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Einleitung:
Sportspiele gibt es auf
den Videospielsystemen wie Sand am Meer. Allerdings wird nicht jede Sportart mit
Spielen überschüttet. Eine eher weniger beachtete Sportart ist das Tennis.
Eine Serie, die schon seit Jahren gute Games für Möchtegerntennisspieler
liefert, ist die Top Spin-Reihe. Der aktuelle Teil mit dem Titel Top Spin 3
kommt jetzt von 2KSports auf den deutschen Markt. Das Tennisspiel wird
übrigens für Xbox 360, Playstation 3 und Nintendo Wii erscheinen. Wir
konnten uns die fertige PS3-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich Top
Spin 3 nicht nur für angehende Tennislegenden lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Test.
Zum Spiel:
Nachdem das Spiel auf der Festplatte der PS3 installiert und gestartet wurde
erscheint das Hauptmenü. Hier findet Ihr die Punkte Schaukampf, Karriere,
Turnierzentrale, Top Spin School, Spieler-Editor, Spielerbereich, Online und
Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt kann man wie immer die
spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer gerne ein Match mit anderen
Spielern bestreiten möchte, der kann dieses unter dem Punkt Online machen.
Einzel- aber auch Doppelwettkämpfe sind hier möglich. Im Vorfeld darf man
selbstverständlich alles so anpassen, wie man es gerne hätte. Bevor Ihr Euch
aber hier so richtig auslebt, sollte jeder erst einmal im Einzelspielermodus
sein Können unter Beweis stellen. Im Vorfeld kann man übrigens im
Spieler-Editor einen individuellen Sportler generieren. Dafür stehen 18
vordefinierte männliche und weibliche Charaktere zur Auswahl. Bekannten
Tennisgrößen werden wir übrigens auch auf den Platz sehen. Selbst ehemalige
Tennisstars wie Boris Becker sind diesmal vorhanden. Haben wir uns für einen
Charakter entschieden, so dürfen wir diesen noch in den Bereichen Körper,
Gesicht, Haare, Bart, Tatoos, Spielstil und Outfit anpassen. Einen Namen
usw. kann man dem angehenden Weltklassespieler natürlich auch geben. Im
Spielerbereich darf man nun u.a. die Attribute verbessern, im
Einkaufszentrum auf Einkaufstour gehen, den Spielerpass mit den aktuellen
Daten angucken oder die Statistik bzw. Geschichte ansehen. Damit
Neueinsteiger das Spiel und die Steuerung kennen lernen, bietet sich die Top
Spin School für jeden an. Hier kann man erste Erfahrung in dem Spiel sammeln
und kleine Tricks trainieren. Haben wir die praktischen Übungen gemeistert,
steht einer großen Karriere nichts mehr im Wege. Jetzt könnt Ihr Euch in den
Spielmodis Schaukampf, Karriere oder Turnierzentrale so richtig auslassen.
Bei zu letzt genannter Spielart darf man alle bekannten Tennisturniere der
Welt einzeln bestreiten. Ganz individuell werden im Vorfeld die
Einstellungen für den Wettkampf, Schwierigkeitsgrad, Satzanzahl usw.
bestimmt. Wer direkt auf den Platz stürmen möchte, kann dieses am besten im
Schaukampf machen.
Das Herzstück von Top Spin 3 ist ohne Zweifel der Karrieremodus. Hier
starten wir mit unserer Spielfigur in ein virtuelles Tennisspielerleben.
Unseren Sportler bringen wir hier mit Trainingseinheiten und Turnieren in
Form. Je besser wir werden und mehr Matches wir gewinnen, desto höher
steigen wir in der Weltrangliste auf. Etwas schade ist nur, dass es
eigentlich nur um die anstehenden Turniere geht. Wirkliche Nebenhandlungen
werden wir leider nicht sehen. Egal welche Spielart Ihr nun auswählt,
irgendwann geht es endlich auf den Court. Da es sich bei dem Spiel um eine
Simulation handelt, ist die Handhabung nicht gerade einfach. Ihr müsst immer
vorausschauend Handeln um die ankommenden Bälle richtig zu schlagen. Das
optimale Timing ist mal wieder äußerst wichtig. Vor allem muss man sich
daran gewöhnen, dass es diesmal wichtig ist, wann wir den Finger von der
Taste nehmen. Erst dann wird der Schlag ausgeführt. Außerdem ist die Dauer
unseres Tastendrucks für einen kraftvollen Schlag entscheidend. Das bedeutet
auch, dass alles viel realistischer aber auch gemächlicher abläuft. Das
Gameplay wird dadurch aber nicht einfacher. Da wir frühzeitig die Schläge
aktivieren und gleichzeitig unseren Spieler auf dem Court platzieren müssen,
kann so ein Ballwechsel richtig stressig werden. Vor allem das positionieren
der Figur fällt gerade zu Beginn nicht leicht. Nur wenn wir unseren Sportler
in der Nähe vom ankommenden Ball haben, wird der anschließende Schlag
richtig ausgeführt. Gelingt uns das nicht, geht der Schlag ins Netz, Aus
oder er wird sehr schwach gespielt. Hinzu kommt, dass wir kaum unsere Schläge
ändern dürfen. Einmal etwas aktiviert und es gibt kaum ein zurück.
Vorausschauendes Handeln ist also Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches
Spiel. Was zu Beginn noch recht kompliziert aussieht, wird später aber zu
einem realistischen Gameplay führen. Spannende Matches inklusive. So spielen
wir nun alleine oder im Doppel eine Partie nach der anderen und versuchen
unseren Gegenspieler vom Platz zu fegen.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man ganz zufrieden sein. Zum einen werden wir
eine zeitgemäße Grafik erblicken. Besonders die Spielfiguren und deren
individuelle Bewegungen können begeistern. Auch der Widererkennungswert ist
enorm, denn die virtuellen Sportler sehen ihren Originalen sehr ähnlich.
Hinzu kommen deren geschmeidige Animationen. Sie bewegen sich realistisch
über den Platz und so sieht man ihnen gerne zu. Auch mit den Plätzen und den
Hintergründen kann man gut leben. Hinzu kommen immer wieder eingespielte
Filme, die emotionsgeladene Sportler zeigen. Passende Einläufe fehlen ebenso
wenig und so kann man gerade bei der Präsentation wenig meckern. An diverse
Effekte wurde auch gedacht. Licht und Schattenspiele sind genauso vorhanden,
wie viele kleine Details. Vorhanden ist auch eine ordentliche Ballphysik.
Der Filzball verhält sich wirklich so, wie man es erwartet. Toll ist auch
der Sound. Die Ballwechsel klingen authentisch und auch das Publikum geht
begeistert mit. Hinzu kommt eine
stimmungsvolle Musik, die einen vor allem in den Menüs begleitet.
Ansprechend ist auch die KI der computergesteuerten Spieler. Die CPU-Figuren
verhalten sich fast menschlich und so sind selbst Spiele gegen den Computer
sehr spannend. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings recht hoch. Vor allem
im späteren Spielverlauf könnten Anfänger Probleme bekommen. Mit ein wenig
Übung werden aber auch ungeübte Spieler schnell erste Erfolge einfahren. Die
Steuerung ist so, wie man es von so einem Spiel erwartet. Unsere Spielfigur
lässt sich sehr einfach lenken und auch die verschiedenen Schläge werden
problemlos ausgeführt. Allerdings muss man sich mit der neuen Art der
Lenkung eine gewisse Zeit auseinandersetzen. Fasst man nun alles zusammen,
so gibt es kaum Kritikpunkte die wirklich stören.
Fazit:
Top Spin 3 ist ein gelungenes Tennisspiel, das einen über Wochen am
Bildschirm bindet. Trotz anfänglicher Probleme kann man sich an
die neue Art der Lenkung schnell gewöhnen. Hat man die Steuerung dann
verinnerlicht, so wird ein wirklich realistisches Tennisspiel ablaufen. Dank
eines
einstellbaren Schwierigkeitsgrads werden auch Anfänger schnell erste Erfolge
einfahren. Nett ist auch, dass Spielsituation und Fitness kurzfristig die
Fähigkeiten beeinflussen. So entstehen schnell sehr authentische Matches. An
viele Spielarten und einen Charaktereditor hat der Hersteller auch gedacht
und so wird eigentlich für jeden Tennisfan etwas dabei sein. Der
Realismusgrad wird dann noch durch eine erstklassige Präsentation und eine
gute Grafik erhöht. Wer also aktuell eine gute Tennissimulation sucht, der
wird mit dem neusten 2KSports-Spiel genau das richtige Game bekommen. Top
Spin 3 hat uns wirklich gut gefallen und daher können wir einen Kauf
befürworten.
Features:
- Ansprechendes neues Gameplay mit unglaublich präziser Spieler-Steuerung
- Detaillierte Spieler-Animationen, Ballphysik und Publikumsreaktionen
machen das Spiel optisch noch besser
- Umfangreiche Online-Modi für PS3.
- Evolutionary Visuals: Du kannst dabei zusehen, wie die Spieler immer
verschwitzter, müder und dreckiger werden, je länger das Match dauert.
Außerdem ändert sich das Wetter - vom strahlenden Sonnenschein zu dunklen
Regenwolken.
- Unglaublich realistische Plätze: Spiele in 46 verschiedenen Tennis Courts
auf der ganzen Welt.
- Bekannte Tennisspieler sind vorhanden: Mario Ancic, Tomá Berdych, James
Blake, Roger Federer, Tommy Haas, Justine Henin, Svetlana Kuznetsova, Amélie
Mauresmo, Gaël Monfils, Andy Murray, Rafael Nadal, David Nalbandian, Mark
Philippoussis, Andy Roddick, Maria Scharapova, Nicole Vaidiová, Caroline
Wozniacki und Tennislegenden wie Boris Becker Björn Borg Monica Seles
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