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Einleitung:
Die olympischen Winterspiele sind ohne
Zweifel das Sportereignis in diesem Winter. Natürlich kommt so ein
Großereignis nicht ohne ein passendes Spiel aus. Rechtzeitig zum Start des
Sportereignisses erscheint das 2k Sports-Spiel Torino 2006 in Deutschland.
Veröffentlicht wird das Spiel übrigens für Playstation 2, Xbox und PC. Wir
konnten jetzt die fertige PS2- und PC-Version testen. Ob sich das Spiel für sportinteressierte Spieler lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Torino 2006 kann der Spieler an acht Hauptdisziplinen teilnehmen und
versuchen, die olympischen Rekorde zu brechen. Grundlegend muss man erst
einmal erwähnen, dass beide Versionen identisch sind. Das sieht man auch
gleich am Hauptmenü, dass bei der PC- und PS2-Vesion keinerlei Unterschiede
aufweist. Dieses besteht aus 6 Feldern: Wettkampf - 15 Disziplinen,
Wettkampf - 9 Disziplinen, Wettkampf erstellen, Einzeldisziplinen, Rekorde
und Optionen. Wie gewohnt kann man bei Optionen alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Selbstverständlich darf der Spieler bei der
PC-Version ein wenig mehr einstellen - um das Spiel optimal auf seinem
Computer laufen zu lassen. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten
zurück. Am Anfang bietet sich erst einmal an, den Menüpunkt
Einzeldisziplinen auszuwählen. Hier kann man in aller Ruhe alle Sportarten
ausprobieren und bestehende Rekorde verbessern. Kommen wir mit allen
Disziplinen klar, so können wir entweder unter "Wettkampf - 15 Disziplinen"
oder "Wettkampf - 9 Disziplinen" vordefinierte Wettkämpfe absolvieren. Mögt
Ihr diese Wettbewerbe nicht, so dürft Ihr auch eigene Turniere erstellen.
Unter "Wettkampf erstellen" kann man alle möglichen Sportarten zu einem
Event zusammenfassen. Außerdem darf man seine erbrachten Leistungen zu jeder
Zeit unter Rekorde betrachten. Kommen wir nun zu den einzelnen Sportarten.
Grundlegend gibt es acht Disziplinen: Ski Alpin, Skisprung, Eisschnelllauf,
Ski-Langlauf, Biathlon, Bob, Rodeln und die Nordische Kombination. Bei
bestimmten Sportarten wird allerdings noch einmal unterteilt. So besteht Ski
Alpin aus Abfahrt, Slalom, Super-G und Riesenslalom. Der
Skisprung-Wettbewerb wird in Normal- und Großschanze aufgeteilt und das
Eisschnelllauf in die Längen 500, 1000 und 1500 Meter. Die letzte
Aufspaltung erfolgt beim Bob. Hier gibt es die beiden Klassen 4er Bob und
Frauenbob. Grundlegend kann das Spiel mit bis zu vier Spielern gespielt
werden. Diese wählen ein Land aus und können mit einer vordefinierten
Spielfigur an den einzelnen Wettbewerben teilnehmen. So etwas wie einen
Sportler selber entwerfen, können wir leider nicht. Das gleiche gilt für
Bereiche wie Training oder das Aufbauen eines Sportlers. Auch dieses ist
nicht vorhanden und so geht es reineweg darum, seine persönlichen Leistungen
zu verbessern. Kommen wir wieder zu den einzelnen Sportarten. Nachdem wir
nun die Spieleranzahl bestimmt haben, wird noch der Schwierigkeitsgrad
eingestellt. Je nach individuellen Fähigkeiten, kann man so immer eine
passende Herausforderung finden.
Die einzelnen Sportarten laufen dann
relativ einfach ab. Bei Ski Alpin bzw. einen der vier möglichen Disziplinen
steuern wir unseren Fahrer mit Links-/Rechts-Bewegungen. Außerdem dürfen wir
in die Hocke gehen um Geschwindigkeit aufzunehmen. Ist unser Fahrer zu
schnell, kann er außerdem noch Kanten um engere Kurven
zu fahren. Der Spieler sollte nun die Strecke fehlerfrei fahren und keine
Tore auslassen.
Wichtig ist natürlich wie immer der Start. Hier müssen wir zum richtigen
Zeitpunkt eine Taste aktivieren. Schaffen wir dieses, stößt sich unser
Sportler kraftvoll ab. Der Skisprung-Wettbewerb läuft ähnlich einfach ab.
Wer die RTL Skispringen-Reihe kennt, wird sofort parallelen feststellen.
Nachdem wir uns abgestoßen haben, versuchen wir die Balance zu halten.
Dieses geschieht über eine Kugel, die sich auf einer abgerundeten Linie
bewegt. Im richtigen Moment springen wir ab, halten in der Luft wieder die
Balance und landen am Ende vorbildlich ohne zu stürzen. Etwas komplizierter
ist der Eisschnelllauf. Hier sollen wir mit zwei Tasten unsere Sportlerin
auf touren bringen. In dieser Disziplin ist das richtige Timing von großer
Bedeutung, denn nur wenn wir rechtzeitig die vorgegebene Tasten drücken,
werden wir an Geschwindigkeit zulegen. Viel einfacher geht es beim
Ski-Langlauf zu. Bei dieser Sportart müssen wir nur die Geschwindigkeit mit
einer Taste bestimmen und unseren Sportler lenken. Nur wenn wir über das
Leistungsvermögen unseres Sportlers gehen, werden wir ernsthafte Probleme
bekommen. Hinzu kommen Abschnitte, in denen wir Sprints einlegen oder
geduckt Abfahrten herunter fahren sollen. Ähnlich läuft auch der
Biathlon-Wettbewerb ab. Der einzige Unterschied besteht darin, dass wir
mehrmals auf die Schießanlage müssen. Treffen wir die schwarzen Felder - mit
unserem Gewehr - nicht, werden wir kostbare Zeit einbüßen. Die
optisch eindrucksvollsten Bereiche sind ohne Zweifel das Bob fahren und
Rodeln. Wie immer sollten wir die Startphase optimal hinbekommen, damit wir
gute Zeiten fahren. In der Röhre angekommen, muss der Spieler versuchen,
sein Gefährt ruhig in der Bahn zu halten. Stoßen wir am Rand an,
verlangsamen wir uns und verlieren wertvolle Zeit. Als letzte Disziplin gibt
es noch die Nordische Kombination. Diese ist unterteilt in Skisprung und
Ski-Langlauf. Wie Ihr schon evtl. vermutet habt, laufen alle Sportarten sehr
einfach ab. Meistens müssen wir nur ein oder zwei Tasten drücken. Wer es ein
wenig schwieriger mag, kann zumindest noch den Schwierigkeitsgrad anpassen.
Dann ist es nicht mehr ganz so einfach aufs Treppchen zu kommen. Haben wir
in allen Sportarten die Bestleistungen aufgestellt, ist das Spiel leider
auch schon zu Ende. Mehr als die oben erwähnten Spielarten und Disziplinen
gibt es in diesem Sportspiel leider nicht. Dann bleibt nur noch der direkte
Vergleich mit menschlichen Spielern. Hier kommt dann noch einmal der ganz
große Spielspaß auf.
Technik:
Die Grafik ist in beiden Versionen ganz ansprechend. Die PC-Version sieht
allerdings ein wenig besser aus, da man hier eine höhere Auflösung und
bessere Texturen sieht. Hinzu kommen ein paar Effekte, die man so bei der
PS2-Version nicht erblickt. Allerdings sind die Erwartungen bei der PS2 -
durch die etwas veraltete Technik - auch nicht so hoch, wie bei einem
aktuellen Computer. Grundlegend kann das Spiel auf beiden Plattformen mit
aktuellen Konkurrenzprodukten gut mithalten. Nett anzusehen sind bei beiden
Versionen auch die ansprechend animierten Sportler. Diese bewegen sich
wirklich realistisch über den Bildschirm. Selbst die Zuschauer wurden ein
wenig animiert und alle Sportstätten sehen ansprechend aus. Nett ist auch
der Sound ausgefallen. Zuschauerschreie sind genauso vorhanden, wie
Umgebungsgeräusche. Außerdem begleiten uns ständig deutsche Sprecher mit
ihren Kommentaren. Diese lassen allerdings immer wieder die gleichen Sprüche
ab, die auch nicht immer zur aktuellen Situation passen. Die Steuerung ist
sehr einfach ausgefallen. Das liegt vor allem daran, dass der Spieler nicht
allzu viel machen kann. Meistens reicht es schon aus, wenn wir wenige Tasten
drücken. Eine wirkliche Herausforderung findet man auch nicht bei den
unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Diese machen die Disziplinen zwar
etwas anspruchsvoller aber wirklich schwer werden die Sportarten dadurch
auch nicht. Mit der Kamera gibt es keine Probleme. Die feste Ansicht hat
meistens alles im Blick und dank mehrerer Kamerapositionen, hat man sogar
die Möglichkeit, aus unterschiedlichen Perspektiven zu wählen. Fasst man
alles zusammen, so kann die technische Seite bei beiden Versionen
überzeugen.
Fazit:
Torino 2006 ist ein solides Sportspiel, das allerdings kaum
Herausforderungen bietet. Hinzu kommt, dass es nur wenige Sportarten gibt.
Es sind zwar 8 grundlegend verschiedene Disziplinen vorhanden aber diese
bieten kaum Variationen an. Schnell hat man in den einzelnen Sportarten die
Rekorde gebrochen und so gibt es nur noch ein paar Aufgaben (z.B. bestimmte
Geschwindigkeiten erreichen) die man lösen kann. Außerdem fehlt einem das
olympische Ambiente. Es gibt kaum Punkte im Spiel, die auf eine Olympiade
schließen lassen. Eine Eröffnungsfeier ist genauso wenig vorhanden, wie
Nationalhymnen oder original Sportlernamen. So könnte das Spiel auch eine
Europameisterschaft oder Weltmeisterschaft simulieren. Außerdem ist Torino
2006 nur eine Ansammlung an Einzeldisziplinen, die man auf Wunsch
hintereinander spielen kann. Noch nicht einmal ein Trainingsmodus oder ein
Shop gibt es. Somit hinkt das Spiel aktuellen Einzelwintersportspielen
hinterher. Trotzdem macht das Spiel viel Spaß, denn grundlegend wurden alle
Sportarten gut umgesetzt. Hinzu kommt, dass man keine lange
Einarbeitungszeit braucht. Schon nach ein oder zwei Versuchen wird man erste
Erfolge sehen. Wer das Spiel alleine spielt, wird allerdings schnell an die
Grenzen des Spiels kommen. Ein wenig anders sieht es im Mehrspielerbereich
aus. Spielt Ihr Torino 2006 mit Freunden, so kommt der ganz große Fun auf.
Wer also keine Simulationssportspiele mag und schnelle bzw. einfache
Sportspiele bevorzugt, wird viel Spaß mit dem Spiel haben. Allerdings
solltet Ihr mit Freunden spielen, damit das Spiel lange interessant bleibt.
Insgesamt hat uns das Spiel - trotz diverser Kritikpunkte - ganz gut
gefallen und daher können wir Torino 2006 auch allen PS2- bzw. PC-Spielern
zum Kauf empfehlen.
Features:
· Acht Disziplinen mit 15 verschiedenen Wettbewerben
· Realistische Präsentation der Sportarten
· Intuitive Steuerung macht das Spielen für jeden leicht zugänglich
· Großartige Langzeitmotivation, weil man immer besser werden oder die bis
zu drei Mitspieler vom Olympischen Treppchen verdrängen möchte
· Wunderschöne Winterlandschaften stellen die echten Austragungsorte
realistisch dar
· Die Sportarten:
o Alpin-Ski: Abfahrt Herren, Super-G Herren, Riesenslalom Damen, Slalom
Damen
o Skispringen (Normalschanze und Großschanze)
o Langlauf: 1,5 km Sprint Herren
o Nordische Kombination (Skispringen und Langlauf)
o Biathlon: 7,5 km Damen
o Eisschnelllauf: 500m Damen, 1000m Damen, 1500m Damen
o Bob: Zweier-Bob Damen, Viererbob Herren
o Rodeln Herren
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