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Einleitung:
Als das Spiel The Westerner im Jahr 2004
in den Handel kam, konnte es große Erfolge feiern. Das lag natürlich
auch an den guten Bewertungen, die das Spiel bekommen hat. Gut fünf
Jahre hat es gedauert, bis Teil 2 auf den deutschen Markt kommt.
Dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen. Wir konnten in den
letzten Tagen das neuste Atari-Spiel mit dem Titel The Westerner 2:
Fenimore Fillmore's Revenge ausgiebig spielen. In unserem Test
erfahrt Ihr, ob sich die lange Wartezeit gelohnt hat und ob sich das
Game für Fans des ersten Teils lohnt.
Zum Spiel:
Eine Story ist selbstverständlich auch bei The Westerner 2: Fenimore
Fillmore's Revenge vorhanden. Das Spiel schickt uns in die staubige
Wüste des Wilden Westens, wo wir den sympathischen Anti-Helden
Fenimore Fillmore und seine bezaubernde Freundin Rhiannon bei der
Jagd nach einem sagenumwobenen Schatz begleiten. Wir liefern uns in
dem Spiel aufregende Showdowns mit fiesen Banditen, überlisten
giftige Schlangen und knacken in dem Adventure diverse Rätsel. Bevor
wir jetzt zuviel verraten, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, starten wir direkt nach
einem kleinen Film inkl. deutscher Synchronisation in das Abenteuer.
Schon hier merken wir schnell, dass nicht nur der Hauptheld Fenimore
Fillmore spielbar ist. Hin und wieder schlüpfen wir auch in die Haut
der attraktiven Rhiannon. Kommen wir nun zum Gameplay. Bei The
Westerner 2: Fenimore Fillmore's Revenge handelt es sich um ein
Adventure. Dementsprechend müssen wir viele Rätsel lösen. Leider
geizt das Spiel an Hilfen und so müssen wir ständig über das Prinzip
"Versuch und Irrtum" auf die Lösung kommen. Da die Rätsel allerdings
recht logisch aufgebaut sind, kommt man grundsätzlich recht zügig
auf die Lösung. Die Steuerung ist übrigens sehr einfach, denn wir
können alles mit der Maus machen. Das heißt allerdings noch lange
nicht, dass hier keine Probleme auftauchen. Die Steuerung ist
grundlegend sehr schwammig und auch das agieren mit dem Cursor wird
durch etwas zu dicke Symbole oftmals erschwert. Nervig ist außerdem,
dass wir gezwungen werden, dass Bild Pixel für Pixel nach wichtigen
Objekten abzusuchen. Das sollte in der heutigen Zeit nicht mehr
vorkommen. Die Rätsel selber sind sehr genretypisch aufgebaut. Es
gilt die richtigen Objekte zu finden, diese gegebenenfalls zu
kombinieren und an die dafür vorgesehene Stelle zu packen. Das war
natürlich noch nicht alles. Das Spiel setzt uns ständig unter
Zeitdruck. Erfüllen wir manche Aufgaben nicht in der vorgegebenen
Zeit, so scheitern wir an einer Aufgabe oder eine Person segnet das
Zeitliche. Da oftmals Figuren sterben, werden wir leider ständig ein
Kapitel von Anfang an neu spielen müssen. Gute Checkpoints hätten
dem Gameplay echt gut getan. Nur, wer ständig manuell speichert,
wird diese Frustmomente nicht erleben. Übel an der ganzen Sache ist
vor allem, dass uns das Spiel nicht verrät, wann die Zeit abläuft.
Der Spieler muss selber merken, wann es eng wird. Manche wird das
motivieren, viele andere werden dadurch aber oftmals die Maus in die
Ecke schmeißen. Negativ aufgefallen ist dann auch noch die kurze
Spielzeit. Ohne Probleme kann man das Game in sechs Stunden
durchspielen. Da kein Wiederspielwert vorhanden ist, landet das
Spiel anschließend im Schrank. Kommen wir aber zurück zum Gameplay.
Neben den adventuretypischen Rätselaufgaben gibt es auch noch
Actioneinlagen. Jetzt wird in einen schachbrettähnlichen Modus
geschaltet. In der Third-Person-Ansicht steuern wir nun unsere Figur
von Deckung zu Deckung und erledigen unsere Gegner. Das geschieht
alles wieder einmal mit einer schwammigen und nicht wirklich gut
funktionierenden Steuerung. Wirklich spaßig ist dieser
Spielabschnitt nicht. So rätseln wir uns durch das Spiel, folgen der
Story und beweisen uns in eher unmotivierenden Actionpassagen.
Technik:
Bei der Grafik kommen ebenfalls keine Jubelstürme auf. Die
Spielabschnitte sind wenig detailliert und neben den mageren
Polygonen wurden auch nur verwaschene Texturen verwendet. Zumindest
wurden die Charaktere nett modelliert und animiert. Der Sound hat
uns schon besser gefallen. Neben diversen passend eingespielten
Ingamegeräuschen lauschen wir auch einer stimmungsvollen Musik.
Wirklich abwechslungsreich ist diese zwar nicht, dennoch untermalt
die Musik das Gezeigte ganz gut. Nett sind auch die deutschen
Synchronsprecher, die den Charakteren Leben einhauchen. Die
Steuerung ist eine wahre Katastrophe. Zwar kann man alles mit der
Maus machen und durch die wenigen Funktionen wird auch jeder sehr
schnell in das Spiel hineinfinden. Dennoch kommen hier schnell
Frustmomente auf. Die Lenkung ist sehr schwammig und auch bei den
Schießeinlagen möchte man nur, dass diese schnell zu Ende sind.
Nervig sind dann noch die Kollisionsabfrage und die Kamera. Die
Ansicht wechselt ständig und nicht immer wird eine Aktion beim
ersten Mal ausgeführt. Checkpoints im Spiel und eine Hotspotfunktion
wären dann ebenfalls wünschenswert gewesen. Darauf müssen wir dann
genauso verzichten, wie auf eine lange Spielzeit. Fasst man nun
alles zusammen, so kann das Spiel technisch nicht wirklich
überzeugen.
Fazit:
The Westerner 2: Fenimore Fillmore's Revenge ist leider nicht das
erhoffte spaßige Westernabenteuer geworden.
Neben einer eher mittelmäßigen Technik, müssen wir uns auch noch mit
einem dürftigen Gameplay begnügen. Auch die Spielzeit ist viel zu
kurz. Noch kürzer wäre diese, wenn wir eine nützliche Hilfefunktion
im Spiel bekommen hätten. So verbringen wir die meiste Zeit damit,
Objekte zu finden. Enttäuschend sind auch die Story und vor allem
das Ende. Allerdings wollen wir jetzt nichts vorweg nehmen. Klar,
spielen kann man The Westerner 2: Fenimore Fillmore's Revenge, wenn
man über diverse Punkte hinwegsieht. Das Spiel hätte auch ohne
Probleme eine bessere Wertung bekommen, wenn der Hersteller nicht so
viele kleine aber auch vermeidbare Fehler eingebaut hätte. Noch
nicht einmal eine ordentliche Portion Humor gönnt man uns und so
können wir das Spiel auch nur eisenharten Westerfans zum Kauf
empfehlen.
Features:
- 3rd-Person 3D-Adventure
- Storyabhängige Auswahl aus zwei verschiedenen Charakteren
- Aufwendig stilisierte Charaktere
- Großartiger Sound
- Ansprechendes, stets logisches Rätseldesign
- Intuitive Steuerung durch Point & Click
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