Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Tales of Monkey Island - Review (PC)

Wertung:
79 %

Einleitung:

Adventurefans der älteren Generation werden sich mit Sicherheit gerne an die gut 20 Jahre alte Monkey Island-Reihe erinnern. Die Spiele The Secret of Monkey Island, Monkey Island 2: Lechucks Revenge, The Curse of Monkey Island und Escape from Monkey Island zählten vor Jahren ohne Zweifel mit zu den besten Genrevertretern. Vor über einem Jahr wurde dann der Nachfolger in Episodenform angekündigt. Leider kam diese nur in englischer Sprache auf den Markt. Zum Glück gönnt man uns jetzt auch eine komplett lokalisierte Version, die sogar Norman Matt beinhaltet, die bekannte deutsche Stimme von Guybrush. Wir konnten in den letzten Tagen Tales of Monkey Island ausgiebig testen. Ob das Spiel von Telltale Games und LucasArts an alte Erfolge anknüpfen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Monkey Island war bekannt für seinen guten Humor und einer interessanten Geschichte. Auch bei Tales of Monkey Island darf eine mitreißende Story nicht fehlen. Sieben Jahre sind seit Guybrushs letztem großen Abenteuer vergangen aber natürlich war unser Held auch in dieser Zeit nicht faul. Guybrush hatte sich auf die Suche nach den Teilen des legendären verfluchten Entermessers von Kaflu gemacht, um seinen Erzfeind LeChuck ein für alle Mal zu vernichten und dieses ewige Gezeter zu beenden. Es wird ja auch wirklich mal Zeit für Guybrush sich einen anderen Sinn im Leben zu suchen, als einen stinkenden, untoten Fleischsack zu verfolgen. Am Fels von Gelato kommt es schließlich zum großen Showdown. Guybrush hat LeChuck eingeholt, der mit Elaine und ihrem Schiff hierher geflüchtet ist. Wird er Elaine befreien können? Wir begleiten in dem Spiel unseren Lieblings-mächtigen-Piraten, wie er den Golf von Melange unsicher macht, LeChuck verfolgt und nebenbei noch versucht die Karibik von einer Piraten-Grippe zu befreien. Im Mittelpunkt des turbulenten Piratenabenteuers steht natürlich der gerade genannte Guybrush (Ulysses) Threepwood, mächtiger Pirat, gewiefter Rätsellöser, Aushilfs-Zombiebändiger und Schatzsucher aus Leidenschaft. Seit seinem ersten Abenteuer auf Monkey Island vor sieben Jahren hat sich in seinem Leben so einiges getan und damit meine ich nicht seine ständig wechselnde Garderobe. Nach anfänglichen Problemen konnte er endlich seine große Liebe Elaine Marley heiraten und alle Gefahren überwinden, kurzum er ist zu einem noch viel mächtigerem Piraten geworden. Einzig die Tatsache, dass er nach wie vor über die Konstitution eines sechsjährigen Mädchens verfügt, könnte man als kleines Handicap ansehen. Eines seiner besonderen Talente besteht darin, dass er seine Luft für ganze 10 Minuten anhalten kann. Des Weiteren ist er noch Meister des Beleidigungs-Schwertkampfes, Beleidigungs-Arm-Drückens, des legendären Affen-Kampfes und beherrscht zum Teil die Affensprache. Nachdem er es in den vergangenen Jahren immer wieder geschafft hat, LeChuck und seine teuflischen Pläne zu durchkreuzen, wartet diesmal die bislang größte Herausforderung auf ihn. LeChuck ist in den Besitz der dreizehn Affen von Montevideo gelangt und versucht nun mit ihrer Hilfe an noch mächtigeres Super-Extra-Voodoo-Mojo zu gelangen - mal wieder - um endlich seine Auserwählte Elaine zu seiner Dämonenbraut machen zu können.

Nachdem wir das Spiel gestartet haben, erscheint erst einmal ein Menü. Von hier aus kann man eine Galerie, Videos, Wallpapers und Avatarebilder ansehen. Hinzu kommt die Wahl der einzelnen fünf Episoden, die wir nun spielen können. Bevor das Abenteuer startet, kann der Spieler noch die Gameplay-Einstellungen wie Hinweisfrequenz, Untertitel und allgemeine Sound- und Grafikeinstellungen vornehmen. Haben wir alles angepasst, kann das Abenteuer endlich beginnen. Dieses wird selbstverständlich durch ein passendes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe stimmungsvoll eingeleitet. Wir schlüpfen nun in die Haut von Guybrush Threepwood. Kommen wir nun zum Gameplay. Anders als bei aktuellen Point-&-Click-Adventure-Spielen lenken wir unsere Spielfigur nicht durch drücken der Maustaste auf einen Punkt im Bild. Vielmehr steuern wir unseren Charakter entweder mit den WASD- oder Pfeil-Tasten unserer Tastatur oder wir halten die linke Maustaste gedrückt und ziehen so unseren Helden durch das Bild. Durch einen eingeblendeten Kreis hat man recht gut im Blick, wohin unser Held gerade geht. Dennoch ist diese Art der Lenkung etwas gewöhnungsbedürftig. An interessanten Stellen können wir dann Aktionen durchführen oder Gegenstände einpacken. Das bringt uns schon zum Inventar. Dieses wird mit der TAB-Taste oder durch unsere Maus auf der rechten Seite des Bildschirms geöffnet. Hier dürft Ihr dann mit einer Lupe die Objekte ansehen, kombinieren oder verwenden. Auch im Inventar zeigt sich die mit unter nicht durchdachte Steuerung. Anstatt wie üblich zwei Gegenstände zu kombinieren, indem man sie einfach übereinander zieht, muss man hier beide Objekte in einen Slot stecken und eine extra Taste drücken. Das hätte man einfacher lösen können. Ansonsten erkunden wir die unterschiedlichen Örtlichkeiten und lösen diverse Rätsel und Aufgaben. Diese sind sehr vielseitig, denn immer wieder sollen wir etwas anderes machen. Wirkliche Kopfnüsse sind zwar nicht vorhanden, dennoch können die Rätsel gut unterhalten. Vor allem, wenn man alles gründlich untersucht und mitnimmt, wird man problemlos durch das Spiel kommen. Nett sind dann noch die diversen Unterhaltungen. Hier spielt das Game sein volles Potenzial aus. Die Charaktere sind gut getroffen und dank eines tollen Wortwitzes und flotten Sprüchen wird man öfters zum Lachen gebracht. Das war es dann auch schon. Ihr untersucht die Umgebungen, sammelt, kombiniert und benutzt die unterschiedlichen Objekte, löst Rätsel und führt unzählige Gespräche bzw. folgt der Story. Halt so, wie man es von solchen Point-&-Click-Adventure-Spielen kennt.

 

Technik:

Die Grafik haut leider keinen vom Hocker. Diese sieht doch etwas veraltet aus. Wenige Details und schwache Texturen werdet Ihr genauso zu sehen bekommen, wie mittelmäßig animierte Figuren. Zumindest gönnt man uns vereinzelte Effekte. Irgendwie erwartet man in der heutigen Zeit doch ein wenig mehr von einem Vollpreisspiel. Um einiges besser hat uns der Sound gefallen. Bekannte Musikstücke begleiten das Geschehen und dank passender Sprecher wird den Figuren ordentlich Leben eingehaucht. Die Steuerung ist, wie oben schon erwähnt, sehr gewöhnungsbedürftig. Die Lenkung per Tastatur oder Maus ist einfach zu umständlich. Auch beim Inventarsystem muss man die Frage stellen, warum der Hersteller das so kompliziert gemacht hat. Seid Jahren zeigen andere Genrevertreter, wie man das sehr bedienerfreundlicher machen kann. Zumindest müssen wir zugestehen, dass man sich mit der Zeit an die eigenwillige Steuerung gewöhnt und so stört diese nicht wirklich das Gameplay. Das kann man leider nicht immer von der Kamera sagen. Diese zeigt vereinzelt das Geschehen aus einer nicht optimalen Perspektive. Hin und wieder steht dann noch unsere Figur im Sichtfeld. Ansonsten wird aber alles ordentlich in Szene gesetzt. Der Schwierigkeitsgrad ist grundsätzlich angenehm. Zwar kommen vereinzelte Rätselherausforderungen vor, aber mit ein wenig Kombinationsgabe kann man alle Aufgaben gut lösen. Wer dennoch Probleme bekommt, der kann die Hinweisfrequenz erhöhen und so öfters Hinweise bekommen. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es doch einige Punkte bei der Technik die stören. Leider kann das Spiel hier nicht mit anderen Genrevertretern mithalten.

 

Fazit:

Tales of Monkey Island ist ein nettes aber leider kein überragendes Point-&-Click-Adventure-Spiel. Gut gefallen hat uns vor allem der erstklassige Humor, der serientypisch sehr gut unterhalten kann. Auch die Story und die Rätsel können überzeugen. Hinzu kommt eine nette Musikuntermalung und gute deutsche Sprecher. Hier kann man kaum klagen. Leider gibt es aber auch ein paar Punkte die stören. Der Schwierigkeitsgrad könnte ruhig ein wenig fordernder sein. Etwas zeitgemäßer hätte auch die Grafik sein können. Spiele die in der oberen Liga mitspielen möchten, müssen schon mehr zeigen. Warum der Hersteller dann noch auf eine dermaßen komplizierte und bedienerunfreundliche Steuerung gesetzt hat, bleibt ebenfalls offen. Hier hätten wir eindeutig mehr erwartet. Dennoch macht das Spiel jede Menge Spaß. Vor allem Fans der Monkey Island-Reihe werden voll auf ihre Kosten kommen. Permanent schwelgt man in Erinnerungen, da viele bekannte Charaktere vorhanden sind. Wer also auf lustige Adventure steht, der kann bei dem Spiel genauso zuschlagen wie Fans der Serie. Allerdings solltet Ihr gerade bei der Technik nicht zu viel von dem Point-&-Click-Adventure erwarten.

 

Features:

- Komplett deutsche Version mit der Original-Stimme von Guybrush - For Besserknowers auch in englisch spielbar.
- Eine epische Piratengeschichte in fünf Kapiteln - mit mehr Wendungen als im Darm einer Seekuh!
- Triff alte Seegefährten und neue furchtlose Freibeuter!
- Inklusive allerlei digitalem Tinneff auf dem Datenträger!

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Tales of Monkey Island (PC)

 
 Tales of Monkey Island
EUR 45,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 70 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 82 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 86 %  
Gesamtwertung:  79 %  

Systemanforderungen:

- Windows XP/Vista (32 Bit) oder 7
- DirectX 9.0c oder besser
- 2 GB freier Festplattenspeicher
- 2 GHz-Prozessor
- 512 MB RAM (1 GB RAM für Vista/7)
- DirectX 9-kompatible Grafikkarte mit 128 MB RAM
- DirectX-kompatible Soundkarte
- Maus
- DVD-Laufwerk

 


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt