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The Stalin Subway - Review (PC)

Wertung:
67 %

Einleitung:

Frogster Interactive bringt mit The Stalin Subway einen neuen historischen Shooter auf den deutschen Markt. Entwickelt wurde das Ego-Shooter-Spiel übrigens von der russischen Spieleschmiede G5 Software/Orion Games. Wir konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich The Stalin Subway für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Das Spiel kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben das Jahr 1952. Joseph Stalin, Generalsekretär der Sowjetischen Kommunistischen Partei, ist zwar schon 72 Jahre alt, erregt aber bei seinen Untergebenen immer noch Furcht und Schrecken. Der Hauptcharakter - Gleb Suvorov - muss als pflichtbewusster KGB Offizier geheime Objekte in Moskau bewachen. Sein parteikritischer Vater, der als Wissenschaftler für die Regierung in einem geheimen Labor arbeitet, wird jedoch eines Tages während seiner Arbeit verhaftet. Er kann gerade noch einen atemlosen telefonischen Rettungsruf abgeben, bevor er in die Mangel des Regimes gerät. Hinter den dicken Mauern des Kremls reift eine geheime Verschwörung gegen Stalin. Der sicherste Weg, sich des gealterten Herrschers und seiner Macht zu entledigen ist ein geheimer Anschlag während der Versammlung der Bolschewiken-Partei. Gleb Suvorov muss die Explosion verhindern und das Leben vieler unschuldiger Menschen retten. The Stalin Subway ist ein Spiel im Stil eines Ego-Shooters, das uns in die bedrückende Atmosphäre der stalinistischen Nachkriegszeit versetzt. Wir übernehmen natürlich die Rolle des sowjetischen Offiziers Gleb Suvorov. In diesem Punkt unterscheidet sich das Spiel schon einmal von anderen Konkurrenzprodukten, denn wir sind diesmal kein westlicher Held der gegen die kommunistische Bedrohung kämpft. Vielmehr agieren wir als regimetreuer Sowjetbürger. Bevor wir aber in das Spiel eingreifen können, gelangen wir in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel laden", "Spiel speichern", "Einstellungen" und "Mehrspieler-Modus". Dieses eingeblendete Menü erreichen wir übrigens auch im Spiel, wenn wir die Esc-Taste drücken. Somit können wir - immer wenn wir es wollen - ein Spiel speichern oder einen bestehenden Spielstand laden. Am Anfang müssen wir natürlich erst einmal ein neues Spiel beginnen. Nachdem wir nun einen von drei Schwierigkeitsgraden ausgewählt haben, dürfen wir uns das Anfangsintro ansehen. Dieser deutschsprachig synchronisierte Film leitet die Story angemessen ein. Anschließend schlüpfen wir in die Haut unserer Spielfigur. Wir agieren nun aus der Ego-Perspektive und müssen urplötzlich gegen unsere eigenen Leute kämpfen. Dabei dürfen wir auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen. Neben einem Messer werden wir diverse Schusswaffen benutzen. Von der Makarow PM über STEN MK II bis hin zum Simonov SKS-45-Gewehr ist alles vorhanden. Selbst schwere Maschinengewehre wie die Degtjarew DPM oder die Panzerfaust RPG-2 werden wir in dem Spiel erhalten. Natürlich dürfen die genretypischen Granaten ebenso wenig fehlen. In bekannter Ego-Shooter-Manier schießen wir nun alles ab, was eine Waffe in der Hand hat. Dabei muss der Spieler aufpassen, dass er keine Zivilisten töten. Geschieht dieses doch, ist das Spiel sofort zu Ende. Getötete Feinde lassen wie immer Waffen, Munition und Sanipacks liegen, die wir natürlich bereitwillig aufsammeln. In Räumen finden wir diese auch in Schränken oder Schubladen. So agieren wie nun durch die diversen Indoor- und Outdoorlevel und kämpfen gegen unterschiedliche Gegner. Vor einer Mission wird uns natürlich bekannt gegeben, was für Missionsziele wir erfüllen müssen. Ist ein Level dann abgeschlossen, gelangen wir automatisch in den nächsten Abschnitt. Das ganze wird dann noch durch eine Story zusammengehalten und so agieren wir nie grundlos durch die Levels. Haben wir dann genug vom Singleplayermodus so können wir auch noch in den Mehrspielerbereich gehen. Hier dürfen wir uns dann im Internet oder im LAN mit menschlichen Spielern messen. Allerdings erwartet nicht zu viel, denn dieser Bereich ist relativ klein ausgefallen. Vor allem an Maps hat der Hersteller gespart.

 

Technik:

Grafisch kommt das Spiel nicht an aktuelle Genregrößen heran. Die Probleme fangen bei den langweiligen Texturen an und enden bei den mittelmäßigen Charaktermodellen. Bis auf ein paar Gesichter wirken diese allesamt veraltet. Hier hätte man wirklich mehr machen können. Das gleiche gilt für die Animationen, die viel zu hölzern rüber kommen. Etwas besser wird es dann im Freien. Hier werden wir zumindest viele Objekte und reale Moskauer Schauplätze zu sehen bekommen. Wirklich realistisch sehen die Waffenmodelle aus. Hier gibt es absolut keine Kritikpunkte. Der Hersteller hat dann noch eine Physikengine eingebaut, wodurch sich viele Gegenstände physikalisch korrekt bewegen. Nett ist auch, dass wir Türen genauso öffnen können, wie Schränke oder Schubladen. Etwas unverständlich ist die Tatsache, dass unsere Schüsse kaum Wirkung beim Gegner zeigen. Wir müssen schon fast ein ganzes Magazin verschießen, bevor der Gegner zu Boden sinkt. Vor allem versteht man nicht, warum nahe Gegner trotz Kopfschüsse stehen bleiben und weit entfernte beim ersten Schuss niedersinken. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie die Grafik. Neben einer etwas langweiligen Musik werden wir auch noch passende Waffengeräusche hören. Hinzu kommt eine deutsche Sprachausgabe, die zwar zu den Personen passt aber in einer schlechten Qualität abgespielt wird. Wirklich katastrophal ist die KI der Gegner ausgefallen. Diese verhalten sich einfach nur dumm. Zum einen schauen sie einfach nur zu, wie ihre Kameraden erschossen werden. Greifen sie dann doch ein, so stehen sie nur in der Gegend herum und schießen. So etwas wie in Deckung gehen, kennen die Figuren gar nicht. Verlassen wir einen Raum, so warten sie dann noch seelenruhig ab, bis wir wieder rein kommen. Die CPU-Figuren kommen noch nicht einmal auf die Idee uns zu folgen. Hierdurch sind die Auseinandersetzungen sehr langweilig. Mit der Steuerung kommt man dagegen gut zurecht. Diese ist genretypisch und so können wir alle Aktionen sicher ausführen. Nur das schießen klappt - so wie oben schon beschrieben - nicht wirklich gut. Fasst man alles zusammen, so kann das Spiel technisch nicht überzeugen. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem Ego-Shooter-Spiel.

 

Fazit:

The Stalin Subway ist leider nur ein mittelmäßiges Ego-Shooter-Spiel. Das liegt vor allem an der dürftigen Technik. Die Grafik ist genauso bescheiden wie die Spielfiguren und dank einer katastrophalen KI sind selbst die Auseinandersetzungen langweilig. Hinzu kommt, dass wir kaum jemanden mit einem Schuss erledigen können. Obwohl eine ansprechende Physik-Engine vorhanden ist, hat der Hersteller wenig Wert auf ein gutes Treffersystem gelegt. Zumindest lohnt sich das abschießen von leblosen Objekten, da sich diese wenigstens physikalisch korrekt verhalten. Allerdings muss man dem Hersteller Mut zusprechen, dass er mal eine ganz andere Story aufgreift. Das agieren in den ansprechenden Levels macht sogar eine gewisse Zeit Spaß. Der Hersteller hat es verstanden oftmals eine düstere Stimmung aufzubauen. Wäre die Technik ein wenig besser gewesen, wäre aus dem Spiel ein wirklich gutes Egoshooterspiel geworden. So geht es leider in der breiten Masse unter. Zumindest stimmt das Preis-Leistungsverhältnis, denn The Stalin Subway kann man schon für unter 35 Euro kaufen. Wer also mal eine etwas andere Story spielen möchte und mit technischen Problemen leben kann, darf gerne zu dem Spiel greifen. Erwartet aber nicht zu viel. Alle anderen sollten lieber das Geld sparen oder zumindest vor einem Kauf ein ausgiebiges Probespiel wagen.

 

Features

- Photorealistische Darstellung der berühmtesten Sehenswürdigkeiten von Moskau: Kreml, Moskauer Staatsuniversität, U-Bahnhöfe
- Streng geheime Objekte: militärische Untergrundtransportlinie, geheime Labore, Unterstände, Stalins Bunker
- Authentische Waffen der 50er, wie das Panzerabwehrgewehr PTRS-41, sowjetische Maschinengewehre, Granaten, Flammenwerfer und die legendären Molotow-Cocktails
- Nicht spielbare Charaktere sind fähig, emotionale Reaktionen auf die Umwelt und die Handlungen des Spielers zu zeigen
- Züge der geheimen Untergrundlinie können kontrolliert werden
- Physikalisch korrekt reagierende Objekte, die teilweise interaktiv sind (z.B. Schränke, Büros)
- 300 Arten von zerstörbaren Objekten: Bücherregale, Stühle, Aschenbecher usw.
- Realistisches Schadens- und Genesungssystem, durch spezielle Drogen steigerbare Ausdauer
- Multiplayer: Deathmatch und spezielle Teamszenarien, Multiplayer-Maps sind als reale Moskauer Schauplätze gestaltet

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

The Stalin Subway (PC)

 
 Stalin Subway
EUR 34,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 68 %  
Sound: 70 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 66 %  
Multiplayer: 64 %  
Spielspaß: 56 %  
Gesamtwertung:  67 %  

Systemanforderungen:

- Windows 98/ME/2000/XP
- Pentium® IV 2.0 GHz oder vergleichbarer Prozessor
- 512MB RAM
- GeForce 3, DirectX 9.0
- 2 GB freier Festplattenspeicher
- Tastatur und Maus

 


 

 

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