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Einleitung:
Das Spiel Technicus: Ten hours left zeigt,
das Lernspiele nicht nur langweilige Programme sind. Technicus ist der
bislang aufwändigste Titel in der vielfach mit Preisen ausgezeichneten
Lernspielreihe von Heureka. Diesmal steht eine Meisterdiebin im Mittelpunkt,
die im Auftrag eines mysteriösen Millionärs allerlei Schätze stehlen soll.
Wir konnten das fertige Spiel jetzt testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich darf eine spannende Story nicht fehlen. Diese dreht sich um die
clevere Meisterdiebin Tanja, die natürlich von Euch gesteuert wird. Die Dame
soll als sportliche Herausforderung das Schloss eines Multimillionärs
innerhalb von zehn Stunden ausrauben. Nach dem Start von Ten hours left
gelangen wir erst einmal in das Hauptmenü. Von dort aus können wir ein neues
Spiel starten, bestehende Spielstände laden, unseren aktuellen Spielstand
speichern und diverse Eintellungen vornehmen. Außerdem finden wir hier den
Menüpunkt Hilfe. Unter diesem Punkt können wir uns einen Überblick über alle
spielrelevanten Elemente (Steuerung, Schadenspunkte, Ringtypen etc.)
verschaffen. Außerdem gibt es noch den Menüpunkt Technikblatt - wodurch wir
einen schnellen Zugriff auf die Bücher erhalten, die Tanja im aktuellen
Spiel findet. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig wie ein
neues Spiel zu starten. Nach dem Intro befindet sich Tanja auf dem Bahnsteig
eines kleinen verschlafenen Bahnhofs. Das Abenteuer kann beginnen. Wir
bewegen uns in festen, gut aussehenden Umgebungsbildern. Anhand der Wege
kann man die Übergänge gut erkennen und herumliegende Gegenstände werden mit
einem Text hervorgehoben, sobald wir uns diesen nähern. So erkennen wir
schnell welches ein wichtiges oder unwichtiges Objekt ist. In der Welt von
Ten hours left gibt es viele Objekte (z.B. einen Tisch, eine Maschine, einen
Eingabemechanismus usw), die sich Tanja genau ansehen muss. Wir sollen
herauszufinden, was zu tun ist oder komplexe Interaktionen mit
Inventargegenständen ausführen. Wenn wir unsere Spielfigur zu einem solchen
Objekt hinbewegen, wechselt das Spiel automatisch in die
Interaktionsansicht. Die Interaktion erfolgt hier ausschließlich via
Mausklick. Anhand der unterschiedlichen Mauscursor-Formen erkennt der
Spieler schnell welche Aktion er ausführen darf. Dort können wir nun Rätsel
lösen oder nette Utensilien einsammeln.
Unsere Spielfigur steuern wir ausschließlich mit der Tastatur. Dieses ist
nicht gerade einfach, denn oftmals bleiben wir an Kanten oder Objekten
hängen. Im Spiel werden wir verschiedene Personen treffen. Mit diesen führt
unsere Heldin witzige Gespräche. Außerdem erhalten wir von den Figuren viele
spielrelevante Informationen. Dank sehr guter deutscher Synchronsprecher
kann man diesen Dialogen wunderbar folgen. Ziel des Spiels ist es, in
möglichst kurzer Zeit so viel Beute wie möglich zu machen. Wenn jedoch die
Zeit abgelaufen ist, muss Tanja die Insel wieder verlassen. Zur Beute zählen
ausschließlich Ringe, die sich in Schatzkisten befinden. Wertvolle Ringe
spüren wir auch noch mit einem Metalldetektor auf. Daneben findet man auch
noch viele weitere nützliche Gegenstände in den Kisten. Allerdings ist das
öffnen dieser Behälter nicht ganz ungefährlich. Es liegt an Euch ob Ihr das
Risiko eingehen wollt. Ist eine Falle (z.B. Feuer, Giftwolke, elektrischen
Entladungen) eingebaut kostet das öffnen der Kiste Lebenspunkte. Zum Glück
dürft Ihr diese mit passenden Ringen wieder auffüllen. Daneben gibt es noch
weitere Gefahren wie die Stachelfalle. Lauft Ihr im richtigen Moment los
sind diese kein größeres Problem. Ein wenig aufpassen müsst Ihr auch noch
bei herumliegenden Minen. Kommt Ihr diesen zu nahe explodieren sie.
Allerdings zeigen sie vorher kurz an das sie aktiviert wurden. Auf dem Raubzug wird
Tanja viele Rätsel lösen müssen. Hinweise dazu gibt es in Büchern, die kreuz
und quer über die Insel verstreut sind. Es lohnt sich auch einige Ritter auf
die Rätsel anzusprechen, denn jeder hat ein Angebot an Lösungshilfen zu
einer festgelegten Gruppe von Rätseln. So durchstöbern wir die vielen
Bereiche und lösen unterschiedliche Aufgaben. Dank einer großen Vielfalt
werdet ihr immer vor ein anderes Problem gestellt. Auf spielerische Art
erwerben wir dabei Wissen über Werkstoffe, Kraftübertragung, Mechanik und
Elektrotechnik. Hinzu kommen viele logische Aufgaben die einiges von Euch
abverlangen.
Technik:
Grafisch wird einiges gezeigt. Die Hindergründe wurden mit viel Liebe zum
Detail gestaltet. Jeder Abschnitt sieht toll und realistisch aus. Hinzu
kommen nette Lichteffekte, Wasserspiegelungen und andere optische Effekte.
Kleine Animationen lassen alles sehr lebendig wirken und treffen wir mal auf
Personen stehen diese nicht nur dumm in der Gegend herum. Unsere eigene
Spielfigur sieht nicht nur detailliert aus, sondern sie wurde auch noch gut
animiert. Allerdings wirkt sie ein wenig klein. Man kann also insgesamt zufrieden mit der Optik sein. Das gleiche gilt für den Sound. Hier erwartet
Euch ebenfalls eine gute Qualität. Technicus: Ten hours left bietet neben
einer guten Musik und netten Geräuschen auch erstklassige Synchronsprecher.
Der Hersteller konnte für das Spiel namhafte Sprecher wie den Berliner
Schauspieler Ernst Meincke (Synchronstimme von Captain Picard aus Star Trek:
Die nächste Generation) gewinnen. Hinzu kommt der Sprecher Bert Franzke, der
in den deutschen Versionen der Spielfilmhits Galaxy Quest, Gladiator und
Moulin Rouge zu hören ist. Mit der Steuerung wird jeder schnell klar kommen.
Sie ist relativ einfach ausgefallen - auch wenn sich unsere Spielfigur etwas
störrisch lenkt. Hinzu kommt eine etwas empfindliche Kollisionsabfrage,
wodurch wir oftmals an Ecken hängen bleiben. Mit ein wenig Übung kommt aber
jeder schnell damit zurecht. Der Schwierigkeitsgrad ist recht anspruchsvoll.
Das liegt natürlich an den gestellten Aufgaben die einiges von Euch
abverlangen. Allerdings kommt man mit etwas Logik schnell auf die Lösung.
Fasst man alles zusammen so kann man mit der gebotenen Technik sehr
zufrieden sein.
Fazit:
Technicus: Ten hours left kann eigentlich voll überzeugen. Die ganzen Rätsel
und Aufgaben wurden in eine nette Geschichte gepackt und dank eines guten
Gameplays wird jeder die anstehenden Herausforderung gerne
annehmen. Dabei beschränkt sich das Spiel nicht nur auf logische Rätsel. Hin
und wieder werden Euch auch mal Fragen gestellt die Ihr erst einmal
beantworten müsst. Dank herumliegender Bücher werdet Ihr ausreichend Hilfe
bekommen. Für genügend Abwechslung wurde auch noch gesorgt. Neben den
Aufgaben werdet Ihr noch viele Gespräche führen müssen. Diese werden dank
toller Dialoge und Synchronsprecher gut rüber gebracht. Für ein wenig Aktion
wurde dann auch noch gesorgt. Diverse Fallen machen Euch das Leben schwer.
Allerdings werden auch genügend Heilringe angeboten, so dass jeder mit diesen
klar kommt. Ansonsten müsst Ihr noch viele Erkundungstouren starten. Immer
wieder trefft Ihr auf kleine Herausforderungen die erst einmal gemeistert
werden müssen. So entwickelt sich insgesamt ein gutes und vor allem
interessantes Spiel. Man sieht an
Technicus: Ten Hours Left sehr gut das Lernspiele auch Spaß machen können.
Es wurde eine gute Mischung gefunden wodurch eigentlich jeder angesprochen
wird. Somit können wir allen Fans von solchen Spielen Technicus: Ten Hours
Left ans Herz legen. Selbst Fans von Adventure-Spielen werden hier auf ihre
Kosten kommen. Sucht ihr aktuell ein gutes, unterhaltsames Knobelspiel so
dürft Ihr ohne bedenken bei diesem Spiel zuschlagen. Selten hat ein
Lernspiel so viel Spaß gemacht.
Features:
- Aufwändige, liebevoll gerenderte Grafik
- Zwei verschiedene Spielmodi stehen zur Auswahl: Mit und ohne Zeitlimit
- 24 spannende Phänomene aus der Welt der Technik und 23 knifflige
Logikknobeleien
- Highscore-Vergleich im Internet mit anderen Meisterdieben
- Über 90 interaktive Szenen
- 13 aufwändig modellierte Charaktere stehen hilfsbereit zur Seite
- Bekannte Synchronsprecher: Ernst Meincke (Captain Picard aus "Star Trek"),
Bert Franzke (Gladiator, Moulin Rouge)
- Abwechslungsreicher und atmosphärischer Soundtrack
- Fallen fordern Geschicklichkeit heraus
- Gewaltfrei, unterhaltsam und spannend
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