|
Einleitung:
Langsam wird es für reale
Sportler ernst, denn die Olympischen Spiele in Peking stehen vor der Tür.
Passend dazu kommen aktuell diverse Sportspiele auf den deutschen Markt.
Neben den Lizenzprodukten erscheinen allerdings auch recht spaßige
Varianten. So ein Game kommt jetzt über dtp young entertainment in den
Handel. Es handelt sich dabei um das NDS-Spiel The Woodleys: Summer Sports.
Wir konnten die fertige Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das
Handheldspiel für jüngere sportbegeisterte Spieler lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Eine kleine Handlung ist natürlich auch bei so einem Spiel vorhanden. Der
Sommer ist angebrochen. Das bedeutet bei den Woodleys: Sportkleidung
anziehen und auf zum Training. Denn schon bald steht das große Turnier an,
bei dem jeder Woodley zeigen will, was er kann. Zweimal im Jahr veranstalten
die Woodleys, diese kleinen, hölzernen Wesen aus dem Wald, ein großes
Sportturnier. Jetzt, im Sommer, sind die Laubwoodleys die Gastgeber. Im
Winter werden die Nadelwoodleys zu ihrem Turnier einladen. Ob Ahorn-,
Eichen- oder Kirschbaumwoodleys - alle Stämme nehmen teil am Turnier und
zeigen, zu welchen Höchstleistungen sie in der Lage sind. Unterstützt werden
sie dabei von ihren Freunden, den Natives und den Rocklins, die ebenfalls im
Wald leben. Weil die Woodleys so ein fröhliches Völkchen sind, treten sie
nicht gegeneinander an, sondern jeder Woodley zeigt den anderen, wie gut er
die Disziplinen des Turniers beherrscht. Und jeder Woodley freut sich über
die tollen Leistungen eines anderen. Bevor der Spieler nun an den
sportlichen Wettkämpfen teilnehmen kann, muss er zunächst einen Woodley
erstellen. Neben den Namen und das Geschlecht bestimmt Ihr auch die Kleidung
und das Symbol seines Stammes. Im Anschluss erblicken wir endlich das
Hauptmenü mit den Punkten Training, Mehrkampf, Turnier, Sammlung und
Umkleide. Unter zu letzt genannten Punkt kann man dann das Äußere seiner
Spielfigur ändern. Nett ist auch der Bereich Sammlung. Hier werden die
Rekorde und die gewonnenen Medaillen aufgelistet. Man kann also schnell
erkennen, welche Medaillen wir bereits gewonnen haben oder wie hoch die
Rekorde in den einzelnen Disziplinen sind. Zu Beginn bietet sich natürlich
der Trainingsbereich an. Alle Sportarten kann man hier in Ruhe üben
und so sehr schnell in das Spiel einsteigen. Kommen wir nun zu den
wirklichen Spielmodis. Da wäre zum einen der Mehrkampf. Es gibt drei
unterschiedliche Mehrkämpfe, in denen unser Woodley jeweils drei Disziplinen
in Folge absolviert. Jeder Mehrkampf stellt ganz individuelle Anforderungen
an uns und unseren Woodley. Bei Athletik geht es um Laufen, Hürdenlauf und
Diskuswerfen. Bei Koordination muss man sich bei Schildkrötenturnen, Bloom
Bash und Turmspringen beweisen. Turmspringen, Bodenschießen und Weitsegeln
sind dann bei Technik angesagt. Wer dagegen mehr machen möchte, kann auch
ein Turnier bestreiten. Jeder Woodley tritt dabei für sich allein an und
stellt sein Können unter Beweis. In solch einem Turnier muss unser Woodley
in allen Disziplinen in zufälliger Reihenfolge hintereinander antreten.
Egal welche Variante wir nun auswählen, irgendwann geht es endlich in die
einzelnen Sportarten. Da wäre zum einen das Laufen. Hier sollen wir im
Wechsel die Fußspuren auf dem Touchscreen berühren. Etwas anders
funktioniert das Hürdenlaufen. Hier rennt unsere Figur automatisch los. Im
richtigen Moment gebt Ihr dann mit dem Touchpen Gesten ein, damit unser
Woodley nicht mit den Rocklins zusammenstößt. Beim Diskuswerfen soll der
Gamer dagegen die leuchtende Markierung berühren und rotieren. Nach einigen
Umdrehungen beginnt im Inneren des Baumstamms ein Ring zusammenzulaufen. Für
einen perfekten Wurfwinkel muss man die Mitte des Baumstammes berühren,
sobald sich der Ring im grünen Bereich befindet. Nett ist auch das
Schildkrötenturnen. Auf dem Panzer von zwei schwimmenden Schildkröten soll
der Akteur stets die Balance halten, um nicht ins Wasser zu fallen. Wir
sollen hier recht perfekt die vorgegebenen Gesten nachzeichnen. Am Ende der
Disziplin wird der Durchschnitt aller Wertungen gezählt. Etwas anders läuft
Bloom Bash ab. Nach dem Startsignal müssen wir uns merken, in welcher
Reihenfolge sich die Blumen auf dem Tochscreen öffnen und schließen.
Anschließend tippt der Spieler die Blume in derselben Reihenfolge mit dem
Touchpen an. Mit jeder Eingabe wir die Reihenfolge um eine Stelle länger.
Keine Angst vorm Wasser sollte man beim Turmspringen haben. Unser virtueller
Sportler springt dabei von einem Blatt ab. Während er wippt, sollt Ihr auf
dem Seerosenblatt mehrere Gesten nacheinander nachzeichnen. Je perfekter wir
das machen, desto besser springt unser Woodley ins Wasser. Beim
Bogenschießen muss der Spieler dann noch einen Bogen spannen, den Winkel
festlegen um dann die Zielscheibe optimal zu treffen. Die letzte Disziplin
ist das Weitsegeln. Nach dem Startsignal hebt unser Woodley eine Blüte an
und springt wagemutig in die Tiefe. Wir sollen nun in das Mikrofon pusten,
um ihn wieder etwas steigen zu lassen. Das war es dann auch schon. So zeigen
wir unser Können in den einzelnen Disziplinen, gewinnen Medaillen und
stellen einen Rekord nach dem anderen auf.
Technik:
Die Grafik ist ganz ansprechend. Zum einen werden wir recht
nette Hintergründe zu sehen bekommen. Hinzu kommen vereinzelte Effekte und
Animationen. Ganz putzig sehen auch die Woodleys aus. Auf einem ähnlichen
Niveau bewegt sich der Sound. Neben kleineren Ingamegeräuschen werden wir einer
ansprechenden Musik lauschen. Recht gelungen ist die Steuerung. Alle Aktionen lassen sich
einfach mit dem Touchpen ausführen. Da man außerdem jede Sportart ausgiebig
trainieren darf und zusätzlich die Steuerung gut erklärt wird, kann jeder
Gamer schnell erste Erfolge einfahren. Einzig leichte Verzögerungen
bei der Stifteingabe trüben das Gameplay ein wenig. Das bringt uns auch schon zum
Schwierigkeitsgrad. Dieser ist sehr einfach. Da das Spiel aber für das
jüngere Publikum gedacht ist, kann man damit gut leben. Auch wenn man schon
besseres auf dem NDS-Handheld gesehen hat, kann die solide technische Seite
grundlegend überzeugen.
Fazit:
Das Spiel The Woodleys: Summer Sports wird selbstverständlich nicht jeden
ansprechen. Dafür bietet das Game einfach zu wenig. Es sind zum Beispiel nur
acht Disziplinen vorhanden, was eindeutig zu wenig ist. Natürlich macht es
Spaß, die Rekorde immer wieder nach oben zu treiben. Allerdings hat man
davon nach einiger Zeit genug und dann bietet das Spiel kaum noch Anreize um
es wieder aus der Versenkung zu holen. Ein Mehrspielermodus wäre jetzt sehr
hilfreich gewesen. Leider ist dieser nicht vorhanden. Gerade bei so einem Sportspiel hätte man viel
mehr machen können. Allerdings ist das Spiel kein Reinfall. Die
einfachen Disziplinen und die niedlichen Charaktere werden vor allem
jüngeren Spielern gefallen. Insgesamt
bietet das Spiel aber zu wenig und daher können wir The Woodleys: Summer
Sports wirklich nur jüngeren Gamern ans Herz legen. Ältere werden durch den kindgerechten Look und geringen spielerischen Umfang kaum
angesprochen.
Features:
- Acht verschiedene Sportdisziplinen
- Niedliche Charaktere
- Individuelle Gestaltung des eigenen Trikots
- Kurzweiliges Gameplay durch optimale Nutzung der Nintendo DS-Features und
ungewöhnliche Steuerung
|