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Tony Tough 2: Der Klugscheißer kehrt zurück - Review (PC)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Adventurespiele gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Ist ein Spiel einigermaßen gut gelaufen, lässt ein Nachfolgeteil nicht lange auf sich warten. Das ist auch bei dem klassischen Point'n'Click-Abenteuer Tony Tough der Fall. Der erste Teil erblickte vor gut drei Jahren das Licht der Spielwelt. Jetzt kommt der offizielle Nachfolger mit dem Titel "Tony Tough 2: Der Klugscheißer kehrt zurück" auf den deutschen Markt. Wir konnten uns das neueste Anaconda-Game ein wenig genauer ansehen. Ob sich das lustige Spiel für angehende Privatdetektive lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie nicht anders zu erwarten, kommt Tony Tough 2 nicht ohne eine Story aus. Im Mittelpunkt des Spiels steht der kleine, wie geniale Privatdetektiv Tony Tough. Sein brandneues Abenteuer ist keine Fortsetzung des ersten Teils, sondern führt den Spieler tief in Tonys Vergangenheit - ins Jahr 1953, als er gerade 13 Lenze zählte. Washington, eine Kleinstadt im ewigen Staub New Mexicos. Bei der alten schwarzen Dame, Florence Cook, wird eingebrochen. Der Einbrecher, der offensichtlich nicht das findet, wonach er sucht, entwischt, und Florence nimmt das Geschehen so mit, dass sie am Tag darauf an einem Herzanfall stirbt. Tony Tough, einen 13 Jahre alten Lausbub, interessiert das wenig, obwohl Florences Nichte Cornelia das Hausmädchen der Toughs ist. Schon bald steckt er jedoch in einem spannenden Abenteuer: Im Laufe des Tages wird Cornelia entführt und einige magische Artefakte aus ihrem Erbe gestohlen. Tony beschließt, den Fall zu lösen. Schnell hat er eine heiße Spur und macht sich auf die Fährte des geheimnisvollen Entführers. Bevor wir nun in das Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü. Anders wie in anderen Spielen, besteht dieses nicht aus schnöden Menüpunkten. Vielmehr erblickt man den Laden von Alexis Biddle, der viele Objekte enthält. Diese entsprechen den typischen Menüpunkten. Da wäre zum einen die Pinnwand, bei der man einen bestehenden Spielstand laden kann. Außerdem darf der Spieler beim Radio die spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Klickt der Akteur dagegen auf das Bonbonglas, darf er sich Filmsequenzen ansehen. Am Anfang bleibt uns selbstverständlich nichts anderes übrig, wie die dicke Alexis anzusprechen. Nachdem wir dieses getan haben, startet das eigentliche Spiel. Bevor wir nun in die Rolle des gewieften Tony Tough schlüpfen, wird erst noch ein kleiner Film inkl. deutscher Sprachausgabe eingespielt. Dieser leitet das Spiel passend ein. Übrigens werden wir sehr häufig kleine Sequenzen zu sehen bekommen. Die Einspielungen treiben die Story gekonnt voran und so wird die ansprechende Geschichte gut erzählt. Zu Beginn durchlaufen wir erst einmal ein kleines Tutorial, indem die Steuerung erklärt wird. Nach einer weiteren Filmeinspielung kann das Spiel nun endlich beginnen.

Was schnell auffällt, ist der gute Humor in dem Spiel. Der kleine Detektiv hat bei jedem Gegenstand etwas zu sagen und selbst bei Gesprächen kann er seinen vorlauten Mund nicht halten. Die Dialoge laufen natürlich so ab, dass wir die Gesprächsthemen bestimmen können. Somit haben wir es selber in der Hand, worüber geredet wird. Neben den vielen doppeldeutigen Frage-Antwort-Spielchen soll der kleine Detektiv jeden Ort penibel nach nützlichen Gegenständen absuchen. Was unser Held gebrauchen kann, steckt er schnell in seine Tasche. Der Akteur kann zu jeder Zeit auf die Objekte zugreifen und diese gegebenenfalls an relevanten Orten benutzen. Da die Rätsel relativ logisch sind, ist schnell klar, was wir machen müssen. Allerdings bewahrt es uns nicht davor, alles im Vorfeld gründlich abzusuchen. Erst mit den gefundenen Gegenständen erhalten wir oftmals die nötigen Hinweise, um anschließend im Spiel weiter zu kommen. Es bleibt nicht aus, das der Spieler dennoch vieles ausprobieren muss, um überhaupt auf die Lösung zu kommen. Klappt etwas nicht, folgen vom kleinen Detektiven verneinende Antworten. Da der Hersteller dazu extra Dialoge eingebaut hat, die über den Standartsatz "das klappt nicht" hinausgehen, machen selbst Fehlversuche viel Spaß. Etwas nervig ist allerdings, dass wir oftmals erst eine Aktion ausführen sollen, um die nächste zu starten. Hat der Spieler ein Problem gelöst, muss er häufig alles noch einmal ausprobieren. Auf einmal klappt das nicht funktionierende doch und man fragt sich, warum der kleine Detektiv das nicht schon vorher konnte. Das gleiche gilt für die Hinweise im Spiel. Tony Tough wird sehr häufig in eine Umgebung geschmissen, in der es keine Hinweise auf mögliche Aufgaben gibt. Wären es immer kleine Areale, könnte man damit noch leben. Allerdings werden wir auch sehr weitläufige Umgebungen erblicken. So erkunden wir nun die Umgebung, sammeln viele nützliche Gegenstände ein, benutzen diese genretypisch um kleinere Rätsel zu lösen und führen unzählige witzige Gespräche. Das ganze wird dann noch durch kleine Filmsequenzen zusammengehalten, die wunderbar die Story erzählen. Das Ende werden wir leider schon recht schnell sehen, denn Tony Tough 2 ist ein sehr kurzes Spiel.

 

Technik:

Bei der Grafik gibt es gute aber auch schlechte Seiten. Zum einen werden wir viele unterschiedliche Umgebungen zu sehen bekommen. Diese hauen einen allerdings nicht wirklich vom Hocker. Zum Teil liegt es an den mittelmäßigen Texturen und zum anderen, an den doch dürftigen Effekten. Allerdings kann der Comiclook insgesamt gut gefallen. Häuser, Straßen und Einrichtung laden zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Leider strotzt nicht jeder Raum mit vielen Details und so gibt es hier doch große Unterschiede. Daneben werden wir diverse unterschiedliche Figuren erblicken, die zum Glück nicht statisch platziert wurden. Die Charaktere sind nett modelliert und animiert und so kann man ihnen gut bei ihren Aktivitäten zusehen. Hinzu kommen dann noch ein paar Grafikfehler, die das Gameplay allerdings nicht negativ beeinflussen. Etwas störend ist allerdings die Kameraführung. Diese schwenkt oftmals zwischen den Perspektiven und so sind ungewollte Aktionen nicht selten. Daneben werden auch noch viele gerenderte Videos eingespielt. Da die Filme die Story wunderbar zusammenhalten, kann man mit der kompletten Präsentation sehr gut leben. Etwas fraglich ist allerdings, warum hin und wieder DivX-Logo ins Bild rutschen. Wirklich professionell sieht dieses nicht aus. Das bringt uns zum Sound. Auch hier ist leider nicht alles perfekt. Da wären zum einen die Umgebungsgeräusche. Diese sind zwar vorhanden, allerdings werden sie nicht passend eingespielt. Je nach Kameraschwenk verschwindet auch mal ein Geräusch. Kurze Zeit später taucht der Ton dann unerwartet wieder auf. Warum, weiß keiner. Zumindest dürfen wir einer stimmungsvollen Musik lauschen. Das absolute Highlight ist eindeutig die Sprachausgabe. Der Hersteller konnte viele bekannte Sprecher engagieren. Wir werden neben der bekannten Stimme von "Das kleine Arschloch" auch Schauspieler wie Sky du Mont, Peter Lohmeyer, Ruth Moschner oder Herbert Feuerstein zu hören bekommen. Da die Gespräche sehr witzig ablaufen, kann man ihnen sehr gut folgen. Die Steuerung ist relativ einfach. Dank eines kleinen Einführungsbereiches und einer guten Beschreibung im Handbuch, hat man die Lenkung schnell erlernt. Da man dann noch alle Aktionen sicher ausführen kann, wir jeder sehr schnell in das Spiel einsteigen können. Obwohl es einige kleine Probleme bei der Technik gibt, kann man grundlegend mit dieser zufrieden sein.

 

Fazit:

Tony Tough 2 ist ohne Zweifel ein nettes Adventurespiel. Viele witzige Dialoge sind genauso vorhanden, wie genretypische Rätsel. Da wir immer wieder etwas anderes erledigen sollen, kommt selten Langeweile auf. Obwohl die Aufgaben recht logisch sind, wird der Spieler dennoch sehr häufig verwirrt durch die Gegend rennen. Das liegt vor allem an den fehlenden Hinweisen im Spiel. Hinzu kommt die Tatsache, dass manche Aktionen erst möglich sind, wenn wir etwas erledigt haben. Auf Dauer ist das sehr frustrierend. Außerdem gibt es in dem Spiel noch viele unnötige und nervige Laufwege. Allerdings ist nicht alles schlecht. Vor allem die Story und der etwas abgedrehte Humor reißen vieles wieder raus. Da dann noch alles durch gut gemachte Zwischensequenzen zusammengehalten wird, kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Allerdings sind wir nicht sehr lange gefesselt, denn das Game ist nach wenigen Stunden beendet. Hier erwartet man doch ein wenig mehr von einem Vollpreisspiel. Auch wenn es einige Kritikpunkte gibt, kann Tony Tough 2 für ein paar Stunden gut unterhalten. Wer also witzige Adventurespiele mag und über manche Kritikpunkte hinwegsehen kann, darf gerne zuschlagen.

 

Features:

- Brandneue 2,5D-Engine, 3D-Charaktere
- 30 Locations mit mehr als 100 Screens
- Klassische Point & Click-Steuerung Wunderschöne Hintergründe im 50er Jahre-Stil
- Abgefahrene Story um Aliens, Indianer, Perücken und Tapire
- Rabenschwarzer Humor
- Echtzeitschatten, dynamischer Tag/Nacht- und Wetterwechsel in Echtzeit
- Erstklassige Sprachausgabe mit Top-Comedians

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Tony Tough 2: Der Klugscheißer kehrt zurück (PC)

 
 Tony Tough 2
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 75 %  
Sound: 70 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 78 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  77 %  

Systemanforderungen:

- Windows 98/ME/2000/XP
- 800 MHz P3 oder vergleichbar
- 128 MB RAM
- 32 MB DirectX-kompatible Grafikkarte
- DirectX-kompatible Soundkarte
- 700 MB freier Festplattenspeicher

 


 

 

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