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Syberia - Review (Xbox)

Wertung:
81 %

Einleitung:  

Anfang 2003 erschien das Adventure Syberia auf dem PC und der Playstation 2. Gut ein Jahr später ist es nun auch auf der Xbox soweit. Nun dürfen sich auch Besitzer von Microsofts Konsole in das Abenteuer des französischen Autors Benoit Sokal stürzen. Aktuell wird schon an dem zweiten Teil gearbeitet was im Mai 2004 für den PC, Xbox und Playstation 2 auf den Markt kommt. Wir konnten uns aber jetzt erst einmal in das Abenteuer des ersten Teils stürzen. Ob das Spiel nicht nur was für Fans der klassischen Adventurespiele ist erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

In dem Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle der Rechtsanwältin Kate Walker. Sie soll sich um den Verkauf einer Spielzeugfabrik in einem kleinen französischen Dorf kümmern. Doch bevor der Auftrag erfüllt werden kann verstirbt die Fabrikantin. Diese Frau besaß eine Spielzeugfirma die sich mit Vorarlberg-Automaten beschäftigte. Bei den Automaten handelt es sich um menschenähnliche Maschinen die jetzt das gesamte Dorf bevölkern. So treffen wir auf eine Vielzahl von diesen Automaten. Manche arbeiten als Wachposten, andere im Hotel. In einem Gespräch beim Notar erfährt unsere Spielfigur das die Fabrikantin noch einen Bruder hat. Diesen müssen wir nun finden um den Verkauf abzuschließen. Wir werden in dem Spiel nicht nur das Dorf kennen lernen, sondern auch noch weitere Orte. Bei dem Spiel handelt es sich um ein klassisches Point & Klick Adventure wo vor allem die Story im Mittelpunkt steht. Natürlich sind auch diverse logische Rätsel vorhanden, die aber nicht zu schwer ausgefallen sind. Genretypische Schalterrätsel werdet Ihr genauso finden wie Sammelrätsel. Items die wir aufsammeln landen automatisch in unserer Tasche. Bei Bedarf holen wir diese Items dann wieder heraus um sie an den richtigen Orten einzusetzen.

Jetzt braucht ihr aber keine Angst zu haben das Ihr alles fein säuberlich absuchen müsst. Alle wichtigen Objekte werden sehr sichtbar durch Icons kenntlich gemacht. Nur in bestimmten Situationen müsst Ihr einen Ort genauer absuchen. Dieses kommt z.B. vor wenn Ihr einen Tisch begutachtet. Dieser wird dann gesondert gezeigt und der Spieler muss mit seinem Cursor alle wichtigen Objekte anklicken. Kann man irgendeine Aktion ausführen so ändert sich das Symbol am Cursor. Damit Ihr die Rätsel schnell lösen könnt findet Ihr im Spiel diverse Hinweise. Diese bestehen z.B. aus Zeitungsausschnitte oder Briefe. Außerdem erhalten wir wichtige Hinweise durch Gespräche die wir führen können. Dieser Bereich ist sehr wichtig. Sprechen können wir nicht nur mit Menschen, sondern auch mit mechanischen Wesen. Aus einer Frageliste wählen wir das passende Thema und die Ansprechpartner antworten uns darauf mehr oder weniger hilfreich. Die Fragen auf unserer Liste passen sich automatisch den Personen an mit denen wir gerade reden. Hat jemand nur ein Satz zu sagen kommen wir erst gar nicht in die Auswahlliste und somit werden uns unnötige Gespräche erspart. Außerdem haben wir auch noch ein Mobiltelefon mit dem wir ebenfalls wichtige Informationen einholen können. So versuchen wir nun die Rätsel in dem Spiel zu lösen.

 

Technik:

Das Problem der Steuerung wurde von Microids gut gelöst. Da eine Maus fehlt wird ein Symbol eingeblendet, sobald Ihr mit der Spielfigur an einen Ort kommt, wo was interessantes liegt. Somit erübrigt sich das ewige Absuchen der Umgebung. Ein gutes System das zeitraubendes Absuchen unnötig macht. Auch das interagieren mit Personen ist sehr einfach gehalten worden. Somit ist die Steuerung insgesamt sehr benutzerfreundlich ausgefallen. Leider gibt es aber auch Kritikpunkte. So ist das herumlaufen oftmals sehr nervig da wir an Ecken oft hängen bleiben. Auch das Bewegen der Spielfigur ist mühsam da wir uns sehr hölzern durch die Umgebungen bewegen. Beim wechseln der Abschnitte kommen weitere Probleme auf. Da immer wieder neue Hintergründe geladen werden müssen wir an bestimmten Punkten ein Bild wechseln. Erwischen wir diesen nicht so kommen wir nicht in den nächsten Abschnitt. Vor allem in den Außenbereichen wird man oft in die irre geleitet. Mit ein wenig Übung kommt aber jeder Spieler mit dieser eigenwilligen Steuerung zurecht, so dass es später kein großes Problem mehr darstellt. Optisch sieht das Spiel ganz gut aus. Das liegt vor allem an der guten Umgebungsgrafik. Diese zeigt viele Details und trotz der statischen Hintergründe wird man viele Bewegungen zu sehen bekommen. Somit wirkt alles sehr lebendig.

Hinzu kommen viele nette Effekte wie z.B. das Wasser oder Vögel die wegfliegen wenn wir uns nähern. Ein wenig wurde aber auch hier geschlampt. Pfützen z.B. sehen zwar ganz gut aus aber laufen wir über diese so wird weder das Wasser bewegt noch sehen wir anschließende Laufspuren von den nassen Schuhen. Das sind zwar nur kleine Details aber um eine Topwertung zu erreichen muss man auch so etwas beachten. Die Charaktere sehen ebenfalls toll aus aber bei den Animationen sieht man ebenfalls leichte Schwächen. Alle bewegen sich recht hölzern und unnatürlich. Das stört zwar das Gameplay nicht aber ein wenig mehr Realismus hätte hier nicht geschadet. Schade ist dann auch noch, dass ein schwarzer Rahmen zu sehen ist. Ebenso unverständlich ist die sehr kleine Schrift bei Faxen oder Zeitungsartikeln. Der Hersteller hätte bedenken müssen, dass am Fernseher größere Buchstaben benötigt werden wie an einem Monitor. Da das Spiel aber ursprünglich vom PC kommt müssen wir wohl mit diesen Einschränkungen leben. Der Sound hingegen kann voll überzeugen. Viele Umweltgeräusche und eine tolle Musik sorgen für ein nettes Ambiente. Mit den Synchronstimmen kann man dann ebenfalls leben, auch wenn sie manchmal etwas unmotiviert klingen. Insgesamt gesehen ist das Spiel zwar technisch nicht Perfekt aber es wird genug geboten, so dass der Spieler sich voll auf die Story konzentrieren kann.

 

Fazit:

Das wichtigste bei solchen Spielen ist die Story und diese kann sich bei Syberia sehen lassen. Außerdem hat der Hersteller eine einfache und zweckmäßige Steuerung entwickelt die keinen Frust aufkommen lässt. Neben einer netten Grafik wird auch ein toller Sound geboten. So kann man auch über die kleinen Macken wie den Rahmen oder die etwas gewohnheitsbedürftige Lenkung hinwegsehen. Einzig die Schrift ist ein echter Kritikpunkt. Der Hersteller muss bei so einem Spiel eine Schriftgröße wählen, die man auch ohne Probleme lesen kann. Warum soll ein Spieler schon fast in den Fernseher kriechen um die Buchstaben zu erkennen? Das Geheimnis wird wohl nie gelüftet werden. Trotzdem macht das Spiel sehr viel Spaß und da Ihr vor allem den deutschen Synchronsprechern zuhört, werdet Ihr meistens nur die kleine Schrift im Inventar zu sehen bekommen. Die Rätsel fordern dann auch nicht allzu viel von Euch ab. Alle Aufgaben sind sehr logisch aufgebaut und somit werden diese nicht zu Wutanfällen führen. Man kennt das ja von anderen Spielen. Leute die gerne Point & Klick-Adventure spielen werden mit Syberia zufrieden sein.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Syberia (Xbox)

 
  Syberia

EUR 54,95
Bei Amazon bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 85 %  
Bedienung: 75 %  
Singleplayer: 84 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 82 %  
Gesamtwertung:  81 %  



 

 

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