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Einleitung:
Frogster Interactive bringt mit The
Stalin Subway einen neuen historischen Shooter auf den deutschen
Markt. Entwickelt wurde das Ego-Shooter-Spiel übrigens von der
russischen Spieleschmiede G5 Software/Orion Games. Wir konnten das
Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich The Stalin Subway für
Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Das Spiel kommt natürlich nicht ohne eine Story aus. Wir schreiben
das Jahr 1952. Joseph Stalin, Generalsekretär der Sowjetischen
Kommunistischen Partei, ist zwar schon 72 Jahre alt, erregt aber bei
seinen Untergebenen immer noch Furcht und Schrecken. Der
Hauptcharakter - Gleb Suvorov - muss als pflichtbewusster KGB
Offizier geheime Objekte in Moskau bewachen. Sein parteikritischer
Vater, der als Wissenschaftler für die Regierung in einem geheimen
Labor arbeitet, wird jedoch eines Tages während seiner Arbeit
verhaftet. Er kann gerade noch einen atemlosen telefonischen
Rettungsruf abgeben, bevor er in die Mangel des Regimes gerät.
Hinter den dicken Mauern des Kremls reift eine geheime Verschwörung
gegen Stalin. Der sicherste Weg, sich des gealterten Herrschers und
seiner Macht zu entledigen ist ein geheimer Anschlag während der
Versammlung der Bolschewiken-Partei. Gleb Suvorov muss die Explosion
verhindern und das Leben vieler unschuldiger Menschen retten. The
Stalin Subway ist ein Spiel im Stil eines Ego-Shooters, das uns in
die bedrückende Atmosphäre der stalinistischen Nachkriegszeit
versetzt. Wir übernehmen natürlich die Rolle des sowjetischen
Offiziers Gleb Suvorov. In diesem Punkt unterscheidet sich das Spiel
schon einmal von anderen Konkurrenzprodukten, denn wir sind diesmal
kein westlicher Held der gegen die kommunistische Bedrohung kämpft.
Vielmehr agieren wir als regimetreuer Sowjetbürger. Bevor wir aber
in das Spiel eingreifen können, gelangen wir in das Hauptmenü. Hier
erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Spiel laden", "Spiel
speichern", "Einstellungen" und "Mehrspieler-Modus". Dieses
eingeblendete Menü erreichen wir übrigens auch im Spiel, wenn wir
die Esc-Taste drücken. Somit können wir - immer wenn wir es wollen -
ein Spiel speichern oder einen bestehenden Spielstand laden. Am
Anfang müssen wir natürlich erst einmal ein neues Spiel beginnen.
Nachdem wir nun einen von drei Schwierigkeitsgraden ausgewählt
haben, dürfen wir uns das Anfangsintro ansehen. Dieser
deutschsprachig synchronisierte Film leitet die Story angemessen
ein. Anschließend schlüpfen wir in die Haut unserer Spielfigur. Wir
agieren nun aus der Ego-Perspektive und müssen urplötzlich gegen
unsere eigenen Leute kämpfen. Dabei dürfen wir auf ein reichhaltiges
Waffenarsenal zurückgreifen. Neben einem Messer werden wir diverse
Schusswaffen benutzen. Von der Makarow PM über STEN MK II bis hin
zum Simonov SKS-45-Gewehr ist alles vorhanden. Selbst schwere
Maschinengewehre wie die Degtjarew DPM oder die Panzerfaust RPG-2
werden wir in dem Spiel erhalten. Natürlich dürfen die
genretypischen Granaten ebenso wenig fehlen. In bekannter
Ego-Shooter-Manier schießen wir nun alles ab, was eine Waffe in der
Hand hat. Dabei muss der Spieler aufpassen, dass er keine Zivilisten
töten. Geschieht dieses doch, ist das Spiel sofort zu Ende. Getötete
Feinde lassen wie immer Waffen, Munition und Sanipacks liegen, die
wir natürlich bereitwillig aufsammeln. In Räumen finden wir diese
auch in Schränken oder Schubladen. So agieren wie nun durch die
diversen Indoor- und Outdoorlevel und kämpfen gegen unterschiedliche
Gegner. Vor einer Mission wird uns natürlich bekannt gegeben, was
für Missionsziele wir erfüllen müssen. Ist ein Level dann
abgeschlossen, gelangen wir automatisch in den nächsten Abschnitt.
Das ganze wird dann noch durch eine Story zusammengehalten und so
agieren wir nie grundlos durch die Levels. Haben wir dann genug vom
Singleplayermodus so können wir auch noch in den Mehrspielerbereich
gehen. Hier dürfen wir uns dann im Internet oder im LAN mit
menschlichen Spielern messen. Allerdings erwartet nicht zu viel,
denn dieser Bereich ist relativ klein ausgefallen. Vor allem an Maps
hat der Hersteller gespart.
Technik:
Grafisch kommt das Spiel nicht an aktuelle Genregrößen heran. Die
Probleme fangen bei den langweiligen Texturen an und enden bei den
mittelmäßigen Charaktermodellen. Bis auf ein paar Gesichter wirken
diese allesamt veraltet. Hier hätte man wirklich mehr machen können.
Das gleiche gilt für die Animationen, die viel zu hölzern rüber
kommen. Etwas besser wird es dann im Freien. Hier werden wir
zumindest viele Objekte und reale Moskauer Schauplätze zu sehen
bekommen. Wirklich realistisch sehen die Waffenmodelle aus. Hier
gibt es absolut keine Kritikpunkte. Der Hersteller hat dann noch
eine Physikengine eingebaut, wodurch sich viele Gegenstände
physikalisch korrekt bewegen. Nett ist auch, dass wir Türen genauso
öffnen können, wie Schränke oder Schubladen. Etwas unverständlich
ist die Tatsache, dass unsere Schüsse kaum Wirkung beim Gegner
zeigen. Wir müssen schon fast ein ganzes Magazin verschießen, bevor
der Gegner zu Boden sinkt. Vor allem versteht man nicht, warum nahe
Gegner trotz Kopfschüsse stehen bleiben und weit entfernte beim
ersten Schuss niedersinken. Der Sound bewegt sich auf einem
ähnlichen Niveau wie die Grafik. Neben einer etwas langweiligen
Musik werden wir auch noch passende Waffengeräusche hören. Hinzu
kommt eine deutsche Sprachausgabe, die zwar zu den Personen passt
aber in einer schlechten Qualität abgespielt wird. Wirklich
katastrophal ist die KI der Gegner ausgefallen. Diese verhalten sich
einfach nur dumm. Zum einen schauen sie einfach nur zu, wie ihre
Kameraden erschossen werden. Greifen sie dann doch ein, so stehen
sie nur in der Gegend herum und schießen. So etwas wie in Deckung
gehen, kennen die Figuren gar nicht. Verlassen wir einen Raum, so
warten sie dann noch seelenruhig ab, bis wir wieder rein kommen. Die
CPU-Figuren kommen noch nicht einmal auf die Idee uns zu folgen.
Hierdurch sind die Auseinandersetzungen sehr langweilig. Mit der
Steuerung kommt man dagegen gut zurecht. Diese ist genretypisch und
so können wir alle Aktionen sicher ausführen. Nur das schießen
klappt - so wie oben schon beschrieben - nicht wirklich gut. Fasst
man alles zusammen, so kann das Spiel technisch nicht überzeugen. In
der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von einem
Ego-Shooter-Spiel.
Fazit:
The Stalin Subway ist leider nur ein mittelmäßiges Ego-Shooter-Spiel.
Das liegt vor allem an der dürftigen Technik. Die Grafik ist genauso
bescheiden wie die Spielfiguren und dank einer katastrophalen KI
sind selbst die Auseinandersetzungen langweilig. Hinzu kommt, dass
wir kaum jemanden mit einem Schuss erledigen können. Obwohl eine
ansprechende Physik-Engine vorhanden ist, hat der Hersteller wenig
Wert auf ein gutes Treffersystem gelegt. Zumindest lohnt sich das
abschießen von leblosen Objekten, da sich diese wenigstens
physikalisch korrekt verhalten. Allerdings muss man dem Hersteller
Mut zusprechen, dass er mal eine ganz andere Story aufgreift. Das
agieren in den ansprechenden Levels macht sogar eine gewisse Zeit
Spaß. Der Hersteller hat es verstanden oftmals eine düstere Stimmung
aufzubauen. Wäre die Technik ein wenig besser gewesen, wäre aus dem
Spiel ein wirklich gutes Egoshooterspiel geworden. So geht es leider
in der breiten Masse unter. Zumindest stimmt das
Preis-Leistungsverhältnis, denn The Stalin Subway kann man schon für
unter 35 Euro kaufen. Wer also mal eine etwas andere Story spielen
möchte und mit technischen Problemen leben kann, darf gerne zu dem
Spiel greifen. Erwartet aber nicht zu viel. Alle anderen sollten
lieber das Geld sparen oder zumindest vor einem Kauf ein ausgiebiges
Probespiel wagen.
Features
- Photorealistische Darstellung der berühmtesten Sehenswürdigkeiten
von Moskau: Kreml, Moskauer Staatsuniversität, U-Bahnhöfe
- Streng geheime Objekte: militärische Untergrundtransportlinie,
geheime Labore, Unterstände, Stalins Bunker
- Authentische Waffen der 50er, wie das Panzerabwehrgewehr PTRS-41,
sowjetische Maschinengewehre, Granaten, Flammenwerfer und die
legendären Molotow-Cocktails
- Nicht spielbare Charaktere sind fähig, emotionale Reaktionen auf
die Umwelt und die Handlungen des Spielers zu zeigen
- Züge der geheimen Untergrundlinie können kontrolliert werden
- Physikalisch korrekt reagierende Objekte, die teilweise interaktiv
sind (z.B. Schränke, Büros)
- 300 Arten von zerstörbaren Objekten: Bücherregale, Stühle,
Aschenbecher usw.
- Realistisches Schadens- und Genesungssystem, durch spezielle
Drogen steigerbare Ausdauer
- Multiplayer: Deathmatch und spezielle Teamszenarien,
Multiplayer-Maps sind als reale Moskauer Schauplätze gestaltet
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