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Einleitung:
Als in diesem Sommer die
Multiplayer-Version von The Ship per Steam erschien, konnte es
sofort viele Spieler begeistern. Das lag vor allem an der sehr
interessanten Spielidee. Das Game von dem Entwickler Outerlight und
Publisher Mindscape geht nun in die zweite Runde, denn The Ship:
Mörder Ahoi ist ab sofort auch über Xider (einem Label der bhv
Software GmbH & Co. KG) als deutsche Boxversion inklusive eines
Singleplayer-Modus erhältlich. Das Beste an der Sache ist natürlich
der Anschaffungspreis. Für unter 30 Euro dürft Ihr Euch auf eine
etwas andere Kreuzfahrt begeben und Passagiere jagen. Wir konnten
das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir nun auf die Jagd nach Passagieren gehen, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Um The Ship spielen zu können müssen
wir Steam haben. Dieses wird selbstverständlich gleich mitgeliefert.
Das Spiel selber lässt sich recht einfach installieren. Allerdings
benötigt Ihr einen Internetanschluss. Habt Ihr diesen nicht, so
werdet Ihr kaum auf die abenteuerliche Kreuzfahrt gehen. Am Anfang
erblickt der Spieler erst einmal den Steam-Hauptbildschirm. Hier
findet man die Menüpunkte "The Ship", "The Ship Tutorial" und "The
Ship Single-Player". Am Anfang bietet sich erst einmal der The Ship
Tutorial-Modus an. Hier kann man in aller Ruhe das Spiel und die
Steuerung kennen lernen. Anschließend könnt Ihr Euch in den
Einzelspielerbereich begeben. Hier dürfen wir herausfinden, was es
mit Mr. X, der Jagd und der Story, die sich hinter The Ship
verbirgt, auf sich hat. Daneben gibt es noch den
Hauptmenübildschirm, den wir durch anklicken des Punktes The Ship
erreichen. Hier finden wir Punkte wie den "Arcade-Modus", "Server
erstellen", "An einer Kreuzfahrt teilnehmen" oder "Maschinenraum".
Unter letzterem kann man die Einstellungen für das Spiel anpassen.
Außerdem darf man hier den Spielernamen für das Onlinespiel
eingeben. Der Arcade-Modus ist ausgezeichnet zum trainieren
geeignet. Jeder Spieler darf unter Server erstellen dann noch einen
eigenen Server für ein Internet- oder LAN-Spiel einrichten. Wollen
wir dagegen direkt in das Onlineabenteuer starten, brauchen wir nur
an einer Kreuzfahrt teilnehmen. Hier warten dann Spielarten wie
Jagd, Eliminierung, Duell oder Todeskampf (Deathmatch) auf uns. Egal
welchen Modus der Spieler nun auswählt, irgendwann startet unsere
Spielfigur in das Abenteuer. The Ship ist ein Mörderspiel mit
ungewöhnlichen Spielregeln, das im Einzel- und Mehrspielermodus
gespielt werden kann. Grundlegend werden im Singleplayermodus die
menschlichen Spieler durch CPU-Figuren ersetzt. Das Schiff auf dem
wir uns befinden, gehört dem geheimnisvollen Mr. X und alle Spieler
befinden sich an Bord eines der Luxusliner seiner Flotte, nachdem
sie ein Ticket in einem Wettbewerb gewonnen haben. Wir sind einer
dieser Gewinner, aber sobald wir an Bord kommen, stellen wir fest,
dass unsere Kreuzfahrt einen Haken hat. Der Spieler wird zu einer
brutalen Jagd gezwungen, die der perversen Fantasie von Mr. X
entsprungen ist. Machen wir nicht mit, droht nicht nur uns, sondern
auch unserer Familie der Tod. Unsere einzige Chance besteht darin,
an der Jagd teilzunehmen und zu gewinnen. Die Regeln sind einfach.
Jeder bekommt den Namen eines anderen Teilnehmers an Mord
mitgeteilt. Diese Figur muss der Spieler jagen und töten. Je nach
Spielmodus gewinnt der Akteur, der bis zum Schluss überlebt oder der
am meisten Geld auf der Bank hat.
Während des Spiels sollte man allerdings nicht vergessen, dass uns
auch jemand auf den Fersen ist.
Außerdem muss darauf geachtet
werden, wo wir uns befinden. Schließlich ist nicht überall das Töten
erlaubt. An Bord des Schiffes gibt es Sicherheitsvorkehrungen in
Person der Wachposten und in Form von Kameras. Beide schützen die
unbeteiligten Passagiere vor den Jägern. Demzufolge gibt es also
auch Bereiche, in denen wir relativ sicher sind. Das Sicherheitsteam
verschafft den Gesetzen auf dem Schiff Geltung. Der aktuelle
Sicherheitsstatus wird übrigens durch Symbole auf unserem HUD
angezeigt und so weiß man immer, ob eine Handlung durchgeführt
werden darf. Werden wir doch einmal bei einem Mordversuch oder mit
einer Waffe entdeckt, drohen Haft- bzw. Geldstrafen. An den sicheren
Orten kann man sich allerdings nicht unendlich aufhalten, denn wir
haben Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen, Gespräche führen,
Hygiene oder den unausweichlichen Toilettengang. Kommen wird diesen
nicht nach, so können wir z.B. nicht mehr Rennen - wenn unsere
Spielfigur müde ist. Gehen wir dagegen nicht auf die Toilette, kann
es peinlichere Auswirkungen haben. Verschmutzungen führen dann zu
Krankheiten und zum Tod. Ihr seht schon, dass man den Bedürfnissen
nachkommen muss. Das birgt selbstverständlich das Risiko, die
geschützten Bereiche verlassen zu müssen und so wird man förmlich
dazu gezwungen, sich auf dem Schiff fortzubewegen. Zum Glück gibt es aber
nette Objekte wie Süßigkeiten oder ein Deo, um etwas Zeit zu
schinden. Unterm Strich bleibt uns nichts andere übrig, wie unseren
Auftrag zu erledigen. Schließlich kosten die meisten Handlungen Geld
und das müssen wir erst einmal verdienen. Hat der Spieler davon genug,
darf er sich auch nette Accessoires wie Verkleidungen kaufen, die
seinen Jäger evtl. etwas verwirren. Um einen Gegner stellen zu
können, benötigen wir Waffen. Es gibt wirklich viele verschiedene in
dem Spiel. Von Schlag-, Stech- und Schusswaffen bis hin zu Gift ist
alles vorhanden. Dabei sind es nicht immer sofort erkennbare
Mordwerkzeuge. Selbst normale Gebrauchsgegenstände dürfen wir als
Waffen verwenden. Diese finden wir übrigens überall auf dem Schiff.
Wer genügend Geld hat, darf Waffen - wie einen Tennisschläger - auch
kaufen. Das war natürlich noch nicht alles. Es gibt noch mehr
Möglichkeiten um einen Passagier ins Jenseits zu schicken. Befindet
sich ein Opfer z.B. in der Kühlkammer, schließen wir schnell die Tür
und schon ist es um ihn geschehen. Es gibt noch weitere Fallen wie
die Sauna, das Rettungsboot, Kronleuchter, Schaufelrad oder der
Maschinenraum. Wenn man lange genug sucht, wird man immer wieder
neue Möglichkeiten finden. Viel schwieriger ist es, die Zielperson
zu finden. Zum Glück wird in unserem Interface das Opfer auf einer Karte
markiert. Allerdings ist es immer nur eine Momentaufnahme, die
längere Zeit nicht aktualisiert wird. Bewegt sich jemand schnell
durch die Räume, kann er nur schwer aufgespürt werden. Die Karte
dient natürlich auch dazu, sich auf dem riesigen Schiff zurecht zu
finden. Nach viel Sucharbeit entdecken wir endlich unser Opfer. Haben wir dann einen günstigen Ort erreicht
- wo keine
Zeugen, Kameras oder Wachpersonal zuschauen - darf endlich
zugeschlagen werden. Im Anschluss erhält der Akteur vom Opfer Geld,
das wir schnell zur Bank bringen sollten. Schließlich wollen wir
nicht unser hart erarbeitetes Geld an einen Jäger verlieren. Nur das
notwenigste nehmen wir mit, um die alltäglichen Kosten zu decken. An
unser Konto kommen wir zu jeder Zeit heran, denn überall sind Banken
oder Automaten aufgestellt. Hat ein anderer Spieler oder wir unsere
Aufgabe erledigt, ist das Spiel nach einer kurzen Überbrückungsphase
beendet und es kann erneut auf die Jagd gehen.
Technik:
Die Grafik basiert auf der Source-Engine von Valve. Diese hat schon
Spiele wie Half-Life 2 passend in Szene gesetzt. Allerdings werden
wir nicht in komplett realistischen Umgebungen agieren, denn die
Optik hat einen leichten Comic-Look. Dieser passt allerdings zum
Spiel. In einer wirklich realistischen Umgebung, würden die
Morde doch ein wenig anders rüber kommen. Leider wurde bei der Grafik an
Details, Polygonen und scharfen Texturen gespart. Wirklich
störend ist dieses allerdings nicht, denn insgesamt wird doch eine
stimmungsvolle Umgebung gezeigt. Diese lädt zu ausgiebigen
Erkundungstouren ein. Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken
und so bewegt man sich gerne durch die vielen unterschiedlichen
Räume. Daneben werden wir etwas grob modellierte Figuren erblicken,
die sich recht hölzern bewegen. Allerdings passen sie zum Stil des
Spiels. Das kommt natürlich auch durch die vielen unterschiedlichen
Kleidungen zustande. Zu dem insgesamt guten Ambiente trägt auch der
nette Sound bei. Wir dürfen neben vielen Ingamegeräuschen auch einer
stimmungsvollen Musik lauschen. Diese wiederholt sich allerdings
recht oft. Außerdem dringen die Musikstücke nur selten in unsere
Gehörgänge, denn diese werden nur an bestimmten Orten eingespielt.
Eine Sprachausgabe spendiert man uns im eigentlichen Spiel dann leider auch
nicht. Etwas nervig ist außerdem noch die magere KI im Singelplayermodus. Wirklich intelligente Handlungen sieht man von
den computergesteuerten Figuren leider nicht. Viel interessanter ist da schon
der Mehrspielerbereich, der viele Spielarten bietet. Mit der
Steuerung kommt man recht schnell klar. Alle Aktionen werden
eigentlich direkt ausgeführt und dank sinnvoller Tastenbelegung kann
man schnell in das Spielgeschehen einsteigen.
Fazit:
The Ship: Mörder Ahoi lebt eindeutig von der künstlich aufgebauten
Spannung. Selten hat man sich in einem Spiel so oft umgesehen. Kein
Wunder, denn jeder Passagier könnte unser Killer sein. Das sorgt für
ein unheimliches Spielerlebnis. Nicht nur das wir unser Leben retten
sollen, unser Ziel dürfen wir ebenfalls nicht aus dem Auge
verlieren. Für die Tötungsaktionen stehen auch viele
unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Hierdurch ergeben sich
permanent witzige Situationen, die einen immer wieder zum schmunzeln
bringen. Zum Glück bietet das Spiel mehr, wie nur brachiale
Waffengewalt. Da wir auch andere Methoden anwenden können, macht das
Meucheln wirklich sehr viel Spaß. Das ganze spielt dann noch auf
einem Schiff, das einen idealen Ort für so ein Spiel darstellt.
Obwohl alles auf einem begrenzten Raum stattfindet, gibt es viele
verschiedene Umgebungen. Diese laden zum erkunden und verstecken
ein. Schade ist eigentlich nur, dass der Einzelspielerbereich etwas
langweilig ausfällt. Da die CPU-Figuren nur selten intelligent
handeln, kommt kaum Spielspaß auf. Man sollte diesen Bereich auch
eher zum Üben nehmen, um das Spiel kennen zu lernen. Später im Multiplayergame müssen alle Aktionen sitzen, denn oft ist ein Jäger
dicht auf unseren Fersen. Viele interessante Spielmodis laden dann
noch zu spannenden jagten ein und so kann The Ship einen über Wochen
am Bildschirm fesseln. Da das Gameplay erstklassig ist, stört auch
nicht die etwas angestaubte Grafik. Wer also gerne mal ein etwas
anderes Jagdspiel spielen möchte, sollte schnell zum nächsten
Händler eilen. The Ship: Mörder Ahoi ist ohne Zweifel ein Geheimtipp
für alle Onlinespieler. Uns hat das Game wirklich gut gefallen und
daher können wir ohne Einschränkungen eine Kaufempfehlung
aussprechen.
Features:
- Das Spiel basiert auf der Source-Engine von Valve (u. a. Half Life
2)
- Singleplayer-Modus exklusiv in dieser Version
- 5 verschiedene Multiplayer-Modi für bis zu 32 Spieler
- Grafiken und Musik im Style der 20er Jahre
- Erstes neues Multiplayer-Konzept seit Counter-Strike
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