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Einleitung:
Über den Film The Fast &
the Furious kann man streiten. Es gibt viele die überhaupt nichts mit dem
actionreichen Streifen anfangen können. Andere dagegen vergöttern den Film
und daher ist es nicht verwunderlich, dass nach dem großen Kinoerfolg auch
ein passendes Spiel erscheint. Inspiriert vom Filmerfolg bringt Bandai Namco
über Koch Media bzw. Deep Silver das Rennspiel The Fast and the Furious auf
den deutschen Markt. Das Spiel selber ist schon vor gut einem Jahr auf
Playstation 2 erschienen. Jetzt können sich auch alle Sony PSP-Besitzer auf
dieses Game stürzen. Wir konnten uns jetzt die fertige Handheld-Version
genauer ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für eisenharte Filmfans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
In The Fast and the Furious muss der Spieler sich einen Namen in der
japanischen Straßenrennszene machen. Dazu müssen wir uns mit örtlichen Crews
messen, die in verschiedenen Bereichen der Bucht von Tokio Rennen fahren.
Bevor wir allerdings die Reifen heiß laufen lassen, wollen wir ganz von
vorne anfangen. Nach einem einführenden Film und dem erstellen bzw. laden
des Profils, erscheint das Hauptmenü. Hier findet Ihr die Bereiche Career
Mode (Karrieremodus), Progression (Fortschritt), Multiplayer (Mehrspieler)
und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt dürft Ihr alle spielrelevanten
Einstellungen wie Sound, Game oder Controllereinstellungen vornehmen. Wer
gerne gegen andere menschliche Spieler ein Rennen bestreiten möchte, kann
dieses unter Multiplayer machen. Über eine WLAN-Verbindung können bis zu
vier Spieler an einem Rennen teilnehmen. Neben der Ortswahl dürft Ihr auch
noch das Event frei bestimmen. Die meisten werden sich allerdings für den
Einzelspielerbereich interessieren. Seine Erfolge kann man dann in aller
Ruhe unter Progression ansehen. Hier werden uns unsere Fortschritte von den
Crews bis hin zu den Autos die wir freigespielt haben angezeigt. Das
Herzstück des Spiels ist der Karrieremodus. Hier sollen wir uns einen Namen
machen. Dazu braucht man allerdings einen passenden Wagen. Hier solltet ihr
gut überlegen, welchen Boliden Ihr Euch zulegt. Bei Freeway- und Grip-Rennen
geht es nur um Geschwindigkeit und Kontrolle. Wagen mit Allradantrieb
bleiben auch bei hohen Geschwindigkeiten stabil und bieten eine bessere
Traktion aus dem Stand heraus. Allerdings erreichen sie nicht unbedingt die
Spitzengeschwindigkeit eines Heckantriebs. Zum driften sollte man dagegen
einen Wagen mit Frontmotor und Hinterradantrieb nehmen. Schlussendlich
braucht man aber Geld für seinen Traumwagen und daher müssen wir erst einmal
auf die Straße.
Wir agieren nun grundlegend in der Bucht von Tokio. Das ist eine ringförmige
Strecke, bestehend aus dem Highway, der die Bucht von Tokio umgibt. Von hier
aus kann man über Ausfahrten zu Tuner-Shops, Händlern, Hot-Sports und
Werkstätten fahren. Über Meldungen wird uns gesagt, dass ein Rennen bald
beginnt. Unsere Gegenspieler fordern wir durch betätigen der Lichthupe
heraus. Jetzt sollen wir den anderen Wagen überholen und ihn möglichst weit
hinter uns lassen. Viel interessanter sind die Driftrennen. Hier muss der
Spieler möglichst spektakulär und ohne die Leitplanke zu berühren
atemberaubende Drifts hinlegen. Mit der verdienten Knete dürft Ihr Euch dann
zum Beispiel neue Autos zulegen. Vom Lexus über Mazda, Mitsubishi, Nissan,
Subaru, Toyota bis hin zu importierten Autos aus den Staaten sind viele
bekannten Marken und Wagen vorhanden und so findet man schnell einen
passenden Rennschlitten. Mit den gekauften Autos kann man selbstverständlich
noch mehr machen und so steuern wir gleich einen Tunershop an. Jetzt
verpasst man dem Wagen eine Nitroeinspritzung oder einen Turbo, bessere
Federn, Aufhängungen und Bremsen. Hinzu kommen Gewichtsreduktion und ein
leistungsverbesserndes Getriebe. Das war bei weitem noch nicht alles. Auch
an der Optik könnt Ihr vieles verändern. Mit einem fetten Spoiler und einer
heißen Motorhaube wirkt ein Wagen gleich monströser. Ihr sehr schon, dass
jedes Tunerherz gleich schneller schlägt, wenn man seinen Boliden in allen
möglichen Richtungen aufpeppen kann. Kein Wunder, denn der Hersteller gönnt
uns 100 japanischen Tuner-Autos, klassischen Muscle-Cars und Prototypen
sowie über 300 Body-kits von echten japanischen Firmen. Wer nicht genug von
den Autos und den Tuningmöglichkeiten bekommt, der kann sich wirklich lange
an den unterschiedlichen Modellen auslassen. Dementsprechend ist nicht nur
ein Wagen in unserem Besitz. Stellt einfach Euren Wagen in die Robo-Garage
und schon könnt Ihr eine Sammlung mit über 50 Autos zusammenstellen. Um sich
allerdings hier voll auszulassen, müssen viele Rennen und dementsprechend
auch Geld gewonnen werden. Damit das nicht zu langweilig wird, gönnt uns der
Hersteller viele unterschiedliche Events, in denen wir unser Können unter
Beweis stellen. So fahren wir nun ein Rennen nach dem anderen, beweisen uns
in Bosskämpfen, kaufen alle möglichen Autos, motzen diese bis zum Maximum
auf und werden der König der Straße.
Technik:
Die Grafik ist eigentlich ganz ordentlich. Der Hersteller hat an viele
Details gedacht und so sehen wir neben den Fahrzeugen auch noch eine nette
Skyline. Allerdings fahren wir in der Nacht, was etwas schade ist. Zumindest
gönnt man uns unzählige Lichtspielereien und kleinere Effekte. Gut sehen
auch die Fahrzeuge aus, die wunderbar die optischen Verbesserungen zeigen.
Nicht ganz so gut kommt die Fahrbahn rüber. Vor allem, wenn man etwas
langsamer fährt, wirkt diese sehr grob. Mit zunehmender Geschwindigkeit
relativiert sich dieses wieder. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen
Niveau. Neben einer fetzigen Musik werden wir auch diverse Ingamegeräusche
wie Motoren zu hören bekommen. Man hat zwar schon besseres gehört,
allerdings schmälert der Sound kaum das Gameplay. Die Steuerung ist schnell
erlernt. Alle gängigen Aktionen kann man leicht ausführen und so
steigt man ohne große Einarbeitungszeit in das Spiel ein. Die Fahrzeuge
selber reagieren leider etwas schwammig auf unsere Lenkbewegungen. Mit der
Zeit gewöhnt man sich aber auch an die Eigenheiten der Boliden. Der
Schwierigkeitsgrad ist leider viel zu einfach. Sobald man ein wenig Geld in
seine Wagen investiert hat, gewinnt man jedes Rennen beim ersten Anlauf. Das
wird leider mit der Zeit sehr langweilig und so muss man sich schon
ordentlich selber motivieren um am Ball zu bleiben. Etwas mehr Spaß machen
dann die Driftrennen, die wenigstens ein wenig Können von uns abverlangen.
Die Kamera selber hat eigentlich alles gut im Blick. Hinzu kommen tolle
Kamerafahrten die stark an den Film erinnern. Wirklich nervig sind die
langen Ladezeiten. Diese hätte der Hersteller ruhig etwas verkürzen können.
Fasst man alles zusammen, so kann man trotz kleiner Kritikpunkte zufrieden
mit der technischen Seite sein.
Fazit:
The Fast and the Furious revolutioniert natürlich nicht das Genre. Was hier
gezeigt wird, hat man schon in unzähligen anderen Rennspielen gesehen.
Dennoch kann man sich eine ganze Zeit lang mit dem Spiel beschäftigen. Das
liegt vor allem daran, dass wir sehr viel mit den Wagen machen können. Bis
wir alle Autos gesehen und aufgebaut haben, werden Tage vergehen. Schade ist
dabei nur, dass das Gameplay selber etwas langweilig ausgefallen ist. Die
Rennen fordern einen nicht wirklich und so muss man sich schon permanent
selber antreiben um am Ball zu bleiben. Nett wäre auch eine größere Stadt gewesen. Leider sehen wir immer wieder die gleichen
Umgebungen. Zusätzlich nerven die langen Ladezeiten und der viel zu einfache
Schwierigkeitsgrad. Außerdem werden nicht gerade viele Rennarten angeboten.
Wer darauf keinen besonderen Wert legt und gerne Autos aufmotzen möchte, der
kann trotzdem bei The Fast and the Furious zuschlagen. Ein wirklicher
Pflichtkauf ist das Rennspiel aber nicht.
Features:
- Einmaliges Rennerlebnis mit an den Film angelehnter Atmosphäre und
Kameraführung
- Revolutionäres, authentisches Drift-Modell; unzählige Tuningoptionen und
visuelle Upgrades
- Drahtloser Mehrspieler-Modus für bis zu 4 Spieler
- Exklusive PSP-Extras: Demo, Car Sharing, Ölwechsel und ein neuer Rennmodus
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