Nach dem recht
erfolgreichen Start der Think-Reihe vor gut einem Jahr, läutet dtp Young
Entertainment jetzt die zweite Runde ein. Mit Think Logiktrainer: Think
again kann man nun erneut seine geistigen und kreativen Fähigkeiten
ordentlich trainieren. Das Spiel entstand mal wieder in Zusammenarbeit mit
dem Ravensburger Spieleverlag. Ob auch der zweite Teil an alte Erfolge
anknüpfen kann und ob sich die Anschaffung für alle Gehirnakrobaten lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
Es ist wieder Zeit, seinen Kopf zu trainieren. Nach dem erfolgreichen ersten
Teil bietet Think Logiktrainer: Think again noch mehr Mental-Übungen und
noch mehr Abwechslung. Wie im ersten Teil findet Ihr auch in diesem Spiel
wieder Aufgaben, die auf dem gleichnamigen Trainingsprogramm der Think-Reihe
des Ravensburger Spieleverlags basieren. Bevor wir ins Detail gehen, wollen
wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde,
muss entweder eines von vier Profilen angelegt werden oder wahlweise darf
man gegen einen anderen Spieler im Mehrspieler Hot-Seat oder
Multi-Karten-Spiel antreten. Duelle in den Spielarten Sprint, Marathon und
Olympiade sind hier möglich. Im Vorfeld sollte allerdings jeder erst einmal
im Einzelspielerbereich sein Können unter Beweis stellen. Dazu muss der
Gamer zu Beginn seinen Namen eingeben. Es folgt ein Trainingsbereich. Dieser
besteht aus 7 Oberbereichen. Jeder der Oberbereiche ist dann noch in 3
Unterbereiche aufgeteilt. Man wählt nun eine der sieben Hauptkategorien
Sprache, Gedächtnis, Mathematik, Räumliches Denken, Auffassung, Logik oder
Audiovisuell aus. Nachdem wir uns für eines der drei folgenden
Übungsbereiche entschieden haben, muss nur noch der Schwierigkeitsgrad
bestimmt werden. Im Anschluss starten wir in die einzelnen Übungen. Damit
der Einstieg nicht zu schwierig fällt, wird alles durch einen hilfreichen
Professor ausführlich erklärt. Nun sollen wir mit Hilfe des Touchpen die
gestellten Aufgaben lösen. Diese sind recht vielseitig, denn jeder der 21
Aufgaben beschäftigt sich mit einer anderen Denksportaufgabe. So sollen wir
unser Gedächtnis oder unser Sprachgefühl, mathematische Fähigkeiten,
räumliches Vorstellungsvermögen, unsere Auffassungsgabe, das logische Denken
oder die audiovisuelle Wahrnehmung trainieren. Dazu finden wir in kleinen
Minispielen z.B. Pärchen oder wir ordnen Zahnräder so an, dass sie
anschließend auch funktionieren. In einer anderen Übung besitzen Ballons
Zahlen, die wir schnell eintippen sollen oder wir zerlegen Würfel. Daneben
lösen wir noch Kopfrechenaufgaben, merken uns Namen oder buchstabieren ein
vorgesagtes Wort. Dank der vielen unterschiedlichen Herausforderungen wird
man wirklich ordentlich gefordert. Damit die Motivation nicht nachlässt,
wird jede Übung im Anschluss mit einer Skala bewertet. So kann man durch
wiederholen der Übungen seine Leistungen immer wieder verbessern. Das war
noch nicht alles. Daneben gibt es noch den Think Quotient. Das ist eine Art
Wertungsskala für den Erfolg unseres Trainings. Dieser ist in drei Varianten
aufgeteilt: Springt, Marathon und Olympiade. Bei Sprint werden aus einem
zufällig gewählten Oberbereich drei Module absolviert. Im Marathon dagegen
wird aus allen sieben Oberbereichen jeweils ein zufällig gewähltes Modul
gespielt. Der härtest Modus ist allerdings die Olympiade. Hier meistern wir
aus allen Oberbereichen alle Module. Im Anschluss folgt auch hier eine
Auswertung. Die Ergebnisse darf man sich übrigens auch im Hauptmenü unter
Fortschritte zu jeder Zeit in aller Ruhe ansehen. So machen wir eine Übung
nach der anderen und bringen unser Gehirn ordentlich auf Touren.
Technik:
Die Optik ist ganz ordentlich. Wir werden eine etwas einfache aber
zweckmäßige Grafik erblicken. Die Übungen wurden so in Szene gesetzt, dass
man sie gerne spielt. Meistens sehen wir allerdings nur wenige Objekte oder
einfache Zahlen. Was will man allerdings auch mehr erwarten. Hinzu kommt ein
netter Charakter der uns mit vielen Tipps zur Seite steht. Der Sound
befindet sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben passend eingespielten
Ingamegeräuschen werden wir auch einer netten Musik lauschen. Diese
wiederholt sich allerdings sehr schnell. Hinzu kommt eine kleine
Sprachausgabe beim Buchstabiermodus, die aber nur das notwenigste sagt. Die
Steuerung ist sehr gelungen. Die Schrifterkennung klappt eigentlich fast
immer und auch die anderen Aktionen mit dem Touchpen funktionieren ohne
Probleme. Alles wird dann noch durch kleine Texte im Vorfeld erklärt und so
kann man eigentlich sofort in jede Übung starten. Auch die Menüs sind nicht
überladen. Der Schwierigkeitsgrad ist, wie nicht anders zu erwarten war,
recht ordentlich. Damit aber jeder eine passende Herausforderung findet,
gönnt uns der Hersteller gleich zwei unterschiedliche Stufen. Um allerdings
die Höchstnote zu bekommen, muss man sich schon ordentlich anstrengen. Fasst
man nun alles zusammen, so kann man mit der soliden Technik sehr zufrieden
sein.
Fazit:
Think Logiktrainer: Think again bietet genau das, was man von so einem Spiel
erwartet. Einundzwanzig Übungen warten nur darauf von Euch gemeistert zu
werden. Diese werden dann noch in zwei unterschiedlichen
Schwierigkeitsgraden angeboten. So wird jeder nach einer gewissen Zeit auf
seine Kosten kommen. Dank der anschließenden Auswertungen wird man auch
ausreichend motiviert um immer wieder seine Leistungen zu verbessern.
Zusätzlich kann man sich auch mit einem Freund messen, was natürlich noch
mehr Spaß macht. Die Bedienung ist auch kinderleicht und da alles immer
ausführlich erklärt wird, kann selbst ein Neueinsteiger direkt in das Spiel
einsteigen. Schade ist eigentlich nur, dass neben den Aufgaben und den
kleinen Turnieren nichts anderes angeboten wird. Zumindest ist alles von
Beginn an frei verfügbar und so kann man nach Lust und Laune sein Gehirn
malträtieren. Nervig war außerdem, dass nach einem Fehler keine Lösung gezeigt wurde. Manchmal möchte man doch wissen, was man falsch
gemacht hat. Bei dem Spiel wird die Übung dann meistens unsanft abgebrochen
oder es startet die nächste Aufgabe. Aus seinen Fehlern kann man also nur
bedingt lernen. Wer also aktuell neues Futter für sein Gehirn braucht, der
darf gerne bei Think Logiktrainer: Think again zuschlagen. Dank vieler
unterschiedlicher Übungen wird man eine lange Zeit mit dem Spiel verbringen
können. Vor allem wird man einen Kauf nicht bereuen, da das Game noch nicht
einmal 30 Euro kostet. Da kann man über kleinere Schwächen locker hinweg
sehen.
Features:
- Nachfolger des erfolgreichen ersten Spiels THINK® Logik Trainer
- Kategorien Sprache, Gedächtnis, Mathematik, Räumliches Denken, Auffassung,
Logik und Audiovisuell
- 21 Aufgabentypen in drei Schwierigkeitsgraden
- Multiplayer-Modus per Multicard