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Tom Clancy's EndWar - Review (Xbox 360)

Wertung:
89 %

Einleitung:  

Das Strategiegenre hat sich in den letzten Jahren auch auf den diversen Videospielsystemen breit gemacht und das, obwohl viele Jahre lang gesagt wurde, dass man solche Spiele nicht auf Konsole umsetzten kann. Dass es doch geht, haben mittlerweile viele Spiele bewiesen. Ein Game das aktuell den Genrethron anpeilt, ist das Ubisoftspiel Tom Clancy´s Endwar. Schon im Vorfeld sorgt das Strategiespiel für viel Wirbel, denn der Hersteller hat eine Sprachsteuerung angekündigt. Wir konnten uns jetzt die fertige Xbox 360-Version ausgiebig ansehen. Ob nicht nur die Steuerung frischen Wind in das Genre bringt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Wie in jedem Tom Clancy-Spiel werden wir auch in diesem Strategiespiel in eine fiktive Zukunft geschickt. Das Unvorstellbare geschieht 2016 ... 20 Millionen Menschen sterben durch einen Atomkrieg im Nahen Osten. Die weltweite Ölversorgung bricht zusammen. Der Rohölpreis steigt auf 800 Dollar pro Barrel. Ein Jahr später löst sich das Schreckgespenst des Atomkriegs in Luft auf: Die USA und Europa bauen ein umfassendes Abwehrsystem gegen Interkontinentalraketen im Weltraum auf. Bald darauf zieht Russland mit einem eigenen modernen Raketenschild nach. Strategisch geführte Atomkriege sind nun nicht mehr möglich. Russland wird zum größten Energielieferanten der Welt und kommt in den Genuss eines unglaublichen Wirtschaftsbooms. Seinen neuen Reichtum nutzt Russland, um sich wieder als Supermacht zu etablieren und die Schlagkraft seines Militärs zu erneuern. Westeuropa vereinigt sich zur Europäischen Föderation. Bemerkenswert ist, dass das Vereinigte Königreich und Irland nicht mit von der Partie sind. Die neue Nation wird zur nächsten Supermacht des 21. Jahrhunderts. 2020 stehen die Vereinigten Staaten kurz davor, die Freedom Star fertigzustellen, eine umstrittene orbitale Waffenplattform, die das Gleichgewicht der Kräfte auf der Erde durcheinander wirbelt. Unter Protest tritt die Europäische Föderation aus der NATO aus. Die Spannungen zwischen ihr, den USA und Russland steigen und erreichen bald den Höhepunkt. Der letzte Krieg der Menschheit zeichnet sich ab. Der Spieler erlebt somit mit Tom Clancy's EndWar den virtuellen, spielerischen Dritten Weltkrieg. Da das Spiel per Sprachsteuerung gespielt wird, sollte jeder ein Headset sein eigen nennen. Der Spieler schlüpft nun in die Rolle eines Kommandanten einer der drei Fraktionen (Europa, Russland oder Amerika). Wir werden übrigens alle Parteien kennen lernen. So kann man später besser entscheiden, welche der drei Fraktionen man in den Endwar führt. In der Kampagne wird in einem kurzen Briefing eine Mission passend eingeleitet. Wir erhalten hier Informationen über das Einsatzgebiet und die Ziel. Dabei laufen die Einsätze nicht linear ab, denn über eine Weltkarte darf man zwischen mehreren Levels wählen. Nach jedem Einsatz wird die Karte neu aufgebaut, wodurch das Kriegsgeschehen dynamisch dargestellt wird.

Kommen wir nun zu den Schlachten. Bevor es losgeht, sucht sich der Spieler seine Truppen aus. Unsere Einheiten steuern wir, wie oben schon erwähnt, über die recht gut funktionierende Sprachsteuerung. Ihr sollt nun über das Heatset und eine Schultertaste diverse Befehle erteilen. Die jeweils möglichen werden über ein Menü dargestellt. Unsere Einheiten selber werden am unteren Bildschirmrand angezeigt. Jede Truppe hat eine Nummer und so lauten unsere Befehle z.B. Einheit X - Angriff - Feind oder Ort Y. Nachdem wir die Schultertaste wieder losgelassen haben, wird der Befehl dann direkt ausgeführt. Das klappt auch sehr gut und spätestens nach ein bis zwei Gefechten geht diese Art der Lenkung direkt ins Blut über. Wahlweise darf man natürlich auch Befehle über die Tasten des Controllers geben. Wir erblicken nun das Schlachtfeld und unsere Einheiten aus einer frei einstellbaren Vogelperspektive. Es ist uns komplett freigestellt, ob wir die Kamera ganz nah an den Einheiten oder etwas weiter entfernt ausrichten. Zwischen den Einheiten kann man dann noch hin und her schalten, wodurch wir die Umgebung aus der Perspektive der jeweiligen Einheit sehen. Allerdings nur so weit, wie deren Sichtlinie geht. Daneben gibt es noch eine kleine Karte, die mehr Übersicht bietet. Die Missionsziele sind dann recht genretypisch. Mal sollt Ihr einen Ort erobern oder verteidigen und den Feind besiegen. Auf der Karte befinden sich dann noch spezielle Gebäude. Erobert man diese, so dürfen neue Einheiten wie Panzer, Infanterie, Hubschrauber oder spezielle Angriffe bzw. Fähigkeiten wie Luftschlag angefordert werden. Wir werden also keinen Basisbau oder so etwas in dem Spiel erleben. Der Akteur muss bei der Zusammenstellung seiner Armee immer darauf achten, dass diese ausgewogen ist. Schließlich kann nicht jede Einheit gegen Hubschrauber bestehen und nicht jeder Truppenteil wird lange gegen anstürmende Panzer durchhalten. Unsere Einheiten muss man außerdem permanent taktisch klug gegen die Feinde und deren Stellungen einsetzen. Wer jetzt seinen Feind flankiert und mit den richtigen Einheiten angreift, wird schnell als Sieger vom Schlachtfeld gehen. Daneben darf man auch noch die Einheiten nach einem Kampf in den Bereichen Schnelligkeit, Feuerkraft oder Verteidigung verbessern. Genretypisch sind erfahrene Einheiten um einiges effektiver, wie neu erworbene Truppen. Daher achten immer darauf, dass ihr Eure Jungs nicht grundlos in den Tod schickt. Die Schlachten selber werden natürlich an diversen Orten ausgetragen. Waldgebiete sind genauso vorhanden wie bekannte Städte. Wer dann genug von den Einzelspielerschlachten hat, der darf sich auch gegen menschliche Spieler auslassen. Wahlweise können bei Tom Clancy's EndWar in Onlinemultiplayerschlachten bis zu vier menschliche Spieler an eine Schlacht teilnehmen. 2 gegen 2 Spiele im Koop-Modus sind ebenfalls möglich.

 

Technik:

Optisch sieht das Strategiespiel ganz schick aus. Die Kämpfe und anschließende Explosionen werden effektreich in Szene gesetzt und so schaut man dem Geschehen gerne zu. Hinzu kommen sehr detaillierte Einheiten, die vor allem in der Nahansicht voll zur Geltung kommen. Etwas dröger sehen allerdings die Umgebungen aus. Zwar wurden viele Gebäude, Vegetation und diverse Objekte eingebaut, dennoch wirkt alles ein wenig karg. Hinzu kommen nicht ganz so gute Texturen. Zum Glück wird man durch ordentliche Lichtspielereien und ein Effektfeuerwerk anständig entschädigt. Der Sound trägt ebenfalls zur guten Atmosphäre bei. Deutsche Sprecher werden permanent eingespielt, Explosionen bringen unsere Boxen ständig in Schwingung und diverse Ingamegeräusche begleiten das Geschehen. Außerdem gönnt man uns fetzige Soundtracks. Mit der Kamera kann man ebenfalls gut leben. Da man diese permanent einstellt, ist man selber für einen guten Blickwinkel zuständig. Die Steuerung ist wohl das Glanzstück des Spiels. Klar kann man das Game auch mit dem Pad spielen. Die Menüs sind aufgeräumt und nicht überladen und die Einheiten folgen unseren Anweisungen sofort. Das richtige mittendrin Gefühl kommt allerdings durch die Sprachsteuerung auf. Diese Funktioniert ohne Probleme. Schon nach wenigen Minuten hat man das System verstanden und so kann man direkt in das Spiel eintauchen. Zufrieden kann man auch mit dem Schwierigkeitsgrad sein. Dieser bietet für Anfänger aber auch Genrekenner eine passende Herausforderung. Das liegt natürlich auch an der KI der Gegner. Diese verhalten sich eigentlich ganz geschickt. Hierdurch entstehen fast immer spannende Kämpfe. Fasst man nun alles zusammen, so kann man sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.

 

Fazit:

Tom Clancy's EndWar ist ein wirklich tolles Echtzeitstrategiespiel. Klar bietet es nicht die Spieltiefe, wie andere Genrevertreter die auf Basenbau setzten. Das stört allerdings nur wenig, denn die Schlachten laufen sehr spannend und effektreich ab. Dank einer guten Kameraführung bekommt man auch schnell das Gefühl, mitten drin zu sein. Dazu trägt selbstverständlich auch die Sprachsteuerung bei. Diese funktioniert erfreulich einfach. Schnell hat man das System verstanden und da dann noch die Einheiten ohne Probleme auf uns hören, kann man direkt in das Spiel eintauchen. Genrefetischisten werden notgedrungen bemängeln, dass es ruhig ein paar Einheiten mehr geben könnte oder das die Missionsvielfalt etwas differenzierter sein dürfte. Ein wenig Recht muss man ihnen schon geben. Allerdings schmälern diese Sachen nicht das wirklich gute Gameplay. Tom Clancy's EndWar spielt sich flott und einfach und da man nicht ständig auf sein Pad eindreschen muss, kann man es wirklich gut zur Entspannung spielen. Wer also schon immer einmal mit Worten seine virtuellen Jungs über das Schlachtfeld scheuchen wollte, der hat jetzt die Gelegenheit dazu. Das neuste Ubisoftspiel zeigt eindrucksvoll, dass Strategiespiele auch auf Konsole gut funktionieren und somit können wir das Game jeden Genrefan ans Herz legen.

 

Features:

- Der Spieler wagt sich in den Krieg, ohne den Controller auch nur einmal in die Hand genommen zu haben - und das alles dank der revolutionären Sprachsteuerung.
- Der Spieler erlebt eine erschreckend realistische Darstellung des Dritten Weltkriegs im cineastischen Stile eines Thrillers.
- Zur Auswahl stehen 40 auf realen Schauplätzen basierende Schlachtfelder in Europa und den Vereinigten Staaten. Darunter befinden sich u.a. Washington D.C., Paris und Moskau.
- EndWar bietet anpassbare Armeen und ein Einheiten-Rang-System. Hunderte von Upgrades sorgen für grenzenlosen Langzeitspielspaß.
- Die Mehrspieler-Kampagne bietet weltweite Online-Kämpfe mit komplett anpassbaren Bataillonen und Einheiten.
- Der Spieler verfolgt eine fortschreitende Zerstörung in einem spektakulären Detailgrad, erzeugt durch Hunderte von Einheiten auf einem komplett zerstörbaren Schlachtfeld.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Tom Clancy's EndWar (Xbox 360)

 
 Tom Clancy's End War
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 89 %  
Sound: 87 %  
Bedienung: 94 %  
Singleplayer: 87 %  
Multiplayer: 89 %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  89 %  



 

 

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