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Einleitung:
Wenn Peter Molyneux ein Spiel auf den Markt
bringt, springen viele Spieler verzückt in die Luft. Kein Wunder, denn der
Schöpfer von Black & White und Fable ist bekannt für seine interessanten
Ideen. Mit The Movies kommt nun das neuste
Molyneux-Spiel auf den deutschen Markt. Diesmal dreht sich alles um die
Filmbranche. Schon im Vorfeld wurde das Spiel in den Himmel gelobt. Wir
konnten The Movies jetzt ausgiebig testen. Ob das Spiel halten kann, was der
Hersteller verspricht, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Grundlegend ist The Movies ein klassisches Tycoon-Spiel. Wir sollen in dem
Spiel das erfolgreichste Filmstudio der Welt aufbauen. Der Spieler muss dazu das
beste Studiogelände bauen, erfolgreiche Filme drehen, diverse Preise
gewinnen und so viel Geld verdienen wie möglich. Dafür müssen wir die
größten Talente einstellen, sie zu großen Stars machen und gleichzeitig
dafür sorgen, dass sie in Filmen mit modernster Technik mitspielen.
Allerdings bietet das Spiel noch viel mehr. Bevor wir dazu kommen, wollen
wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde,
gelangen wir in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Spiel,
Online, Filmwiedergabe und Optionen. Wie gewohnt dürfen wir unter Optionen
alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Unter Filmwiedergabe sehen wir
uns die gespeicherten Filme an oder betrachten welche, die wir Online heruntergeladen haben.
Der Spieler kann allerdings auch eigene gespeicherte Filme laden
und diese mit allen Post-Production-Werkzeugen des Spiels bearbeiten. Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Nachdem der Spieler
den Menüpunkt Spiel aktiviert hat, kommt er in das Spielmenü. Hier können
wir zum einen - unter Grundlagen - eine Einführung in das Spiel bekommen.
Durch ein gutes Tutorial wird einem das Spielprinzip, die Steuerung und die
vielen Möglichkeiten gut erklärt. Möchten wir lieber selber Einfluss auf ein Spiel
und die Vorraussetzungen nehmen, so begeben wir uns in den Bereich Sandkasten.
Hier können wir uns u.a. auf das Drehen von Filmen konzentrieren - ohne
lästige Preise gewinnen zu müssen. Der interessanteste Bereich ist natürlich das
normale Spiel. Nachdem wir dieses gestartet haben, muss der Spieler ein
Studio-Logo, den Studionamen und den Spielernamen bestimmen. Wir erblicken
anschließend den Spielbildschirm. Hier sehen wir eine Zeitleiste, unseren
Kontostand, aktive Filme und die Star-Symbole - die uns sofort zu unseren
Schützlingen bringen. Hinzu kommt eine Studioplatzierung, die angibt, wie gut
unser Studio im Vergleich zu den anderen ist. Über den Baubutton können wir
außerdem drei verschiedene Bauprojekte anwählen. Zum einen die Einrichtungen, welche
Objekte enthalten, die für unser Studiogelände wichtig sind. Von Toiletten
bis Forschungslabor ist alles vorhanden. Hinzu kommen die Sets. Hier wählen
wir die Drehsets aus, in denen später unsere Filme gedreht werden. Damit wir
ein schönes Gelände bekommen, müssen wir zusätzlich eine Reihe an Objekten
platzieren. Diese machen nicht nur unser Studio attraktiver, sondern unsere
Stars werden hierdurch auch glücklicher. Von Pflanzen, über Lampen bis hin
zu Freizeiteinrichtungen ist alles vorhanden. Die Starsymbole sind in dem
Spiel sehr hilfreich. Zum einen können wir hierdurch schnell zu unseren
Schauspielern und Regisseuren gelangen. Außerdem sehen wir deren aktuelle Charts-Platzierung,
die Laune und die momentane Aktivität. Diese Symbole
sollte man also nie aus dem Auge verlieren.
Wir starten nun ein Spiel im Jahr 1920. Bis auf ein paar Dollar und ein
Filmgelände besitzen wir so gut wie gar nichts. Am Anfang müssen wir erst
einmal ein paar Leute wie Handwerker und Hausmeister einstellen und erste
spielwichtige Gebäude errichten. Ein Produktionsbüro wird genauso dringend
benötigt wie ein Casting-Gebäude. Genauso wichtig ist die Schauspiel-Schule. Nun können wir aus der Warteschlange erste
Schauspieler, Statisten und Regisseure einstellen. Mit dem Star-Maker-Programm kann der Spieler übrigens auch ganz eigene Spielfiguren
entwickeln. Die eingestellten Schauspieler dürfen wir außerdem noch in einem
speziellen Gebäude nachbearbeiten. Dabei wird der komplette Bereich
abgedeckt, denn das Gesicht kann genauso verändert werden wie die Frisur
oder die Kleidung. Jede Spielfigur hat spezielle schauspielerische
Fähigkeiten. Diese beziehen sich auf Genres
wie Action, Komödie, Horror, Romanze, Sci-Fiction usw. - in denen wir sie auch
hauptsächlich einsetzen sollten. Durch Proben und Filme drehen werden diese
Erfahrungen immer weiter ausgebaut. Zu Beginn des Spiels werden uns die
Drehbücher noch zur Verfügung gestellt. Im späteren Spielverlauf müssen wir uns
auch um diese kümmern. Dazu werden Autoren eingestellt - die sich in einem
speziellen Gebäude um die neuen Meisterwerke kümmern. Ist ein Drehbuch
fertig, wird die Produktion angeleiert. Dazu besetzen wir die Posten der
Schauspieler, Statisten und des Regisseur. Nach einer gewissen Probezeit
können im Filmset die Dreharbeiten beginnen. Bis der Film fertig gestellt ist, haben
wir genügend Zeit um neue Schauspieler zu engagieren, das Gelände zu
verändern oder neue Gebäude zu bauen. Dabei schöpft der Hersteller alles aus, denn von
der Entziehungsklinik bis hin zum Schönheitschirurg ist alles vorhanden.
Straßen dürfen natürlich genauso wenig fehlen wie Pflanzen, Laternen oder
Statuen. Nach einer bestimmten Zeit ist der Film fertig gestellt. Nun geht es ans Geld verdienen, denn
jeder veröffentlichter Film bringt uns dringend benötigten Schotter ein. Die
Features sind am Anfang des Spiels noch recht überschaubar. Mit der Zeit
werden aber immer mehr Möglichkeiten frei und so nimmt das Spiel an
Komplexität zu. Das Spiel orientiert sich jeweils an dem Zeitalter, das wir
erreicht haben. Gerade bei den technischen Möglichkeiten wird sich einiges
weiterentwickeln. 1920 war das Filme drehen doch ein wenig einfacher wie in
der heutigen Zeit. So rüsten wir immer weiter auf, bauen aufwendigere Sets,
erforschen neue Technologien und kümmern uns um die Erweiterung unseres
Studios. Alle paar Jahre kommt es sogar zu einer Preisverleihung, bei der
wir nette Extras gewinnen können.
Neben den Filmen müssen wir uns vor allem um die Personen kümmern. Die sind
- wie in der Branche wohl üblich - nicht gerade pflegeleicht. Sie nörgeln
schnell herum, bekommen Stresssymptome, schauen neidisch auf Gehälter von
Kollegen und wollen auch in ihrer Freizeit anständig beschäftigt werden.
Schnell kommt es vor, dass ein Darsteller Dauergast in einer Bar wird. Am
Anfang sind die Eskapaden noch überschaubar. Später werden diese Eigenheiten
zu einem ganz großen Problem - wenn gleich mehrere unserer Stars einen
Filmdreh zum platzen bringen. Das bedeutet für den Spieler viel Stress aber
auch immer witzige Situationen. Kommen wir nun zum zweiten wichtigen Bereich
in diesem Spiel. Neben dem Micro-Management in unserem Filmstudio, können wir
auch eigene Filme drehen. Der Spieler darf nicht nur Drehbücher erstellen
und Filme produzieren, sondern er kann diese auch noch nachbearbeiten und
später im Internet veröffentlichen. Die entstehenden Filme sind allerdings
auch für das normale Spiel gut, denn oftmals sind unsere Streifen um einiges besser
wie die der CPU-Autoren. Um nun einen eigenen Film herzustellen, müssen wir
drei Sachen machen: Zum einen Schauspieler rekrutieren und ein Set bzw. die
Szenen im erweiterten Filmeditor auswählen. Nun wird der Film gedreht und
anschließend bearbeitet. Musik müssen wir genauso hinzufügen wie
Soundeffekte, Untertitel und Sprache. Dank vorgefertigter Szenen - die wir
über eine Art Baukastensystem zusammenfügen - ist das kein großes Problem.
Allerdings hat diese Machart den Nachteil, dass wir nicht jedes Detail
bestimmen können. Trotzdem wird genügend Vielfalt angeboten, sodass interessante Filme
entstehen. Hinzu kommt, dass wir
auch das drum herum wie Wetter, Kostüme, Tageszeit, Requisiten bestimmen
dürfen. So entstehen schnell echten Meisterwerke.
Technik:
Kommen wir nun zur technischen Seite. Grundlegend ist diese recht gelungen.
Der Hersteller hat an viele kleine Details gedacht und so kann das Spiel mit
aktuellen Genregrößen locker mithalten. Das gleiche gilt für den Sound.
Nette Synchronstimmen begleiten das Spiel und jede Menge Ingamegeräusche
lassen alles sehr lebendig wirken. Hinzu kommt eine passende Musik, die
selbst nach Stunden nicht nervt. Mit der Steuerung findet man sich schnell
zurecht. Zum einen liegt das am gut gemachten Tutorial. Hinzu kommt die
Tatsache, dass die Steuerung sehr einfach ausgefallen ist. Das gilt jetzt
für das Drag&Drop-System im Spiel, genauso wie für die vielen
übersichtlichen Menüs. Leider hat der Hersteller bei ein paar Kleinigkeiten
geschlampt. So kann man z.B. kein Gebäude direkt abreißen. Erst wenn ein
Handwerker drauf angesetzt wird, ist dieses möglich. Nervig ist auch, dass
manche Aktionen nicht automatisch ablaufen. Ist z.B. ein Film nicht mehr
profitabel, so landet er nicht direkt im Archiv. Der Spieler muss das Filmsymbol
erst aufnehmen und dann in den entsprechenden Bereich ziehen.
Da keine andere Verwendung möglich ist, könnte das Spiel dieses auch selber
machen. Es gibt noch viele andere Beispiele, die ähnlich umständlich
ablaufen. Ein wenig mehr Intelligenz wäre hier sehr wünschenswert gewesen.
Vor allem, wenn das Spiel später komplexer wird, haben wir wirklich
wichtigeres zu tun. Diese Sache nervt zwar ein wenig aber es trübt nicht
wirklich das Gameplay. Andere Bereiche wurden dafür genialer gelöst. So
zeigt uns z.B. ein Leitstrahl immer an, was für Möglichkeiten gerade offen
stehen. Ansonsten ist eigentlich alles selbsterklärend, so dass wir mit
allen Bereichen sehr gut klar kommen. Die Kamera bereitet ebenfalls keine
Probleme. Diese ist frei einstellbar und so können wir uns immer den besten
Blickwinkel aussuchen. Fasst man nun alles zusammen, so kann das Spiel -
trotz kleinerer Kritikpunkte - technisch voll überzeugen.
Fazit:
The Movies hat mich wirklich positiv überrascht. Dank vieler Features wird
für jeden Spieler etwas dabei sein. Vor allem macht es Spaß, in der netten
Umgebung zu agieren. Optisch wird genauso viel angeboten wie spielerisch.
Der Hersteller hat dabei auf viele kleine Details geachtet. Jeder
Schauspieler und Regisseur hat z.B. seine eigene Persönlichkeit und so
müssen wir mit jeder Person anders umgehen. Dank vieler unterschiedlicher
Gebäude, Objekte und Sets können wir uns voll in dem Spiel auslassen.
Allerdings hat diese Komplexität einen Nachteil: Das Mikromanagement sehr
üppig ausgefallen. Wir müssen uns wirklich um alles kümmern und so
verlieren wir manchmal den Überblick. Dafür ist aber genügend Spielpotenzial
vorhanden um sich sehr lange mit dem Spiel zu beschäftigen. Der Film-Editor
alleine kann schon für Stunden binden. Es macht einfach tierische Laune
eigene Filme zu drehen. Nach einer gewissen Zeit
wird man sich fast ausschließlich mit diesem Bereich beschäftigen, denn The
Movies ist eigentlich nichts anderes wie ein gutes Tycoon-Spiel. Trotzdem
lohnt sich das Spiel für jeden kreativen Spieler. Uns hat The Movies sehr gut gefallen und so können wir dieses Game
ohne Probleme zum Kauf empfehlen. Wer also gerne selber Filme drehen möchte
und nette Tycoon-Spiele mag, muss bei diesem Spiel einfach zugreifen.
Features:
- Vom Nobody zum Filmmogul - Werden Sie zum stinkreichen Studiobonzen, der
seine Leute je nach Lust und Laune feuert. Lassen Sie sich von den
Wutausbrüchen der Stars beeindrucken? Gehen Sie auf ihre übergroßen Egos ein
und sehen Sie geduldig zu, wie sie sich verlieben und verkrachen, an Gewicht
zulegen oder mit einer Schönheits-OP nachhelfen? Oder zeigen Sie ihnen, wer
der Boss ist, beenden Karrieren und lassen Träume platzen, um nicht
zurückstecken zu müssen?
- Vom Konzept bis zur Premiere - Geben Sie nur ausgewählten Drehbüchern
grünes Licht, sehen Sie bei den Dreharbeiten zu oder übernehmen Sie die
Regie gleich selbst. Drehen Sie Ihre Lieblingsfilme nach oder produzieren
Sie brandneue Meisterwerke. Investieren Sie in die neuesten technologischen
Entwicklungen oder lassen Sie andere Studios das Risiko tragen und schwimmen
dann mit auf der Welle.
- Vom Flop zum Kassenschlager - Drehen Sie Komödien, Actionfilme,
Kriegsepen, Romanzen, Science-Fiction-Streifen, Horrorfilme oder was Sie
wollen. Jedes Genre zieht ein anderes Publikum an und zu jeder Zeit ist
etwas anderes gefragt. Worauf legen Sie größeren Wert - auf ein gutes
Einspielergebnis oder auf gute Kritiken?
- The Movies macht alles möglich - An Ihren Filmen werden Sie gemessen.
Haben Sie den Mut, Ihre Werke im Internet zur Schau zu stellen oder Ihren
Freunden vorzuführen? Werden Ihre Filme gar für einen echten Preis
nominiert? Ist dieses Spiel der Anfang Ihrer Filmkarriere? Studioboss,
Talentsucher oder Regisseur - treffen Sie Ihre Wahl oder übernehmen Sie
gleich alles. The Movies macht's möglich.
- Zwei Seiten von Hollywood - Im Sandkasten-Modus können Sie sich ganz aufs
Filmemachen konzentrieren, im Story-Modus müssen Sie aus dem Nichts Ihr
eigenes Studio aufbauen. Versuchen Sie Ihr Glück und finden Sie heraus, ob
Sie das Zeug haben, um Hollywood zu erobern.
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