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Einleitung:
Stealth-Action-Spiele
gehören aktuell mit zu den beliebtesten Spielarten. Ion Storm ist schon seid
Jahren in diesem Genre mit der Thief-Reihe vertreten. Zum dritten Mal könnt
Ihr nun in die Rolle von Garrett dem Meisterdieb schlüpfen. Schon die ersten
beiden Spiele waren sehr erfolgreich. Nun kommt der dritte Teil mit dem
Titel Thief: Deadly Shadows über Eidos auf den deutschen Markt. Das Spiel
erscheint zeitgleich auf dem PC und auf der Xbox. Wir konnten nun die
Xbox-Version testen. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Thief: Deadly Shadows schlüpft der Spieler wie gewohnt in die Rolle von
Garrett, einem Meisterdieb, der in einer düsteren und Unheil verkündenden
Metropole seinen zweifelhaften Geschäften nachgeht. Wenige kennen sein
wahres Gesicht denn er wurde noch nie gefasst. Unser Held ist ein
Einzelgänger der im Schutz der Nacht, in den Häusern der reichen Bürger,
nach lohnenden Beutestücken sucht. Der Meisterdieb interessiert sich nicht
für das Leid der Menschen. Daher bestiehlt er jeden um sein eigenes Leben zu
verbessern. Jede Person ist in seinen Augen ein Opfer, solange diese pralle
Geldbeutel bei sich tragen. Die Stadt wird beschützt durch die Stadtwache
die nichts lieber tun würde wie Garrett zu fangen. Die Fäden in der Stadt
ziehen die Hüter. Sie sind ein Geheimbund die Garrett gut kennt. Früher war
er sogar für diese Gruppe tätig, bevor diese sich von dem Meisterdieb
abwendeten. Nun prophezeien die Glyphen der Hüter das Erwachen einer
unsagbar bösen Macht und den Beginn eines Zeitalters der Dunkelheit. Ein
Name spielt in der Prophezeiung eine entscheidende Rolle … Garrett. Nun
wenden sich die Hüter in der Stunde der Not an ihren einstigen Schützling.
Sie haben die Hoffnung, dass der Meisterdieb die Stadt vor der dunklen und
ungewissen Zukunft bewahren kann. Noch ahnen die Hüter nicht, dass sich
Garrett anschickt eines der dunkelsten und gefährlichsten Geheimnisse der
Stadt zu lüften.
So beginnt nun der Spieler als Meisterdieb in einer mittelalterlichen
Umgebung. Eigentlich stehlen wir in dem Spiel alles was nicht angebunden
ist. Allerdings sacken wir uns nur extra beleuchtete Gegenstände ein. Den
Rest lassen wir einfach liegen. Wir haben in dem Spiel die Wahl in der First
oder in der Third-Person-Perspektive zu spielen. Da wir zwischen beiden
Ansichten jederzeit wechseln können wird wohl jeder Spieler beide
Perspektiven nutzen. Meistens bewegen wir uns in der
Third-Person-Perspektive da wir hier Entfernungen besser einschätzen können.
In bestimmten Situationen bietet sich dann die First-Person-Perspektive an.
Müssen wir z.B. Schlösser knacken wird automatisch in diese Ansicht
gewechselt. Schlösser öffnen wir nach einem bekannten Prinzip, wo wir die
richtige Richtung erwischen müssen um eine Verriegelung zu knacken. Die
Schlösser unterscheiden sich durch ihre Komplexität. Je dicker ein Schloss
ist desto mehr Verriegelungen muss der Spieler überwinden. Das bedeutet vor
allem, dass man mehr Zeit aufwenden muss um eine Tür zu öffnen.
Vorbeistreifende Wachen können uns daher bei dickeren Schlössern eher
entdecken. Diese Wachen sind dann auch der Grund warum wir uns verstecken
müssen. Entdecken sie uns wird es schnell ungemütlich. Daher versuchen wir
die Schatten und dunklen Ecken im Spiel auszunutzen. Natürlich muss man
ständig darauf achten wie sich die Wachleute verhalten. Kleine Pausen und
die Blick- bzw. Laufrichtung sind ideale Anhaltspunkte um ungesehen an den
Feinden vorbei zu schleichen.
Uns stehen aber auch viele Hilfsmittel zur Verfügung mit denen wir uns das
Leben einfacher machen können. Fackeln oder Feuer die Licht erzeugen dürfen
wir mit Wasserpfeilen löschen. Kerzen hingegen machen wir ohne Hilfsmittel
aus. Wachen können wir durch Lärmpfeile ablenken. Sie verlassen dann ihren
ursprünglichen Platz. Mit Moospfeilen lassen wir auf einer Oberfläche Moos
wachsen. Der Grund für diese Pfeilart ist einfach. Jeder Untergrund gibt ein
anderes Geräusch ab. Es gibt somit auch Böden die man kaum ohne Lärm zu
machen betreten kann. Sind Wachen in der Nähe werden wir schnell dadurch
entdeckt. Natürlich hat der Spieler auch Pfeile mit denen er Gegner töten
kann. Mit den Breitkopf-Pfeilen schalten wir Feinde schnell aus indem wir
den Kopf oder den Oberkörper treffen. Außerdem haben wir noch Gaspfeile die
beim Aufprall Giftgas freisetzen. Dadurch wird eine Person betäubt. Bei den
Handwaffen dürfen wir auf einen Knüppel zurückgreifen der ebenfalls betäubt
oder einen Dolch benutzen der tötet. Warum man eher betäuben sollte wird
schnell klar wenn eine Wache zum ersten Mal eine Blutlache entdeckt.
Geschieht dieses wird sofort Alarm geschlagen. Das gleiche gilt für Leichen
die gefunden werden. Somit müssen wir auch zusehen, dass ein Körper aus dem
Weg geschafft wird. Dunkle Ecken bieten sich hierfür sehr gut an. Wir haben
aber noch weitere Objekte zur Verfügung. Mit einer Blitzbombe können wir
Verfolger so blenden das sie nicht mehr sehen wohin wir laufen. Mit einer
Gasbombe betäuben wir gleich ganze Gruppen und mit einer Mine werden Feinde
ausgeschaltet die über diese laufen. Es bleibt nicht aus das wir auch einmal
Schaden nehmen. Geschieht dieses so können wir unsere Gesundheitsleiste mit
Heiltränke wieder aufbauen. Mit einer Ölflasche dürfen wir dann noch eine
Öllache ausbringen die wir anschließend mit einem Feuerpfeil anzünden können
und untote Gegner halten wir mit Weihwasser auf.
Diebeswerkzeug haben wir natürlich auch. Dazu gehört der Dietrich mit dem
wir Schlösser öffnen. Außerdem erhält unsere Spielfigur einen
Kletterhandschuh, womit der Meisterdieb anschließend Steinwände oder Mauern
erklimmt. Mit den Türglyphen öffnen wir dann noch geheime Türen. Außerdem
besitzen wir ein mechanisches Auge das als Fernglas fungiert. So dürfen wir
nun mit unseren Utensilien diverse Aufträge erledigen. Neben den feindlichen
Wachen werden uns auch noch friedliche Bürger begegnen. Diese stellen keine
direkte Gefahr für uns da aber sie schlagen Alarm sobald sie sehen, dass wir
etwas Ungesetzliches machen. Ob wir sie am Leben lassen oder nicht können
wir selber entscheiden. Interessant sind diese Personen, weil sie oft Geld
oder andere wertvolle Dinge bei sich tragen. Diese können wir durch
Taschendiebstahl entwenden. Die Objekte aus diesen Diebstählen und aus den
Beutezügen dürfen wir in vorhandenen Läden versilbern. In anderen Geschäften
kaufen wir mit dem Geld dann nützliche Items. Eine grobe Übersicht
verschafft uns eine Karte die allerdings nur Umrisse der Stadt und Gebäude
aufzeigt. Wir sehen dort leider nicht wo wir uns gerade befinden.
Zusammengehalten wird das ganze Spiel durch eine interessante Geschichte.
Der Spieler wird so viele Gespräche und Intros zu sehen bekommen. Hinzu
kommen viele Texte die wir in Büchern oder Dokumenten finden. Dadurch werden
dann auch viele Nebenaufgaben erklärt. Vor jeder Mission wird angezeigt was
unsere Hauptziele sind. Ist ein Level beendet dürfen wir auch noch eine
nette Statistik ansehen.
Technik:
Optisch kann das Spiel voll überzeugen. Vor allem die Licht- und
Schatteneffekte können begeistern. Hier wurde sehr gute Arbeit geleistet.
Alle Lichtquellen sorgen für realistische Schattenwürfe und noch nie wurde
so viel Wert auf dieses Detail gelegt. Wir agieren in dem Spiel mit einer
Anzeige die wiedergibt wie stark wir aktuell zu sehen sind. Sind wir tief in
einem Schatten sind wir nahezu unsichtbar. Der Hersteller hat sogar darauf
geachtet das der Schatten flackert wenn die Lichtquelle sich bewegt. Selbst
Spiele wie Splinter Cell sehen nicht besser aus. Aber auch das Leveldesign
wurde gut überdacht. So macht es auch immer wieder Spaß durch die komplexen
Städte und Gebäude zu rennen. Alles wird sehr detailliert und realistisch
dargestellt. Hinzu kommen tolle Texturen die alles gut wiedergeben. Ein
wenig stört nur das Aktionsmöglichkeiten mit blauer Farbe eingefärbt sind.
Zumindest erkennt man sofort wo unser Held was machen kann. Ein wenig
problematisch ist nur das diese Bereiche nicht immer sichtbar werden. Gerade
bei Körpern müssen wir erst ein paar Meter weggehen bevor wir diesen
aufnehmen können. Damit kann man aber leben. Leider bricht die Framerate ein
wenig ein wenn optisch zu viel geboten wird. Eine Tatsache die ein wenig
stört. Der Sound ist ebenfalls erstklassig. Sehr viele Geräusche wird man zu
hören bekommen die alle zu der Situation passen. Schade ist dann auch, dass
wir keine deutsche Sprache spendiert bekommen. Gespräche hören wir zwar mit
guten Sprechern aber leider nur in englischer Sprache. Man bekommt zwar den
deutschen Text mitgeliefert aber da man sich nicht gleichzeitig bewegen und
den Text lesen kann steht die Figur oft herum. Ansonsten spielt der Sound
eine sehr wichtige Rolle in dem Spiel. Wachen werden misstrauisch wenn sie
uns hören und wir können anhand von Geräuschen erkennen ob sich ein Gegner
nähert. Die Steuerung ist ebenfalls sehr angenehm. Der Spieler bewegt sich
sicher durch die Levels und alle Aktionen lassen sich wie selbstverständlich
ausführen. Das Spiel hat auch noch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Da
der Spieler aber zu jederzeit speichern kann ist jeder Schwierigkeitsgrad
angemessen. Der Umfang und die Spiellänge können dann ebenso begeistern wie
die Story. Ein wenig negativ ist nur das wir alle paar Meter einen Übergang
haben wo neu geladen wird. So wird der Spielfluss empfindlich gestört. Fasst
man alles zusammen so ist das Spiel insgesamt technisch in Ordnung und dank
der tollen Grafik eine wahre Augenweide.
Fazit:
Das Spiel Thief: Deadly Shadows kann insgesamt voll überzeugen. Natürlich
gibt es auch Kritikpunkte die aber insgesamt kaum stören. Die nervigsten
Punkte sind wohl die einbrechende Framerate und der Ladebereich zwischen
zwei Spielbereichen. Dafür wird man aber durch die wunderschöne und sehr
detaillierte Grafik und den ansprechenden Sound entschädigt. Die Steuerung
ist dann ebenfalls sehr einfach ausgefallen und so wird auch jeder sehr
schnell damit klar kommen. Der Einstieg wir durch ein Einführungslevel
vereinfacht. Hier werdet Ihr erst einmal die Steuerung und Eure Spielfigur
kennen lernen. Ein wenig mehr hätte sich der Hersteller beim Interface
anstrengen können. Die Schrift ist nicht unbedingt optimal lesbar. Ebenso
schlecht kann man mit der Karte arbeiten. Hier hätte eine Markierung für den
aktuellen Standort eingebaut werden müssen. Aber das sind nur kleine
Kritikpunkte die anhand der positiven Seiten nahezu unwichtig erscheinen.
Insgesamt ist Thief: Deadly Shadows eines der besten Stealth-Action-Spiele
die Ihr aktuell auf der Xbox kaufen könnt. Das Spiel braucht sich nicht
hinter anderen Genrevertretern zu verstecken. Wer also auf diese Art der
Spiele steht muss bei dem neusten Thief Spiel zuschlagen. Ihr bekommt ein
wunderbar düsteres Stealth-Action-Spiel das neben einer guten Story auch
eine tolle Technik aufweist. Uns hat das Spiel sofort gefesselt und somit
können wir das Game auch zum Kauf empfehlen.
Features:
- Schatten sind die wichtigsten Verbündeten eines Meisterdiebs. Thief nutzt
eine völlig neuartige Lichtengine, die Schattenspiele und Farbeffekte in
Echtzeit darstellen kann.
- Als Meisterdieb brauchen Sie ein hohes Körperbewußtsein: Anders als in den
üblichen Spielen aus der Ego-Perspektive, sehen Sie in Thief beim Kopfdrehen
Ihren Körper, Hände und Füße sind komplett animiert.
- Kein Fenster ist vor Garrett sicher: Garrett ist in der Lage, an jeder
Oberfläche emporzuklettern. In Verbindung mit einer Blitzbombe, um den
bedrohlichen Wachen für kurze Zeit das Augenlicht zu rauben, findet Garrett
so überall einen Fluchtweg.
- Ein reichhaltiges Arsenal an Dietrichen öffnet Garrett jedes Schloss. Mit
dem Analog-Stick und der Forcefeedback Funktion des Gamepads, gilt es, die
komplizierte Mechanik der Sicherheitsschlösser zu knacken.
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