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Einleitung:
Eine der bekanntesten Figuren im Spielebereich dürfte Lara Croft sein, die
schon seid Jahren Spieler in ihren Bann zieht. Kaum eine andere Spielfigur
begeistert seid einer so langen Zeit Jung und Alt und so ist es auch kein
Wunder, das Eidos bzw. Core immer wieder neue Folgen auf den Markt bringt -
die sich alle sehr gut verkaufen konnten. Nun erscheint der sechste Teil auf
der Playstation 2 und Spieler können wieder die Abenteuer der vollbusigen
Archäologin genießen. Ob das Spiel an die Klasse der alten Teile heran
kommt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie auch schon in den anderen Teilen wird die schöne Lara nicht ohne Grund
auf die Menschheit losgelassen. Gleich zu Beginn des Spiels erleben wir ein
Streitgespräch zwischen Lara und ihrem Mentor. Dabei kommen viele Fragen
auf, besonders weil der alte Wissenschaftler ermordet wird. Bevor Lara nun
mehr erfahren kann wird sie von der Polizei überrascht, die sie für einen
Serienkiller halten. Nach einem weiteren Intro übernimmt der Spieler nun die
Steuerung der Heldin. Wir befinden uns in Paris - um genauer zu sein in
einem Hinterhof, wo wir die neue Steuerung erst einmal kennen lernen können.
Leider wurde die alte nicht beibehalten und so müssen eingefleischte Tomb
Raider Spieler sich erst einmal umstellen, bevor sie in altbekannter
Sicherheit durch die Level agieren können. Aber keine Angst, die sportliche
Schönheit kann immer noch alle Aktionen ausführen die wir aus den alten
Teilen kennen. Neu hinzu kommt jetzt auch noch eine frei schwenkbare Kamera
die Neueinsteiger bestimmt besser gefällt wie alteingesessene Croft Fans.
Neu ist auch das die Steuerung nur noch über den Analogstick erfolgt. Die
Zeiten in der man Lara mit dem Digitalkreuz lenkt sind endgültig vorbei.
Bevor jetzt aber viele aufschreien muss man sagen das dieses notwenig wurde,
da sich Lara an der Kameraposition orientiert. Je nach Blickrichtung ändert
sich die Richtung in der sich Lara mit dem Stickeinschlag bewegt. Wer sich
ausrichten möchte darf allerdings immer noch den Blickwinkel hinter Lara
ändern, so das man in altbekannter Weise einen Sprung koordinieren kann. Nun
kommt es auch darauf an wie stark der Spieler den Stick einschlägt. Mit
leichtem Einschlag geht die Heldin, während sie bei Volleinschlag anfängt zu
laufen. In schwierigen Situationen darf man aber immer noch auf die
Gehen-Taste zurückgreifen um sicher an Kanten zu stellen.
Lara ist natürlich wieder einmal sehr athletisch und so verfügt sie über
eine Reihe von Bewegungen. Diese sind auch notwenig denn wie immer stehen
Klettereinlagen, Hangeln und Springen im Mittelpunkt des Geschehens. Neben
Leitern kann Lara nun auch Abflussrohre als Kletterhilfe benutzen. Daneben
wird der Spieler im späteren Spielverlauf auch noch neue Fähigkeiten
bewundern dürfen. Wer nun glaubt das die Klettereinlagen in den alten Teilen
anspruchsvoll waren sollte sich im neusten Teil auf was gefasst machen. Der
Hersteller hat die Klettereinlage mit einer Erschöpfungsleiste erweitert,
die anzeigt, wie lange sich die Heldin noch festhalten kann. Für viele
Hangeleinlagen benötigt sie nun auch eine gewisse Kraft die nicht immer
sofort vorhanden ist. Oft muss der Spieler erst andere Aktionen ausführen
damit Lara mehr Kraft bekommt. Das kann mal eine Kiste sein die verschoben
wird oder ein Schloss das mit einem Brecheisen geöffnet werden muss. Erst
jetzt kann man vorher unmögliche Hangeleinlagen bewältigen oder Schalter
betätigen. Ein gewisses Stirnrunzeln wird diese Art von Aufbauen zwar bei
vielen Spielern hervorrufen aber ganz unnütz ist diese Spielerweiterung
nicht. So ist man gezwungen sich in den großen Leveln umzuschauen um die
nötigen Aufgaben zu finden. Diese sind allerdings nicht besonders versteckt
worden, denn Lara erkennt die Aufgaben recht eigenständig und gibt den
Spieler mit Worten und Textpassagen nötige Hinweise. Nebenbei könnt Ihr dann
auch noch nützliche Items finden die überall herum liegen.
Diese Items kennt man ja schon aus den Vorgängerteilen. Aber auch hier hat
sich was geändert. Denn neben Waffen, Munition und Medi-Kits kann man auch
Wertgegenstände oder Geld finden. In Paris darf der Spieler dann beim
Pfandleiher diese Wertgegenstände in bare Münze umsetzen. Viel bringt dieses
Bargeld zwar nicht aber ab und zu muss es mal eingesetzt werden um Leute zu
bestechen oder eine Wette abzuschließen. Auch das Heilen wurde erweitert.
Diesmal heilen außer Medi-Kits auch Nahrungsmittel die schöne Heldin. Auch
Medikamente um Blutungen zu stoppen spielen eine wichtige Rolle. Ein
weiteres Highlight in dem Spiel ist die Interaktion mit anderen Personen. So
müssen zum ersten mal auch Passanten befragt werden um Rätsel zu lösen. Es
wird ein ganz neues Spielgefühl vermittelt. Daneben findet Ihr auch viele
andere Rätsel die Ihr lösen müsst. Dabei sind Gegenstände finden genauso
vertreten wie z.B. Symbolrätsel.
Daneben wurde auch viel wert auf Action gelegt. So trifft die Archäologin
auf Wachen, Gangster, zahlreiche Tiere und Skelette. Wie nicht anders zu
erwarten werden diese mit diversen Waffen niedergestreckt. Die typischen
Pistolen fehlen genauso wenig wie das Schrotgewehr oder ein Sturmgewehr. Wie
man es aus den anderen Teilen kennt soll der Spieler auch diesmal nicht
selber zielen. Eine automatische Zielerfassung übernimmt die Arbeit für
Euch. So machen auch viele Gegner keine Probleme, was auch daran liegt das
die KI der Feinde nicht besonders hoch ist. Viel zu oft verhalten sie sich
leider plump und sehr berechnend. Die Feindesbekämpfung wurde aber auch in
diesem Spiel erweitert. Wer Metal Gear Solid kennt wird schnell parallelen
feststellen, denn Lara kann ebenfalls von hinten anschleichen um dann Gegner
überraschend mit Schlägen und Griffen nieder zu machen. Wenn das nicht
reicht und die Munition zu Ende geht kann auch den Nahkampf anzetteln. Durch
diverse Tritte lassen sich selbst starke Gegner schnell niederstrecken.
Vielmehr Umstände machen da schon andere Probleme wie Gas, das mit der Zeit
Stockwerke so einnebelt das Lara nicht mehr Atmen kann. Rundum wird man
viele neue Feature sehen was vor allem bei Übersättigten Lara-Fans ankommen
dürfte. Vor allem können sich alle auf den später spielbaren Charakter
Kurtis Trent freuen.
Technik:
Viele neue Features wurden in dem Spiel eingebaut. Leider muss man aber
feststellen, das nicht alles perfekt funktioniert. Optisch bietet das Spiel
eine zeitgemäße Grafik. Auch die Animation der Hauptfigur wurde gut
verwirklicht, auch wenn sie sich ein wenig hölzern bewegt. Schlechter sieht
es da schon bei den Texturen aus, die nicht immer gleich gute Qualität
aufweisen. Ab und zu werdet ihr aber Level erblicken die einfach Klasse
aussehen. Dafür wird der Spieler permanent mit guten Effekten wie Flimmern,
Explosionen, Feuer usw. verwöhnt. Besser kommt der Sound weg, der vor allen
wegen der Synchronisation überzeugen kann. Auch die restlichen Geräusche
kommen sehr gut rüber und verstärken die Spannung. Größere Probleme gibt es
dann mit der Kameraführung die nicht immer optimal ist und oft auch an
Wänden hängen bleibt. Gerade bei engen Räumen schafft die Kamera nicht immer
den Durchbruch durch die Wand, so dass der Spieler seine Spielfigur nur
hinter eine Wand erahnen kann. Zum Glück kann man diese mit dem Pad
korrigieren. Auch Clippingfehler trüben das Bild ein wenig. Die Steuerung
ist auch so ein Problemfall. Grundsätzlich ist die neue Steuerung notwenig
geworden aber viele Aktionen sind oftmals zu unpräzise und zu schwammig, so
das man einige Zeit benötigt bis man einigermaßen sicher durch die Level
agiert. Dagegen funktioniert perfekt das Schleichen so das Lara sich kaum
vor Sam Fisher verstecken muss. Insgesamt ist die technische Seite des
Spiels leider nicht perfekt. Zu viele Fehler trüben das Spielvergnügen. Dank
vieler neuen Feature wird dieses ein wenig überblendet so das man bei
Wohlwollen darüber hinweg sehen kann.
Fazit:
Insgesamt gesehen hat Lara den Sprung auf die Playstation 2 recht gut
geschafft - auch wenn nicht alles Perfekt ist. Positiv fällt die düstere und
gute Story auf die das Spiel trägt und die von guten Intros miterzählt wird.
Auch die Level und deren Architektur können überzeugen, genauso wie die
neuen Feature wie z.B. die Stealth-Attake. Grafik und auch Sound stimmen bei
dem Spiel, so dass man kaum klagen kann. Leider wird das Spielvergnügen ein
wenig getrübt. So stört die Steuerung mit der Zeit doch ein wenig - vor
allem weil sie sehr ungenau ist und so kommt es regelmäßig vor, dass Ihr
Eure Spielfigur in den Tod springen lasst. Auch die KI der Gegner ist nicht
besonders gut, was die Actioneinlagen etwas langweilig werden lassen.
Zumindest kann man dem Hersteller zugestehen, dass er sich diesmal viel Mühe
gegeben hat neue Elemente in das Spiel einzubauen. So können sich alle
Spieler auf viele neue Feature freuen die man bis jetzt noch nicht in Tomb
Raider Spielen gesehen hat. So macht das Spiel auch trotz diverser
technischen Macken Spaß und wer damit Leben kann wird Lara in einem etwas
anderen Spiel bewundern können. Auch wenn Tomb Raider: The Angel of Darkness
nicht perfekt ist macht es soviel Freude, das wir das Spiel zum Kauf
empfehlen können.
Features:
- Charakter-Entwicklung - Lara passt sich Ihrem individuellen Stil an. Jedes
gelöste Rätsel verbessert Laras Fähigkeiten und erhöht z.B. ihre
Sprungkraft, die Körperstärke, die Reaktionsgeschwindigkeit usw.
- Interaktion - Erstmalig in Tomb Raider kann Lara mit anderen Charakteren
kommunizieren. Die in den Konversationen gewählten Optionen bestimmen Laras
Weg durch das Spiel.
- Grafik-Innovation - Die brandneue Engine nutzt die volle Power der
PlayStation®2. Lara wurde mit mehr als 5.000 Polygonen ausgestattet. In den
vorherigen Tomb Raider Spielen waren es nur 500 Polygone.
- Eine neue Spielerfahrung - Das komplett neue Controller-System gibt dem
Spieler die direkte und flüssige Kontrolle über Lara - ein unschätzbarer
Vorteil bei Kämpfen gegen übermächtige Gegner, lautlosen Stealth-Attacken
und waghalsigen Klettermanövern.
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