Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







The Ship: Mörder Ahoi - Review (PC)

Wertung:
81 %

Einleitung:

Als in diesem Sommer die Multiplayer-Version von The Ship per Steam erschien, konnte es sofort viele Spieler begeistern. Das lag vor allem an der sehr interessanten Spielidee. Das Game von dem Entwickler Outerlight und Publisher Mindscape geht nun in die zweite Runde, denn The Ship: Mörder Ahoi ist ab sofort auch über Xider (einem Label der bhv Software GmbH & Co. KG) als deutsche Boxversion inklusive eines Singleplayer-Modus erhältlich. Das Beste an der Sache ist natürlich der Anschaffungspreis. Für unter 30 Euro dürft Ihr Euch auf eine etwas andere Kreuzfahrt begeben und Passagiere jagen. Wir konnten das Spiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Bevor wir nun auf die Jagd nach Passagieren gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Um The Ship spielen zu können müssen wir Steam haben. Dieses wird selbstverständlich gleich mitgeliefert. Das Spiel selber lässt sich recht einfach installieren. Allerdings benötigt Ihr einen Internetanschluss. Habt Ihr diesen nicht, so werdet Ihr kaum auf die abenteuerliche Kreuzfahrt gehen. Am Anfang erblickt der Spieler erst einmal den Steam-Hauptbildschirm. Hier findet man die Menüpunkte "The Ship", "The Ship Tutorial" und "The Ship Single-Player". Am Anfang bietet sich erst einmal der The Ship Tutorial-Modus an. Hier kann man in aller Ruhe das Spiel und die Steuerung kennen lernen. Anschließend könnt Ihr Euch in den Einzelspielerbereich begeben. Hier dürfen wir herausfinden, was es mit Mr. X, der Jagd und der Story, die sich hinter The Ship verbirgt, auf sich hat. Daneben gibt es noch den Hauptmenübildschirm, den wir durch anklicken des Punktes The Ship erreichen. Hier finden wir Punkte wie den "Arcade-Modus", "Server erstellen", "An einer Kreuzfahrt teilnehmen" oder "Maschinenraum". Unter letzterem kann man die Einstellungen für das Spiel anpassen. Außerdem darf man hier den Spielernamen für das Onlinespiel eingeben. Der Arcade-Modus ist ausgezeichnet zum trainieren geeignet. Jeder Spieler darf unter Server erstellen dann noch einen eigenen Server für ein Internet- oder LAN-Spiel einrichten. Wollen wir dagegen direkt in das Onlineabenteuer starten, brauchen wir nur an einer Kreuzfahrt teilnehmen. Hier warten dann Spielarten wie Jagd, Eliminierung, Duell oder Todeskampf (Deathmatch) auf uns. Egal welchen Modus der Spieler nun auswählt, irgendwann startet unsere Spielfigur in das Abenteuer. The Ship ist ein Mörderspiel mit ungewöhnlichen Spielregeln, das im Einzel- und Mehrspielermodus gespielt werden kann. Grundlegend werden im Singleplayermodus die menschlichen Spieler durch CPU-Figuren ersetzt. Das Schiff auf dem wir uns befinden, gehört dem geheimnisvollen Mr. X und alle Spieler befinden sich an Bord eines der Luxusliner seiner Flotte, nachdem sie ein Ticket in einem Wettbewerb gewonnen haben. Wir sind einer dieser Gewinner, aber sobald wir an Bord kommen, stellen wir fest, dass unsere Kreuzfahrt einen Haken hat. Der Spieler wird zu einer brutalen Jagd gezwungen, die der perversen Fantasie von Mr. X entsprungen ist. Machen wir nicht mit, droht nicht nur uns, sondern auch unserer Familie der Tod. Unsere einzige Chance besteht darin, an der Jagd teilzunehmen und zu gewinnen. Die Regeln sind einfach. Jeder bekommt den Namen eines anderen Teilnehmers an Mord mitgeteilt. Diese Figur muss der Spieler jagen und töten. Je nach Spielmodus gewinnt der Akteur, der bis zum Schluss überlebt oder der am meisten Geld auf der Bank hat. Während des Spiels sollte man allerdings nicht vergessen, dass uns auch jemand auf den Fersen ist.

Außerdem muss darauf geachtet werden, wo wir uns befinden. Schließlich ist nicht überall das Töten erlaubt. An Bord des Schiffes gibt es Sicherheitsvorkehrungen in Person der Wachposten und in Form von Kameras. Beide schützen die unbeteiligten Passagiere vor den Jägern. Demzufolge gibt es also auch Bereiche, in denen wir relativ sicher sind. Das Sicherheitsteam verschafft den Gesetzen auf dem Schiff Geltung. Der aktuelle Sicherheitsstatus wird übrigens durch Symbole auf unserem HUD angezeigt und so weiß man immer, ob eine Handlung durchgeführt werden darf. Werden wir doch einmal bei einem Mordversuch oder mit einer Waffe entdeckt, drohen Haft- bzw. Geldstrafen. An den sicheren Orten kann man sich allerdings nicht unendlich aufhalten, denn wir haben Bedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen, Gespräche führen, Hygiene oder den unausweichlichen Toilettengang. Kommen wird diesen nicht nach, so können wir z.B. nicht mehr Rennen - wenn unsere Spielfigur müde ist. Gehen wir dagegen nicht auf die Toilette, kann es peinlichere Auswirkungen haben. Verschmutzungen führen dann zu Krankheiten und zum Tod. Ihr seht schon, dass man den Bedürfnissen nachkommen muss. Das birgt selbstverständlich das Risiko, die geschützten Bereiche verlassen zu müssen und so wird man förmlich dazu gezwungen, sich auf dem Schiff fortzubewegen. Zum Glück gibt es aber nette Objekte wie Süßigkeiten oder ein Deo, um etwas Zeit zu schinden. Unterm Strich bleibt uns nichts andere übrig, wie unseren Auftrag zu erledigen. Schließlich kosten die meisten Handlungen Geld und das müssen wir erst einmal verdienen. Hat der Spieler davon genug, darf er sich auch nette Accessoires wie Verkleidungen kaufen, die seinen Jäger evtl. etwas verwirren. Um einen Gegner stellen zu können, benötigen wir Waffen. Es gibt wirklich viele verschiedene in dem Spiel. Von Schlag-, Stech- und Schusswaffen bis hin zu Gift ist alles vorhanden. Dabei sind es nicht immer sofort erkennbare Mordwerkzeuge. Selbst normale Gebrauchsgegenstände dürfen wir als Waffen verwenden. Diese finden wir übrigens überall auf dem Schiff. Wer genügend Geld hat, darf Waffen - wie einen Tennisschläger - auch kaufen. Das war natürlich noch nicht alles. Es gibt noch mehr Möglichkeiten um einen Passagier ins Jenseits zu schicken. Befindet sich ein Opfer z.B. in der Kühlkammer, schließen wir schnell die Tür und schon ist es um ihn geschehen. Es gibt noch weitere Fallen wie die Sauna, das Rettungsboot, Kronleuchter, Schaufelrad oder der Maschinenraum. Wenn man lange genug sucht, wird man immer wieder neue Möglichkeiten finden. Viel schwieriger ist es, die Zielperson zu finden. Zum Glück wird in unserem Interface das Opfer auf einer Karte markiert. Allerdings ist es immer nur eine Momentaufnahme, die längere Zeit nicht aktualisiert wird. Bewegt sich jemand schnell durch die Räume, kann er nur schwer aufgespürt werden. Die Karte dient natürlich auch dazu, sich auf dem riesigen Schiff zurecht zu finden. Nach viel Sucharbeit entdecken wir endlich unser Opfer. Haben wir dann einen günstigen Ort erreicht - wo keine Zeugen, Kameras oder Wachpersonal zuschauen - darf endlich zugeschlagen werden. Im Anschluss erhält der Akteur vom Opfer Geld, das wir schnell zur Bank bringen sollten. Schließlich wollen wir nicht unser hart erarbeitetes Geld an einen Jäger verlieren. Nur das notwenigste nehmen wir mit, um die alltäglichen Kosten zu decken. An unser Konto kommen wir zu jeder Zeit heran, denn überall sind Banken oder Automaten aufgestellt. Hat ein anderer Spieler oder wir unsere Aufgabe erledigt, ist das Spiel nach einer kurzen Überbrückungsphase beendet und es kann erneut auf die Jagd gehen.

 

Technik:

Die Grafik basiert auf der Source-Engine von Valve. Diese hat schon Spiele wie Half-Life 2 passend in Szene gesetzt. Allerdings werden wir nicht in komplett realistischen Umgebungen agieren, denn die Optik hat einen leichten Comic-Look. Dieser passt allerdings zum Spiel. In einer wirklich realistischen Umgebung, würden die Morde doch ein wenig anders rüber kommen. Leider wurde bei der Grafik an Details, Polygonen und scharfen Texturen gespart. Wirklich störend ist dieses allerdings nicht, denn insgesamt wird doch eine stimmungsvolle Umgebung gezeigt. Diese lädt zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Immer wieder gibt es etwas Neues zu entdecken und so bewegt man sich gerne durch die vielen unterschiedlichen Räume. Daneben werden wir etwas grob modellierte Figuren erblicken, die sich recht hölzern bewegen. Allerdings passen sie zum Stil des Spiels. Das kommt natürlich auch durch die vielen unterschiedlichen Kleidungen zustande. Zu dem insgesamt guten Ambiente trägt auch der nette Sound bei. Wir dürfen neben vielen Ingamegeräuschen auch einer stimmungsvollen Musik lauschen. Diese wiederholt sich allerdings recht oft. Außerdem dringen die Musikstücke nur selten in unsere Gehörgänge, denn diese werden nur an bestimmten Orten eingespielt. Eine Sprachausgabe spendiert man uns im eigentlichen Spiel dann leider auch nicht. Etwas nervig ist außerdem noch die magere KI im Singelplayermodus. Wirklich intelligente Handlungen sieht man von den computergesteuerten Figuren leider nicht. Viel interessanter ist da schon der Mehrspielerbereich, der viele Spielarten bietet. Mit der Steuerung kommt man recht schnell klar. Alle Aktionen werden eigentlich direkt ausgeführt und dank sinnvoller Tastenbelegung kann man schnell in das Spielgeschehen einsteigen.

 

Fazit:

The Ship: Mörder Ahoi lebt eindeutig von der künstlich aufgebauten Spannung. Selten hat man sich in einem Spiel so oft umgesehen. Kein Wunder, denn jeder Passagier könnte unser Killer sein. Das sorgt für ein unheimliches Spielerlebnis. Nicht nur das wir unser Leben retten sollen, unser Ziel dürfen wir ebenfalls nicht aus dem Auge verlieren. Für die Tötungsaktionen stehen auch viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Hierdurch ergeben sich permanent witzige Situationen, die einen immer wieder zum schmunzeln bringen. Zum Glück bietet das Spiel mehr, wie nur brachiale Waffengewalt. Da wir auch andere Methoden anwenden können, macht das Meucheln wirklich sehr viel Spaß. Das ganze spielt dann noch auf einem Schiff, das einen idealen Ort für so ein Spiel darstellt. Obwohl alles auf einem begrenzten Raum stattfindet, gibt es viele verschiedene Umgebungen. Diese laden zum erkunden und verstecken ein. Schade ist eigentlich nur, dass der Einzelspielerbereich etwas langweilig ausfällt. Da die CPU-Figuren nur selten intelligent handeln, kommt kaum Spielspaß auf. Man sollte diesen Bereich auch eher zum Üben nehmen, um das Spiel kennen zu lernen. Später im Multiplayergame müssen alle Aktionen sitzen, denn oft ist ein Jäger dicht auf unseren Fersen. Viele interessante Spielmodis laden dann noch zu spannenden jagten ein und so kann The Ship einen über Wochen am Bildschirm fesseln. Da das Gameplay erstklassig ist, stört auch nicht die etwas angestaubte Grafik. Wer also gerne mal ein etwas anderes Jagdspiel spielen möchte, sollte schnell zum nächsten Händler eilen. The Ship: Mörder Ahoi ist ohne Zweifel ein Geheimtipp für alle Onlinespieler. Uns hat das Game wirklich gut gefallen und daher können wir ohne Einschränkungen eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Das Spiel basiert auf der Source-Engine von Valve (u. a. Half Life 2)
- Singleplayer-Modus exklusiv in dieser Version
- 5 verschiedene Multiplayer-Modi für bis zu 32 Spieler
- Grafiken und Musik im Style der 20er Jahre
- Erstes neues Multiplayer-Konzept seit Counter-Strike

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

The Ship: Mörder Ahoi (PC)

 
 The Ship: Mörder Ahoi
EUR 29,99
Bei Amazon bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 76 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 78 %  
Multiplayer: 86 %  
Spielspaß: 90 %  
Gesamtwertung:  81 %  

Systemvoraussetzungen:

- Windows 2000, XP, Vista
- PIII 1800 MHz
- 512 MB RAM
- ca. 1 GB freier Festplattenspeicher
- Internet-Verbindung

 


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt