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Take Command 2nd Manassas - Review (PC)

Wertung:
81 %

Einleitung:

Koch Media bringt mit Take Command 2nd Manassas ein neues historisches Strategiespiel auf den deutschen Markt. Das im Amerikanischen Bürgerkrieg angesiedelte Spiel wurde übrigens von Paradox Interactive entwickelt. Der Spieler erlebt in dem Spiel hautnah die wichtigsten Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs. Wir konnten uns das Echtzeit-Strategiespiel jetzt genauer ansehen. Ob sich eine Anschaffung für angehende Generäle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich werden wir nicht grundlos auf das Schlachtfeld geschickt. Während des Amerikanischen Bürgerkrieges fand die zweite Schlacht von Manassas im August 1862, in der Nähe von Manassas im nördlichen Virginia statt. Im Norden wird sie auch zweite Schlacht von Bull Run genannt. Die unterschiedlichen Bezeichnungen ergeben sich aus verschiedenen Namenskonventionen der Nordstaaten (Union) und der Südstaaten (Konföderation). Die Konföderation benannte Schlachten nach der nächstgelegenen Stadt oder markanten Geländeteil und die Union nach dem nächstgelegenen Fluss oder Wasserlauf. Nun liegt das Schicksal Amerikas in unserer Hand, während wir die bedeutendsten Schlachten des Bürgerkrieges ausfechten! Dabei spielen wir auf Seiten der Union oder der Konföderierten. Bevor wir nun das Kommando über eine Armee übernehmen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erblicken der Spieler erst einmal das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte "Schlachten", "Freies Spiel", "Eigene Szenarien", "Laden", "Tutorial" und "Optionen". Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und unter Laden einen bestehenden Spielstand aktivieren. Am Anfang sollte allerdings jeder Spieler erst einmal den Übungsbereich durchspielen. Das Spiel verfügt über insgesamt vier Tutorials (Brigade-Tutorial, Artillerie-Tutorial, Divisions-Tutorial und Korps-Tutorial). Jeder Bereich führt uns in die unterschiedlichen Spielkonzepte und Funktionen der verschiedenen Kommandoebenen ein. So erlernen wir recht schnell die Grundlagen von Bewegungen, Formationen und taktischen Befehlen. Außerdem lernen wir, wie man Truppenteile koordiniert und diese befehligt. Daneben findet der Spieler auch noch ausgiebige Hilfen im über 130 Seiten starken Handbuch. Nachdem Ihr das Handbuch angesehen und die Tutorials durchgespielt habt, kann es in die eigentlichen Spielmodis gehen. Unter Schlachten finden wir nun die historischen Szenarios. Insgesamt gibt es vier Schlachtenbildschirme. Diese listen alle in Take Command 2nd Manassas verfügbaren Szenarien auf. Diese Szenarien decken die drei wichtigsten Schlachten ab, die während der 2. Manassas-Feldzugs geschlagen wurden. Die Schlachten sind in chronologischer Folge angeordnet. Sie beginnen mit der Schlacht von Cedar Mountain, gefolgt von den drei Tagen der Kampfhandlungen von 2nd Manassas und kulminieren in der Schlacht von Chantilly/Ox Hill.

Wenn der Spieler seine Fähigkeiten als Meistertaktiker unter Beweis stellen möchte, ohne sich durch die historischen Szenarien kämpfen zu müssen, dann ist der Spielmodus "Freies Spiel" genau das Richtige. Diese Schlachten können wir wieder und wieder spielen, da jede Schlacht anders ist und ohne Skripte abläuft. Es gibt übrigens zwei Möglichkeiten ein Szenario für "Freies Spiel" zu generieren: "Zufallsschlacht" und "selbst entworfene Schlacht". Bei "Zufallsschlacht" werden automatisch Seite, Schlachtfeld, Schlachtordnung, Kommandant, Art des Gefechts, Größe und Spiellänge gewählt. Die "selbst entworfene Schlacht" lässt dagegen zu, dass der Spieler eine eigene Schlacht entwirft. Dazu können wir alles frei wählen und so eine Schlacht ganz nach unseren Vorstellungen generieren. Außerdem kann der Spieler auch noch ein Szenario um einen bestimmten Charakter herum entwerfen. Egal welche Spielart wir nun wählen, irgendwann erblicken wir endlich das Schlachtfeld. Nachdem der Spieler eine Schlacht begonnen hat, übernimmt er das Kommando über eine riesige Armee. Natürlich werden wir über wichtige Ereignisse auf dem Schlachtfeld (über Texteinblendungen) informiert. Hinzu kommen Kuriernachrichten unseres Oberkommandierenden. Damit der Spieler seine Truppen im Griff hat, wird er mit diversen Statistiken und Menüleisten arbeiten müssen. Die Werkzeugleiste ist eines der Hauptinterfaces, die uns während des Spiels zur Verfügung steht. Sämtliche Kommandanten und Einheiten verfügen über diese Leiste. Mit diesen Werkzeugleisten kann man nun seinen Kommandanten und Einheiten Befehle erteilen. Außerdem kann der Spieler sich die Minimap anzeigen lassen, empfangene Nachrichten lesen, die Schlachtordnung des Szenarios oder den Zustand seiner Einheiten betrachten und auf das Hauptmenü zugreifen. Unsere Kommandanten, Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Kuriere und Nachschubwagen verfügen außerdem über einen Qualitätswert. Dieser bestimmt, wie gut ein Kommandant oder eine Einheit sich in der Schlacht schlägt. Einheiten mit hohen Werten kämpfen länger und ihre Moral schwindet langsamer. Es gibt dabei insgesamt 8 Qualitätswerte: Kampfgestählt, Elite, Veteran, Gut, Normal, Annehmbar, Trainiert und Unerfahren. Das war natürlich noch nicht alles. Wir erhalten noch weitere Infos über unsere Truppenteile wie z.B. die aktuelle Soldatenanzahl, die momentane Moral oder den Erschöpfungszustand. Außerdem haben wir eine Statusanzeige, die angibt, was die Einheit aktuell macht. Sind unsere Jungs z.B. auf dem Ruckzug oder Rasten sie, kann der Spieler keinen Einfluss auf sie nehmen. Erst wenn sie sich wieder zur Front begeben, kann der Spieler das Kommando übernehmen.

Natürlich spielt die Geländeart ebenfalls eine wichtige Rolle. Je nachdem wo sich unsere Armee befindet, haben unsere Soldaten Angriffs- oder Verteidigungsvor- bzw. Nachteile. Die Truppen kann der Spieler zum einen mit der Maus koordinieren. Mit einem Klick auf den Boden geben wir unseren Soldaten einen Zielpunkt an. Daneben können wir noch weiter Befehle geben. Dieses geschieht über die Befehlsschaltfläche. Hiermit kann der Akteur z.B. seine Truppen ausrichten. Außerdem kann der Spieler eine bestehende Formation vorrücken oder zurückfallen lassen. Damit wir schneller zu unserem gewünschten Ziel kommen, kann man die Soldaten auch im Eilschritt zur Front schicken. Dieses kostet allerdings Kondition und sind unsere Jungs erst einmal Müde, so ziehen sie sich automatisch zurück - um sich zu erholen. Erreicht eine Armee einen Feind, so erteilt der Spieler den Befehl zum Angriff. Natürlich schießen unsere Soldaten auch automatisch, wenn sie angegriffen werden. Ist die Distanz zu klein geworden, gehen die Einheiten zum Nahkampf über. Jetzt wird Mann gegen Mann gekämpft. Wird es mal eng, so kann man auch den Befehl zum Rückzug erteilen. Anschließend ziehen sich die Soldaten 300 Meter zurück und positionieren sich neu. Außerdem gibt es verschiedne Formationen, die alle Vor- aber auch Nachteile haben. Wem das zu viel wird, schaltet einfach den Computer ein. Dieser übernimmt dann die Betreuung der einzelnen Truppenteile. Selbstverständlich gibt es auch noch viele spezielle Anweisungen für die Kommandanten, Kavallerie- oder Artillerieeinheiten. Zur besseren Orientierung kann der Akteur dann noch eine übersichtliche Karte nutzen. Hier wird uns nicht nur das Gelände gezeigt, sondern auch unsere Ziele und die Position unserer bzw. der feindlichen Einheiten. Allerdings werden nur die Feinde angezeigt, die im Spiel entdeckt wurden. Daneben gibt es noch viele weitere Bereiche, die wir leider nicht alle aufzählen können. So agieren wir nun strategisch Klug auf dem Schlachtfeld und versuchen die feindliche Armee mit unseren diversen Truppenteilen zu besiegen.

 

Technik:

Die Grafik kann leider nicht ganz mit dem guten Gameplay mithalten. Vor allem stören die verwaschenen Texturen. Allerdings gibt es auch Punkte die überzeugen. Eine üppige Vegetation ist genauso vorhanden, wie viele Details auf dem Schlachtfeld. Nett sind auch die ansprechend dargestellten Einheiten. Zoomt man allerdings zu nah an diesen heran, so wird die Darstellungsqualität schlechter. Ebenso hätte der Hersteller mehr bei den Animationen machen können. Etwas entschädigt wird der Spieler durch viele kleine Effekte wie z.B. Explosionen oder Rauch. Lobend erwähnen muss man auch, dass kaum Ruckler zu sehen sind und das obwohl hunderte von Einheiten und ein riesiges Areal dargestellt werden. Natürlich sollte man über einen etwas leistungsstärkeren Rechner verfügen. Nett ist auch, dass an unterschiedliche Wetter- und Lichtbedingungen gedacht wurde und so wird das Schlachtfeld insgesamt gut wiedergegeben. Beim Sound kann man auch nicht klagen. Passende Ingamegeräusche untermalen das gezeigte. Dabei klingen die Waffengeräusche genauso gut, wie der Kampftumult. An die Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen. Erst nach einiger Spielpraxis wird man mit der Kombination aus Maus- und Menüsteuerung klar kommen. Hinzu kommt, dass die Einheiten etwas verzögert auf unsere Anweisungen reagieren. Allerdings muss man auch berücksichtigen, dass wir gleich hunderte von Soldaten auf einmal lenken. Die Menüs selber sind sehr übersichtlich und so kommt man recht schnell mit diesen klar. Etwas nervig ist dann noch, dass die Texteinblendungen nicht sonderlich gut dargestellt werden. Hier hätte man eindeutig mehr machen können. Mit der Kamera kann man sehr zufrieden sein. Diese kann der Spieler frei drehen und kippen und dank einer Zoomfunktion wird nichts auf dem Schlachtfeld verborgen bleiben. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ hoch. Nur mit ein wenig taktischem Verständnis wird man eine Schlacht gewinnen können. Allerdings gehört das irgendwie auch zu so einem Spiel - schließlich will man anständig gefordert werden. Fasst man nun alles zusammen, so kann man - trotz kleinerer Macken - insgesamt mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Take Command 2nd Manassas ist ein wirklich gutes Echtzeit-Strategiespiel. Es macht wirklich Spaß die historischen Schlachten nachzuspielen. Dank vieler unterschiedlicher Einheiten und einem riesigen Schlachtfeld können sich Strategieexperten wunderbar auslassen. Durch die hohe Anzahl von Einheiten und dem riesigen Areal werden wir immer etwas zu tun bekommen und so wird eine Schlacht niemals langweilig. Außerdem bietet das Spiel viele taktische Möglichkeiten. Selbst bei dem gleichen Schlachtfeld und identischen Vorraussetzungen wird eine Auseinandersetzung immer wieder anders ablaufen. Hierdurch kann man sich über Wochen mit dem Spiel und den unterschiedlichen Szenarios beschäftigen. Nett wären allerdings eine etwas bessere Grafik und ein niedrigerer Schwierigkeitsgrad gewesen. Gerade Anfänger werden mit dem Spiel Probleme bekommen. Dafür finden Genrekenner eine passende Herausforderung. Allerdings sollte jeder am Anfang erst einmal das Tutorial durchspielen und das Handbuch durchackern. Das Spiel ist wirklich sehr komplex und so benötigt man eine gewisse Einarbeitungszeit. Hat man die Anfangzeit überstanden, warten sehr interessante und spannende Gefechte auf uns. Wer also schon immer einmal die großen Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs nachspielen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Uns hat das historische Strategiespiel wirklich gut gefallen und so können wir Take Command 2nd Manassas jedem Strategiefan ans Herz legen.

 

Features:

- 48 Szenarios aus den drei wichtigsten Schlachten des 2. Manassass-Feldzuges
- Verlinkter Szenario-Baum: Die Ergebnisse einer Schlacht werden in die nächste übertragen
- 5 gigantische Schlachtfeldkarten auf der Grundlage historischer Aufzeichnungen aus der Library of Congress
- 3 Spielmodi: Historische Schlacht, Offenes Spiel und Selbst erstellte Schlachten

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Take Command 2nd Manassas (PC)

 
 Take Command - 2nd Manassas
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 70 %  
Sound: 80 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 86 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 88 %  
Gesamtwertung:  81 %  

Systemanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 98/2000/XP
- Arbeitsspeicher: ab 256 MB RAM
- Festplattenspeicher: ab 1,3 GB frei
- Prozessor: Pentium III od. 100% kompatibler Prozessor
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 64 MB
- Empfohlen: P4 - 3.0, 2 GB RAM, 256 MB DirectX 9 Video Card DX9

 

 

 

 

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