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Thief: Deadly Shadows - Review (Xbox)

Wertung:
89 %

Einleitung:

Stealth-Action-Spiele gehören aktuell mit zu den beliebtesten Spielarten. Ion Storm ist schon seid Jahren in diesem Genre mit der Thief-Reihe vertreten. Zum dritten Mal könnt Ihr nun in die Rolle von Garrett dem Meisterdieb schlüpfen. Schon die ersten beiden Spiele waren sehr erfolgreich. Nun kommt der dritte Teil mit dem Titel Thief: Deadly Shadows über Eidos auf den deutschen Markt. Das Spiel erscheint zeitgleich auf dem PC und auf der Xbox. Wir konnten nun die Xbox-Version testen. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

In Thief: Deadly Shadows schlüpft der Spieler wie gewohnt in die Rolle von Garrett, einem Meisterdieb, der in einer düsteren und Unheil verkündenden Metropole seinen zweifelhaften Geschäften nachgeht. Wenige kennen sein wahres Gesicht denn er wurde noch nie gefasst. Unser Held ist ein Einzelgänger der im Schutz der Nacht, in den Häusern der reichen Bürger, nach lohnenden Beutestücken sucht. Der Meisterdieb interessiert sich nicht für das Leid der Menschen. Daher bestiehlt er jeden um sein eigenes Leben zu verbessern. Jede Person ist in seinen Augen ein Opfer, solange diese pralle Geldbeutel bei sich tragen. Die Stadt wird beschützt durch die Stadtwache die nichts lieber tun würde wie Garrett zu fangen. Die Fäden in der Stadt ziehen die Hüter. Sie sind ein Geheimbund die Garrett gut kennt. Früher war er sogar für diese Gruppe tätig, bevor diese sich von dem Meisterdieb abwendeten. Nun prophezeien die Glyphen der Hüter das Erwachen einer unsagbar bösen Macht und den Beginn eines Zeitalters der Dunkelheit. Ein Name spielt in der Prophezeiung eine entscheidende Rolle … Garrett. Nun wenden sich die Hüter in der Stunde der Not an ihren einstigen Schützling. Sie haben die Hoffnung, dass der Meisterdieb die Stadt vor der dunklen und ungewissen Zukunft bewahren kann. Noch ahnen die Hüter nicht, dass sich Garrett anschickt eines der dunkelsten und gefährlichsten Geheimnisse der Stadt zu lüften.

So beginnt nun der Spieler als Meisterdieb in einer mittelalterlichen Umgebung. Eigentlich stehlen wir in dem Spiel alles was nicht angebunden ist. Allerdings sacken wir uns nur extra beleuchtete Gegenstände ein. Den Rest lassen wir einfach liegen. Wir haben in dem Spiel die Wahl in der First oder in der Third-Person-Perspektive zu spielen. Da wir zwischen beiden Ansichten jederzeit wechseln können wird wohl jeder Spieler beide Perspektiven nutzen. Meistens bewegen wir uns in der Third-Person-Perspektive da wir hier Entfernungen besser einschätzen können. In bestimmten Situationen bietet sich dann die First-Person-Perspektive an. Müssen wir z.B. Schlösser knacken wird automatisch in diese Ansicht gewechselt. Schlösser öffnen wir nach einem bekannten Prinzip, wo wir die richtige Richtung erwischen müssen um eine Verriegelung zu knacken. Die Schlösser unterscheiden sich durch ihre Komplexität. Je dicker ein Schloss ist desto mehr Verriegelungen muss der Spieler überwinden. Das bedeutet vor allem, dass man mehr Zeit aufwenden muss um eine Tür zu öffnen. Vorbeistreifende Wachen können uns daher bei dickeren Schlössern eher entdecken. Diese Wachen sind dann auch der Grund warum wir uns verstecken müssen. Entdecken sie uns wird es schnell ungemütlich. Daher versuchen wir die Schatten und dunklen Ecken im Spiel auszunutzen. Natürlich muss man ständig darauf achten wie sich die Wachleute verhalten. Kleine Pausen und die Blick- bzw. Laufrichtung sind ideale Anhaltspunkte um ungesehen an den Feinden vorbei zu schleichen.

Uns stehen aber auch viele Hilfsmittel zur Verfügung mit denen wir uns das Leben einfacher machen können. Fackeln oder Feuer die Licht erzeugen dürfen wir mit Wasserpfeilen löschen. Kerzen hingegen machen wir ohne Hilfsmittel aus. Wachen können wir durch Lärmpfeile ablenken. Sie verlassen dann ihren ursprünglichen Platz. Mit Moospfeilen lassen wir auf einer Oberfläche Moos wachsen. Der Grund für diese Pfeilart ist einfach. Jeder Untergrund gibt ein anderes Geräusch ab. Es gibt somit auch Böden die man kaum ohne Lärm zu machen betreten kann. Sind Wachen in der Nähe werden wir schnell dadurch entdeckt. Natürlich hat der Spieler auch Pfeile mit denen er Gegner töten kann. Mit den Breitkopf-Pfeilen schalten wir Feinde schnell aus indem wir den Kopf oder den Oberkörper treffen. Außerdem haben wir noch Gaspfeile die beim Aufprall Giftgas freisetzen. Dadurch wird eine Person betäubt. Bei den Handwaffen dürfen wir auf einen Knüppel zurückgreifen der ebenfalls betäubt oder einen Dolch benutzen der tötet. Warum man eher betäuben sollte wird schnell klar wenn eine Wache zum ersten Mal eine Blutlache entdeckt. Geschieht dieses wird sofort Alarm geschlagen. Das gleiche gilt für Leichen die gefunden werden. Somit müssen wir auch zusehen, dass ein Körper aus dem Weg geschafft wird. Dunkle Ecken bieten sich hierfür sehr gut an. Wir haben aber noch weitere Objekte zur Verfügung. Mit einer Blitzbombe können wir Verfolger so blenden das sie nicht mehr sehen wohin wir laufen. Mit einer Gasbombe betäuben wir gleich ganze Gruppen und mit einer Mine werden Feinde ausgeschaltet die über diese laufen. Es bleibt nicht aus das wir auch einmal Schaden nehmen. Geschieht dieses so können wir unsere Gesundheitsleiste mit Heiltränke wieder aufbauen. Mit einer Ölflasche dürfen wir dann noch eine Öllache ausbringen die wir anschließend mit einem Feuerpfeil anzünden können und untote Gegner halten wir mit Weihwasser auf.

Diebeswerkzeug haben wir natürlich auch. Dazu gehört der Dietrich mit dem wir Schlösser öffnen. Außerdem erhält unsere Spielfigur einen Kletterhandschuh, womit der Meisterdieb anschließend Steinwände oder Mauern erklimmt. Mit den Türglyphen öffnen wir dann noch geheime Türen. Außerdem besitzen wir ein mechanisches Auge das als Fernglas fungiert. So dürfen wir nun mit unseren Utensilien diverse Aufträge erledigen. Neben den feindlichen Wachen werden uns auch noch friedliche Bürger begegnen. Diese stellen keine direkte Gefahr für uns da aber sie schlagen Alarm sobald sie sehen, dass wir etwas Ungesetzliches machen. Ob wir sie am Leben lassen oder nicht können wir selber entscheiden. Interessant sind diese Personen, weil sie oft Geld oder andere wertvolle Dinge bei sich tragen. Diese können wir durch Taschendiebstahl entwenden. Die Objekte aus diesen Diebstählen und aus den Beutezügen dürfen wir in vorhandenen Läden versilbern. In anderen Geschäften kaufen wir mit dem Geld dann nützliche Items. Eine grobe Übersicht verschafft uns eine Karte die allerdings nur Umrisse der Stadt und Gebäude aufzeigt. Wir sehen dort leider nicht wo wir uns gerade befinden. Zusammengehalten wird das ganze Spiel durch eine interessante Geschichte. Der Spieler wird so viele Gespräche und Intros zu sehen bekommen. Hinzu kommen viele Texte die wir in Büchern oder Dokumenten finden. Dadurch werden dann auch viele Nebenaufgaben erklärt. Vor jeder Mission wird angezeigt was unsere Hauptziele sind. Ist ein Level beendet dürfen wir auch noch eine nette Statistik ansehen.

 

Technik:

Optisch kann das Spiel voll überzeugen. Vor allem die Licht- und Schatteneffekte können begeistern. Hier wurde sehr gute Arbeit geleistet. Alle Lichtquellen sorgen für realistische Schattenwürfe und noch nie wurde so viel Wert auf dieses Detail gelegt. Wir agieren in dem Spiel mit einer Anzeige die wiedergibt wie stark wir aktuell zu sehen sind. Sind wir tief in einem Schatten sind wir nahezu unsichtbar. Der Hersteller hat sogar darauf geachtet das der Schatten flackert wenn die Lichtquelle sich bewegt. Selbst Spiele wie Splinter Cell sehen nicht besser aus. Aber auch das Leveldesign wurde gut überdacht. So macht es auch immer wieder Spaß durch die komplexen Städte und Gebäude zu rennen. Alles wird sehr detailliert und realistisch dargestellt. Hinzu kommen tolle Texturen die alles gut wiedergeben. Ein wenig stört nur das Aktionsmöglichkeiten mit blauer Farbe eingefärbt sind. Zumindest erkennt man sofort wo unser Held was machen kann. Ein wenig problematisch ist nur das diese Bereiche nicht immer sichtbar werden. Gerade bei Körpern müssen wir erst ein paar Meter weggehen bevor wir diesen aufnehmen können. Damit kann man aber leben. Leider bricht die Framerate ein wenig ein wenn optisch zu viel geboten wird. Eine Tatsache die ein wenig stört. Der Sound ist ebenfalls erstklassig. Sehr viele Geräusche wird man zu hören bekommen die alle zu der Situation passen. Schade ist dann auch, dass wir keine deutsche Sprache spendiert bekommen. Gespräche hören wir zwar mit guten Sprechern aber leider nur in englischer Sprache. Man bekommt zwar den deutschen Text mitgeliefert aber da man sich nicht gleichzeitig bewegen und den Text lesen kann steht die Figur oft herum. Ansonsten spielt der Sound eine sehr wichtige Rolle in dem Spiel. Wachen werden misstrauisch wenn sie uns hören und wir können anhand von Geräuschen erkennen ob sich ein Gegner nähert. Die Steuerung ist ebenfalls sehr angenehm. Der Spieler bewegt sich sicher durch die Levels und alle Aktionen lassen sich wie selbstverständlich ausführen. Das Spiel hat auch noch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Da der Spieler aber zu jederzeit speichern kann ist jeder Schwierigkeitsgrad angemessen. Der Umfang und die Spiellänge können dann ebenso begeistern wie die Story. Ein wenig negativ ist nur das wir alle paar Meter einen Übergang haben wo neu geladen wird. So wird der Spielfluss empfindlich gestört. Fasst man alles zusammen so ist das Spiel insgesamt technisch in Ordnung und dank der tollen Grafik eine wahre Augenweide.

 

Fazit:

Das Spiel Thief: Deadly Shadows kann insgesamt voll überzeugen. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte die aber insgesamt kaum stören. Die nervigsten Punkte sind wohl die einbrechende Framerate und der Ladebereich zwischen zwei Spielbereichen. Dafür wird man aber durch die wunderschöne und sehr detaillierte Grafik und den ansprechenden Sound entschädigt. Die Steuerung ist dann ebenfalls sehr einfach ausgefallen und so wird auch jeder sehr schnell damit klar kommen. Der Einstieg wir durch ein Einführungslevel vereinfacht. Hier werdet Ihr erst einmal die Steuerung und Eure Spielfigur kennen lernen. Ein wenig mehr hätte sich der Hersteller beim Interface anstrengen können. Die Schrift ist nicht unbedingt optimal lesbar. Ebenso schlecht kann man mit der Karte arbeiten. Hier hätte eine Markierung für den aktuellen Standort eingebaut werden müssen. Aber das sind nur kleine Kritikpunkte die anhand der positiven Seiten nahezu unwichtig erscheinen. Insgesamt ist Thief: Deadly Shadows eines der besten Stealth-Action-Spiele die Ihr aktuell auf der Xbox kaufen könnt. Das Spiel braucht sich nicht hinter anderen Genrevertretern zu verstecken. Wer also auf diese Art der Spiele steht muss bei dem neusten Thief Spiel zuschlagen. Ihr bekommt ein wunderbar düsteres Stealth-Action-Spiel das neben einer guten Story auch eine tolle Technik aufweist. Uns hat das Spiel sofort gefesselt und somit können wir das Game auch zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Schatten sind die wichtigsten Verbündeten eines Meisterdiebs. Thief nutzt eine völlig neuartige Lichtengine, die Schattenspiele und Farbeffekte in Echtzeit darstellen kann.

- Als Meisterdieb brauchen Sie ein hohes Körperbewußtsein: Anders als in den üblichen Spielen aus der Ego-Perspektive, sehen Sie in Thief beim Kopfdrehen Ihren Körper, Hände und Füße sind komplett animiert.

- Kein Fenster ist vor Garrett sicher: Garrett ist in der Lage, an jeder Oberfläche emporzuklettern. In Verbindung mit einer Blitzbombe, um den bedrohlichen Wachen für kurze Zeit das Augenlicht zu rauben, findet Garrett so überall einen Fluchtweg.

- Ein reichhaltiges Arsenal an Dietrichen öffnet Garrett jedes Schloss. Mit dem Analog-Stick und der Forcefeedback Funktion des Gamepads, gilt es, die komplizierte Mechanik der Sicherheitsschlösser zu knacken.

 

 

 


Wertungsbox:

Thief: Deadly Shadows - Review (Xbox)

 
 Thief: Deadly Shadows
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 86 %  
Sound: 85 %  
Bedienung: 90 %  
Singleplayer: 92 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 91 %  
Gesamtwertung:  89 %  



 

 

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