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Einleitung:
Anfang 2003 erschien das
Adventure Syberia auf dem PC und der Playstation 2. Gut ein Jahr später ist
es nun auch auf der Xbox soweit. Nun dürfen sich auch Besitzer von
Microsofts Konsole in das Abenteuer des französischen Autors Benoit Sokal
stürzen. Aktuell wird schon an dem zweiten Teil gearbeitet was im Mai 2004
für den PC, Xbox und Playstation 2 auf den Markt kommt. Wir konnten uns aber
jetzt erst einmal in das Abenteuer des ersten Teils stürzen. Ob das Spiel
nicht nur was für Fans der klassischen Adventurespiele ist erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle der Rechtsanwältin Kate
Walker. Sie soll sich um den Verkauf einer Spielzeugfabrik in einem kleinen
französischen Dorf kümmern. Doch bevor der Auftrag erfüllt werden kann
verstirbt die Fabrikantin. Diese Frau besaß eine Spielzeugfirma die sich mit
Vorarlberg-Automaten beschäftigte. Bei den Automaten handelt es sich um
menschenähnliche Maschinen die jetzt das gesamte Dorf bevölkern. So treffen
wir auf eine Vielzahl von diesen Automaten. Manche arbeiten als Wachposten,
andere im Hotel. In einem Gespräch beim Notar erfährt unsere Spielfigur das
die Fabrikantin noch einen Bruder hat. Diesen müssen wir nun finden um den
Verkauf abzuschließen. Wir werden in dem Spiel nicht nur das Dorf kennen
lernen, sondern auch noch weitere Orte. Bei dem Spiel handelt es sich um ein
klassisches Point & Klick Adventure wo vor allem die Story im Mittelpunkt
steht. Natürlich sind auch diverse logische Rätsel vorhanden, die aber nicht
zu schwer ausgefallen sind. Genretypische Schalterrätsel werdet Ihr genauso
finden wie Sammelrätsel. Items die wir aufsammeln landen automatisch in
unserer Tasche. Bei Bedarf holen wir diese Items dann wieder heraus um sie
an den richtigen Orten einzusetzen.
Jetzt braucht ihr aber keine Angst zu haben das Ihr alles fein säuberlich
absuchen müsst. Alle wichtigen Objekte werden sehr sichtbar durch Icons
kenntlich gemacht. Nur in bestimmten Situationen müsst Ihr einen Ort genauer
absuchen. Dieses kommt z.B. vor wenn Ihr einen Tisch begutachtet. Dieser
wird dann gesondert gezeigt und der Spieler muss mit seinem Cursor alle
wichtigen Objekte anklicken. Kann man irgendeine Aktion ausführen so ändert
sich das Symbol am Cursor. Damit Ihr die Rätsel schnell lösen könnt findet
Ihr im Spiel diverse Hinweise. Diese bestehen z.B. aus Zeitungsausschnitte
oder Briefe. Außerdem erhalten wir wichtige Hinweise durch Gespräche die wir
führen können. Dieser Bereich ist sehr wichtig. Sprechen können wir nicht
nur mit Menschen, sondern auch mit mechanischen Wesen. Aus einer Frageliste
wählen wir das passende Thema und die Ansprechpartner antworten uns darauf
mehr oder weniger hilfreich. Die Fragen auf unserer Liste passen sich
automatisch den Personen an mit denen wir gerade reden. Hat jemand nur ein
Satz zu sagen kommen wir erst gar nicht in die Auswahlliste und somit werden
uns unnötige Gespräche erspart. Außerdem haben wir auch noch ein
Mobiltelefon mit dem wir ebenfalls wichtige Informationen einholen können.
So versuchen wir nun die Rätsel in dem Spiel zu lösen.
Technik:
Das Problem der Steuerung wurde von Microids gut gelöst. Da eine Maus fehlt
wird ein Symbol eingeblendet, sobald Ihr mit der Spielfigur an einen Ort
kommt, wo was interessantes liegt. Somit erübrigt sich das ewige Absuchen
der Umgebung. Ein gutes System das zeitraubendes Absuchen unnötig macht.
Auch das interagieren mit Personen ist sehr einfach gehalten worden. Somit
ist die Steuerung insgesamt sehr benutzerfreundlich ausgefallen. Leider gibt
es aber auch Kritikpunkte. So ist das herumlaufen oftmals sehr nervig da wir
an Ecken oft hängen bleiben. Auch das Bewegen der Spielfigur ist mühsam da
wir uns sehr hölzern durch die Umgebungen bewegen. Beim wechseln der
Abschnitte kommen weitere Probleme auf. Da immer wieder neue Hintergründe
geladen werden müssen wir an bestimmten Punkten ein Bild wechseln. Erwischen
wir diesen nicht so kommen wir nicht in den nächsten Abschnitt. Vor allem in
den Außenbereichen wird man oft in die irre geleitet. Mit ein wenig Übung
kommt aber jeder Spieler mit dieser eigenwilligen Steuerung zurecht, so dass
es später kein großes Problem mehr darstellt. Optisch sieht das Spiel ganz
gut aus. Das liegt vor allem an der guten Umgebungsgrafik. Diese zeigt viele
Details und trotz der statischen Hintergründe wird man viele Bewegungen zu
sehen bekommen. Somit wirkt alles sehr lebendig.
Hinzu kommen viele nette Effekte wie z.B. das Wasser oder Vögel die
wegfliegen wenn wir uns nähern. Ein wenig wurde aber auch hier geschlampt.
Pfützen z.B. sehen zwar ganz gut aus aber laufen wir über diese so wird
weder das Wasser bewegt noch sehen wir anschließende Laufspuren von den
nassen Schuhen. Das sind zwar nur kleine Details aber um eine Topwertung zu
erreichen muss man auch so etwas beachten. Die Charaktere sehen ebenfalls
toll aus aber bei den Animationen sieht man ebenfalls leichte Schwächen.
Alle bewegen sich recht hölzern und unnatürlich. Das stört zwar das Gameplay
nicht aber ein wenig mehr Realismus hätte hier nicht geschadet. Schade ist
dann auch noch, dass ein schwarzer Rahmen zu sehen ist. Ebenso
unverständlich ist die sehr kleine Schrift bei Faxen oder Zeitungsartikeln.
Der Hersteller hätte bedenken müssen, dass am Fernseher größere Buchstaben
benötigt werden wie an einem Monitor. Da das Spiel aber ursprünglich vom PC
kommt müssen wir wohl mit diesen Einschränkungen leben. Der Sound hingegen
kann voll überzeugen. Viele Umweltgeräusche und eine tolle Musik sorgen für
ein nettes Ambiente. Mit den Synchronstimmen kann man dann ebenfalls leben,
auch wenn sie manchmal etwas unmotiviert klingen. Insgesamt gesehen ist das
Spiel zwar technisch nicht Perfekt aber es wird genug geboten, so dass der
Spieler sich voll auf die Story konzentrieren kann.
Fazit:
Das wichtigste bei solchen Spielen ist die Story und diese kann sich bei
Syberia sehen lassen. Außerdem hat der Hersteller eine einfache und
zweckmäßige Steuerung entwickelt die keinen Frust aufkommen lässt. Neben
einer netten Grafik wird auch ein toller Sound geboten. So kann man auch
über die kleinen Macken wie den Rahmen oder die etwas gewohnheitsbedürftige
Lenkung hinwegsehen. Einzig die Schrift ist ein echter Kritikpunkt. Der
Hersteller muss bei so einem Spiel eine Schriftgröße wählen, die man auch
ohne Probleme lesen kann. Warum soll ein Spieler schon fast in den Fernseher
kriechen um die Buchstaben zu erkennen? Das Geheimnis wird wohl nie gelüftet
werden. Trotzdem macht das Spiel sehr viel Spaß und da Ihr vor allem den
deutschen Synchronsprechern zuhört, werdet Ihr meistens nur die kleine
Schrift im Inventar zu sehen bekommen. Die Rätsel fordern dann auch nicht
allzu viel von Euch ab. Alle Aufgaben sind sehr logisch aufgebaut und somit
werden diese nicht zu Wutanfällen führen. Man kennt das ja von anderen
Spielen. Leute die gerne Point & Klick-Adventure spielen werden mit Syberia
zufrieden sein.
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