingamegeräusche zu hören
bekommen. Hinzu kommen gute deutsche Synchronsprecher, die den Charakteren
Leben einhauchen. Die Steuerung ist kinderleicht. Wirklich jeder wird damit
schnell klar kommen. Zum einen liegt es an der guten Einführung, die
wunderbar alle Möglichkeiten erklärt. Hinzu kommt, dass wir eigentlich nur
sehr wenig machen können. Das Schiff selber lässt sich vorbildlich steuern.
Alle Manöver kann man sicher ausführen und so entwickeln sich schnell
spannende Seegefechte. Etwas schlechter laufen die Kämpfe mit der Spielfigur
ab. Diese lenkt sich leider etwas schwammig. Kämpfen kann man natürlich
trotzdem gut, denn ist man nah genug an einen Gegner herangekommen, so braucht
man nur noch seine Schläge blocken und selber wild auf die Maustaste hauen.
Das bringt uns auch schon zur KI. Diese ist nicht sonderlich gut. Lediglich
bei den Bossgegnern werden wir einen Hauch von Widerstand verspüren. Fasst
man nun alles zusammen, so kann man - trotz diverser Kritikpunkte - insgesamt
mit der technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
Tortuga Two Treasures erfüllt leider nicht unsere hoch gesteckten
Erwartungen. Viele tolle Inhalte von anderen Ascaron-Piratenspielen hat der
Hersteller fallen gelassen. Übrig geblieben ist ein sehr lineares
Action-Adventure, das zumindest auf See viel Spaß macht. Wirklich gefallen
hat uns das Meer mit den netten Wasseroberflächen. Auch die komplette
Präsentation motiviert einen immer wieder, weiter zu spielen. Gute
Synchronsprecher verleihen den Figuren Leben und so folgt man der Story sehr
gerne. Allerdings gibt es auch Bereiche die nerven. So ist die Steuerung der
Spielfigur an Land wirklich anstrengend. Viel zu steif agieren wir hier und
da dann noch die Kämpfe sehr monoton ablaufen, freut man sich schon auf den
nächsten Seeeinsatz. Diese sind wenigstens spannend und machen - gerade
wegen der zeitgemäßen Grafik - sehr viel Spaß. Auch wenn das Spiel einen -
durch die ansprechende Story und Präsentation - an den Monitor fesselt,
bleibt doch ein fader Beigeschmack übrig. Spielerisch kann das Spiel leider
nicht mit anderen Topgames mithalten. Dennoch lohnt sich ein Kauf, denn für
ein paar Stunden kann das Piratenabenteuer einen gut unterhalten. Außerdem
erhaltet Ihr bei der Jubiläumsedition drei weitere Spiele und so ist das
Preis-Leistungsverhältnis mehr als in Ordnung. Wer also gerne Piratenspiele
mag und nichts gegen ein etwas langweiliges Gameplay hat, der darf gerne bei
diesem Spiel zuschlagen.
Features:
- Rasante, actiongeladene Story um Geheimnisse, Verrat und Liebe
- Intuitives, leicht erlernbares Gameplay
- Imposante Seegefechte
- Actionreiche Säbelkämpfe mit einzigartigen Special-Moves
- Unzählige Spezialitems für Seeschlacht und Nahkampf
- Große Anzahl verschiedenster Gegnertypen und Bossgegner
- Viele verschieden Nahkampf- und Bonuswaffen
- Hoher Detailgrad bei Schiffsmodellen und Mannschaft
- Hoch entwickeltes Schadensmodell für Schiffe
- Zahlreiche unterschiedliche Schiffs- und Munitionstypen
- Spektakuläre 3D-Kampf- und Wassereffekte
- Taktische Seemanöver zwischen Untiefen und Riffen
- Tag- und Nachtwechsel
- Ragdoll- und Physikeinbindung
- Auflösung: 1024 x 768 und höher
- 7.1 Surround
- Gamepad-Unterstützung
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