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Einleitung:
Klassische Adventure-Spiele
werden immer seltener veröffentlicht. Ein Vertreter dieses Genres ist das
Spiel Syberia. Der erste Teil erschien schon vor einiger Zeit auf dem PC.
Anschließend folgte auch eine Version auf den aktuellen Videospiel-Konsolen.
Wer das Adventure Syberia mochte wird sich nun auf den zweiten Teil stürzen
können. Über Atari kommt das neuste Spiel um Kate Walker auf den Markt. Das
Spiel Syberia II erscheint neben dem PC auch auf der Playstation 2 und Xbox.
Wir konnten jetzt die fertige PC-Version testen. Ob das Spiel ein würdiger
Nachfolger des ersten Teils ist könnt Ihr in unserem Review nachlesen.
Zum Spiel:
Nachdem Ihr das Spiel gestartet habt gelangt Ihr in das Hauptmenü. Hier
lassen sich unter anderem alle Spielrelevante Einstellungen vornehmen.
Außerdem darf sich jeder Spieler ein kleines Video vom ersten Teil
anschauen. So erhält jeder einen Einblick worum es bei Syberia ging. Neben
Spielstände laden können wir auch ein neues Spiel beginnen. Die Story von
Syberia II beginnt dort, wo die Geschichte des ersten Teils endete. Im
Mittelpunkt steht die Heldin Kate Walker die den Automatenbauer Hans
Vorarlberg gefunden hat. Sie begleitet diesen nun auf seine letzte Reise zur
Insel Syberia. Dort soll es die letzten Mammuts geben. Da die Story am
ersten Teil anknüpft wäre es nicht verkehrt wenn man Syberia kennt. Zwingend
notwenig ist dieses aber nicht. Wer den ersten Teil kennt wird sich bei
Syberia II sofort wohl fühlen. Die Grafik und die Vorgehensweise im Spiel
sind nahezu gleich geblieben. Die detailreiche Optik ist natürlich wieder
vorhanden. Vor allem die einzelnen Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet.
Vorangetrieben wird das Spiel durch eine Story - an die man sich allerdings
erst einmal gewöhnen muss. Außerdem stört ein wenig das man sich ständig in
Schneelandschaften aufhält. Trotzdem kann die Umwelt durch die große
Detailflut überzeugen.
Neben der Story wird der Spieler sich vor allem auf die vielen kleinen und
großen Rätsel konzentrieren müssen. Neben diversen Schalterrätseln müssen
wir vor allem diverse Bedingungen erfüllen um weiter zu kommen. Die Rätsel
selber sind meistens logisch aufgebaut und dank diverser Hilfen im Spiel
wird man auch schnell auf die Lösung kommen. Es ist immer sinnvoll mit den
vorhandenen Charakteren Gespräche zu führen. Diese laufen dann immer nach
dem gleichen Muster ab. Aus einer Liste mit Stichwörtern wählen wir ein
passendes Thema aus. Zu diesem Stichwort wird dann die jeweilige Frage
gestellt, worauf die andere Person antwortet. Dadurch können sich dann
weitere Gesprächsthemen ergeben. Ist mit einer Figur alles abgehandelt so
ist die Auswahlliste leer. Solange aber noch Worte drin stehen sollte man
das Gespräch fortsetzen. Manche Hinweise werden erst im späteren
Gesprächsverlauf gegeben. Außerdem sollte der Spieler alles anklicken was
wichtig erscheint. Egal ob es sich um Menschen oder Gegenstände handelt. Nur
so werdet Ihr recht flüssig durch das Spiel kommen. Verpasst Ihr etwas so
geht die große Suche los. Aber das kennt man ja aus anderen Spielen. So
agieren wir nun in den sehr großen und detailreichen Umgebungen und lösen
eine Aufgabe nach der anderen. Zwischendurch werden wir dann noch viele
kleine Intros zu sehen bekommen.
Technik:
Optisch kommt Syberia II noch besser rüber wie der erste Teil. Mit bekannter
vorgerenderter Hintergrundgrafik wird eine realistische Welt erschaffen.
Dabei bewegen wir uns immer Schrittweise von Bild zu Bild. In den einzelnen
Abschnitten können wir uns frei bewegen. Am Rand gelangen wir dann zum
nächsten Hintergrundbild. Alles geht schnell und ohne große Verzögerungen
vonstatten. Die Hintergründe sehen einfach toll aus. Durch die vielen
Details und kleinen Animationen wirkt alles sehr lebendig. Nett sehen auch
die Spiegelungen in Pfützen aus. Die Figuren selber sind zwar nicht ganz so
toll wie die Umgebung aber trotzdem passen sie in das Spiel. Auch die
Bewegungen wirken realistisch. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen
Niveau. Immer wieder werden andere Geräusch eingespielt und diese passen
wunderbar zu den Aktionen die wir im Spiel ausführen. Begleitet wird das
Spiel von guten aber unmotivierten Synchronsprechern. Zumindest ist unser
Hauptcharakter mit einer guten Stimme versehen worden. Mit der Steuerung
kann man dann auch gut leben. Sie ist einfach und schnell erlernt. Dank
unterschiedlicher Icons wird sofort ein Hinweis gegeben wenn wir über ein
wichtiges Objekt gleiten. Auch das Menü ist sehr bedienerfreundlich. Einzig
das sich unsere Spielfigur sehr eckig bewegt stört ein wenig. Das Gameplay
wird dadurch aber nicht großartig beeinflusst. Technisch gesehen kann das
Spiel somit voll überzeugen.
Fazit:
Das Spiel Syberia II bietet eigentlich alles was man von einem Adventure
erwartet. Die Rätsel und die Story können von Anfang an überzeugen. Die
Geschichte knüpft an die vom ersten Teil direkt an und die Steuerung und das
Gameplay wurden ebenso übernommen. Es wäre zwar nicht schlecht wenn man
Syberia kennt aber wirklich notwenig ist dieses auch wieder nicht. Somit
werden sich alle Fans von Adventurespielen schnell wohl fühlen. Einzig die
Story wird nicht jedermanns Sache sein. Gefallen kann das Spiel vor allem
durch die Grafik und durch das Ambiente. Man bewegt sich gerne in der
detailreichen Umgebung um ein Rätsel nach dem anderen zu lösen. Schade ist
eigentlich nur das man nicht mehr so um die Welt reist wie im ersten Teil.
Da aber ansonsten alles stimmt kann man damit leben. Mochtet Ihr also den
ersten Teil so ist der zweite ein Pflichtkauf. Aber auch Fans des Genres
können sich in das neuste Abenteuer von Kate Walker stürzen. Ihr seid
schnell im Geschehen drin und da vor allem die Rätsel im Mittelpunkt stehen
werden Genrekenner sofort angesprochen. Die gestellten Aufgaben sind auch
recht logisch aufgebaut, so dass Ihr nur hängen bleibt wenn ihr etwas
übersehen habt. Wer also gerne Adventure spielt und nichts gegen viele
Rätseleinlagen hat darf hier ohne bedenken zugreifen. Fans des ersten Teils
werden sich das Spiel sowieso nicht entgehen lassen.
Features:
- Ein herausragendes 2D-Point-and-Click-Adventure, das an die hohe Qualität
des Vorgängers anknüpft
- Dynamische Grafikeffekte, die neue Maßstäbe setzen: ob Licht und Schatten,
Spiegelungen und Texturen - jeder Pixel steckt voller Atmosphäre!
- Unterschiedliche Hauptfiguren, neue Handlungsmöglichkeiten, mehr Action
und Spannung sowie viele neue filmreife Einstellungen
- Phantastische Echtzeit-Optik mit zahlreichen Details, wie z.B.
realistischer Schneefall, wabernder Nebel und realistisch animierte Objekte
- Herausfordernde Rätsel, die den Spielfluss nicht bremsen sondern charmant
bereichern
- Das revolutionäre Dialogsystem ermöglicht neue Interaktionen zwischen
Spieler und Spielfiguren
- Selbstverständlich stammen die Grafiken auch diesmal aus der
künstlerischen Feder von Benoit Sokal, der bereits mit Amerzone beachtlichen
Erfolg feierte.
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