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Einleitung:
Entwickler Lionhead Studios und Publisher
Activision veröffentlichen mit The Movies: Stunts & Spezialeffekte das erste
Expansionspack für das Filmsimulationsspiel The Movies. Wie der Titel es
schon vermuten lässt, spendiert uns der Hersteller diverse Stunt-Einlagen
und imposante Spezialeffekte. Die Erweiterung kommt übrigens für 29,99 Euro
in den deutschen Einzelhandel. Wir konnten das Add-On jetzt ausgiebig
testen. Ob sich eine Anschaffung für Hobbyregisseure lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Nachdem wir das Add-On installiert und das Spiel gestartet haben, erscheint
erst einmal das Hauptmenü. Hier finden wir die unterschiedlichen Spielmodis.
Zum einen kann der Spieler ein neues Spiel starten. Wir beginnen im Jahr
1920 mit dem Hauptspiel. Die Stuntmen werden bei dieser Spielart erst im
Jahr 1960 verfügbar. Die anderen Verbesserungen, wie der erweiterte
Filmeditor und der Ausstattungsbildschirm, werden dagegen sofort
freigeschaltet. Daneben gibt es auch noch die Spielart Schnellstart. Dieser
Spielmodus ist für Spieler gedacht, die sich schon mit The Movies auskennen
und unbedingt erfahren möchten, was The Movies: Stunts & Spezialeffekte zu
bieten hat. Wir starten direkt in das Jahr 1960 und übernehmen ein
aufstrebendes Studio. Wenn wir einen Spielmodus auswählen, erscheint erst
einmal ein Bildschirm, der uns bekannt vorkommt. Am Anfang sollt Ihr das
Logo und den Namen des Studios, sowie den Namen des Spielers festlegen.
Standardgemäß beginnen wir auf einem bereits bestehenden Studiogelände, auf
dem sich einige einfache Einrichtungen befinden. Außerdem stehen uns ein
kleiner Mitarbeiterstab und einige Stars zur Verfügung. Natürlich können wir
auch mit einem leeren Studiogelände beginnen. Hier starten wir mit einigen
Angestellten, Stars, etwas Geld und ein leeres Stück Land.
Selbstverständlich bieten beide Varianten ein kleines Tutorial, wodurch wir
die Charaktere und Einrichtungen gut kennen lernen. Kommen wir nun zu den
Neuerungen. Als ersten wäre da der Stuntmen. Dieser neue
Charakter springt immer dann für einen Filmstar ein, wenn das Drehbuch nach
gefährlichen Actioneinlagen verlangt. Stuntmen können für jeden Job auf dem
Studiogelände eingesetzt werden und sich, wie auch die Statisten, ein
Drehbuch schnappen und zur Not jede beliebige Rolle übernehmen. Allerdings
steigen ihre Genre-Fertigkeiten langsamer als die eines Stars. Bei unserem
Stuntmen muss der Spieler zwei Statistiken im Auge behalten: Kondition und Stunt-Fertigkeit. Auch unsere Stars und Statisten haben nun diese
Statistiken. Doch so wie unsere Stuntmen keine Meisterschauspieler sind,
sind unsere Stars und Statisten nicht so bewandert in den körperlichen
Fähigkeiten, die für Stunts Voraussetzung sind. Allerdings sollten wir einen
Schauspieler ruhig mal ermutigen, einen Stunt selber auszuführen, denn das
Publikum weiß dieses zu schätzen. Wir sollten jedoch auch bereit sein, den
Preis dafür zu zahlen, denn eine reduzierte Kondition wirkt sich negativ auf
die Laune unseres Stars aus.
Kommen wir nun zu den Stunt-Trainings-Einrichtungen. Nicht nur durch das Drehen von Stunt-Szenen,
sondern auch durch Training in speziellen Einrichtungen kann man
die Stunt-Fertigkeiten verbessern. Davon hat uns der Hersteller gleich drei
gegönnt.
Bei den gefährlichen Aktionen kann es natürlich auch zu Verletzungen kommen.
Zum Glück darf der Spieler Krankenhäuser bauen. Verletzungen
oder Verschleißerscheinungen werden hier schnell auskuriert. Daneben erhalten
wir
auch noch komplett neue Szenen, die extra geschrieben wurden. Über ein
Dutzend neue Sets wie Bluescreen, Greenscreen und Miniatur-Städte erweitern
das Spiel ebenfalls. Wie gewohnt muss der Spieler für einen Film Stunt-Drehbücher schreiben. Diese werden benötigt um Stuntmen einsetzen zu
können. Selbstverständlich darf man diese auch generieren lassen. Ist ein
Drehbuch fertig, so müssen neben der Haupt- und Nebenrolle auch noch die
entsprechenden Stunt-Doubles besetzt werden. Weisen wir diese nicht zu, wird
unser Schauspieler die gefährlichen Actionszenen selber ausführen. Jeder
Stunt hat übrigens eine Schwierigkeitsbewertung von 1 bis 5. Wir können
diesen Wert mit der Stunt-Fertigkeit eines Darstellers abgleichen, um die
Erfolgsaussichten abzuwägen. Bei Stunts mit höherer Schwierigkeit können
übrigens schwere Verletzungen auftreten. Die Steigerung in der Filmbewertung
kann dieses Risiko allerdings rechtfertigen. Jetzt da jedes Studio Stunts
einsetzen kann, um die Ergebnisse an den Kinokassen zu verbessern, bleibt
eigentlich nur noch die Frage offen: Wer ist der Beste in dem Job? Sobald
wir die Stuntschule freigeschaltet haben, werden spezielle Preise und
Sonderpreise verfügbar. Diejenigen, die fähig - oder glücklich - genug sind,
diese Preise zu gewinnen, werden hierdurch neue Bonis erhalten, die uns
einen Vorteil gegenüber konkurrierenden Studios einbringen. Das war
natürlich noch nicht alles. Das Add-On beinhaltet außerdem noch diverse
Spezialeffekte. Diese tauchen in vielen neuen Szenen auf. Die Bandbreite der
Effekte reicht dabei von einfachen Einschusslöchern über Explosionen,
splitterndes Glas bis hin zu neuen Wettereffekten. Dafür wurden dem
Filmeditor zahlreiche Erweiterungen und Verbesserungen hinzugefügt. Da wäre
z.B. die "Freie Kamera". Hierdurch kann der Spieler nun Standort und
Richtung der Kamera in einer Szene bestimmen. Außerdem dürfen wir auch noch
das Blickfeld ändern. Neue Kostüme für unsere Schauspieler gibt es natürlich
auch noch. Hierdurch ergeben sich Hunderte von Variationen für unsere Stars.
Hinzu kommt ein verbesserter und erweiterter Ausstattungsbildschirm. Hiermit
findet man sehr einfach, die perfekte Mischung aus Frisur und Make-up. Durch
die ganzen Erweiterungen ergeben sich komplett neue Möglichkeiten für den
Hobby-Regisseur. Unsere Filme werden jetzt noch actionreicher aussehen und
so kann man sich erneut über Wochen mit dem Spiel beschäftigen.
Technik:
Technisch hat sich natürlich nicht allzu viel getan. Immer noch werden wir
eine ansprechende Grafik zu sehen bekommen. Die netten Spezialeffekte
erweitern unsere Möglichkeiten und da sich die Neuerungen gut in das
bestehende Spiel einfügen, kann die Optik immer noch mit anderen Topgames
mithalten. Das gleiche gilt für den Sound. Durch die vorhandenen
Ingamegeräusche wirkt alles sehr lebendig. Mit der Steuerung wird jeder
schnell zurecht kommen. Obwohl wir einige Neuerungen erhalten haben, hat
sich an der Bedienung nicht viel geändert. Immer noch lässt sich alles
kinderleicht einstellen und so kann jeder sehr schnell in das Spiel
einsteigen. Die Kamera ist ebenfalls in Ordnung. Diese ist frei
einstellbar und so können wir uns immer den besten Blickwinkel aussuchen.
Hinzu kommt das Feature der Kameraeinblendungen und Positionierung. Endlich
müssen wir uns nicht mehr mit festen Kameraeinstellungen in Filmszenen
zufrieden geben. Fasst man alles zusammen, so kann man mit der technischen
Seite zufrieden sein.
Fazit:
Wer sich immer noch mit dem Hauptspiel beschäftigt oder damit kleine Filme
dreht, wird an dem Add-On The Movies: Stunts & Spezialeffekte nicht
vorbeikommen. Dank netter Extras werden wir jetzt noch actionreichere Filme
drehen können. Neue Sets, Szenen und Kostüme erweitern das Spiel wunderbar
und endlich dürfen wir auch Stuntmen einsetzen. Nett ist auch, dass wir
Schauspieler in gefährliche Szenen schicken können. Hier zeigt sich, ob ein
Star wirklich was drauf hat. Etwas Schade ist allerdings, dass sich an der
Spielmechanik wenig geändert hat. In diesem Bereich hätte der Hersteller
ruhig mehr machen können. Dennoch ist die Erweiterung ein Pflichtkauf für
jeden The Movies-Fan. Es macht einen riesigen Spaß Stuntmänner bzw. Frauen
auszubilden und diese dann einen waghalsigen Stunt ausführen zu lassen. Das
Add-On The Movies: Stunts & Spezialeffekte hat uns wirklich gut gefallen und
so können wir das Spiel ohne Bedenken zum Kauf empfehlen.
Neue Features:
- Stuntmen, eine neue Art von Charakteren, die bereit sind, für ihre
Zuschauer alles zu riskieren
- Drei neue Trainingseinrichtungen
- Komplett neue Szenen, die extra dafür geschrieben wurden
- Über ein Dutzend neue Sets, wie Bluescreen, Greenscreen und
Miniatur-Städte
- Neue Kostüme
- Spezialeffekte, wie Explosionen, splitterndes Glas, ganz neue
Wettereffekte und Kamera-Einblendungen
- Verbesserungen und Erweiterungen für den Erweiterten Filmeditor und den
Ausstattungsbildschirm
- Der Modus "Freie Kamera", der uns totale Kontrolle über Position und
Bewegung der Kamera in unseren Szenen gibt
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