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The Matrix: Path of Neo - Review (Xbox/PS2)

Wertung:
83 %/81 %

Einleitung:

Die Filme der Matrix-Trilogie zählen mit zu den erfolgreichsten Movies aller Zeiten. Nicht nur auf der Leinwand konnte Matrix überwältigende Erfolge einfahren. Mit Enter the Matrix kam auch ein passendes und vor allem kommerziell erfolgreiches Spiel auf den Markt. Gut zwei Jahre später erscheint ein weiteres Spiel aus dem Matrix-Universum. Es handelt sich dabei um The Matrix: Path of Neo. Erscheinen wird das actionreiche Spiel übrigens für PC, Xbox und Playstation 2. Wir konnten jetzt beide Konsolenversionen testen. Ob sich das Spiel nicht nur für Matrix-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

In The Matrix: Path of Neo schlüpfen wir erstmals in die Rolle von Neo, der den zentralen Charakter in der Filmtrilogie spielt. Unser Held ist allerdings nicht die einzige bekannte Filmfigur in dem Spiel. Fast alle bekannten Personen sind in dem neusten Teil vertreten. Gleich am Anfang treffen wir schon auf Morpheus, der uns zwei Pillen anbietet. Da wir noch nichts in dem Spiel gemacht haben, stehen wir etwas hilflos vor der ersten Entscheidung. Sollen wir die rote nehmen und das Abenteuer eingehen oder die blaue schlucken und alles bleibt beim Alten. Es ist eigentlich egal welche wir wählen. Selbst wenn Ihr die blaue Pille nehmt, werden wir immer wieder die gleiche Frage erleben - bis wir die richtige Entscheidung treffen. Der Spieler muss natürlich die rote Tablette nehmen, um hinter das Geheimnis zu kommen. Das Abenteuer kann beginnen und wir übernehmen nun die Rolle von Thomas Anderson alias Neo, der sich in einem Bürogebäude befindet. Damit wir so richtig ins schwitzen kommen, müssen wir direkt vor Agenten und Polizisten flüchten. Zum Glück sind wir nicht alleine, denn über ein Telefon bekommen wir Hilfe. So schleichen wir uns an den Wachen vorbei, verstecken uns in Arbeitskabinen, bis wir endlich nach draußen kommen. Dort geht es dann an der Außenseite des Bürogebäudes weiter. Treffen wir auf Polizisten, so werden diese einfach weggestoßen. Ist dieses Anfangslevel beendet, dürfen wir erst einmal durchatmen. Anschließend beginnt das eigentliche Spiel mit einem passenden Tutorial, wo uns die Steuerung und die Fähigkeiten näher gebracht werden. Wir erlernen nun wie wir uns mit Fäusten und Tritten gegen Angreifer erwehren, wie wir Personen lautlos ausschalten, Waffen benutzen und die Zeitlupe einsetzen. Anschließend kommen Szenarien wo der Spieler mit Schwertern kämpft oder andere Fähigkeiten perfektioniert. Am Ende wartet Morpheus in dem berühmten Dujo-Duell auf uns. Ist der ganze Bereich abgehandelt durchlaufen wir chronologisch die ganzen Filme. Dabei werden wir die wichtigsten Filmereignisse wie Morpheus Befreiung, das Haus des Merowingers, die Kämpfe gegen hunderte Smiths bis schlussendlich den Endkampf gegen Smith erleben. Das ganze wird zusammengehalten durch die gut präsentierte Story. Diese besteht zum einen aus Ingameszenen und zum anderen aus originalen Filmausschnitten. Da alles sehr kompakt vermittelt wird, sollte man die drei Kino-Filme gesehen haben. Ist das nicht der Fall, so könnte die Story ein wenig verwirrend sein. Filmkenner werden dagegen so einiges erfahren. Der Hersteller lässt viele Filmszenen weiterlaufen und so müssen wir oftmals noch Sachen erledigen, die im Film gar nicht vorkamen.

Unsere Fortschritte werden dabei automatisch gespeichert und schaffen wir eine Aufgabe nicht, so fangen wir bei dem letzten Checkpoint wieder an. Das wird leider öfters passieren, denn die gestellten Aufgaben haben es in sich. Die Action wird natürlich groß geschrieben und so passiert eigentlich immer etwas in dem Spiel. Da die bekannte Bullet-Time vorhanden ist, haben wir selbstverständlich Vorteile gegenüber unseren Kontrahenten. Durch dieses Feature wird die Zeit gestreckt und wir bewegen uns schneller als unsere Umwelt. Schalten wir diesen Modus ein, verändern sich gleich die Optik und der Sound. Abgefeuerte Kugeln ziehen Streifen hinter sich her, die Geräusche klingen anderes und unsere Spielfigur verfügt über unmenschliche Fähigkeiten. Betonpfeiler bersten durch unsere Schläge und Neo nutzt die Umgebung für seine atemberaubenden Moves. Diesen Vorteil würden wir am liebsten immer nutzen, allerdings hat uns der Hersteller einen Riegel davor geschoben. Sobald wir die Fähigkeit benutzen, reduziert sich unsere Energieleiste. Leider ist unser Balken am Anfang nicht gerade groß. Zum Glück bauen wir unsere Fähigkeiten mit der Zeit weiter aus und so können wir die Specials immer häufiger nutzen. Allerdings ist das noch nicht alles gewesen. Der so genannte Auserwählten-Bonus bringt noch andere nette Sachen mit sich. Neo erlernt mit der Zeit weitere Sprünge auszuführen, an der Wand zu laufen oder Kugeln auszuweichen. Auch unsere Kampfkunst wird mit der Zeit verbessert. Die Kämpfe laufen übrigens nicht immer gleich ab. Es gibt in dem Spiel bewaffnete und unbewaffnete Kämpfe, die zum Teil ineinander verschmelzen. Neo kann diverse Waffen aufnehmen und nutzen. Da viele Waffen Munition verbrauchen, sollten wir diese nur verwenden, wenn es unbedingt sein muss. Ist die Munition verbraucht, bleibt uns nur noch der Nahkampf übrig. Dieser macht unheimlich viel Spaß, denn wir werden oftmals gegen mehrere Gegnern antreten müssen. Dank unterschiedlicher und vor allem einfacher Kombos kann man - gerade gegen mehrere Kontrahenten - sehr kontrolliert kämpfen. Klar man schafft ein Level auch mit banalem Buttongehämmere. Der Hersteller hat allerdings das kontrollierte Kämpfen sehr einfach gemacht. Ist eine Kombo angefangen, so werden uns Folgekombinationen - über zu drückende Tasten - angezeigt. So kämpfen wir uns nun durch die vielen unterschiedlichen Levels. Die PS2-Version unterscheidet sich inhaltlich übrigens nicht von der Xbox-Version. Geht es nur um die Action und Story, so ist es egal, welche Version Ihr spielt.

 

Technik:

Optisch sieht das Spiel richtig gut aus. Das fängt bei den gut gemachten Umgebungen an, die viele Details aufweisen. Hinzu kommen annehmbare Texturen, coole Licht- und Schatten- sowie Glanzeffekte. Nett ist auch, dass viele Objekte zerstörbar sind und so agiert man gerne in den unterschiedlichen Levels. Auch die Figuren wurden gut modelliert und animiert. Vor allem unsere Spielfigur bewegt sich geschmeidig durch die Kulissen. Hinzu kommt eine gute Ähnlichkeit mit den Filmschauspielern. Etwas schlechter sehen bei Massenszenen die CPU-Figuren aus. Hier hätte man ruhig ein paar Polygone mehr einbauen können. Ein dickes Lob muss man dem Hersteller auch noch für die exzellenten Kampfchoreographien aussprechen. Was hier gezeigt wird, hat man nur selten in einem Spiel gesehen. Die Präsentation ist ebenfalls in Ordnung. Nette Filmeinspielungen lassen die Herzen von Matrixfans sofort höher schlagen. Außerdem gibt es gut gemachte Ingame-Filmsequenzen zu sehen, die sogar Tiefenunschärfe aufweisen. Natürlich gibt es bei den beiden Versionen kleine Unterschiede. Bei der grafischen Pracht wird die Playstation 2 oftmals an ihre Leistungsgrenze gebracht. Unschöne Ruckler sind oftmals die Folge. Das Gameplay wird dadurch allerdings nur selten in Mitleidenschaft gezogen. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Bei beiden Versionen werden wir neben einer ansprechenden Musik auch passende Töne zu hören bekommen. Hinzu kommt eine erstklassige Synchronisation, die keine Wünsche offen lässt. Mit der Steuerung muss man sich erst einmal beschäftigen. Da wir viele unterschiedliche Moves ausführen können, muss man diese erst einmal mühsam erlernen. Hat man die Schläge dann drauf, werden wahre Feuerwerke auf dem Bildschirm abgefeuert. Etwas problematischer ist der Umgang mit Waffen. Vor allem die Zielauswahl ist alles andere als Perfekt. Insgesamt hat uns die Tastenbelegung bei der Playstation 2-Version ein wenig besser gefallen. Dank mehrerer Schultertasten hat das PS2-Pad klar die Nase vorne. Trotzdem kommt man auch mit dem Xbox-Pad gut klar. Mit der Kamera gibt es auch ein paar Probleme. Diese zeigt leider nicht alles aus einem optimalen Blickwinkel. Selbst das manuelle nachjustieren hilft nicht immer. Teilweise werden Objekte nur zur Hälfte ausgeblendet oder die Kamera fährt so dicht an unsere Spielfigur heran, dass wir kaum noch kontrolliert handeln können. Fasst man nun alles zusammen, so können beider Versionen technisch überzeugen. Es gibt zwar ein paar kleinere Kritikpunkte aber diese stören nur selten das Gameplay.

 

Fazit:

Insgesamt ist The Matrix: Path of Neo ein ordentliches Actionspiel. Vor allem Fans der Filme werden sich sofort wohl fühlen. Das liegt vor allem an den vielen Filmschnipseln und den bekannten Figuren. Hinzu kommen atemberaubende Kämpfe und bekannte Umgebungen - die teilweise zerstörbar sind. Auch die Grafik und der Sound inkl. deutscher Sprachausgabe können in beiden Versionen überzeugen. Es macht viel Spaß der Story zu folgen. Nett ist auch der nicht-linearer Spielverlauf. So lohnt sich auch ein erneutes durchspielen. Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte, die man nicht verschweigen sollte. Die tolle Grafik bringt vor allem die PS2-Version öfters mal zum ruckeln und so manche Figur hätte auch optisch ansprechender gestaltet werden können. Hinzu kommen leichte Probleme bei der Steuerung und vor allem bei der Kamera. Der Einstieg hätte ebenfalls besser sein können. Das Tutorial setzt viel zu spät ein. Gerade Anfänger werden hierdurch ein paar Probleme bekommen. Leichte Frustmomente kommen dann noch bei den Rücksetzpunkten auf. Diese liegen viel zu weit auseinander und so wird man so manche Aktionen mehrmals ausführen müssen. Trotz des etwas öden Einstiegs wird das Spiel mit der Zeit immer interessanter. Vor allem durch die vielen Fähigkeiten und Moves nimmt man die vielen Herausforderungen gerne an. Wem also das Vorgängerspiel schon zugesagt hat, darf bei The Matrix: Path of Neo sofort zuschlagen. Aber auch Fans von Actionspielen werden bei diesem Spiel auf ihre Kosten kommen. Habt Ihr die Wahl, dann greift lieber zur Xbox-Version. Da die Konsole leistungsstärker ist, werden ihr weniger Probleme mit der Technik bekommen. Trotzdem ist die PS2-Version nicht viel schlechter und so kann man grundsätzlich beide Spiele zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Erstmals kann man die Rolle von Neo in einem Videospiel spielen.
- Das Spiel enthält viele Szenarien, die nur für das Spiel geschrieben wurden und in keinem Film zuvor zu sehen waren.
- Schwerkraft und Logik umgekehrt: Der bekannteste Special Effect aus den Filmen Bullet Time kann nachgespielt werden.
- Der Spieler kann neue Fähigkeiten wie Fliegen, Telekinese und Neo Vision erlernen.
- Die Wachowski Brüder haben bei allen neuen Filmszenen Regie geführt, sie geschrieben und geschnitten - inklusive einem neuen Ende!
- Das Spiel beinhaltet über eine Stunde neu zusammengefügtes Material aus den original Kinofilmen, welches die Geschichte aus Neos Perspektive erzählt. Ein Director´s Cut im Videospiel.
- Unglaubliche Charaktere und Orte, die in den Filmen nicht zu sehen waren.
- Das Spiel beinhaltet auch die Kampfkunstchoreographie von Yuen Wo Ping und wertet die bestehende Bibliothek der Moves aus, die für die Trilogie aufgezeichnet wurden.
- "Technological Excellence Award" auf der E3 2005

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

The Matrix: Path of Neo (Xbox)

 
 Matrix - The Path of Neo
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 85 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  83 %  

Wertungsbox:

The Matrix: Path of Neo (PS2)

 
 Matrix - The Path of Neo
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 78 %  
Singleplayer: 83 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  81 %  




 

 

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