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The Last Remnant - Review (Xbox 360)

Wertung:
81 %

Einleitung:

Das Genre der Rollenspiele war früher eine Spielart, das auf Microsofts Videospielsystemen wenig Beachtung gefunden hat. Mittlerweile ist das ein wenig anders geworden, denn immer mehr Genrevertreter finden den Weg auf die Next-Generation-Konsole Xbox 360. Einer der bekanntesten Spielhersteller in diesem Bereich ist ohne Zweifel Square Enix. Die japanische Softwareschmiede bringt nun ein neues Game auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Rollenspiel The Last Remnant. Wir konnten uns in den letzten Tagen die fertige Xbox 360-Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für eisenharte Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Wie bei Rollenspielen üblich, kommt auch The Last Remnant nicht ohne eine Story aus. In uralten Zeiten wurden überall auf der Welt geheimnisvolle Artefakte entdeckt. In ihnen steckte unermessliche Macht, weswegen sie bald in die Hände einiger weniger Personen gerieten, deren Habgier und Machtlust das zerbrechliche Gleichgewicht der Welt in Gefahr brachten. Eine mystische Gestalt taucht auf, offenbar mit der Absicht, sie alle an sich zu reißen. Gleichzeitig ist ein junger Mann auf der Suche nach seiner entführten Schwester. Hängt Ihr Verschwinden mit dem Kampf um die mächtigen Artefakte zusammen? Diese und noch viele andere Fragen werden in dem Spiel geklärt. Bevor wir in die Haut des jungen Rush Sykes schlüpfen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet und diverse Spieleinstellungen vorgenommen wurden, erscheint ein einführendes Intro mit englischer Sprachausgabe und deutschem Untertitel. Dieser Film leitet das Spiel und die Story passend ein und so starten wir recht motiviert in das Abenteuer. Damit wir einen einfachen Einstieg erhalten, durchläuft der Gamer zu Beginn einen kleinen Tutorialbereich. Hier werden uns das Spielprinzip und die Steuerung in kleinen Schritten beigebracht. Kommen wir nun zum Gameplay. Bei The Last Remnant handelt es sich um ein typisches Japan-Rollenspiel. Naja evtl. nicht ganz typisch, denn wir agieren mit mehreren Charakteren in einem Verband durch die Spielwelt. Es ist also nicht möglich, während des Kampfes einzelnen Charakteren Befehle zu erteilen. Diese Verbände bestehen aus bis zu fünf Kämpfern. Die Besonderheit hierbei ist, dass die einzelnen Lebens- und Aktionspunkte in einem Kampf zusammenfließen, wodurch sich ein gemeinsamer Wert ergibt. Das gilt selbstverständlich auch für unsere LP-Leiste, die bei einem Angriff für den ganzen Verband schrumpft. Es ist daher sehr wichtig, wie diese Verbände zusammengestellt sind. Das gleiche gilt auch für unsere Gegner, die ebenfalls in Verbänden agieren.

Auf einer Karte wird in einem Kampf gut dargestellt, wie die Feinde sich formieren und wie sie sich in der Kampfarena verteilen. Wir legen nun unsere Angriffe fest. Diese gilt für die komplette Gruppe und jeder Charakter führt dann je nach seinen Möglichkeiten die Befehle aus. Schaffen wir dann einen kritischen Treffer, so wird ein kleiner Quick-Time-Event gestartet. Drückt Ihr jetzt zum richtigen Zeitpunkt die passende Taste, so wird noch mehr Schaden angerichtet. Wir müssen in einem Kampf noch mehr machen. Schließlich ist auch wichtig, welche Verbände auf welche Gegner losgelassen werden. So sind dann Flankenangriffe möglich, die mehr Schaden anrichten wie normale Angriffe. Über den aktuellen Status unserer aber auch der feindlichen Einheiten gibt uns dann eine spezielle Anzeige Aufschluss. Wichtig ist auch die Moralanzeige. Getrennt von einem Symbol wird ein blauer (unser) und roter (feindlicher) Balken gezeigt. Das Symbol verschiebt sich nun je nachdem, wer Schaden erleidet bzw. wer erfolgreich seine Angriffe angesetzt hat. Gewinnen wir mehr Moral, so wird für die eigene Fraktion mehr Schaden gelten gemacht bzw. unsere Wahrscheinlichkeit steigt, einen Spezialangriff zu bekommen. So greifen wir nun mit diversen physischen aber auch magischen Angriffen unsere Gegner rundenbasiert an, bis am Ende ein Kampf gewonnen ist. Es folgt die obligatorische Punktevergabe, je nachdem wie wir gekämpft haben. Der Spieler gibt also indirekt durch seinen angewendeten Stil vor, in welche Richtung sich die Figuren entwickeln. Neben den Erfahrungspunkten verdienen wir uns durch die Auseinandersetzungen auch noch Geld und nützliche Objekte. Diese werden dann für die Figuren verwendet. Wir dürfen sie einzeln ausrüsten und deren Ausrüstungen verbessern. Mit der Zeit werden unsere Helden immer mächtiger und widerstandfähiger. Das ist dringend notwenig, denn die Feinde werden das auch und so wird nur der Spieler weiter kommen, der eine gut funktionierende und aufgebaute Truppe sein eigen nennt. Ihr müsst allerdings nicht immer kämpfen. Wer einen Gegner nicht attackieren möchte, der darf diesen auch umlaufen. Wie immer gibt es außerdem Städte. Ihr findet in diesen Siedlungen viele gesprächsfreudige Leute die einträgliche Missionen für uns haben. Außerdem dürft Ihr hier Euer hart verdientes Geld für nützliche Erweiterungen ausgeben. Sind wir ausgerüstet, kümmern wir uns um die nächste Mission und die auftauchenden Gegner. Neben den Auseinandersetzungen, erkunden wir nun die Gegend, erledigen Aufträge, bauen unsere Charaktere immer weiter auf und folgen der Story. Diese wird immer wieder durch eingespielte Filme stimmungsvoll vorangetrieben.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man eigentlich ganz zufrieden sein. Die Charaktere wurden gut modelliert bzw. animiert und an effektreiche Kämpfe hat der Hersteller auch gedacht. Hinzu kommen dann noch genretypisch nette Filmeinspielungen. Allerdings ist nicht alles Perfekt in dem Spiel. Leider kommt es im Kampf ständig zu Slowdowns, was mit der Zeit ordentlich nervt. Außerdem werden manche Texturen etwas spät geladen. Das hätte man eindeutig besser machen können. Nett sehen dagegen die Städte aus. Hier pulsiert das Leben und viele Figuren kreuzen unseren Weg. Allerdings wird das durch ständiges nachladen erkauft. Um einiges besser hat uns der Sound gefallen. Da wäre zum einen die stimmungsvolle Musik. Außerdem gönnt man uns gute englische Synchronsprecher. Wer der Sprache nicht mächtig ist, der darf alles über deutsche Texte nachlesen. Auf diverse passend eingespielte Ingamegeräusche dürft Ihr Euch dann auch noch freuen. Sehr einfach ist die Steuerung. Die Tasten wurden sinnvoll belegt und selbst mit den Menüs kommt man schnell zurecht. Da ihr außerdem am Anfang einen ausführlichen Tutorialbereich durchlauft, kann man recht schnell in das Spiel einsteigen.  Der Schwierigkeitsgrad ist sehr angenehm. Am Anfang kann man die Gegner recht einfach besiegen. Später werden aber diese immer stärker. Haben wir allerdings eine ordentlich aufgebaute Truppe, so sollte jeder Kampf gewonnen werden. Der Umfang ist ebenfalls beachtlich. Alleine für die Hauptstory gehen schon gut 40 Stunden drauf. Hinzu kommen dann noch etliche Nebenhandlungen, die noch einmal die gleiche Zeit in Anspruch nehmen. Auch wenn es ein paar negative Punkte gibt, kann man grundsätzlich mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

The Last Remnant ist ein wirklich gutes Rollenspiel. Vor allem die Story und das innovative Kampfsystem haben uns sehr gut gefallen. Endlich mal etwas frischer Wind in dem doch angestaubten klassischen Rollenspielgenre. Allerdings gibt es auch ein paar Punkte die massiv stören. Da wären zum einen die Ruckelorgien im Spiel. Immer wieder stockt das Bild, was nicht gerade nett aussieht. Auch auf die langen Ladezeiten hätte man verzichten können. Zumindest werden wir durch eine gute Präsentation, effektreiche Kämpfe und lange Spielzeit ordentlich entschädigt. Wer also auf Japan-Rollenspiele steht und mit kleinen technischen Macken leben kann, der darf bedenkenlos zuschlagen. The Last Remnant kann einen über Wochen am Bildschirm binden und daher kann man das Spiel Genrefans ans Herz legen. Allerdings solltet Ihr diese Art von RPGs mögen.

 

Features:

- Gute Grafik auf Basis der Unreal Engine 3 (keine vorgerenderten Szenen!) - Erstes echtes Next-Gen-Rollenspiel von SE
- Emotionale Geschichte, epische Schlachten
- Weltweit simultaner Release

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

The Last Remnant (Xbox 360)

 
 The Last Remnant
EUR 59,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 80 %  
Gesamtwertung:  81 %  



 

 

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