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Tao-Feng: Fist of the Lotus - Review (Xbox)

Wertung:
87 %

Einleitung:  

Beat´em Up Fans können Ihre Pads wieder entstauben, denn ein neues Spiel erscheint für die Xbox. Es handelt sich hierbei um Tao Feng: Fist of the Lotus das mit einer Mischung aus realistischem Kampf und verblüffenden Spezialeffekten viele begeistern wird. Das Spiel erzählt den klassischen Kampf zwischen Gut und Böse, personifiziert in zwei uralten Sekten chinesischer Superkämpfer. Jeder Sekte jagt dem Geheimnis der Unsterblichkeit nach und will die anderen beherrschen. 

 

Zum Spiel:

Wie schon in vielen Spielen verarbeitet, stehen sich das Gute und das Böse gegenüber. Microsoft versucht nun mit Tao-Feng: Fist of the Lotus frischen Wind in den Beat´em Up Bereich zu bringen. Die Hintergrundgeschichte in dem Spiel stützt sich dabei auf alte chinesische Mythologien die in einer futuristischen Welt eingebunden ist. Der Spieler kann sich hier zwischen zwei unterschiedlichen Sekten entscheiden. Beide haben nur ein Ziel vor Augen - die Unsterblichkeit. Leichte Ähnlichkeiten zu Mortal Kombat lassen sich nicht verbergen, das liegt wohl auch daran das John Tobias an dem Spiel mitgearbeitet hat, der als einer der Erfinder von Mortal Kombat gilt. 

Im Hauptmenue angekommen warten viele unterschiedliche Spielarten auf Euch. Natürlich dürfen die obligatorischen Spieloptionen nicht fehlen in der Ihr Spieleinstellungen, Systemeinstellungen, Rekordlisten, Mitwirkende und Überlebensoptionen ansehen bzw. einstellen dürft. Daneben findet Ihr auch noch ein paar Spieledemos im Videoformat die Ihr Euch ansehen könnt. Darunter auch Filme von den Spielen Shenmue II oder Phantasy Star Online. Nun aber zum eigentlichen Spiel. Zu beginn sollte jeder erst einmal im Trainingsmodus vorbeischauen, wo zwei Spielarten zur Auswahl stehen. Zum einen der Standardtrainingsmodus wo jeder ein freies Training absolvieren kann. Jeder anwählbarer Charakter kann so ausgiebig getestet werden. Desweiteren steht eine riesige Comboliste zur Verfügung die jeder Spieler erlernen oder nur ausprobieren darf. Als zweites kann man sich dann in den Erweiterten Trainingsmodus begeben. Hier stehen eine Reihe von Prüfungen an.

Nach einem Training ist der Spieler soweit um in das eigentliche Spiel einzusteigen. Nun kann er im Hauptmenue aus den Spielarten Turnier, Teamkampf, Überleben, Mission und Einzelkämpfe seine bevorzugte Spielart aussuchen. Turnier bezieht sich auf den Mehrspielerbereich wo bis zu acht Leute gegeneinander antreten können. Jeder Spieler wählt eine Figur aus und nach einen festgelegten Spielplan treten nun die einzelnen Figuren gegeneinander an bis der endgültige Sieger feststeht. Für einen Einzelspieler sind eher die anderen Spielmodis interessant. Bei Einzelkämpfer kann er gezielt mit einer Figur gegen eine andere seiner Wahl kämpfen. Der Ort wo der Kampf abläuft darf ebenfalls bestimmt werden. Wie in allen Spielarten stehen hier zu Beginn 12 Kämpfer und 12 Räumlichkeiten zur Auswahl. Ein weiterer Modus ist der Bereich Teamkampf, wo Ihr einer Sekte aussucht. Unterschieden wird hier dann noch in den Spielarten "Sekte auswählen" oder "Freie Auswahl" wo man seine Figuren frei bestimmen darf. Anschließend läuft ein Teamkampf ab, der die ausgesuchten Figuren jeweils frei gibt. Das Team das am Ende noch mindestens einen Charakter stellt hat gewonnen. Ein wenig anders läuft es bei dem Spielmodus Überleben ab. Hier muß der Spieler mit einem ausgesuchten Kämpfer gegen eine Reihe von Gegnern antreten und möglichst lange überleben. Der am meisten herausstechende Modus ist wohl der Bereich "Mission". Hier wird der Fight in eine nette Story verpackt so das der Spieler auch einen Grund findet um gegen die Gegner anzutreten. Wie auch schon bei Teamkampf wählt Ihr eine Sekte aus. Nun wird eine Figur bestimmt mit der der Spieler agieren möchte. Anschließend wird die Story in Textform ausgegeben aber auch mit Sprachausgabe erzählt. Verschiedene Orte mit unterschiedlichen Gegnern stehen nun zur Wahl. 6 Reliquien müssen hier erkämpft werden. Nachdem ein Gegner besiegt worden ist wird der nächste angegangen.

Begeben wir uns nun zum eigentlichen Kampfmodus. Die Figuren werden in einer 3D Umgebung dargestellt. Bewegungen in allen Richtungen sind möglich und so kann sich der Spieler mit der Figur recht freigiebig bewegen. Unzählige Schlagmöglichkeiten stehen zur Auswahl und so darf der Spieler viele Combos anwenden. Die Schläge können aber auch recht leicht geblockt werden so das ein gewisses Timing sehr wichtig ist. Einige nette Wurf- und Haltegriffe ergänzen die große Schlagvielfalt der einzelnen Charaktere. Die Figuren unterscheiden sich dann auch noch in Ihrer Schlagkraft und in der Geschwindigkeit in der sie Aktionen ausführen können. Wie in vielen Beat´em Up Spielen sind so schwere Gegner langsamer als leichte was dann aber auch in der Schlagkraft zu spüren ist. Als nettes Feature wurden einige Spezialaktionen eingebaut die mit der Zeit im Kampf zur Verfügung stehen. Sobald eine so genannte Chi-Leiste aufgebaut ist können besondere Aktionen ausgeführt werden. Desweiteren darf der Spieler seinen Charakter auch Heilen, was oft genug einen Sieg oder eine Niederlage entscheiden kann. Neben den normalen Treffern die eine Lebensleiste nach unten treibt kann der einzelne Charakter auch stärkere Verletzungen bekommen die ihn dann immer mehr kampfunfähig machen. Sind Gliedmaßen nach heftigen Attacken verletzt worden, werden die ausgeübten Schläge im Anschluss um bis zu 50 % reduziert. Ein weiterer netter Effekt ist in der Umgebung zu finden. Fensterscheiben, Vitrinen aber auch Schränke können in das Kampfgeschehen einbezogen werden. Dieser zerbersten sogar, wenn eine Figur dagegen geschleudert wird. Daneben dürfen auch weitere Details bewundert werden. Die Kämpfer nutzen Stangen aber auch Wände um spezielle Angriffe auszuführen. Wenn eine Spielfigur dann auch noch auf den Boden fällt - z.B. durch einen Wurf - zerberstet dieser und Bruchstücke liegen das ganze Spiel über in dem Raum herum. Rundum hat der Hersteller alles einbezogen was der Akteur sieht und so bekommt der Spieler ein Kampfgeschehen zu sehen was kaum Wünsche offen läßt. 

 

Technik:

Detailreichtum wird bei dem Spiel sehr groß geschrieben und so kann der Spieler kaum den Mund zu bekommen, wenn er sieht worauf der Hersteller alles geachtet hat. Durch Würfe werden Gegner so hart auf den Boden geschmettert das der Belag zerbricht und die Bruchstücke verschwinden im ganzen Spielverlauf nicht. Genauso verhält es sich mit den Scheiben, Schränken oder Vitrinen die im Kampf zerbersten. Der Detailreichtum wurde aber auch bei den Figuren fortgesetzt. Diese bekommen durch die harten Schläge richtigen Blessuren die man besonders bei Großaufnahmen bewundern darf. Durch Schäden der Gliedmaßen wird sogar die Kampffähigkeit der Charaktere beeinflusst. Auch die Kleidung leidet unter minutenlangen Fights. Sie verschmutzen und zerreißen und so wird ein Realismus gezeigt den man bis jetzt in keinem Beat´em Up Spiel gesehen hat. Ein wenig Blut wird ebenfalls vergossen was aber recht unansehnlich im Vergleich zu der gesamten Grafik aussieht. 

Die Räume sind mit vielen Details ausgestattet und sehen genauso gut aus wie die einzelnen Charaktere die wunderbar animiert werden. Der Bewegungsablauf bei den unterschiedlichen Figuren wird sehr gut dargestellt und so sehen die Aktionen bei den schweren Charakteren genauso gut aus wie bei den leichten. Weitere Punkte kann das Spiel bei der Kameraführung sammeln, die ideal das Kampfgeschehen in Szene setzt. Genauso gut ist die Steuerung, auch wenn sie durch die vielen Combos nicht leicht zu erlernen ist. Trotzdem werden alle Aktionen sehr direkt ausgeführt und nach ein paar Trainingseinheiten kann jeder recht schnell mit den unterschiedlichen Charakteren agieren. Positiv fällt auch der Sound auf der die Kampfgeräusche sehr gut wieder gibt. Außerdem kann man endlich mal deutsche Sprachausgabe erleben und das nicht nur in den Storybereichen. Rundum ist das Spiel technisch ausgereift und läßt so kaum Wünsche offen.

 

Fazit:

Das Spiel macht wirklich Spaß und das kommt vor allem dadurch, das der Spieler optisch so richtig geboten bekommt. Die Figuren sehen dabei genauso gut aus wie die Räume und dank der Verletzungen und der Umgebung bekommt der Spieler ein Realismus geboten den er bis jetzt noch nicht zu sehen bekommen hat. Der Hersteller schafft dieses durch sehr gute und vor allem auch hochauflösender Texturen. Trotz vieler guter Licht- und Schatteneffekten und vieler Reflexionen leidet das Spiel nicht unter diesem optischen Glanz. Die Steuerung kommt bei der Gesamtbeurteilung genauso gut weg wie die Kameraführung. Beide wurden vorbildlich umgesetzt. Ein wenig kompliziert wird es dann eigentlich nur bei den Schlagkombinationen die sehr reichhaltig sind und wenn ein Spieler gegen die nicht zu unterschätzenden Gegner gewinnen will muß er schon einige Schlagvarianten drauf haben. Wichtig bleibt aber weiterhin das Timing so das reines Knöpfedrucken nicht ausreicht um ein Kampf zu gewinnen. 

Das einzige was man ein wenig bemängeln kann ist die Anzahl der Figuren die ruhig höher sein könnte und die geringen Extras die man freispielen kann. Trotzdem reicht das angebotene aus um die Langzeitmotivation hoch zu halten. Nicht nur die unterschiedlichen Spielarten sorgen dafür, sondern - wie in diesem Bereich üblich - vor allem der Multiplayerbereich, der mit Freunden zu stundenlangen Fights einlädt. Das Spiel ist zwar nicht das beste Beat´em Up Spiel was Ihr auf der Xbox spielen könnt aber es darf ruhig mit zu den Top-Titeln gezählt werden. Der Schwierigkeitsgrad wird einige Anfänger allerdings abschrecken. Wer sich ein wenig mit dem Spiel auseinandersetzt wird aber schnell erste Erfolge sehen. Rundum können wir das Spiel auf jedenfall zum Kauf empfehlen da es nicht nur optisch ein Erlebnis ist.

 

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Tao-Feng: Fist of the Lotus - Review (Xbox)

 
 Tao Feng - Fist of the Lotus
EUR 61,99
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Grafik: 89 %  
Sound: 87 %  
Bedienung: 88 %  
Singleplayer: 85 %  
Multiplayer: 87 %  
Spielspaß: 86 %  
Gesamtwertung:  87 %  



 

 

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